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BISTRO Postkartenmotive aus dem LKR

Alte Ansichten aus dem Kreis Tübingen



Das waren noch Zeiten . . .
Das waren noch Zeiten .  .  .

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als das Kloster Bebenhausen das (Jagd-) Schloß des württembergischen Königshauses war (1810-1918), wie es unsere Postkarte als "Partie am Grünen Turm" vorführt.

Legende geworden ist das "Dianenfest" König Friedrichs I. im Jahre 1812: Über 800 Stück Wild wurden vor die Gewehre getrieben und innerhalb von zwei Stunden abgeschossen. Doch zuvor war der Ort über Jahrhunderte ein Zisterzienserkloster und seit der Reformation (nach 1560) eine evangelische Lateinschule, danach das Refugium des abgesetzten Königs Wilhelm II. (gest. 1921) und seiner Gemahlin Charlotte (gestorben 1946).

Von 1946-1952 tagte hier der Landtag des Bundeslandes Württemberg-Hohenzollern; die Abgeordneten wohnten und arbeiteten in den Mönchszellen. Im Herrenhaus und im sog. Kapfschen Haus (rechts im Bild) richtete sich das Oberlandesgericht (bis 1953), der Verwaltungsgerichtshof (bis 1958) und dann die Forstdirektion und ein Zweig des Stuttgarter Landesmuseums ein.

Der Ort wurde 1974 in die Stadt Tübingen eingegliedert und die Gesamtanlage im Jahr darauf unter Denkmalschutz gestellt. Alles wird jedoch überstrahlt und durchdrungen vom Geist der Zisterzienser. Wann das Kloster gegründet wurde, läßt sich nicht mehr eindeutig bestimmen. Doch im September 1190 übernahm der Orden, der vor genau 900 Jahren in Frankreich gegründet wurde, das Kloster Bebenhausen.

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