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– Kostenlose Internet-Version von Michael Kents wöchentlicher Depesche "mehr wissen - besser leben" Nr. 31/2001 –

Michael Kent, 17.10.2001

Opium und die Finanzierung verdeckter CIA-Operationen

»Finanzielle Verbindungen zwischen Bushs Republikanern und Osama Bin Laden reichen weit zurück, und die politischen und wirtschaftlichen Verbindungen bestanden ohne Unterbrechung seit über 20 Jahren. Und was wie eine neue Allianz mit Pakistan (Nachbarland Afghanistans) aussieht, ist einfach nur das Offenbarwerden einer Jahrzehnte währenden Heroinhandelspartnerschaft.« schreibt Michael C. Ruppert im Artikel "Die Bin Laden - Bush Familien-Geschäftsverbindung" im Onlinemagazin "From the Wilderness" auf www.copvcia.com.

Afghanistan war mit 75 % des Weltmarktanteils lange Zeit der größte weltweite Lieferant für Roh-Opium. Im o.g. Artikel beschreibt M. Ruppert, dass die Talibanregierung im vergangenen Jahr aus angeblich religiösen Gründen die gesamte Heroinernte vernichten ließ. Führende Regierungsvertreter überzeugten die Bauern angeblich mit sanften Mitteln, die Mohnpflanzen auszureißen und statt dessen Weizen anzubauen. Dass die Vernichtung der Mohnfelder tatsächlich vollzogen wurde, bestätigten mehrere seriöse Quellen sowie führende Presseagenturen.

Im Artikel "Uncle Sam’s Junk (das Abfallprodukt von Onkel Sam [USA]): Heroin, Taliban, Pakistan" auf http://www.heise.de/tp/ beschreibt Mathias Bröckers im Detail, wie die CIA und der pakistanische Geheimdienst ISI im russisch-afghanischen Krieg die afghanischen Bauern dazu brachten, überhaupt erst Heroin anzubauen. Die vom CIA aufgebauten islamischen "Freiheitskämpfer", die sog. "Mujaheddin" verlangten von den Bauern als sog. "Revolutionssteuer" Mohn! Die CIA war ebenfalls maßgeblich am Bau der nötigen Labors beteiligt und kontrollierte den Handel, bei dem prächtig verdient wurde. Gab es 300 Dollar pro Kilo für die Bauern, ließ sich der Stoff an die westlichen Großhändler bereits für 10.000 Dollar verkaufen.

Auch das besondere Interesse Tony Blairs bzw. Großbritanniens wird im Artikel verdeutlicht. Bröckers verweist nicht nur auf neuere Begebenheiten, sondern auch auf die alte Geschichte der Ost-indischen Gesellschaft der Krone, die damals schon – die Hände natürlich in Unschuld waschend – den Mohnhandel mit China organisierte und kontrollierte.

»Wie in einer Nußschale haben wir hier die beiden Monster der Neuzeit "Terrorismus" und "Drogen" beieinander und können erkennen, dass es sich um zusammenhängende und hausgemachte Probleme handelt. Die Junkies (Heroinabhängigen) in aller Welt wurden nicht nur dazu verheizt, eine korrupte Clique pakistanischer Politiker zu finanzieren, sondern auch den Aufbau von Islamschulen ("Taliban" = "Schüler des Islam") und Tausender gehirngewaschener, "heiliger Krieger"... Da kein demokratisches Parlament der Welt einer solchen geopolitischen Guerilla-Strategie zustimmen, geschweige denn sie finanzieren würde, braucht man dafür andere diskrete Einnahmequellen.« meint Bröckers weiter.

Aus diesem Grund stoßen die Drogenfahnder bei 75 % aller großen Fälle "auf die schützende Hand der Geheimdienste", wie Andreas von Bülow (ehemaliger Bundesforschungsminister) in seinem Buch "Im Namen des Staates" (München, 1999) beschreibt. »Als "Schmiermittel" des Terrors sind illegale Drogen mit ihren riesigen Gewinnspannen bis dato für die Undercover Außenpolitik der USA unverzichtbar«, so Mathias Bröckers weiter.

Nachdem die Taliban aus dem Opiumhandel ausgestiegen sind, ist wenig erstaunlich, dass die afghanische Nordallianz (die Gegner der Taliban) – kräftig von der CIA unterstützt – zugesichert haben, den Opiumanbau wieder fortzusetzen, sollten sie an die Macht kommen. Besteht sogar ein Zusammenhang mit der Ermordung des Nord-allianz-Führers Massud im September? Wollte er dem erneuten Opiumanbau und den Bedingungen der CIA nicht zustimmen?

Der sodann wieder von der CIA kontrollierte Drogenhandel auf dem Luftweg über den Flughafen in Taschkent füllt die Kassen in den USA, nimmt Russland und dem Balkan den auf den bisherigen Handelsrouten erzielten Verdienst und destabilisiert somit auch diese Regionen.

Man sollte sich darüber bewusst werden, dass Drogen im Rahmen der Weltpolitik auf Planet Erde von jeher eine zentrale Rolle spielten. Die Weltbevölkerung gibt jährlich mehr Geld für illegale Drogen aus als für Nahrung, Wohnung, Kleidung, Ausbildung und medizinische Versorgung zusammengenommen. Die jährlichen Reingewinne bewegen sich im Billionen-Dollar-Bereich. So tragisch es klingt, entspricht es doch der Wahrheit, dass Störungen im Drogenhandel den Frieden und die Stabilität der Weltpolitik sowie den Welthandel gefährden. Ein Ausstieg aus Drogen wäre daher nur in kleinsten Schritten machbar.

Quellen für diesen und den nächsten Artikel:

Amercian Freedom News September 2001

http://www.sumeria.net/politics/binladen.html

http://prorev.com/bush2.htm

http://www.copvcia.com/stories/sept_2001/bushbin.html

http://aipsoutherncross.com/eyemediade/

http://www.germany.indymedia.org/2001/09/7956.html

http://www.geocities.com/burningbush2000/3.html

 

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