main heading

English index

French index

German arrow

Portuguese index

Editorial

Links

home

Link to Eurocare



HIV/AIDS UND ALKOHOL
Ein Tätigkeitsfeld für das Blaue Kreuz
Dr. Albert Moukolo, Vizepräsident des IBK

AIDS, oder (Acquired Immune-Deficiency Syndrome) ist eine durch das HI-Virus (Menschlicher Immunschwäche Virus) verursachte Krankheit des menschlichen Immunsystems. Der menschliche Körper wird unfähig, sich gegen Infektionen und Krankheiten zu verteidigen. Dieser Mangel begünstigt andere Krankheiten, die langfristig unheilbar werden und den Tod der Virusträgerperson (= seropositiv) bewirken.

Primäre Todesursache im subsaharaischen Afrika und vierte in der Welt, tötet AIDS immer mehr Menschen. Auf unserem Planeten sind zurzeit vierzig Millionen Personen durch diesen Virus infiziert. Sechzig Millionen waren es seit Beginn der Epidemie, vor zwanzig Jahren.

Die Epidemie, von einer Eindämmung weit entfernt, ist immer tödlicher. In den Industrieländern, wo die Patienten von den Fortschritten der Behandlungen profitieren, stellt man ein Nachlassen auf dem Niveau der Vorbeugung und einen Anstieg des sehr nachteiligen Risikoverhaltens in Bezug auf Beherrschung der Epidemie fest.

Ein Drittel der infizierten Personen überleben weniger als 25 Jahre. AIDS trifft mit voller Stärke die junge und aktive Bevölkerung. Die Frauen vertreten in Afrika die Mehrheit der verseuchten Personen (55%).

Um die HIV/AIDS Epidemie einzudämmen und seine Auswirkung zu verringern, müssen wir den Gegenschlag intensivieren, aber auch erweitern.

Die übliche Übertragungsmethode des Virus bleibt der ungeschützte Geschlechtsverkehr. Aber bestimmte Faktoren erzeugen, verstärken und setzen ein solches Risiko fort. Es ist bekannt, dass der Alkoholverbrauch ein sexuell risikoreiches Verhalten begünstigt.

Erinnern wir uns an die Geschichte von Lots Töchtern, die ihren Vater Wein trinken lassen, damit er der einen und der anderen ein Kind macht. Die List ist erfolgreich und in der Bewusstlosigkeit seiner Betrunkenheit schwängert Lot seine beiden Töchter. (Mose 1. 19: 31-38).

Alkohol hat in der Tat zahlreiche Auswirkungen auf das Geschlechtsleben: Enthemmung, Geschlechtsdrang, Verwirklichung von Trugbildern, weniger starke Schuldgefühle gegenüber den sozialen Werten, Vielfältigkeit der Partner, weniger selektiver Wahl der Geschlechtspartner, Prostitution, Gewalt usw.

Der Alkoholverbrauch erhöht auch die Verwundbarkeit der Männer und der HIV infizierten. Mehrere Studien unterstreichen die Zusammenhänge zwischen Alkohol und dem Immunsystem. Starke Trinker haben eine erhöhte Infektionshäufigkeit.

Der missbräuchliche Konsum von alkoholischen Getränken führt oft zu einem Nahrungsmangel und steigert die Empfindlichkeit für bestimmte Krankheiten, wie Tuberkulose, Lungenentzündung.

Für den ÖRK (ökumenischer Rat der Kirchen), ist HIV/AIDS ein Zeichen der Zeit, das uns auffordert, die Augen zu öffnen und daraus die Konsequenzen zu ziehen.
Die enge Beziehung, die zwischen diesem Virus und der Drogenabhängigkeit (im weiteren Sinn) besteht, ruft das Blaue Kreuz auf, in vollem Umfang an diesem aktuellen Kampf teilzunehmen.

Die Rolle von Alkohol in Südafrika
(Auszug aus dem Buch Alcohol policy and public health in South Africa
ISBN 0 19 571584 5 @ Charles Parry and Anna Bertrem 1998)

