Stefan Blankertz, Prof. Dr., geb. 1956, Studienschwer- punkte in P├Ądagogik und Soziologie, Promotion in Frankfurt, Habitilation in Wuppertal. Creative Director in einer Werbeagentur und Betreuer der theoretischen Ausbildung von Gestalttherapeuten in K├Âln. Zahlreiche Ver├Âffentlichungen in den Bereichen Liberalismus und Anarchismus, Schul- und Staatskritik und Gestalttherapie, u.a. ÔÇ×Staatlichkeitswahn, Wetzlar 1980ÔÇť, ÔÇ×Politik der neuen Toleranz, Wetzlar 1988ÔÇť, ÔÇ×Wie liberal kann Staat sein, St. Augustin 1997ÔÇť und ÔÇ×Die Therapie der GesellschaftÔÇť. Schrieb zuletzt in ef 1/1998 ├╝ber die Symbiose von Liberalismus und Anarchismus.

Kommunismus und Eigentum im Anarchismus

Eigentum ÔÇô ja oder nein?

Es scheint so, als w├╝rde keine Frage das libert├Ąre Lager so spalten wie die Eigentumsfrage. Anarchistische Kommunisten lehnen Eigentum augenscheinlich ganz ab. Anarchistische Sozialisten schr├Ąnken das Eigentum auf pers├Ânliche Gegenst├Ąnde ein. Individualistische Anarchisten und Anarcho-kapitalisten machen dagegen das Eigentum zum Zentrum ihrer Lehre.

Empirisch gesehen ist es Fakt, da├č die Eigentumsfrage das Trennende im libert├Ąre Lager ist. Aber ist das notwendig oder ├╝berhaupt sinnvoll?

Meine These lautet: Systematisch betrachtet darf es gar nichts Trennendes geben, solange beide Seiten ÔÇô die Ablehner wie die Bef├╝rworter von Eigentum ÔÇô wirklich Anarchisten sind, d.h. Herrschaftslosigkeit anstreben.

Den Beweis f├╝r die These von der Einheit des Anarchismus werde ich in drei Schritten f├╝hren:

1.  Im ersten Abschnitt analysiere ich den Begriff der ┬╗freier Vereinbarung┬ź, den der f├╝hrende Theoretiker des anarchistischen Kommunismus, Peter Kropotkin, gepr├Ągt hat. Mit dem Begriff ┬╗freier Vereinbarung┬ź beschreibt Kropotkin, wie die wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen in der von ihm angestrebten Gesellschaft entstehen.

2.  Im zweiten Abschnitt gehe ich auf den historischen Kontext ein, in welchem Kropotkin (und Proudhon) ihre Ablehnung des ┬╗Eigentums┬ź entwickelt haben. Damit zeige ich, da├č sie unter ┬╗Eigentum┬ź etwas v├Âllig anderes verstanden haben als die Anarchokapita-listen.

3.  Im dritten Abschnitt verweise ich auf die f├╝r die ┬╗Kommunisten┬ź und ┬╗Kapitalisten┬ź im Anarchismus gemeinsame Zur├╝ckf├╝hrung der ├Âkonomischen Ausbeutung auf den Staat (anstatt auf den Markt).

Die freie Vereinbarung

Stellen wir uns vor, ich treffe die Vereinbarung mit der Emma-Goldman-Memorial-Kommune, ihr bei der Konfiguration ihres Computersystems behilflich zu sein. Wir machen ab, da├č ich Dienstag um 10 Uhr komme und den Tag ├╝ber mit ihnen an ihrem Problem arbeite. Nehmen wir an, da├č ich von etwas weiter weg wohne und den Bus der Errico-Malatesta-Kooperative nehmen werde.

Diese Vereinbarung setzt einiges voraus. Zun├Ąchst mu├č ich Herr ├╝ber mich selber sein: Niemand hat die Gewalt ├╝ber mich, mir vorzuschreiben, da├č ich einen anderen Termin wahrnehmen solle. Oder in der Sprache der ├ľkonomie: Ich mu├č, um eine Vereinbarung eingehen zu k├Ânnen,  der Eigent├╝mer meiner selbst sein.

