Radiokonzerte
...Vom Radio auf die CD...
Radiokonzerte bewußt hören ist das eine.

Radiokonzerte archivieren - für sich selbst oder zum Verschenken an gute Freunde - ist das andere. Es macht zwar ein bißchen Arbeit, aber auch unheimlich Spaß, besonders, wenn man bedenkt, daß vielleicht gerade mal ein paar Dutzend Mitschnitte eines Konzertes in privater Hand sind...
Zugegeben - der Weg zur (fast) perfekten CD ist nicht ganz einfach, wird aber, wenn man erst einmal seinen privaten "Dreh" raus hat, zur Routine und stellt keine besonderen Anforderungen mehr.
Ich möchte hier versuchen, meinen Weg zur (fast) perfekten CD darzustellen sowie einige Anregungen und Tips allgemein zum Recording mit dem PC zu geben.


Aus gegebenem Anlaß weise ich an dieser Stelle nochmals auf einige Spielregeln hin:
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Here we go:

Radio richtig empfangen

Konzerte aufnehmen - aber wie?

Der optimale (?) Audio-PC

Die optimale Soundkarte

Geeignete Audio-Software

CDs Brennen - aber richtig


Radio richtig empfangen

UKW

Die Zeiten, als Radio stillschweigend UKW bedeutete, sind lange vorbei. Ein Blick in die Konzertliste zeigt, daß man schon aus Gründen der Programmvielfalt mit UKW nicht mehr glücklich leben kann, meist auch dann nicht, wenn man einen guten(!) Kabelanschluß besitzt. Doch für alle, die mit UKW leben müssen: UKW muß nicht zwangsläufig schlecht klingen oder rauschen. Zumindest bleibt man vor den ekligen Artefakten der MPEG-Datenreduktion verschont, die sich häufig beim digitalen Empfang einstellen - solange der UKW-Strahler nicht selbst auf diesem Wege versorgt wird.
Wichtigste Voraussetzung für einen optimalen UKW-Klang ist ein sauberer Empfang des gewünschten Senders. Glücklich darf sich schätzen, wer auf dem flachen Land wohnt, eine Hochantenne besitzt und außer den gewünschten Sendern nicht viele weitere aus unmittelbarer Nachbarschaft empfängt. Mit wenigen starken Sendern im UKW-Band laufen die meisten UKW-Tuner zu Hochform auf. Pegelt man die Antenne dann noch richtig ein (zu wenig Antennenpegel hat Rauschen zur Folge, zuviel Antennenpegel führt zur Übersteuerung des Tuners, die Folgen sind Mischprodukte, Geistersender, Verzerrungen und ein ebenfalls ansteigender Rauschpegel), steht ordentlichen Aufnahmen fast nichts mehr im Wege. Stören einige wenige starke Ortssender, kann man versuchen, ihnen mit hochselektiven Sperrkreisen zu Leibe zu rücken - der Antennenbau-Fachbetrieb vor Ort erinnert sich vielleicht sogar daran, daß es so etwas früher einmal gab. Wellenjagen um jeden Preis vereint sich kaum mit highfideler Klangqualität. Wer schon zwei um λ/4 versetzte Antennen zum Empfang des gewünschten Senders benötigt, sollte wohl doch lieber über eine Satanlage nachdenken...
Am Breitbandkabel verhalten sich die meisten Tuner zickiger. Hier liegt eine Vielzahl an Programmen (meist über 30) mit hohem Pegel an, die Empfindlichkeit des Tuners ist fast völlig bedeutungslos. Viel wichtiger ist die Übersteuerungsfestigkeit des Tuner-Frontends. Billige Tuner mit schlechten Eingangskreisen neigen dann zu Mischprodukten, Geistersendern, Verzerrungen und starkem Rauschen - trotz (oder besser: wegen) des hohen Eingangspegels. Da hilft auch ein Dämpfungsglied im Antennenkabel nicht viel - dann rauschts wegen zu geringen Pegels. Hier muß man sorgfältig einpegeln und den besten Kompromiss finden. Rauschts dann immer noch stark, sollte man langsam daran denken, daß auch der Kabelnetzbetreiber verrauschte Sender mit vollem Pegel einspeisen kann - ein oft vorkommender Fall besonders dreister Hochstapelei...
Der Neukauf von UKW-Tunern lohnt wohl nicht mehr. Wer doch will, sollte sich einmal den Sony ST-S920QS genauer ansehen. Das mit allem erdenklichen Komfort ausgestattete Gerät besitzt ein recht hochwertiges Eingangsteil, hat eine Aluminiumfront und ist für unter 500 Mark zu haben. Ansonsten: mal bei EBay nachschauen, was da so vom Anfang der 90er Jahre (häufig ohne RDS) angeboten wird. Mit Geräten wie Onkyo T-4970, T-4711, T-9990, Pioneer F-656, F-757, F-701 oder Kenwood KT-5020, KT-7020, KT-6040 kann man nicht viel falsch machen.


