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Marder in Haus, Hof und Garten Kaum eine andere Ordnung der Säuger umfasst einen größeren Gestaltungsreichtum als die der Raubtiere. Die verschiedensten Größen, vom gewaltigen Tiger bis zum kleinen Mauswiesel, unterschiedliche Körpertypen, vom Bau eines Hundes bis zu dem der Katzen oder des Bären und bis zu den Proportionen der See-Elefanten. mehr


 
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Gesundes Wohnen


Die Technik bietet mehr und mehr Möglichkeiten zum Energiesparen. Hausbesitzer investieren viel Geld in die Wärmedämmung. Der Gesetzgeber übt seinerseits sanften Druck auf solche Investitionen aus indem er zum Beispiel durch die Energiesparverordnung 2000 neue Maßstäbe setzt.
Wärmedämmung dient dem Energiesparen. Das ist gut und findet das volle Verständnis der Betroffenen, die sich von dieser Investition auch wirtschaftliche Vorteile für die Zukunft versprechen. Sie fragen sich aber auch, ob die Dämm-Maßnahmen nicht auch Auswirkungen auf das Wohnklima haben.
Familienheim und Garten hat sich hierüber mit dem Hamburger Bausachverständigen Rolf Köneke unterhalten.


 

FuG: Herr Köneke, Ihnen liegt die derzeitige Instandsetzungs-Auffassung auf dem Magen - was stört Sie?
Köneke: Bauinstandsetzung ist für mich "Bauwert-Erhaltung!" Was jetzt mit dem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) + Polystyrol (EPS) praktiziert wird, ist aber nicht nur umweltkritisch - es ist ein "Wertverlust."

FuG: Das verstehen wir nicht ganz! Durch die Verbesserung der Wärmedämmung im Zuge der Instandsetzung gibt es doch eigentlich eine allgemeine Verbesserung?
Köneke: Das ist nur bedingt richtig! Zudem gilt das nur für das Fenster! Und dieses neue Fenster ist ein einziger baubiologischer Flop!

FuG: Machen Sie sich das Ganze nicht etwas einfach? Stellen Sie die Dämmwirkung dieses Fensters in Frage?
Köneke: Das muss man wohl etwas klarer zeichnen: Die Gesamtkonstruktion dieses Fensters ist gut - bessere Schall- und Dämmwerte - aber: durch die doppelten Lippendichtungen schließt es zu dicht an den Baukörper! Das ist das Problem!

FuG: Sicher denken Sie hier jetzt an Ihr Lieblingsfach: Schimmelpilze!
Köneke: Schimmel hier ist nur der optische Beweis für die Zerstörung des Wohnklimas! Es gibt keine (notwendige!) Zwangslüftung mehr. Ein ebenso notwendiger Luft-Austausch kann nicht mehr stattfinden!

FuG: Das lässt sich doch bestimmt steuern?
Köneke: Sie denken jetzt an die immer wieder in den Raum gestellte 8- bis 10malige "Stoßlüftung"! Und exakt hier beginnt der Unsinn! Der größte Teil hat sich mit dem neuen Wohnklima der weniger ausgetauschten Frischluft abgefunden. Zufrieden aber ist man nicht! Früher war die Luft besser, man schlief besser und Wohngifteinflüsse waren unbekannt! Und: In diesem Bereich werden so viele Luftmessungen von Baubiologen durchgeführt wie noch niemals in unserer Wohngeschichte! Wenn aber die Bewohner beide arbeiten und diese "Stoßlüftung" nicht durchführen können, weil sie den ganzen Tag nicht in der Wohnung sind, bleiben die wirtschaftlich Schwächeren auf der Strecke! Sie müssen in feuchten Wohnungen mit Schimmel, Allergien, asthmatischen Erscheinungen und anderen Einflüssen leben! Suchen sie Rat, sagen ihnen Wohnungs- und oft genug auch noch Gesundheitsämter und auch Mietervereine ihren Mitgliedern, dass sie nur die Miete zu kürzen haben – dann würde ihnen geholfen! Schlimm! - Denn: Die Behörden haben das Fenster geschaffen, der Vermieter muss es einbauen und die "Übrigen" kennen ebenfalls die Zusammenhänge! Es ist schamlos, was man mit diesen Bürgern macht!