Aber das Selbst-Eigentum ist nicht die einzige Voraussetzung. Wenn ich den Bus nehmen will, mu├č der Betreiber des Busses, die besagte Errico-Malatesta-Kooperative, sicher sein, da├č sie ├╝ber den Bus verf├╝gen kann. Es darf nicht sein, da├č in der Zwischenzeit irgendjemand den Bus nach dem Grundsatz ┬╗jedem nach seinen Bed├╝rfnissen┬ź beansprucht. Denn dann w├╝rde ich ewig auf den Bus warten, der mich zur Emma-Goldman-Memorial-Kommune transportieren soll. Das hei├čt, wiederum ├╝bersetzt in die Sprache der ├ľkonomie: An dem Bus mu├č Sondereigentum bestehen. Unter Sondereigentum ist zu verstehen, da├č der Betreiber des Busses das Recht hat, ├╝ber die Nutzung zu bestimmen (und im Umkehrschlu├č: eine andere als die von ihm gew├╝nschte Nutzung auszuschlie├čen). In gleicher Weise mu├č die Computeranlage der Emma-Goldman-Memorial-Kommune Sondereigentum sein. Schlie├člich st├Ąnde ich ziemlich bl├Âd da, wenn ich den weiten Weg gekommen w├Ąre, nur um festzustellen, da├č das John-Most-Kollektiv zwischenzeitlich Anspruch auf die Computer angemeldet und sie kurzerhand abgebaut und mitgenommen hatte.

Im ┬╗gibt┬ź des kommunistischen Grundsatzes, n├Ąmlich ┬╗jeder gibt nach seinen F├Ąhigkeiten┬ź, steckt sogar noch der ├Âkonomische Eigentumsbegriff: Denn wenn eine Person etwas ┬╗gibt┬ź, dann mu├č sie ├╝ber das ┬╗etwas┬ź verf├╝gen. Oder andersherum: G├Ąbe es kein Eigentum, dann w├Ąre die Aussage ┬╗jeder gibt nach seinen F├Ąhigkeiten und jeder nimmt nach seinen Bed├╝rfnissen┬ź tautologisch: Wenn die F├Ąhigkeiten von mir nicht mein Eigentum w├Ąren, k├Ânnte sie jeder, der sie braucht, ┬╗nehmen┬ź. Das ist selbstverst├Ąndlich eine unsinnige Aussage: Wenn ich nicht will, da├č meine F├Ąhigkeiten von jemandem genutzt werden, dann werde ich die Arbeit verweigern. Nach M├Âglichkeit werde ich meine F├Ąhigkeiten gar nicht erst bekannt machen oder gar nicht erst erwerben. In der Sprache der Soziologie: Die Vergesellschaftung von F├Ąhigkeiten ist immer freiwillig.

Nun mag ein Kommunist einwenden, da├č die Verneinung von Eigentum nicht den Alltag der wirtschaftlichen Beziehungen regele, sondern nur den Mi├čbrauch von Eigentum betreffen solle. Um in dem Beispiel zu bleiben: Die Errico-Malatesta-Kooperative setzt ihren Bus nicht ein, verweigert aber auch dem John-Most-Kollektiv, ihn zu benutzen. In diesem Fall, so die g├Ąngige Argumentation von Kommunisten, h├Ątte das John-Most-Kollektiv das ┬╗Recht┬ź, den Bus der Errico-Malatesta-Kooperative zu nehmen, wenn das Kollektiv ihn braucht.

H├Ârt sich gut an. Jedoch: Es leuchtet sofort ein, da├č in diesem Falle die Vereinbarung nicht mehr ┬╗frei┬ź ist. Es liegt vielmehr ├╝berhaupt keine Vereinbarung vor, denn die Errico-Malatesta-Kooperative hat es ja explizit abgelehnt, den Bus dem John-Most-Kollektiv zur Nutzung zu ├╝berlassen. (Warum wohl?)

Um ├╝ber die kommunistische Auffassung entscheiden zu k├Ânnen, m├╝ssen wir den Fall noch etwas genauer analysieren: Es liegen zwei gegens├Ątzliche Willens├Ąu├čerungen vor. Das John-Most-Kollektiv ┬╗will┬ź den Bus nutzen, die Errico-Malatesta-Kooperative ┬╗will┬ź das nicht zulassen. Die Frage lautet nun, wer in diesem Konflikt Recht hat. Das Eigentumsrecht ist auf der Seite der Errico-Malatesta-Kooperative, die ┬╗kommunistische┬ź Auffassung gibt dagegen dem John-Most-Kollektiv recht.

