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Mittwoch, 30.01.2002

::: Menschlichkeit in der Festung Europa!
Heute hatte ich mal wieder ein bisschen Sehnsucht nach Menschlichkeit und dachte mir, such' sie doch mal bei Google.
Hmm, ist wohl zur Rarität geworden, denn auf unzähligen Seiten, die Google mir vorschlug, fand ich bittere Klagen darüber, dass sie überall fehlt.
Menschlichkeit, was ist das eigentlich? Wer gilt denn z.B. in Europa als Mensch und wird auch so behandelt?

Auf Schengen States wurde mir z.B. mal wieder überdeutlich, was ich in Deutschland ohnehin seit langem beobachte: Als staatlich anerkannte, gleichwertige Mitmenschen gelten im mordernen Europa offenbar zunächst mal nur gebürtige Staats- angehörige. Jeder, der zuwandert, wäre dem Tenor der europäischen Abkommen nach zu urteilen, zumindest mal suspekt, höchstwahrscheinlich illegal und mit überdurchschnitt- licher krimineller Energie, dafür aber erheblich weniger Grundrechten ausgestattet, als gebürtig Einheimische.
So erfahre ich beispielweise hier, dass Flüchtlinge in Österreich ungefähr die gleiche menschenunwürdige Behandlung, seitens des Staates, zu erwarten haben, wie bei uns in Deutschland. Zitat:
Heute endet in Österreich Humanität dort, wo ein totalitärer Begriff von Sicherheit die politische Praxis bestimmt. Abschiebungen in Folterstaaten, Aushöhlung des Asylrechts und Polizeibrutalität stehen für Flüchtlinge an der Tagesordnung, und nicht nur hier. Die gesamte EU schottet sich mit einer Festung aus Infrarotkameras und rassistischen Gesetzen gegenüber MigrantInnen ab.

Und hier gibt's dann eine kleine Zwischenbilanz öster- reichischer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.
Kommt mir traurigerweise sehr bekannt vor :o(.

Die Internationalen Sozialisten (irgendwie verursacht dieser Begriff und die rote Faust bei mir eine leichte Gänsehaut) beschreiben hier noch mal (zur Erinnerung) bundesdeutsche Asyl- und Polizeipraxis und machen im selben Text den internationalen Kapitalismus, für den sich ausweitenden Rassismus in Europa und den USA verantwortlich. Meiner Meinung nach, haben sie ja gar nicht so unrecht damit, aber ich sträube mich dennoch, schon wieder, mit einem anderen -ismus, dagegen zu revoltieren.
Menschlichkeit scheint mir persönlich naheliegender und erstrebenswerter im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Ach ja, Eugen Drewermann plädiert auch noch für mehr Menschlichkeit mit Tieren. Wie unrealistisch nicht? - Wenn sie doch noch nicht mal für Menschen reicht...

Jetzt kommt mir meine wiederholte Forderung nach mehr Demokratiebewusstsein auch schon fast lächerlich kindisch vor, liefert mir doch dieser Versuch einer Begriffsanalyse eine schlüssige Argumentation, dass für Demokratie erst mal Menschlichkeit erforderlich wäre. Aber wenn die doch schon überall fehlt...?
Iris Bleyer | link @ 13:20 | Keine Kommentare | ^^^


Sonntag, 27.01.2002

::: Kriegsgrund: Ausbeutbarer Reichtum
Der Mythos vom Aufstand der Verdammten dieser Erde, um sich endlich vom Kuchen das abzuschneiden, was ihnen von den Mächtigen verwehrt wird, reicht nicht mehr aus, die Friedensforschung zu beleben, schreibt Goedart Palm zur Ökonomie des Kriegs. Es sind die Reichtümer in politisch instabilen Ländern und Regionen sowie die Export- und Importinteressen des Westens, die Kriege fördern und in die Länge ziehen. Spannender Text zum besseren Verständnis von Kriegsursachen und -entstehung.
ralph segert | link @ 20:44 | 2 Kommentare | ^^^

