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Georg Büchner
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Büchners "Lenz"


Inhalt

Der Schriftsteller Georg Büchner (1813-37) ist nicht alt geworden, sein literarisches Werk erscheint vom Umfang her eher gering. Nur drei Dramen und eine Erzählung sind neben seinen Briefen, den Schulschriften und der Flugschrift “Der Hessische Landbote” überliefert.
Trotzdem ist die Bedeutung und Bewunderung für diesen Autor immer noch ungebrochen. Er gehört nicht nur zum Kanon (der ‚großen Literatur‘ und der Schullektüre), sein Werk besitzt noch heute prägende Wirkung auf zeitgenössische Autoren. Die darin vertretenen Positionen gelten als modern. Das betont beispielsweise Walter Jens in einer Rede zum 150. Geburtstag Georg Büchners:
“Büchner ist uns so nah, daß der feierliche Epitaph sich unversehens in die Laudatio eines Zeitgenossen, das Preislied auf einen jüngst Verstorbenen verwandelt” .

Der Film zeichnet in einem ersten Schritt die Biographie dieses Autors nach. Geboren am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt, entschließt er sich, in Straßburg ein Naturwissenschaftsstudium aufzunehmen. Dort kommt er mit den Auswirkungen der französischen Julirevolution in Berührung und bildet seine politische Gesinnung, seine Sympathie für den ‚kleinen Mann‘ weiter aus, die sich später in all seinen literarischen Werken, beginnend mit dem Revolutionsdrama “Danton” , spiegelt.
Ein Ziel des Filmes ist es, die besondere Persönlichkeit Büchners, der zugleich Autor , politischer Revolutionär und Wissenschaftler war, zu vermitteln. So erfährt man einiges über die Umstände, die den jungen Büchner zum politischen Engagement, also zur Niederschrift der Flugschrift des “Hessischen Landboten” bewegten, aufgrund derer Büchner steckbrieflich gesucht wurde.

Der eigentliche Fokus des Films liegt aber in der Darstellung und Analyse der “Lenz”-Novelle, bei der Büchner die reale Biographie des Sturm & Drang Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz literarisch verarbeitet. Als Quelle steht ihm der Krankenbericht des Pädagogen Johann Friedrich Oberlin in einer Abschrift zur Verfügung, so daß sich sein Werk durch große Faktentreue auszeichnet. Neu ist die Darstellung der Innenperspektive des kranken Dichters, die sich z.B. in Naturbeschreibungen äußert. Büchner liefert uns mit seiner Erzählung das Psychogramm eines ‚Borderliners‘, der in klaren Momenten wie dem ‚Kunstgespräch‘ zu scharfsinnigen Analysen fähig ist, insgesamt jedoch der Krankheit mit Angstzuständen und Selbstbestrafungsaktionen immer mehr anheim fällt.

Der Film zeigt zahlreiche Sequenzen der gelungenen Lenzverfilmung von George Moorse (Kamera Gerard Vandenberg, Hauptdarsteller: Michael König ). Die einzelnen Etappen des kranken Dichters Lenz, sein Weg durch das Steintal nach Waldbach (offizieller Name heute: Waldersbach), die ersten Schübe des Wahnsinns, die kurze Phase der Besserung bis hin zum Abtransport Lenzens werden anschaulich vermittelt.






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