Legen wir in diesem Fall die ┬╗kommunistische┬ź Auffassung zugunde, wird die Sicherheit des Transportes ├╝berhaupt verneint. Die Errico-Malatesta-Kooperative hat mit mir vereinbart, mich mit ihrem Bus zur Emma-Goldman-Memorial-Kommune zu transportieren und ┬╗will┬ź diese Vereinbarung einhalten. Das John-Most-Kollektiv aber empfindet die Einhaltung dieser Vereinbarung als nicht so wichtig, wie das, was es selbst mit dem Bus erreichen ┬╗will┬ź. Also sieht sich das Kollektiv im ┬╗Recht┬ź, den Bus zu nehmen.

Die unausweichliche Folge der Regel gegen das Eigentum ist, da├č Konflikte mit Gewalt ausgetragen werden m├╝ssen. Es gibt ein knappes Wirtschaftsgut, den Bus, ├╝ber das zwei Nutzer verf├╝gen wollen. Aber es gibt keine Eindeutigkeit, wessen Willen ┬╗h├Âher┬ź steht oder wessen Gr├╝nde ┬╗besser┬ź sind. In der kommunistischen Auffassung m├╝├čte eine dritte Instanz diese Entscheidung treffen. Und diese dritte, h├Âhere Instanz hat systematisch gesehen notwendig staatlichen Charakter: Sie steht au├čerhalb der vereinbarten Beziehung und kann sich ohne Zustimmung der Betroffenen durchsetzen. Verneinung von Eigentum kann es ohne Staat ÔÇô und da haben die Marxisten nun einmal leider das tiefsinnigere Verst├Ąndnis von Kommunismus ÔÇô nur unter der Voraussetzung geben, da├č kein Wirtschaftsgut knapp w├Ąre.

Der Eigentumsbegriff bei Proudhon und Kropotkin

Meine Analyse zeigt: Unter den gegenw├Ąrtigen Bedingungen knapper Wirtschaftsg├╝ter kann es eine auf freier Vereinbarung basierende Wirtschaftsform nur mit Eigentum geben. Gleichwohl haben Kropotkin und die anderen anarchistischen Kommunisten meiner Auffassung nach keinen v├Âlligen Unsinn geredet. Mein Eindruck aus den Schriften Kropotkins ist, da├č er einen sehr gro├čen Respekt vor der Arbeit hatte. Die Vorstellung, da├č Kropotkin mit der Formulierung ┬╗jeder nimmt nach seinen Bed├╝rfnissen┬ź gemeint habe, man habe das Recht, sich beliebig die Arbeitsergebnisse anderer Menschen anzueignen, ist ziemlich absurd. Vielmehr hat Kropotkin etwas naiv angenommen, da├č F├Ąlle wie der beschriebene Konflikt zwischen der Errico-Malatesta-Kooperative und dem John-Most-Kollektiv in der freien Gesellschaft gar nicht auftreten ÔÇô weil ┬╗kriminelle┬ź Absichten wie die des John-Most-Kollektivs, sich ohne Zustimmung der Arbeitsleistung der Kollegen von der Errico-Malatesta-Kooperative zu bem├Ąchtigen, gar nicht erst auftreten.

Die Verwirrung um den Eigentumsbegriff beginnt schon vor Kropotkin bei dem franz├Âsischen Gr├╝ndungsvater des europ├Ąischen Anarchismus, Pierre-Joseph Proudhon. Von Proudhon bekannt ist der Slogan ┬╗Eigentum ist Diebstahl┬ź. Weniger bekannt, theoretisch aber mindestens genauso wichtig, ist die andere Formulierung: ┬╗Eigentum ist das, was wir dem Staat entgegensetzen.┬ź