::: Die Demontage Amerikas
"Desmantelar a América"ist ein Bestseller in Portugal und die Auseinandersetzung eines langjährigen ehemaligen Agenten der CIA mit dem 11. September und seinen Folgen. Ich habe das Buch aufgrund des englischen Originalmanuskriptes bei den CeiberWeibern vorgestellt und schon Anfragen bekommen, ob ich weiss, ob es mal auf Deutsch erscheinen wird. Allerdings ist es schwer, für sowas Kritisches einen Verleger zu finden - aber vielleicht hat ja jemand eine Idee dazu?
Alexandra Bader | link @ 10:12 | 5 Kommentare | ^^^

::: Framegrabbing bei Freenet
Ich finde das Framegrabbing bei Freenet ziemlich dreist und überlege, was ich dagegen tun kann, ausser irgendeine passive JavaScript-Zeile in all die vielen Seiten einzubinden. *grrr*
ralph segert | link @ 03:01 | 4 Kommentare | ^^^


Samstag, 26.01.2002

::: »Wenn wir nicht wären«
Wie Hitler die Großkapitalisten wie Thyssen und Keppler auf seine Seite brachte wird heute in einem Artikel der Jungen Welt beschrieben. Hitler schaffte es in nur kurzer Zeit, die anderen Rechten Parteien zu verdrängen und fast alle Wählerstimmen auf seine Partei zu lenken. »Wenn wir nicht wären, gäbe es schon heute in Deutschland kein Bürgertum mehr!«, sagte Hitler vor dem Düsseldorfer Industrieclub. Die Demokratie sah er dabei nur als einen wirtschaftlich hinderlichen Faktor an. Dabei preiste er seine Partei mit dem Führerprinzip als die einzige Möglichkeit das Meiste aus der Wirtschaft zu bekommen.
jan | link @ 18:50 | Keine Kommentare | ^^^


Freitag, 25.01.2002

::: Hetze, Drohungen und Verbote
titelt die junge Welt und meint die Kriminalisierung des Protests gegen die NATO-Konferenz am 1. Februar durch bayerische Demokraten. So geht der Zynismus des bayerischen Innenministers Beckstein soweit, der PDS in Berlin die Unterstützung von gewaltbereiten Autonomen zu unterstellen, um im gleichen Atemzuge den demokratischen Protest die Berechtigung abzusprechen. Das allein reicht natürlich nicht aus, um dem Bündnis von gut 100 Organisationen aus ganz Europa Steine in den Weg zu legen. Im Vorfeld agiert das breite Bündnis der aufrechten Demokraten , die die Organisatoren des Protest mit allen Mitteln unter Druck setzen. Lest selbst und erfreut Euch über den Zustand der bayerischen Demokratie.
ralph segert | link @ 15:22 | 5 Kommentare | ^^^


Donnerstag, 24.01.2002

::: Unwort des Jahres 2001 gefunden
In Fortführung meines ursprünglichen Beitrags möchte ich die gefundenen Unworte des Jahres 2001 kurz zur Diskussion/Information stellen: Gotteskrieger wurde als das Unwort des Jahres 2001 gekürt mit einem Rüffel an die deutschen Medien. Den zweiten Rang als Unwort wurde Kreuzzug in der von Präsident Bush verwandten Art und Weise zugesprochen. An dritter Stelle erscheint Topterrorist, wobei ich wirklich im Zusammenhang mit den Unwörtern vermeide, von Platzierungen sprechen zu wollen. Ich finde sie weder platziert noch qualifiziert, sondern einfach nur traurig. Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch die von Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser bekanntgegebenen sprachlichen Missbildungen wie therapeutisches Klonen & Gewinnwarnung ergänzen. Soweit zum Kapitel deutsche Sprache, traurige Sprache.
Andreas Becker | link @ 11:03 | 1 Kommentar | ^^^