Astra analog

Radio als "Abfallprodukt" einer jeden billigen Satanlage, und das schon von Anfang an - trotzdem weiß es fast niemand. Die Radiosender werden kanalgetrennt genau wie der Fernsehton auf Träger ab 7.38 MHz im 180 kHz-Raster frequenzmoduliert und zusammen mit dem analogen TV-Bild wiederum auf die Sat-Trägerfrequenz moduliert. Zum Empfang stellt man das entsprechende Fernsehprogramm ein und wählt die gewünschten Tonträger aus.
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: um einen akzeptablen Rauschabstand zu erreichen, wird der Ton vor der Modulation durch ein Kompandersystem gejagt, dessen Wirkung in etwa mit der Dolby-Rauschunterdrückung bei Kassettendecks vergleichbar ist. Der Satreceiver muß für die entsprechende Expansion sorgen, sonst klingts grell und verrauscht. Schlechte Baumarkt-Receiver können das unter Umständen gar nicht und bieten stattdessen nur eine statische Deemphasis. Bessere Geräte haben entsprechende Schaltungen an Bord, die sich mit Namen wie "DNR" oder - falls die Lizenz bezahlt ist - "Wegener-Panda" schmücken. Je nach Sorgfalt der Geräteentwickler funktionieren diese Schaltungen mehr oder weniger gut. Schlecht gewählte Arbeitspegel oder Zeitkonstanten sorgen für dumpfen Klang oder Rauschfahnen - kennt man alles von falsch eingemessenen Kompaktkassetten. Gute Geräte liefern eine beeindruckende Klangqualität, die sich über UKW nur schwer erreichen läßt. Und bei ordentlicher Zuführung zum Uplink muß man auch keine MPEG-Artefakte befürchten - analoges Radio liefert Daten im Überfluß...
Trotzdem: Astra analog ist tot. Die wenigen Sender, die so noch empfangbar sind, lohnen keinesfalls die Anschaffung eines neuen Receivers.


ADR - Astra Digital Radio

Eine Übergangslösung, von der Astra-Betreibergesellschaft SES selbst entwickelt. Hier werden digitale Radioprogramme nach MPEG-Norm auf 192 KBit/s datenreduziert und dann mit einigen Zusatzdaten auf einzelne Träger moduliert, die - genau wie die analogen Radios - im 180 kHz-Abstand hinter analoge Fernsehprogramme gepackt werden. Ein ADR-Receiver besteht eingangsseitig also im wesentlichen aus den gleichen Komponenten wie ein analoges Gerät, nur der ADR-Demodulator und die digitale Signalaufbereitung sind neu. Kein Wunder also, daß sich zahlreiche ADR-Receiver auch auf den Empfang von analogem TV und Satradio verstehen.
Hinzu kommt der gesteigerte Komfort: Radiosender nennen sich beim Namen oder zeigen zusätzlich Titel und Interpret an, so denn die Digitalisierung des Studios abgeschlossen ist. Leider geht dies mit festplattengestütztem Sendeablauf und damit eingeschränkter musikalischer Vielfalt einher, auf die dann natürlich umso massiver hingewiesen wird...
Wie klingts? Klare Antwort: durchwachsen. 192 KBit/s sind nicht gerade viel, können aber durchaus für ordentliches Radiohören genügen. Noch ist ungeklärt, wieso einige Programme (z.B. Bayern 3) trotz durchaus massiven Sounddesigns im Sender kaum MPEG-Artefakte zeigen, während weitgehend "saubere" Programme (SR 1, Jump) vernehmlich zischeln. Wer DSR kennt, wird mit ADR kaum leben können, wer auch Astra analog empfangen kann, ertappt sich vielleicht dabei, einige Programme lieber analog hören zu wollen.
Ein weiteres Problem sind unterschiedliche Gerätekonzepte. Billige Receiver betrauen meist den mit 32 kHz getakteten Wandler des ADR-Decoderchips mit der Analogwandlung und verzichten auf sauber designete Ausgangsfilter. Bessere Geräte haben separate 48 kHz-Wandler, die auch highfidelen Ansprüchen genügen.
Fakt ist aber: die Programmvielfalt über ADR ist derzeit ungeschlagen. Wer darauf Wert legt und eine Satantenne installieren darf: nur zu! Auch, wenn der ADR-Receiver in wenigen Jahren nur noch Technikschrott ist.
Einige ADR-Receiver mit ordentlichen Audiowerten: Kathrein UFD230, UFD231, UFD232 (letztere mit schöner Textanzeige), TechniSat Astrastar AX-1, AX-2, AX-3 (alle mit Sendernamenanzeige, letzterer mit 43 cm-Metallgehäuse), TechniSat MultyMedia ADR1 mit analog-TV und -Radio.