Was wie ein Widerspruch aussieht, ist in Wirklichkeit eine wichtige Kl├Ąrung des libert├Ąren Eigentumsbegriffs: Im 19. Jahrhundert gab es ÔÇô genauso wie es dies bei uns immer noch gibt ÔÇô viele ┬╗Eigentumstitel┬ź, die nicht im Rahmen der freien Vereinbarung durch Arbeit und Handel, sondern im Rahmen der Staatsgewalt durch Privilegierung, Subventionierung und weitere Ma├čnahmen entstanden sind.  Dieses ┬╗Eigentum┬ź ist in der Tat Diebstahl: Es resultiert aus der M├Âglichkeit des Staates, sich Ressourcen ohne Zustimmung derjenigen anzueignen, die die Ressourcen geschaffen haben. Solche ┬╗Eigent├╝mern┬ź haben in der Tat die Macht zur Ausbeutung. Auf diese Situation bezog Proudhon seinen ber├╝hmten Slogan. Allerdings zog er daraus nicht den gleichen Schlu├č wie die autorit├Ąren Sozialisten, n├Ąmlich da├č die Abschaffung des Eigentums anzustreben sei.

Vielmehr meinte Proudhon: Eigentum, das auf der Leistung von Menschen beruhe und im Kontext freier Vereinbarung entstehe, sei die Grundlage der freien Gesellschaft. Nur wenn der Mensch das Recht habe, ├╝ber sich und die von ihm geschaffenen Werte frei zu verf├╝gen, sei er selbstbestimmt. Insofern setzt der Mensch den staatlichen Anspr├╝chen auf Bevormundung und Besteuerung das Eigentum entgegen. Dieses Eigentum ist selbstverst├Ąndlich kein Diebstahl.

Auch f├╝r den ┬╗Kommunisten┬ź Kropotkin ist der Individualismus Ausgangspunkt seiner ├ťberlegungen. Ihn interessiert nicht die ┬╗Geschichte der K├Ânigreiche┬ź oder die ┬╗Geschichte der V├Âlker┬ź, sondern das ┬╗Studium der Individuen┬ź. Er will nicht den ┬╗Reichtum der Nationen┬ź, sondern fragt nach dem ┬╗Reichtum der Individuen┬ź. Und ihm ist ÔÇô als Kommunist! ÔÇô bewu├čt: ┬╗Immer bewegt sich unsere Handlung in die Richtung, in welcher wir in diesem Augenblick die gr├Â├čte Befriedigung finden.┬ź Anders als viele andere, autorit├Ąre Kommunisten wendet sich Kropotkin auch scharf gegen die Idee, die Menschen ┬╗umerziehen┬ź zu wollen oder gar einen ┬╗neuen Menschen┬ź zu schaffen: ┬╗Wir verzichten, den einzelnen im Namen irgendeines Ideals zu verst├╝mmeln.┬ź

Unter ┬╗Kommunismus┬ź versteht Kropotkin etwas ganz anderes als wir durch den ├╝berw├Ąltigenden marxistischen Einflu├č im 20. Jahrhundert gewohnt sind. Bei Kropotkin ist ┬╗Kommune┬ź kein normativer, sondern ein analytischer Begriff. Er fa├čt darunter die sozialen Tendenzen zusammen, sich zu verbinden, um materiellen, geistigen oder sinnlichen Bed├╝rfnissen nachkommen zu k├Ânnen. Die Ausgestaltung dieser Verbindung in der ┬╗Kommune┬ź ist Sache der sich Verbindenden.

Kropotkin leitet seinen Begriff der Kommune aus der mittelalterlichen, tendentiell staatsarmen Gesellschaft ab. Er weist allerdings auf einen sehr wichtigen Unterschied zwischen mittelalterlicher Kommune und der von den Anarchisten angestrebten Kommune hin: ┬╗F├╝r uns bedeutet Kommune nicht mehr [wie im Mittelalter] eine territorial abgegrenzte Anh├Ąufung menschlicher Wohnungen, sondern eine Interessenkommune, deren Mitglieder ├╝ber Tausende von St├Ądten und D├Ârfern zerstreut sind.┬ź Die ┬╗freie Vereinbarung┬ź bedeutet, da├č keine Gesellschaft und keine K├Ârperschaft, ├╝berhaupt kein Kollektiv irgend einen Anspruch auf die Leistungen eines Menschen hat, wenn dieser Mensch dem Anspruch nicht zustimmt.