Die Folgen von Alkoholmissbrauch
Weitere medizinische Probleme, die mit dem Gebrauch von Alkohol zusammenhängen sind, eine erhöhte Anfälligkeit für andere Krankheiten wie TB und Lungenentzündung. Eine Hauptbedrohung für die öffentliche Gesundheit ist das menschliche Immunschwäche Syndrom oder HI-Virus, und (Acquired Immune-Deficiency Syndrome = AIDS) welches die vom HI-Virus verursachte Krankheit ist. Eines der Verhalten welches Einzelne der Ansteckungsgefahr durch HIV aussetzt, ist der ungeschützte sexuelle Verkehr, insbesondere der ungeschützte Verkehr mit unterschiedlichen Partnern. Betrunkenheit kann die Wahrscheinlichkeit eines solchen Verhaltens erhöhen. Zugegeben, es besteht die vorherrschende Meinung, dass der Gebrauch von Alkohol und ein Verhalten wie, die Nichtverwendung von Kondomen oder die Entscheidung mit einem anderen Partner Sex zu haben keinen Zusammenhang haben. Es ist wichtig, dass mehr Forschung zum Verhältnis zwischen dem Gebrauch von Alkohol und risikoreichem sexuellem Verhalten aufgenommen wird, um den genauen Umfang festzustellen, inwieweit Alkohol in Einzelpersonen das verantwortungsvolle sexuelle Verhalten beeinflusst.

Die medizinische Fakultät des öffentlichen Gesundheitswesens der königlichen medizinischen Hochschulen (1991) und das US-Institut der Medizin (1994) warnen, dass Alkohol alle Immunsysteme beeinflusst und somit die Gefahr einer Ansteckung durch das HI-Virus folglich erhöhen könnte. Zusätzlich zeigen Berichte von diesen Institutionen, dass Alkohol möglicherweise, die Weiterentwicklung von HIV zum Ausbruch von AIDS beschleunigen kann.

 

Alkohol, AIDS und Risikoverhalten
(Auszug aus Focus on Drugs - a Christian perspective veröffentlicht von HOPE UK [Blaukreuz Verband in Grossbritannien)

Der häufigste Weg der Übertragung von HIV ist der Geschlechtverkehr. Der Virus ist in den Geschlechtsabsonderungen der infizierten Person gegenwärtig. Die Benutzung von Kondomen kann sich als schützend erweisen, versichert jedoch keinen absoluten Schutz. Sogar als Schwangerschaftsschutz hat man eine Fehlrate von über 15 % festgestellt. Realistischerweise besteht sicheren Sex nur zwischen zwei nicht-infizierten Partnern. Geschlechtsbeziehungen bleiben der wichtigste Faktor für die Verbreitung von AIDS in der Bevölkerung.

Des weiteren: Jemand der Geschlechtsbeziehungen mit mehr als einem Partner hatte, öfters den Partner wechselt, oder serielle Monogamie praktiziert (mehrere aufeinanderfolgende Partner) kann durch den Virus verseucht werden um dann, seinerseits einen künftigen Partner anzustecken. In Wirklichkeit kann man das Infektionsrisiko nur ausschliessen, wenn beide Partner vor ihrer Geschlechtsbeziehung jungfräulich waren.

Alkohol begünstigt ein Risikoverhalten. Das erste Glas produziert bereits bestimmte Wirkungen auf die Aktivitäten eines normalen Gehirnes. Das Urteilsvermögen, die Vernunft und die Kontrolle sind davon betroffen. Jedes zusätzliche Glas erhöht das Risiko, dass der Trinkende nicht mehr fähig ist, eine kluge Entscheidung zu treffen oder ein Minimum an Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen.

Notwendigkeit der Prävention
Prävention ist zur Zeit wichtiger denn je. Langfristig gesehen wird der Erfolg oder Misserfolg der Anstrengungen, die unternommen werden, um die Jugendlichen vorbeugend vom Missbrauch von Alkohol und anderen Drogen fernzuhalten, eine unmittelbare Wirkung auf die Verbreitung des HIV haben.

Christliche Aspekte
Das Wirken von Jesus kann, zusammenfassend, als lehren, predigen und heilen charakterisiert werden. Er lehrte Gottes Bedingungen für das tägliche Leben. Er brachte Frauen und Männer zu einer radikalen Änderung ihres Lebensstils durch die direkte Begegnung mit Gott. Er tat etwas für die praktischen Bedürfnisse der Leute und ihre Machtlosigkeit indem er sie heilte. Ganz offensichtlich glaubte Jesus sowohl an Prävention und Fürsorge.

 

Sie können uns kontaktieren unter:
Internationaler Bund
des Blauen Kreuzes
Postfach 6813
Lindenrain 5A
CH-3001 Bern.

Tel.: +31 300 58 60
Fax: +31 300 58 69

E-Mail: ifbc.bern@bluewin.ch
http://www.eurocare.org/bluecross

Weitere Informationen sind mit Hilfe von Suchmaschinen (z.B. www.google.com)
unter den Stichworten "Aids und Alkohol" erhältlich.

Mehr Information zum Thema HIV/AIDS und Alkohol kann auf folgender Internetseite eingesehen werden (www. niaaa.nih.gov).

 

[Home | English | Français | Deutsch | Português | Editorial | Links]

ifbc.bern@bluewin.ch