DVB - Digitales Radio im Fernsehpaket

Die DVB-Norm für digitales Fernsehen ist recht offen angelegt und erlaubt auch die Integration von Radioprogrammen in die Datenpakete. Auch bei der Wahl der Übertragungsparameter ist man flexibel: üblich sind zwar 192 KBit/s bei 48 kHz, es gibt aber auch Programme, die mit 32 oder 44.1 kHz arbeiten oder andere Bitraten aufweisen. Deutschlandfunk, Deutschlandradio und Bayern 4 Klassik kommen so mit 256 KBit/s daher und bieten wirklich exzellenten Klang ohne MPEG-Artefakte.
Zum Empfang benötigt man einen entsprechenden DVB-Satreceiver, der über frei programmierbare Audioparameter verfügen sollte. Hier reichen preiswerte Free-to-air-Geräte, die kein Pay-TV dekodieren können, voll aus. Der kleine Humax F1 Fox für etwa 350 Mark soll ganz nett sein, wenn ich mich noch richtig an die Informationen erinnere, die mir ein ehemaliger Freund im Jahre 2000 gab...
DVB wird auch ins Breitbandkabel eingespeist, zum Empfang ist dann natürlich ein kabeltauglicher DVB-Receiver fällig. Derzeit die einzige Wahl für "Zwangsverkabelte", sich ein wenig überregionale Programmvielfalt in die eigenen vier Wände zu holen.
Zum Klang: bei 256 KBit/s ist DVB-Audio allen anderen Verfahren haushoch überlegen. Bei 192 KBit/s gelten die Aussagen, die ich zu ADR getroffen habe - und zwar häufig mit aller Konsequenz. Zahlreiche DVB-Radios werden aus Kostengründen via ADR zum Playout-Center gebracht und klingen damit maximal noch so gut wie die ADR-Variante, meist jedoch schlechter. Noch "cleverer" ist der SFB: der führt via UKW-Rückempfang(!) zu. Wirklich nett, wunderschönes UKW-Mehrwegeempfangsrauschen digital genießen zu dürfen - leider datenreduziert...
Wer den höheren Installationsaufwand nicht scheut, kann sich auch noch die Astra-Orbitposition 28° Ost erschließen und zahlreiche britische Radioprogramme empfangen.


DAB - Digital Audio Broadcasting

...heißt jetzt offiziell Digital Radio (Es kann nur eines geben...) und scheint tatsächlich nur einen Nutzen zu haben: die als DAB-Promotion getarnte Erbeutung zusätzlicher UKW-Frequenzen durch diverse Anbieter, die frech und clever genug für so etwas sind. Den ungewollt komischen Empfangsbericht (ok, Sendelochbericht wäre die bessere Umschreibung) eines Freundes erspare ich uns an dieser Stelle lieber...
Darauf ein Bier - Prost!


Eine umstrittene Geräteempfehlung

Wer günstig eine Lemon Volksbox der letzten Generation (Volksbox @lphaII VFD DAD plus) schießen kann (Neupreis ca. 1000 DM), sollte ruhig mal darüber nachdenken. Trotz ihrer schaltungstechnischen Abenteuerlichkeiten, einer Leistungsaufnahme von 40 Watt laut Datenblatt (man kann auf der Kiste Eier braten), diverser Macken und der Tatsache, daß die Firma Lemon seit Frühjahr 2000 nicht mehr existiert, ist und bleibt die Volksbox das einzige mir bekannte Gerät, das alles kann: analoges Radio und TV, ADR, DVB-Radio und DVB-free-TV. Dazu kommt noch das informative Gerätedisplay, das sogar den ADR-Radiotext durchscrollt - da geht man doch gerne einige Risiken ein...


Eine Liste mit allen über Astra 19.2° Ost empfangbaren Radioprogrammen gibt es beim RI-Sat Shop.

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Konzerte aufnehmen - aber wie?

Mit der Stereoanlage

...der wohl gebräuchlichste Weg. Aber bitte nicht auf Kassette! Selbst hochgezüchtete Tapedecks vom Beginn der 90er Jahre (da waren sie am besten), die sich einmessen lassen, Dolby S und hochwertige Laufwerke besitzen, kranken an Problemen, die mit der Mechanik zusammenhängen. Jede Unregelmäßigkeit im Bandlauf äußert sich in Modulationsrauschen und - das schlimmste Problem - Phasenfehlern zwischen den Kanälen. Die werden sich spätestens dann rächen, wenn man die Kassette auf einem anderen Deck abspielt, sie in Mono anhören muß oder MP3s daraus basteln will. Prädikat: Finger weg!