Genau das, was Kropotkin hier beschreibt, nennen die Anarcho-kapitalisten ┬╗Eigentum┬ź. Schlie├člich k├Ânnte ÔÇô wie oben bewiesen wurde ÔÇô keine ┬╗freie Vereinbarung┬ź zustande kommen, wenn irgendeine Gruppierung die Leistung eines Mitmenschen ohne dessen Zustimmung sich aneignen k├Ânnte.

Exkurs: Anarchisten in der spanischen Revolution. ÔÇö Meine These zum Eigentum l├Ą├čt sich mit dem tats├Ąchlichen Vorgehen der spanischen Anarchisten im B├╝rgerkrieg 1936-1939 belegen. Wir Anarchisten k├Ânnen stolz darauf sein, da├č sich in diesem Experiment, in welchem sich die anarchistischen Ideen in gesellschaftliche Taten verwandelten, trotz Revolution, Verwirrung und B├╝rgerkrieg im wesentlichen die Freiheit als Prinzip durchgehalten wurde.

Das den feudalen Gro├čgrundbesitzern ÔÇô auch anarchokapitalisitisch gesehen rechtm├Ą├čig ÔÇô enteignete Land wurde 1936 je nach den ├Ârtlichen Bedingungen und Bed├╝rfnissen verteilt: Es entstanden Kommunen, Kollektive, aber auch einzelb├Ąuerliche Parzellen. Keinem Bauern und keinem Landarbeiter wurde eine Wirtschaftsweise aufzgezwungen. Der deutsche Anarchist Augustin Souchy erz├Ąhlte immer plastisch, da├č es in vielen D├Ârfern zwei Caf├ęs gab ÔÇô ein geldloses f├╝r die dem Kollektiv angeschlossenen Bauern und ein ┬╗individualistisches┬ź, in welchem bezahlt werden mu├čte. Die Individualisten waren nicht etwa ┬╗Uneinsichtige┬ź oder Gegner des Anarchismus, sondern oft ├╝berzeugte Anarchisten und Mitglieder in anarchistischen Organisationen. Es waren ├╝brigens die marxistischen Kommunisten, die die freiwilligen Kommunen der Anarchisten mit Gewalt aufl├Âsten, noch bevor die Faschisten dann 1939 die Macht ├╝bernahmen.

In bezug auf die Eigentumsfrage interpretiere ich das spanische Experiment so: Das vom Staat garantierte ungerechte, monopolisierte, auf Raub beruhende Eigentum wurde aufgehoben. Aber es wurde nicht der Gesamtgesellschaft zugeeignet. Vielmehr wurden die Bauern und Landarbeiter individuelle Eigent├╝mer des von ihnen bearbeiteten Bodens. Dann konnten sie entscheiden, was sie mit ihrem Eigentum machten ÔÇô es individuell weiterzubearbeiten oder zu Kollektiven zusammenzuschlie├čen.

Freiwilligkeit ist Eigentumsrecht

Eine anarchistische Gesellschaftsordnung, die auf der Zustimmung zur Vergesellschaftung durch  ┬╗freien Vereinbarung┬ź ÔÇô also auf Freiwilligkeit ÔÇô basiert, kann nur mit dem Begriff des Eigentums gedacht werden. Gesetzt, jemand entschiede freiwillig, die Lebensform der Achtung vor dem Eigentum anderer aufzugeben, und beginne mit deren Enteignung. Die Enteigneten werden sich nicht freiwillig dieser Ver├Ąnderung der Lebensform f├╝gen. Wessen Freiheit ist gerechtfertigt? Oder aktueller: Gesetzt, eine Gruppe vereinbare freiwillig, keine Steuerbetr├Ąge f├╝r ein geplantes Atomkraftwerk zu zahlen und stattdessen mit einem Sonnenkollektor selbst Strom zu erzeugen. Die Mehrheit der Gemeinde dagegen hat freiwillig vereinbart, da├č sich alle an der Finanzierung des Atomkraftwerks beteiligen, um den Beitrag f├╝r jeden einzelnen niedrig und rentabel zu halten.

Die Beispiele machen deutlich, da├č Vereinbarung als Kriterium der Freiwilligkeit nicht hinreicht, wenn ein Konflikt entsteht und es zu keiner Einigung kommt. Wie kann dann ein anarchistisches Recht entstehen, ohne auf eine willk├╝rliche Setzung zur├╝ckgreifen zu m├╝ssen?

