Unsere Lehrer

 
Seine Heiligkeit Kyabje Trijang Dorje Chang Seine Heiligkeit Kyabje Trijang Dorje Chang, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren und verstarb im Alter von 81 Jahren, 1981. Zu seiner Zeit und bis heute ist er einer der herausragendsten tibetisch buddhistischen Meister. Die Mehrzahl der Lamas und Geshes der Gelugpa Tradition, wie S.H. Kyabje Song Rinpoche, S.H. Mahasiddha Gangchen Rinpoche, Geshe Rabten Rinpoche, Ehrw. Gonsar Tulku Rinpoche , Lama Thubten Yeshe, Lama Zopa Rinpoche, um nur einige zu erwähnen, standen unter seiner mitfühlenden spirituellen Führung. Ohne ihn wäre die Situation der tibetischen Buddhisten und speziell der Lehre Je Tsongkhapas heute komplett anders.  
S.H. Trijang Rinpoche  war einer der vier Hauptschüler des großen Mahasiddhas Kyabje Pabonghka Rinpoche, der Je Tsongkhapa noch zu Lebzeiten im Reinen Land Tushita besuchte. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten unter seinen Schülern zählt Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama. Kyabje Trijang Dorje Chang diente Seiner Heiligkeit zuerst als philosophischer Assistent, dann als persönlicher Tutor, zusammen mit Kyabje Ling Dorje Chang über 50 Jahre lang und brachte ihm das Studium vom elementaren Level bis hin zum höchsten tantrischen Level dar.  

 
Innerhalb eines Jahres, nach seinem Dahinscheiden, wurde seine Inkarnation sehr präzise unter hunderten von Kandidaten erkannt, offiziell im Alter von 3 Jahren bestätigt und ihm der Name Tenzin Losang Yeshe Gyatso durch Seine Heiligkeit dem Dalai Lama dargebracht. 

S.H. Trijang Chogtrul Rinpoche  lebt heute im RABTEN CHOELING Institute for Higher Tibetan Studies, Le Mont-Pèlerin, Schweiz. Eine englischsprachige Biografie kann hier eingesehen werden. 

Es ist ein sehr großes Privileg und ein höchst glücksverheißendes freudvolles Ereignis, für alle, die dem Dharma im Westen folgen, ihn zu erreichen und die Möglichkeit zu bekommen, seine Segnungen und Überlieferungen direkt von ihm zu empfangen.

 

 
 
 
 Lama Dechen Rinpoche; größeres Bild (21 KB) bitte klicken. 
Lama Tenzin Sangmo Dechen Rinpoche 
ist Äbtissin und spirituelle Leiterin der Dharmakaya Klosterschule. Sie wurde 1953 bei Berlin in Deutschland geboren und praktizierte und studierte unter verschiedenen Lehrern des tibetischen Buddhismus seit mehr als 25 Jahren die Lehre Buddhas. Nachdem sie Anfang der 90er Jahre als buddhistische Nonne ordiniert wurde, widmete sie ihre ganze Aufmerksamkeit dem Aufbau und dem Erhalt der Lehre Buddhas, betreute viele Schüler und Zentren als spirituelle Lehrerin und inspirierte die Menschen durch ihr Vorbild und große Hingabe zum Dharma und den Lebewesen. Darüber hinaus förderte sie Klosterschulen in Indien, Nepal und Tibet durch Sozialkonzepte und unterstützte unermüdlich den Erhalt der authentischen Dharmaschriften an verschiedenen Universitäten wie Sera, Ganden Shartse und so weiter. Im Jahr 1998 wurde sie als Tulku Rinpoche durch Seine Heiligkeit den 13. Kundeling Tagtsa Jetung Tongshan Hothuktu, Gründer und Präsident des Atisha Charitable Trust und Spiritueller Leiter des Kundeling Klosters in Mysore (Indien), erkannt. Andere hohe Lamas, wie S.H. Tritul Rinpoche, der 24. Weiße Manjushri, Spiritueller Leiter der Gelugpa-Gesellschaften  in Taiwan, Singapur, China und Nepal; sowie S.H. Mahasiddha Gangchen Rinpoche, enger Schüler S.H. Trijang Rinpoches und Gründer der Lama Gangchen World Peace Foundation in Milano (Italien), sowie Initiator des spirituellen Forums in der UNESCO bestätigten die Erkennung. Die Inthronisationszeremonie wird zu Beginn des Jahres 2002 in Indien am Ganden Kloster stattfinden.  