Schon besser ist die Verwendung eines aktuelleren MiniDisc-Recorders. 80 Minuten ununterbrochene Spielzeit und eine inzwischen wirklich ausgezeichnete Klangqualität sprechen für die MD. Dazu kommen die umfangreichen Editierfunktionen, mit der sich unerwünschte Zwischenansagen und ähnliches einigermaßen anständig entfernen lassen.

Als Notbehelf und wirklich nur zur Zwischenspeicherung kann man auch einen VHS-HiFi-Videorecorder verwenden - das gibt in Longplay 8 Stunden ununterbrochene Aufnahme. Gut geeignet sind Geräte mit manueller Tonaussteuerung. Wenn nur das Kopfumschaltprasseln nicht wäre...

Optimale Klangqualität bieten die HiFi CD-Recorder, da sie ohne Datenreduktion arbeiten. Leider ists dann hinterher Essig mit dem Bearbeiten der Aufnahme, es sei denn, man betrachtet den bespielten CD-Rohling nur als Ausgangsmaterial.

Die gleiche hohe Qualität bietet DAT. Leider hat sich DAT ob seiner komplizierten Mechanik (es ist immer wieder ein Wunder, daß das System überhaupt funktioniert, besonders trifft dies für die einfacheren Sony-Recorder zu) nie im Heimbereich durchsetzen können. Bei Einhaltung einer gewissen Sorgfalt und Hygiene im Umgang mit Gerät und Bändern sind aber keine Probleme zu erwarten und man hat bis zu 180 Minuten ununterbrochene CD-Qualität zur Verfügung. Da die ADR-Kanäle trotz 48 kHz Abtastrate nur bis 15 kHz übertragen, kann man auch den Longplay-Modus verwenden. 6 Stunden hochwertigstes Audio auf einer kleinen Kassette für 5 Mark - das hat doch was...
DAT dient bei mir zur Zwischenspeicherung von Konzerten, wenn ich zum Sendezeitpunkt nicht zu Hause bin. Inzwischen haben sich nicht nur dafür 3 DAT-Recorder bei mir angesammelt. Nun reichts aber, obwohl: so ein kleiner Portable wäre doch...
DAT-Recorder kauft man heute wohl am besten bei EBay. Wer genauers wissen will, schickt mir einfach eine Mail. Ich kann über DAT inzwischen einiges erzählen.


Mit dem PC

...so ists richtig! Im PC geht vieles, was sich mit der Pausentaste eines HiFi-Gerätes nicht verwirklichen läßt. Hier kann man den Pegel normalisieren, Zwischenansagen vom Sender so herausschneiden, daß es wirklich nicht mehr auffällt, Subindizes framegenau setzen, CD-Text eingeben und das ganze dann streßfrei auf billige CD-Rohlinge brennen. Dazu braucht man nicht mal einen ausgesprochenen Profi-PC, mit Ausnahme der Soundkarte natürlich. Wie es geht, zeige ich jetzt.

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Der optimale (?) Audio-PC

...sollte natürlich so stabil laufen, daß er nicht schon mit einer x-beliebigen Office-Anwendung abstürzt. Es ist nach meiner Erfahrung nicht nötig, einen extra-PC wegen der Audio-Bearbeitung anzuschaffen. Ordentlich konfiguriert und installiert, sollte keinerlei störendes Programm aktiv sein, wenn man nichts außer dem Windows-Desktop laufen hat. Beim Drücken von Strg-Alt-Del sind dann nur zwei Tasks zu sehen: Explorer und Systray. Alles andere sollte weg. Dann steht störungsfreiem Audio-Recording nichts mehr im Wege.


Hardware-Anforderungen

Prozessoren mit 350 MHz sollten auf jeden Fall für komfortables Audio-Editing ausreichend sein, je mehr, umso schneller laufen natürlich rechenintensive Operationen (Normalisieren, MP3-Encoding) ab. Mit 128 MByte RAM kann man schon ordentlich arbeiten, bei den derzeitigen RAM-Preisen sollte man aber wirklich über 256 MByte nachdenken. Auf Qualität achten und RAM statt RAMsch kaufen! Ordentlicher RAM kommt beispielsweise von Infineon, Micron, Crucial oder Kingston. Vorsicht! Nur soviel RAM in den PC stecken, wie dieser auch cachen kann, sonst wirds langsamer statt schneller. Aktuelle Intel- und AMD-Systeme vertragen normalerweise mindestens 512 MByte, bei älteren Rechnern auf Sockel 7-Basis muß man aufpassen. Wer unsicher ist, einfach mal mich anmailen.