Nehmen wir zun├Ąchst an, der Enteigner bek├Ąme Recht. Die Eigentumsgarantie w├╝rde aufgehoben. Nach gleichem Rechtsgrundsatz d├╝rfte auch die Mehrheit der Minderheit die Beitr├Ąge f├╝r das Atomkraftwerk abverlangen. Konsequent k├Ânnte im Gegenzug der Enteignete seinerseits dem Enteigner dessen G├╝ter streitig machen. Ebenso ist es denkbar, da├č die Minderheit ├╝ber die st├Ąrkeren Mittel verf├╝gt und der Mehrheit nicht nur die Beitr├Ąge verweigert, sondern sie auch an der Realisierung ihrer Projekte hindert. Im Endeffekt bek├Ąme niemand Recht. Die G├╝terverteilung und die Verwirklichung von Lebensformen hinge an dem Grad der jeweiligen St├Ąrke.

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn der Enteigner ins Unrecht gesetzt wird. Dann gibt es eine Eigentumsgarantie. Jedoch d├╝rfte in diesem Falle die Mehrheit der Minderheit keine Beitr├Ąge f├╝r ihr Projekt abnehmen. Die Idee dahinter ist, da├č im Konfliktfalle Freiwilligkeit bedeute, da├č jede Gruppe mit ihrem Eigentum tun m├Âge, was sie wolle, aber nicht ├╝ber das Eigentum anderer verf├╝gen d├╝rfe.

Die Freiheit des einen ist nicht, dem philosophischen Kalauer entsprechend, die Unfreiheit des anderen, wenn das Eigentum in die Definition des Rechts aufgenommen wird. In der Tat ist eine Formulierung von Freiwilligkeit ohne Eigentum unm├Âglich. Die Mi├čachtung des Eigentums f├╝hrt zu einer sozialen Situation, in der schlie├člich niemand mehr im Zustand der Freiwilligkeit lebt. Kurz: ┬╗Freiwilligkeit ist Eigentumsrecht┬ź (Rothbard).

Neben die diskutierten M├Âglichkeiten der Konfliktl├Âsung wird g├Ąngigerweise ein demokratisches Verfahren gestellt. Es ist logisch gesehen nicht haltbar und darum eine ┬╗Unm├Âglichkeit┬ź, wird aber heute weitgehend akzeptiert: Einzelne Enteigner bekommen Unrecht, aber die enteignende Mehrheit bekommt Recht. Damit wird das Eigentum anerkannt, solange nicht die Mehrheit f├╝r eine Minderheit das Eigentumsrecht aufhebt.

Die Mehrheiten m├╝├čten nach der Logik der demokratischen Konfliktl├Âsung ├╝ber Recht oder Unrecht einer Handlung ÔÇô in diesem Falle Enteignung ÔÇô befinden k├Ânnen. Dabei befindet die Mehrheit stets, selbst im Recht zu sein. Nun d├╝rfte fast jeder Mensch meinen, selbst Recht zu haben, ohne mit einer solchen Meinung bereits ein verbindliches Urteil begr├╝nden zu k├Ânnen. Und es ist nicht einzusehen, wie Tolstoi formulierte, warum von 100 Menschen 51, die sich im Recht glauben, mehr objektives Recht beanspruchen d├╝rfen als 49, die sich nicht weniger im Recht glauben.

An diesem Argument ├Ąndert sich nichts, wenn die Mehrheit im ┬╗├Âffentlichen Interesse┬ź zu entscheiden meint. Da die Minderheit ebenso f├╝r sich reklamieren k├Ânnte, das ┬╗├Âffentliche Interesse┬ź zu vertreten, m├╝├čte die Mehrheit die Minderheit zur ┬╗Nicht├Âffentlichkeit┬ź deklarieren. In diesem Fall w├╝rde die Mehrheit jedoch wiederum nur im eigenen Interesse handeln, h├Ątte also auch keine bessere Ausgangsbasis f├╝r die Behauptung, mit Recht die Minderheit zur Kooperation zu zwingen.