::: Gregor Gysi als Frauensenatorin?
Berlin hat jetzt einen Frauensenator: Den Sozialistendarsteller Gregor Gysi. Er ist Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen – eine Kombination, die mir spontan besser gefällt als etwa "Frauen, Familie und Senioren". Gysis Wirtschaftskompetenz wird diskutiert, seine Zuständigkeit für Frauen ist kaum ein öffentliches Thema. Ist es ein Problem, wenn ein Mann diesen Posten innehat? Grundsätzlich mag es sein, daß so mancher streitbare und erfahrene Betriebsrat einen besseren Frauenbeauftragten abgäbe als eine jener netten und dauerlächelnden Frauen, die große Angst haben, daß man(n) sie nicht mehr lieb hätte, wenn sie ausnahmsweise direkte oder gar harte Worte fände. Aber im konkreten Fall? Daß Alice Schwarzer den neuen Mann schon vorab herausfordert, hat seinen Grund: Die beiden diskutierten im vergangenen Jahr lebhaft in der Sendung B.trifft – und Gysi verfing sich im vermeintlichen ewigen Rätsel Weib, anstatt von seinem ansonsten offensichtlich vorhandenen analytischen Verstand Gebrauch zu machen: Gysi meinte allen Ernstes, er wäre gern mal für einen Tag eine Frau, um zu verstehen, was in einer Frau wie jener vorging: Er umriß knapp den Fall einer Mutter, die eines ihrer beiden Kinder schwerst vernachlässigte, das andere dagegen vergötterte. - Ich vermute, dabei handelte es sich nicht um das Mysterium Frau, sondern um das Borderline-Syndrom oder um eine andere psychiatrische Diagnose, mit deren geschwätziger Verklärung niemandem geholfen ist.
Irene Gronegger | link @ 01:07 | 1 Kommentar | ^^^


Mittwoch, 23.01.2002

::: Frauen in Afghanistan
sind heute Abend Thema bei arte. Sehr interessant werden bestimmt die "Frauenstimmen aus Kabul", die um 21.35 berichten, dass sich eines jetzt schon abzeichnet: "Am deutlichsten ist die Veränderung bei der Mittelklasse. Da Frauen mit vorwiegend akademischer Ausbildung nun wieder arbeiten dürfen, ist der Enthusiasmus bei Journalistinnen, Lehrerinnen und Ärztinnen dementsprechend groß. Nahezu unmerklich sind hingegen die Veränderungen für die armen Frauen, vor allem die Kriegswitwen".
Verena Segert | link @ 15:10 | 2 Kommentare | ^^^

::: Headlines and Titles
Heise News: Possenspiel um Partei-Domains in Brandenburg
Standard: "Werden Krieg gegen Terrorismus verlieren"
Telepolis: Rasterfahndung in Berlin für unzulässig erklärt
ralph segert | link @ 09:33 | Keine Kommentare | ^^^


Dienstag, 22.01.2002

::: Wie viel Menschenleben braucht Scharon noch?
fragt Faten Mukarker in der neuesten Freitag. Konkret und überzeugend zeigt sie auf: Es sind unschuldige Menschen, die unter Sharons Terror leiden und sterben.
ralph segert | link @ 14:00 | Keine Kommentare | ^^^

::: Afghanistan/Kabul 4 Wochen unter neuer Regierung
In Neues Deutschland ist ein Artikel über die aktuelle Lage in Afghanistan erschienen. Überall gibt es anscheinend Probleme. Handeln und nicht das Reden von Politikern ist gefordert. Auch in der Jungen Welt befindet sich heute ein Artikel zum Thema. Dort wird berichtet, dass wohl auch, trotz dem Gerede Schröders von Friedenstruppen, deutsche Soldaten an Kampfhandlungen beteiligt sind. Dabei beruft sich die Zeitung auf einen Artikel in der New York Times.

Zwei Ausschnitte aus dem 'Neues Deutschland'-Artikel:

Das alles kann nicht über die Probleme hinwegtäuschen, die es bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Brennstoff, Bekleidung und Medikamenten nach wie vor gibt. Weniger in Kabul, aber in den meisten Landesteilen und vor allem in den zugeschneiten Bergregionen. Ahmed Fawzi, der Sprecher des UNO-Sonderbeauftragten für Afghanistan, Lakhdar Brahimi, appellierte am Vorabend der Tokioter Geberkonferenz für Afghanistan an die internationale Gemeinschaft, es sei höchste Zeit, mit dem Reden aufzuhören und umgehend mit praktischer Hilfe zu beginnen.