Systemen mit dem alten Intel BX-Chipsatz sagt man (zu Recht) eine hohe Stabilität sowie PCI-Kompatibilität und -performance nach. Leider ist dieser Chipsatz inzwischen arg betagt und sollte für Neukäufe nicht mehr verwendet werden. Abhilfe schafft der Intel 815EP ohne integrierte Grafik, der mit einem Pentium III stabil und schnell seine Dienste verrichtet. Leider sind solche Systeme schnell 300 Mark teurer als PCs mit VIA-Chipsatz und AMD-CPU. Mir ist die gesteigerte Zuverlässigkeit diesen Aufpreis jedenfalls wert. Hinzu kommt die im Vergleich zum AMD-Thunderbird deutlich geringere Leistungsaufnahme des Pentium III, der dadurch geringere Ansprüche an Stromversorgung und Kühlung stellt.
Chipsätze von VIA - egal, ob für Intel- oder AMD-CPUs - leiden häufiger unter diversen Kompatibilitäts- und Stabilitätsproblemen, sollten aber auch in den Griff zu bekommen sein.

An die Festplatte werden auch keine großen Ansprüche gestellt. Eine Stereo-Aufnahme in CD-Qualität schreibt gerade mal 172 KByte/s auf die Platte - heutige Billigplatten packen locker 10 Mbyte/s im Innenbereich...
Viel wichtiger ist die Geräuschentwicklung der Festplatte. Schon deshalb empfehle ich Modelle mit 5400 UpM statt 7200er Turbinen. Gute Erfahrungen habe ich mit Maxtor-Platten aus der VL-Serie gemacht, IBM ist aber auch ok (wenngleich oft lauter). Fujitsu-Platten gibt es als Silent Drive mit Flüssigkeitslager für besonders geräuscharmen Betrieb. Und gegen das Klacken der Köpfe während des Zugriffs haben heutige Platten das Acoustic Management: man kann ihnen per Software sagen, ob sie ihre Köpfe lieber leise und etwas langsamer oder knackig schnell positionieren sollen.
Etwas zur Plattengröße: 40 GByte reichen wirklich völlig aus - solche Platten kosten heute weniger als 250 Mark...

Das CD-ROM sollte Audio-CDs fehlerfrei und schnell grabben können. Gute Erfahrungen habe ich im IDE-Bereich mit dem Teac CD-540E gemacht. Das oft gelobte Asus CD-S500 scheint es in unzähligen Versionen zu geben, die eine stark schwankende Qualität aufweisen. Der Einsatz eines Plextor PX-40TSi nebst extra SCSI-Controller allein aus Audiograbbing-Gründen erscheint mir nicht mehr als sinnvoll, wenngleich ich hier noch so ein Teil arbeiten habe.
Aktuelle DVD-ROM-Laufwerke sollten sich auch aufs schnelle und fehlerfreie Audiograbbing verstehen, einige Pioneer-Laufwerke scheinen ganz ok zu sein.

CD-Brenner gibt es inzwischen recht preiswert. Es muß nicht unbedingt ein 20×- oder gar 24×-Laufwerk sein, die 16er sind auch nicht wesentlich langsamer. Wichtig ist vor allem die Kompatibilität mit dem gewünschten Brennprogramm und eventuell eine Schutzfunktion vor dem gefürchteten Buffer-Underrun. Einfach mal schauen, was Plextor, Teac & Co. so im Angebot haben...

Eine Anmerkung zur Grafikkarte: wer mit dem PC nur arbeiten und nicht spielen will, braucht nicht mehr als 100 Mark für eine ordentliche Karte mit NVidia TNT2M64- oder Vanta-Chip auszugeben. Mehr als 8 MByte Grafikspeicher sind dann auch rausgeworfenes Geld. Einziger Haken: der NVidia Vanta unterstützt die 1280×960er Auflösung nicht, die sich sehr gut auf besseren 19-Zöllern verwenden läßt.


Software-Anforderungen

Hier gibt es nicht viel zu sagen: das amtliche Betriebssystem für Audio-Anwendungen in der Windows-Welt ist wohl nach wie vor Windows 98SE. Es ist besser zu pflegen als das DOS-leugnende Windows ME, und die zusätzliche Sicherheit von Windows 2000 ist zu Hause wohl kaum nötig. Außerdem sind die Treiber für zahlreiche Multimedia-Geräte unter Windows 2000 und auch ME unausgereift. Es scheint, als ob die Programmierer noch eine gewisse Zeit brauchen, um nicht nur ordentliche VXD-, sondern auch WDM-Treiber anzubieten.

Klar ist auch, daß stabile und aktuelle Treiber für die Hardware-Komponenten installiert sein müssen und daß der Busmaster-Betrieb für alle IDE-Laufwerke aktiviert sein sollte.
An Software gehört nur das unbedingt notwendige auf einen PC, aber das gilt allgemein, und nicht nur unter Audio-Gesichtspunkten. Ein 10 Zentimeter langer Tray neben der Uhr mit allerlei lustigen bunten Bildchen deutet meist auf ein Chaotensystem hin, das keinen stabilen Betrieb gewährleistet. Auch der Autostart-Ordner sollte ausgemistet werden. Besonders MS Office pflanzt dort übles Zeugs hinein: Office-Schnellstart und Indexerstellung haben nichts auf einem PC verloren!