Lama Gangchen Rinpoche und Lama Dechen Rinpoche Im Jahr 2000 machte sie eine Pilgerreise mit Mahasiddha Gangchen Rinpoche nach Tibet, erhielt Myriaden von Segnungen, sowohl von Seiner Heiligkeit selbst, als auch von S.H. dem Panchen Lama (*) und erhielt von dessen Tutor, Bumi Rinpoche, die mündliche Übertragungen der Heruka und speziell der Vajrayogini Tantras am Tashi Lhunpo Kloster. Weiterhin erhielt sie Übertragungen und Segnungen von S.H. Trijang Chogtrul Rinpoche, Kyabje Pabongkha Rinpoche und Kyabje Dagom Rinpoche 

Von der Welfriedensakademie (WPA) wurde sie als "Herausragende Lehrerin für den Weltfrieden"  ausgezeichnet, ebenso würdigte sie die Int. Assoc. of Educators for World Peace, NGO-Mitglied der Vereinten Nationen  (ECOSOC), UNICEF, UNESCO, UNDPI, & UNCED, als herausragendes Mitglied und Lehrerin. Die UN IAEWP, mit Botschaften in über 100 Ländern, berief sie zudem zur deutschen Botschafterin. Im Jahr 2001 wird Sie eine der fünf Repräsentanten der IAEWP bei den Vereinten Nationen in Wien sein. 

Trotz aller Titel und Ämter liegt es ihr am nächsten, einfach nur Lama Dechen genannt zu werden und freudig das zu tun, was für das Gedeihen des Dharmas und das Wohlergehen anderer getan werden muß. So akzeptierte sie die Bitte von vielen Meistern und uns Schülern (die seit 5-8 Jahren, ihre selbstlose, inspirierende Arbeit hier in Deutschland kennen lernen durften), weiter den Dharma zu lehren und die spirituelle Schirmherrschaft für unsere Klosterschule und Projekte zu übernehmen. 

Auch wenn sie in der Zukunft überall auf der Welt von Taiwan bis Brasilien, Vorträge über die Friedenslehre des Buddhismus halten wird, sind wir sehr glücklich, daß sie weiter für uns sorgt. 
 
 
S.H. der Panchen Lama (rechts) und Lama Dechen Rinpoche Lama Dechen Rinpoche und S.H. der Panchen Lama (*)  

(*) Hinweis: Dies ist der nicht-bestätigte Panchen Lama. Er wurde weder von den Chinesen noch von tibetischer Seite bestätigt, aber auf Grund seiner herausragenden Qualitäten und Merkmale, war er der dritte Kandidat für die Erkennung der Wiedergeburt des Panchen Lama und wird von vielen Tibetern respektvoll als Panchen Lama benannt. Er lebt im Kloster Tashi Lhunpo,Tibet, sein Turor ist der große tantrische Meister Bumi Rinpoche. 
 

S.H. 13. Kundeling Rinpoche & Lama Dechen Rinpoche 
S.H. Pabongka Rinpoche und Lama Dechen Rinpoche Lama Dechen Rinpoche und S.H. Pabongka Rinpoche
Gurus (Fotomontage) Am 20.07. erhielten wir u.a. die Überlieferung des "Ganden Lha Gyema" von S.H. Trijang Chogtrul Rinpoche (2. v.r.), leider sind die Bilder nichts geworden, deshalb diese kleine Fotomontage. (von links: Lama Dechen Rinpoche, Ehrw. Gonsar Rinpoche; Ven. Tenzin Rabgye Rinpoche (Inkaranation von Geshe Rabten Rinpoche), S.H. Trijang Chogtrul Rinpoche, Lama Gangchen Rinpoche)
 

  

Andere Lehrer unserer Klosterschule  
Zukünftig werden mehrere buddhistische Geshe (Gelehrte) aus Europa und dem Ausland, Studienseminare zu Sutra und Tantra bei uns leiten und mit uns leben.  