FuG: Wie könnte man denn Ihrer Meinung nach hier helfen?
Köneke: Dieses Theater geht geht ja schon 12 Jahre so! Dabei gibt es einen einfachen Weg, alles sofort wirkungsvoll einzurichten: Man muss nur in 3 Räumen an einem Fenster jeweils am Rahmen sowie am Flügel oben die Lippendichtungen entfernen und hat jetzt wieder rund um die Uhr einen natürlichen, gesunden Luftaustausch! Es gibt nie wieder Schimmel, nie wieder Wohngift-Konzentrationen – keine Mietminderungsprozesse – dafür aber gesunde Bewohner!

FuG: Durch diese Manipulation gibt es aber doch schlechtere Schall-- und Wärmedämmwerte.
Köneke: In den erwähnten 12 Jahren solcher "Manipulationen" konnte dieser "Verlust" nicht nachgewiesen werden!

FuG: Gut, gehen wir zum nächsten Punkt über. Ist Ihrer Meinung nach die derzeitige Maßnahme - das Anbringen eines Wärmedämm-Verbundsystems - zu 90% wohl mit Polystyrol als Dämmstoff - der richtige und auch "eleganteste" Weg einer Instandsetzung?
Köneke: Solche Fragen sind gefährlich! Wer die Wahrheit sagt, wird mit hohen Bußgeldern belegt! Sagen wir es so: Greenpeace, die ARGE der Verbraucherverbände und industrieunabhängige Wissenschaftler warnen vor diesem Dämmstoff - von dem das Umweltamt Hamburg sagt, dass er eigentlich gar nicht erst produziert werden dürfe! Man sagt, dass hierdurch erst ein Haus brandgefährdeter wird, in den jetzt schon vorhandenen Mengen niemals recycelt oder entsorgt werden kann und zudem - wieder von der Hauswand abgenommen - die Außenhaut oberflächig restlos zerstört. So gesehen geben wir heute in der Instandsetzung 150 DM je Quadratmeter für ein Wohnhaus aus, das morgen einen erheblichen Wertverlust bietet! Ist das volkswirtschaftlich tragbar? Hinzu kommt noch ein wichtiger Punkt: Dieses System reduziert die Schalldämmung durch eine Art Resonanzbildung. Ist das etwa Fortschritt? Sonne, die unsere Häuser dringend brauchen, kommt durch dieses System nie wieder an das Haus – das früher sonnendurchflutet und erwärmt wurde. Ist es das, was wir alle brauchen? Und in solchen Häusern verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens!

FuG: Das sind ja nette Aussichten. Wie ist es denn mit der Heizkostensenkung?
Köneke: Da sind die Berechnungen der Wohnungswirtschaft offenbar noch nicht ausgegoren. Es gibt zwar Aussagen über allgemeine Senkungen; man hat aber - soweit ich informiert bin - keine exakten Daten a) über die Auswirkungen des hervorragenden neuen Fensters allein, b) keine Zahlen über die alleinige Wirkung des WDVS - so dass c) eine Gesamtbeurteilung beider Maßnahmen auch nicht vorgenommen werden kann. Der VDEW meint, dass unsere diesbezüglichen Dämm-Maßnahmen volkswirtschaftlich kritisch zu sehen sind - und die sollten es eigentlich wissen!
Für den Anwender ist dann sicher noch interessant, dass nach Auffassung der Wohnungswirtschaft dieses WDVS frühestens nach 30 Jahren amortisiert ist! Ob das interessant ist, kann ich auch nicht sagen.

FuG: Das alles muss ja wohl erst einmal verdaut werden! Sicher haben Sie als Instandsetzungsfachmann allgemein gültige Rezepte für gesündere Dämm-Maßnahmen – die sollten wir unseren Lesern demnächst vielleicht vorstellen.
Wie heißt es am Schluss immer? Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.


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