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Die optimale Soundkarte

Fast alle Mainboards bieten heute onboard-Sound, den man zum Glück abschalten kann. Diese Billiglösung (AC97-Audio) ist definitv nicht geeignet, um ernsthaft mit Audio zu arbeiten. Am besten gleich ein Mainboard kaufen, auf dem gar kein Sound drauf ist. Was nicht da ist, kann nicht stören...
Etwas besser sind Mainboards, die bereits einen ordentlichen Soundchip integriert haben, so zum Beispiel einen Creative Labs Soundblaster. Dennoch bevorzuge ich separate PCI-Soundkarten. Ab etwa 100 Mark sollten heutige Soundkarten einigermaßen gerade Frequenzgänge und ordentliche Rauschabstände aufweisen und damit zur Aufnahme von Radiokonzerten geeignet sein. Beachtet werden sollte auf alle Fälle, daß sich die meisten Soundkarten am Hochpegeleingang nicht so hoch aussteuern lassen, um ein mit +4 dBu arbeitendes Zuspielgerät zu "verkraften". Der Anschluß eines MD- oder DAT-Recorders wird damit problematisch, da die Soundkarte noch vor dem Windows-Mixer übersteuert wird und das Signal verzerrt - egal, wie man den Windows-Mixer einstellt. Wie hoch eine Soundkarte am Eingang ausgesteuert werden kann, muß man selbst herausfinden. Am besten eine Meß-CD mit Sinus-Tönen unterschiedlichen Pegels selbst mit einer Audio-Software erzeugen, vom HiFi-CD-Player in die Soundkarte einspielen und danach das aufgenommene File visuell auf Clipping untersuchen.
Digitalanschlüsse auf billigen Soundkarten verdienen diesen Namen meist nicht. Selbst bei den teuren Soundblaster Live - Karten erfolgt offenbar ein Resampling, Audiofiles werden stets mit 48 kHz Abtastrate ausgegeben. Von bitgenau kann da keine Rede sein...

Ab etwa 350 Mark erhält man wirklich hochwertige Karten mit erstklassigen Wandlern, die auch in einer so störstrahlungsverseuchten Umgebung wie einem PC Rauschabstände an der Grenze eines 16 Bit-Systems realisieren und über verlustfreie Digitalanschlüsse verfügen. Die Terratec EWX 24/96 ist so eine Karte. Zumindest unter bestimmten Bedingungen sind ihre Digitalanschlüsse 100% bitgenau, ich verwende sie zusammen mit einem als Wandler arbeitenden DAT zum Einspielen der Aufnahmen. Ein externer Wandler ist unter Umständen immer noch die bessere Wahl, da es auch mit sehr hochwertigen Soundkarten vorkommen kann, daß Störgeräusche durch andere PC-Komponenten (Grafikkarte, SCSI-Controller, Netzteil) in den Audio-Signalweg einsickern. Bei mir ist beispielsweise der Audio-Ausgang davon betroffen. Außerdem liegen bei einem alleinigen Digitalanschluß zwischen PC und Stereoanlage nur optische Kabel, so daß es erst gar nicht zu den gefürchteten Brummschleifen durch galvanische Koppelung kommen kann. Diese Lösung hat zwar auch Nachteile, vor allem beim Komfort und beim Abspielen von Soundfiles mit nicht audio-üblichen Abtastraten, aber damit kann und muß ich leben.
Eine weitere bezahlbare Karte gibt es bei M-Audio mit der Audiophile 24/96, die allerdings koaxiale anstelle von optischen Digitalanschlüssen aufweist.

Ab etwa 600 Mark findet man Profi-Lösungen, zum Beispiel bei RME und Marian, aber das ist dann wirklich schon zu dick aufgetragen...

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Geeignete Audio-Software

Viel muß sie gar nicht können, die Audio-Software. Sie sollte natürlich - ohne Samples zu verlieren - von der Soundkarte aufnehmen können. Aufgenommen wird in 16 Bit mit 44.1 kHz, damit das File gleich zum Brennen der Audio-CD verwendet werden kann. Damit steht auch fest, daß man von ADR oder DVB (48 kHz) nicht direkt digital in den PC einspielen kann, es sei denn, man nutzt einen Abtastratenwandler oder mißbraucht einen zwischengeschalteten MD-Recorder für diesen Zweck. Eine Aufnahme mit 48 kHz und nachträgliches Konvertieren auf 44.1 kHz mittels Software ist nicht zu empfehlen: entweder dauert es lange oder die Qualität ist frustrierend. Oder beides - meist jedenfalls...
Alle Audioeditoren sollten selbst ordentlich aufnehmen können, leider schreiben sie dabei meist eine zweite Datei, die sie später für die Bildschirmanzeige der Audiodatei im Editorfenster verwenden. Man hört es deutlich am Rattern der Festplatte, die nun ein fragmentiertes Chaos auf der Partition anrichtet. Deshalb ist es besser, ein separates Aufnahmeprogramm zu verwenden, zum Beispiel den für den privaten Einsatz kostenlosen WaveRecorder, der direkt für die zeitgesteuerte Aufnahme von Rundfunksendungen über die Soundkarte entwickelt wurde.
Ausgesteuert wird die Aufnahme so hoch wie möglich, um den Rauschabstand von Soundkarte oder externem Wandler optimal auszunutzen. Immer daran denken: Übersteuerungen sind im digitalen Bereich verheerend, also Vorsicht! Wenn der Spitzenpegel irgendwo zwischen -3 dB und -0.5 dB liegt, hat man gute Arbeit geleistet.