Das anarchistisch verstandene Eigentumsrecht hat nach diesen ├ťberlegungen nicht die Verf├╝gung ├╝ber materielle G├╝ter zum Kriterium, sondern ist eine ausnahmslos jedem zukommende Handlungserlaubnis, die Niemanden beschr├Ąnken darf, auch nicht die Mehrheit. In diesem Sinne ist es unpr├Ązise, ├╝berhaupt von ┬╗Rechten┬ź zu sprechen, denn es gibt nur ein Recht, das Freiwilligkeit konstituiert: das Eigentumsrecht.

Die Verwechslung von Eigentum mit materiellem Besitz f├╝hrt zu dem Mi├čverst├Ąndnis, die Freiheit des Eigentums sei der wohlhabenden Schicht der Gesellschaft vorbehalten. Doch auch Menschen gegen├╝ber, die keinen G├╝terbesitz vorweisen, garantiert das Eigentumsrecht die Freiwilligkeit. Soll etwa ein besitzloser Mensch zum Dienst am Vaterland mit oder ohne Waffe gezwungen werden, oder soll er einem Unternehmer ├╝ber den Tausch Arbeit gegen Lohn hinaus versichern, f├╝r alle Zukunft stets f├╝r ihn zu arbeiten, verst├Â├čt dies gegen das Eigentumsrecht. Denn in dem einen Fall wird Arbeitsleistung, in dem anderen Fall die zuk├╝nftige Willensentscheidung enteignet.

Die zentrale Bestimmung des Eigentums ist die Feststellung, da├č jeder der Eigent├╝mer seiner selbst sei. Alles rechtm├Ą├čige Eigentum resultiert aus dem Selbsteigentum eines jeden Menschen: Arbeit und Wille.

In einer Umgebung, in der bereits alle materiellen G├╝ter Eigentum sind, braucht nichts weiter hinzugef├╝gt zu werden: Wer neu in die Gesellschaft eintritt ÔÇô erwachsen werdende Kinder, aus anderen Gegenden zuziehende Erwachsene ÔÇô erwirbt sich Materielles, soweit er es braucht oder will im Tausch gegen das, was ihm eigen ist: Arbeit. (Oder er bekommt es geschenkt; freiwillig.)

Die technischen Details der anarchistischen Theorie f├╝r die Verwandlung von materiellen Dingen, die noch kein Eigentum sind, seien hier erspart. Zusammenfassend lautet der Bescheid, da├č Bearbeitung (und nur Bearbeitung) einen Rechtsanspruch auf Eigentum begr├╝nde. Diese Regel ist auch heute nicht irrelevant, da weitgehende Verf├╝gungsanspr├╝che von Institutionen (Staat, Kirche) durchaus auf ganz andere Weise zustande gekommen sind, n├Ąmlich durch Deklamation. Diese Verf├╝gungsanspr├╝che (wie z.B. die der erw├Ąhnten spanischen Gro├čgrundbesitzer) sind unrecht.

Freiheit besteht nach diesen ├ťberlegungen in einer Gesellschaft bis zu dem Ma├če, bis zu dem das (Selbst-)Eigentum anerkannt wird. Das Eigentumsrecht schlie├čt als seine wichtigste Bedingung ein, da├č der einzelne seine sozialen Beziehungen durch ┬╗freie Vereinbarung┬ź regelt.

Die Macht der Monopole

Der Einwand gegen die anarchokapitalistische Eigentumstheorie, den selbst Sozialisten und Kommunisten immer wieder vorbringen, die durchaus freiheitlich gesonnen sind, lautet: Auf dem Markt w├╝rde (oder k├Ânnte) extreme Ungleichheit an Macht und an der Verf├╝gung ├╝ber materielle G├╝ter entstehen.

Demgegen├╝ber lautet meine These, da├č die Verteilung materieller G├╝ter in der anarchokapitalistischen Gesellschaft zwar nicht v├Âllig gleichm├Ą├čig, aber erheblich symmetrischer sein wird, als in allen anderen bekannten Sozialgef├╝gen. Denn entgegen dem Vorurteil sind es weniger die Marktkr├Ąfte als vielmehr staatliche Eingriffe, die zur Ungleichheit f├╝hren. Dies ist empirisch gut belegt, folgt aber auch unumg├Ąnglich aus der anarchistischen Staatstheorie: Wenn der Staat das Instrument der Interessengruppen darstellt, sich Vorteile gegen├╝ber der freiwilligen Kooperation zu verschaffen, ist er das Agens der Ungerechtigkeit.