Im Frühjahr erwarten wir folgende Gastlehrer aus der tibetischen Tradition: 
 

    1. S.H. 13th Kundeling Rinpoche wird uns im Frühjahr /Sommer 2001 kostbare Unterweisungen des heiligen Dharma gewähren 
    2. Ven. Lama Gangchen Tulku Rinpoche (*) wird uns die Ermächtigung zur tantrischen Selbstheilungspraxis "Ngalso" gewähren. 
    3. Lobsang (Tulku) Dhonden (Assistent von S.H. Kyabje Song Rinpoche), gibt als Gastlehrer aus dem Kloster Ganden Shiartse, einen ausführlichen Philosophiekurs und Sprachkurs der buddhistischen Grundlagen. 
    4. Der Mönchsgelehrte Dr. Sherab Wangpo, tibetischer Arzt aus Schigatse/Tibet, gibt ein Ausbildungsjahr in tibetischer Heilkunst und Meditation.   
 (*) TYS Lama Gangchen Tulku Rinpoche ist ein enger Schüler S.H. Kybje Trijang Rinpoches.Wir haben sehr viel Unterstützung und Hilfe von Lama Gangchen erfahren und sind ihm dafür sehr dankbar. Eine Würdigung seiner wertvollen Arbeit durch S.H. Trijang Chogtrul Rinpoche und eine kurze, kostbare Unterweisung  kann hier (in englisch) eingesehen werden.      
 

Tulkus und Geshes 

Tulkus, das tibetische Wort für reinkarnierte Lamas sind der große Reichtum des tibetischen Buddhismus. Wie Lama Gangchen sagt: "In der Welt haben Menschen viele Qualitäten durch Lernen erlangt, aber es gibt andere die werden mit diesen Qualitäten geboren." Im tibetischen Buddhismus werden diese Personen mit diesen angeborenen Qualitäten überall gesucht und wenn sie gefunden werden, werden sie hoch verehrt. 
Tulkus sind hoch realisierte Wesen, die Kontrolle über ihre Geburt haben und die sich ausgewählt haben, zu unserem Nutzen, unter uns Wiedergeburt zu nehmen. Sie werden durch sorgfältige Tests, präzisen Ritualen und Prophezeiungen erkannt. Sie kommen Leben für Leben zurück, in einer ungebrochenen Linie. Ihr Geist ist weit und stabil, deshalb werden sie Rinpoche genannt, das bedeutet "kostbar". 

Geshes sind üblicher Weise tibetische Mönche (es gibt aber auch wenige Ausnahmen westlicher Geshes), die eine großes Wissen in buddhistischer Philosophie erlangt haben und in der Gegenwart von hunderten Mönchen und Lamas ihre verschiedenen Prüfungen bestanden haben. Diese Schulung erlaubt ihnen ein perfekter Dharmalehrer zu werden. Dharma zu lehren ist die erhabene Großzügigkeit, weil es uns zum perfekten und engültigem Glück und Frieden führt.

 
    

 
 
Ein kleiner, praktischer Nachgedanke zu Leherern, Traditionen, Religion und Toleranz:   

Wenn man liest oder fühlt, jener Lehrer, jene Tradition oder jene Religion sei etwas besonderes, dann kann man auch voreilig denken, andere Lehrer, andere Traditionen oder andere Religionen seien weit weniger besonders oder sogar etwas Schlechtes oder Böses. Dies ist kein guter Gedanke. Und wie Lama Thubten Yeshe sagt, führt dieser voreilige Gedanke schnell zu Fanatismus. Es wäre dann besser, nicht-religiös zu sein. Nicht-religiösen Menschen reicht es meist, einfach nur ein Mensch zu sein. Ihnen sind solche extremen Ansichten und der Fanatismus, der daraus folgt, fremd. 