Zum Bearbeiten der Wave-Datei (und die ist bei einem 2-Stunden-Konzert 1.2 GByte groß...;) benötigt man einen ordentlichen Audio-Editor. Die "Bearbeitung", die ich durchführe, beschränkt sich dabei auf das Normalisieren auf Vollaussteuerung, das Schneiden von Anfang und Ende sowie sanftes Ein- und Ausblenden, das Herausschneiden unerwünschter Zwischenansagen ("RadioEINS - Leben live. In Berlin auf fünfundneunzigacht") und - ganz wichtig - das Heraussuchen der Titelstartpositionen. Dazu wird der Editor so eingestellt, daß er eine Zeitbasis von min:s:frames anzeigt, wobei 75 Frames eine Sekunde füllen. Das ist exakt die Zeitbasis, die der Audio-CD zugrunde liegt. Alle CD-Formatierungen (Startmarken, Subindizes) können nur in diesem Raster ausgeführt werden.

Eine weitergehende Bearbeitung (Klangregelung, Filterung) erachte ich als unnötig. Erstens sind diese Operationen zeitaufwendig, zweitens leidet darunter häufig die Qualität der Aufnahme. Was nützt eine klinisch sauber entrauschte Aufnahme, in der man hinterher die zischelnden Störungen der Denoise-Routine hört?

Der wohl populärste Audio-Editor ist CoolEdit, der als Shareware verfügbar ist. Ebenfalls gern genutzt wird Goldwave. Nach oben sind preislich kaum Grenzen gesetzt, wer es sich leisten kann, kann natürlich auch SoundForge einsetzen, das sich durch seine herrlich schnörkellose Windows-konforme Oberfläche hervortut.

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CDs Brennen - aber richtig

Und so wirds gemacht:

Das Wave-File ist komplett in den Audioeditor geladen. Zuerst schneidet man grob Anfang und Ende zu, falls in den Ansagen lautere Stellen vorkommen als in der eigentlichen Aufnahme. Dann erfolgt das Normalisieren, also das Einpegeln auf Vollaussteuerung. Die lauteste Stelle des Konzerts ist danach auf 0 dB ausgesteuert. Stellt sich dabei heraus, daß die Datei bereits vorher eine Stelle mit 0 dB aufwies, hat man wahrscheinlich die Aufnahme übersteuert und damit ein böses Problem...

Nun wird der Beginn des Konzertes sanft eingeblendet. Wie lange, hängt von den persönlichen Vorlieben und dem verfügbaren Vorlauf, z.B. durch Applaus, ab. Ganz an den Anfang des Files gehört ein kurzes Stück digital Null ("Insert Silence") von vielleicht 50 - 100 ms Länge, damit der CD-Player später knackfrei einstarten kann. Danach kommt die Blende.

Nun geht man das File langsam durch, man kann sich das Konzert hierbei komplett anhören oder aber die Titel überspringen (mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür, wie Musik und wie Applaus aussieht). Dabei notiert man sich die exakten Startzeiten der einzelnen Tracks relativ zum Dateibeginn in der Notation min:s:frames mit 75 fps. Am besten erledigt man das direkt in einem ebenfalls geöffneten Texteditor gleich im korrekten Syntax, den ich weiter unten vorstelle. Auch Subindizes werden schon mit ihrem Zeitpunkt notiert. Normalerweise dürften nur Subindex 00 und 01 interessant sein. Am Subindex 00 beginnt der Track, der CD-Player springt bei Einzeltitelprogrammierung aber direkt zu Subindex 01 und startet dort mit der Wiedergabe. So kann man Zwischenansagen der Band gut in Index 00 - Bereichen "verstecken".