Nach UNICEF-Schätzungen könnten in diesem Winter trotz erster Hilfe mindestens 100000 afghanische Kinder an Hunger, Kälte und Krankheiten sterben, wenn nicht massive Unterstützung geleistet wird. Eine katastrophale Infrastruktur und Banditentum behindern zusätzlich die Soforthilfe. Vor wenigen Tagen erst wurden wieder zwei Lkw des Welternährungsprogramms auf dem Weg nach Baghlan überfallen und ausgeraubt. Trotz dieser nicht gerade rosigen Lage kehrten in den letzen drei Wochen 35000 Flüchtlinge aus der pakistanischen Provinz Belutschistan und aus Iran in ihre Heimat zurück. Allerdings fördert die UNO-Flüchtlingsbehörede UNHCR wegen der Witterungsbedingungen und der Unsicherheit die Rückkehr vorerst nicht. Unsicherheit rührt nicht zuletzt aus einzelnen bewaffneten Konflikten zwischen rivalisierenden Gruppen selbst innerhalb der Nordallianz. Erst am Montag wurden bei Gefechten zwischen Anhängern des Ex-Präsidenten Burhanuddin Rabbani und des Usbekengenerals Raschid Dostum im nordafghanischen Bezirk Kala Saal elf Menschen getötet.

jan | link @ 05:23 | Keine Kommentare | ^^^


Montag, 21.01.2002

::: Folter wieder salonfähig?
60 Minutes ist das Nachrichtenmagazin Nordamerikas. Sowas wie Panorama und Monitor in einem. Alternativen gibt es so gut wie nicht. Jede Sendung am Sonntagabend zur besten Sendezeit wird verschlungen, schon aus Mangel an Alternativen.
Gestern ( 20.2.2002) gab es einen Beitrag, indem diskutiert wurde, ob Folter als Mittel der Beweis - und Informationserzwingung legitimiert werden soll. Es wurde in Betracht gezogen, Folter rechtlich abzusichern, damit endlich "ganz offiziell" im Bedarfsfall gefoltert werden kann. Es wurde deutlich, dass die USA zwar momentan - noch- nicht selbst foltert ( jedenfalls nicht offiziell, wobei eingeräumt wurde, das die Beamten in Foltermethoden ausgebildet werden), aber ohne Probleme Geständnisse, die in anderen Ländern mit Folter erpresst wurden als " Beweise" vor Gericht zulassen. Es fiel der Begriff vom " subcontracting", das bedeutet, die Drecksarbeit wird von anderen Staaten gemacht und von den USA genutzt, um nach aussen die weisse Weste zu behalten.
Aber in einer Welt nach dem 11.September kann offensichtlich selbst in den USA ganz offen über eine Legitimation von Folter diskutiert werden......
Eine Zusammenfassung des Beitrags gibt es online hier:
http://www.cbsnews.com/now/story/0,1597,324751-412,00.shtml
Mia Friedrich | link @ 17:31 | Keine Kommentare | ^^^


Sonntag, 20.01.2002

::: 100. Geburtstag von Nazim Hikmet
Nazim Hikmet, der türkische Dichter, der im eigenen Land immer noch nicht offiziell rehabilitiert ist (kein Wunder, wenn dort immer noch eine demokratiefeindliche politische Mafia herrscht), wäre heute 100 Jahre alt geworden.
ralph segert | link @ 21:19 | 2 Kommentare | ^^^

::: Vor 60 Jahren: Wannseekonferenz
Am 20.1.1942 trafen sich unter dem Vorsitz von Reinhard Heydrich 14 Spitzenbeamte der Ministerien und der SS in einer Villa am Wannsee. Hier verhandelten sie die Durchführung der Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden. Als verschleiernder Begriff für den Holocaust wurde das Wort "Evakuation" eingeführt. Erstmalig wurde auch die "Vernichtung durch Arbeit" erwähnt. - Das Protokoll der Konferenz wurde 1947 im Auswärtigen Amt gefunden.

Special im Standard
Das Thema bei Shoa.de

Irene Gronegger | link @ 18:00 | Keine Kommentare | ^^^

::: Pockenviren auf Lager?
Dass die Weltgesundheits-Organisation (WHO) von der Vernichtung der gelagerten Pockenviren in den USA und Russland abrät, ist eine Reaktion auf die veränderten politischen Wirklichkeiten, so Florian Rötzer in Telepolis.
ralph segert | link @ 16:11 | Keine Kommentare | ^^^


 

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