Wie aber kann man Toleranz erlernen, wenn der eigene Leherer, die Tradition oder Religion so bedeutsam zu sein scheint? So einmalig und so kostbar?  

Nur indem man Weisheit entwickelt. 



Die Erklärungen der spirituellen Meister, die Schriften und das eigene Überdenken helfen hier gut weiter: 

Ein Beispiel: 
Was ist kostbarer, ein Knochen oder ein Diamant?   

Wir würden sagen, der Diamant, weil er für uns nützlicher ist. Wenn wir diese Sicht einnehmen, glauben wir fest daran und könnten uns sogar darüber streiten. Ändert sich aber nur schon die Situation, und wir werden von einem großen Hund verfolgt, was ist dann nützlicher:    
der Diamant oder der Knochen?    
Für uns erscheint im Moment entsprechend unserer jetzigen Situation, unserer Wünsche und Bedürfnisse, der Diamant nützlicher, deshalb ist er für uns kostbarer als der Knochen. Für einen Hund dagegen wäre der Knochen nützlicher, weil er ihn essen kann, wogegen er mit dem Diamanten nichts anfangen kann.    

Ob etwas besonders/kostbar ist oder nicht, ist keine innewohnende Qualität der Sache, sondern des Geistes. Es hängt von den Wünschen und Fähigkeiten des Lebewesens, seiner Situation und von dessen Karma ab.    

So ist z.B. für einen Kagyüpa seine Tradition, seine Lehrer, seine Überlieferung kostbar, für einen Christen ist Gott, die Gemeinde, die Bibel kostbar usw., es gibt keinen Grund darüber zu streiten, weil es individuell verschieden ist.   

Für einen Mahayana-Buddhisten oder einfach nur einem human eingestellten Menschen, ob Buddhist oder Nicht-Buddhist, sind die inneren Werte von Liebe und Mitgefühl kostbarer als ein Diamant oder Knochen, trotzdem ist ein Knochen immer noch kostbar für ihn, weil er damit einen Hund erfreuen kann und ein Diamant ist kostbar, weil er damit einer armen Person, oder auch einer reichen Person, eine Freude machen kann. Für eine selbstlose und weise Person ist alles kostbar, was anderen hilft oder woraus sie lernen oder wodurch sie sich verbessern kann. 

Natürlich können und sollten wir die Dinge, die uns helfen aufrichtig würdigen und loben. Es ist sogar sehr gut, das, was für uns oder andere heilsam und hilfreich ist, als etwas Wertvolles und Besonderes zu betrachten, weil wir erst dadurch diese Sache wirklich schätzen und uns zu nutzen machen können. Ein Kind zum Beispiel, das nicht den Wert des Diamanten erkennt, wird ihn gegen eine bunte Glasmurmel eintauschen und hat sich so aus Unwissenheit um den Wert und Nutzen des Diamanten gebracht, der ihm viele hunderte bunte Murmeln oder andere Dinge hätte bringen können.   
Wir müssen nur aufpassen, dass unser Geist, wenn er eine Religion, einen Lehrer, eine Tradition, für sich oder andere als etwas Kostbares erkennt, andere Religionen, andere Lehrer oder andere Traditionen nicht abqualifiziert.  


Wer dies hört oder liest (Empfehlung: "Vajrasattva" von Lama Thubten Yeshe), vertiefend prüft und überdenkt, kann dann leicht die eigenen Fesseln religiöser Intoleranz erkennen und aufgeben. So hat man die Möglichkeit zu lernen, sich über jeden Lehrer, jede Religion, jede Tradition zu freuen, die Heilsames hervorbringt. Man kann sich freuen über das Gute, das sie hervorbringen, das Gute, das denjenigen, die diesem folgen, momentan oder endgültig nutzt. Trotzdem ist es notwendig genau zu prüfen, wem oder was man folgt, ob es heilsam ist oder nicht. Das ist das was der Buddha lehrt.