Stößt man auf ungewünschte Elemente wie Jingles oder Zwischenansagen vom Radiosender, so kann man versuchen, diese zu entfernen. Obwohl harte Schnitte im Applaus kaum hörbar sind, wenn sich die Charakteristik des Hintergrundes nur wenig ändert und man den Schnitt an einem Nulldurchgang der Audiodatei ausführt, bevorzuge ich, die Schnittstellen ineinander überzublenden. Dazu wird erst der Teil des Files nach dem unerwünschten Element bis zum Ende in die Zwischenablage kopiert (keine Angst, gute Audioeditoren haben ihr eigenes Clipboard, dauern kann das trotzdem einige Zeit, geht ja alles auf Festplatte). Dann löscht man alles ab der unerwünschten Stelle bis zum Ende und kopiert den Inhalt der Zwischenablage mit einem kurzen Crossfade wieder hinten an das File.

Kompliziertere Situationen erfordern es mitunter, daß man auch mal an anderer Stelle im Konzert einige Sekunden Applaus "borgt", um ihn anderswo wieder einzusetzen. Und das ist noch längst nicht alles, was man mit so einer Liveaufnahme anstellen kann... ;-)

Ist das Konzert länger als knapp 80 Minuten, muß man es natürlich an einer geeigneten Stelle aufteilen, damit es auf die CDs paßt. Dabei sieht man einige Sekunden Überlapp vor, so daß man später bei Bedarf wieder eine ungetrennte Version zusammenbasteln kann.

Tja - irgendwann ist man am Ende des letzten Tracks angekommen, blendet sauber aus, fügt noch eine Sekunde digital Null am Ende hinzu und ist mit dem Editieren fertig *freu*.

So ganz nebenbei ist auch die Datei mit den Titelstartzeiten entstanden, die in etwa so aussehen sollte wie das Beispiel, das ich hier zum Download hinterlegt habe. Eigentlich erklärt sich das File von selbst: alle Zeiten beziehen sich auf den Anfang der Audiodatei, die Sekunden werden dabei in 75 Frames aufgeteilt. Normalerweise beginnen Titel mit einem Index 01, wenn ein Index 00 vorhanden ist, beinhaltet dieser Bereich zum Beispiel Titelansagen der Band. Springt man explizit zu diesem Titel, wird dieser Bereich übergangen und die Wiedergabe beginnt beim Index 01. Wer keinen CD-Text-tauglichen Brenner besitzt, kann die entsprechenden Einträge natürlich weglassen. Ich habs andersherum gemacht: mein alter Brenner kann keinen CD-Text, die Angaben sind nur zur Veranschaulichung drin...

Und warum dieser Aufwand?
Die erste Methode, um mit normalen Brennprogrammen Titelstartmarken in die Audio-CD zu bekommen, ist das offenbar gern praktizierte Zerhacken der gro´┐Żen Wavedatei in viel kleine, die dann hintereinander ohne Pausen auf CD gebrannt werden. Selbst die c´t hat dies dereinst empfohlen, doch es funktioniert nicht: obwohl die einzelnen Tracks im Audio-Editor hintereinanderkopiert wieder das Originalfile ergeben, knackt es bei der Wiedergabe mitunter deutlich an den Titelübergängen.
Was ist passiert? Wir erinnern uns: die kleinste adressierbare Zuordnungseinheit auf der Audio-CD ist das Frame, und davon gibt es 75 pro Sekunde. Endet nun eines der erzeugten Audio-Files nicht mit einem vollen Frame, bleibt dem Brennprogramm nichts weiter übrig, als das "angebrochene" Frame aufzufüllen - natürlich mit digital Null. Erst dann wird der nächste Track rangehängt. Im ungünstigsten Fall ist das eine Leerstelle von knapp 1/75 Sekunde - und das kann wunderbar knacken...
Also folgt Variante zwei: das bis zu knapp 800 MByte große Audio-File wird in den Editor eines x-beliebigen CD-Brennprogrammes geladen (wenn es das überhaupt absturzfrei überlebt), um dann dort die Titelstartmarken mühsam an die richtige Stelle zu klicken. Na vielen Dank...
Wir brennen die CD stattdessen mit CDR-Win. Eigentlich ist CDR-Win ein Widerspruch: es paßt locker auf eine Diskette und ist dennoch eines der mächtigsten CD-Brennprogramme für Windows-PCs. Sein Cuesheet-gesteuerter Betrieb ist ideal geeignet, um ein riesiges Wave-File mit einer Liveaufnahme streßfrei mit allen CD-typischen Formatierungen (Track, Index, Pregap, Postgap, CD-Text, ...) zu einer normgerechten Audio-CD zu verarbeiten. Und genau dieser Cuesheet liegt längst vor uns. Also nur noch leere CD rein, CDR-Win starten, Cuesheet laden und los gehts.
Eine auf 1-speed-writing begrenzte Testversion des im Fachgeschäft etwa 80 Mark teuren Programms ist frei erhältlich.


Ein paar Minuten später liegt sie dann vor uns, die persönliche normgerechte Audio-CD, die garantiert knackfrei an den Titelübergängen ist.



Gutes Gelingen wünscht
Christian Schubert



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