Dies ist ├╝brigens auch die Meinung der klassischen Anarchisten wie Bakunin und Kropotkin. Nicht der Markt ist es, der Kropotkin zufolge die Monopolisierung hervorruft, sondern: ┬╗Gro├če [Aktien-]Gesellschaften unterdr├╝cken kleine Gesellschaften vor allem dank staatlicher Unterst├╝tzung. Tats├Ąchlich existieren die kleinen Gesellschaften der Parteilichkeit des Staates zum Trotz.┬ź

Allerdings n├╝tzt die ganze Empirie wenig gegen die bohrende Nachfrage: ┬╗K├Ânnte es nicht sein, da├č ein Monopol auf dem Markt entsteht, das andere Menschen abh├Ąngig macht und unterdr├╝ckt?┬ź

Zun├Ąchst einmal m├╝ssen zwei Arten von ┬╗Monopol┬ź unterschieden werden: Es gibt das Monopol im eigentlichen Sinne, das fr├╝her durch die Privilegierung eines Herrschers oder heute durch staatliche Organe entsteht und aufrecht erhalten wird. Dies bedeutet zum Beispiel, da├č einer bestimmten Person oder einer bestimmten Firma das Privileg zugesprochen wird, eine bestimmte Ware oder Dienstleistung ausschlie├člich anbieten zu d├╝rfen. Ein offensichtlicher Fall ist das (noch) bestehende Monopol der Stromversorger. Eine indirekte Ma├čnahme ist die Subventionierung von Unternehmen durch den Staat. Spektakul├Ąre F├Ąlle der vergangenen Jahre sind Chrysler in den USA und VW in Deutschland. Diese Monopole sind wirtschaftlich sch├Ądlich und behindern die Menschen in ihrer Freiheit: Privilegierte Monopole machen es entweder unm├Âglich (bzw. schwer), bei Unzufriedenheit mit der Leistung eine Alternative aufzubauen oder sie verschwenden die produktive Arbeit anderer (n├Ąmlich Steuergeld) in ineffizienten Unternehmungen.

Etwas ganz anderes ist es, wenn eine Firma darum alleiniger Anbieter von Leistungen ist, weil alle Konsumenten sich ausschlie├člich f├╝r die Produkte dieser Firma entscheiden. Ein solches Marktmonopol verschwindet immer sofort, wenn die Konsumenten mit seiner Leistung unzufrieden sind oder wenn es versucht, seine Monopolstellung f├╝r ungerechtfertigte Preiserh├Âhungen zu benutzen. Insofern sind Marktmonopole weder wirtschaftlich ineffizient noch politisch gef├Ąhrlich.

Diese Argumentation bezieht sich allerdings nur auf ein wirtschaftlich rationales Verhalten der Marktmonopole. K├Ânnte es nicht sein, da├č jemand versucht, sich ein Monopol aufzubauen, um dann die Menschen zu terrorisieren?

Stellen wir uns den Erzb├Âsewicht Adolf vor, der einen diabolischen Plan aufstellt. Er will in England alles Land mit allen Flug- und Schiffsh├Ąfen aufkaufen. Er hat vor, sodann zu erkl├Ąren, da├č die Juden sofort sein Gebiet verlassen m├╝├čten. Da er ihnen aber keine Transportm├Âglichkeiten zur Verf├╝gung stellt und anderen Anbietern die Benutzung seiner Flug- und Schiffsh├Ąfen verbietet, k├Ânnen sie der Aufforderung nicht nachkommen. Darum will er sie dann als renitente Eindringlinge in sein Eigentum erschie├čen lassen.

Sehen wir uns an, was Adolf tun mu├č, um diesen Plan in die Praxis umsetzen zu k├Ânnen. Die zentrale Voraussetzung f├╝r seinen Plan ist, da├č er verdammt gut wirtschaften k├Ânnen mu├č. Er mu├č absolut effektiv sein ÔÇô er mu├č effektiver als alle Konkurrenten das Land nutzen und die Flug- und Schiffsh├Ąfen f├╝hren. Auf seinem Weg kann er sich keine R├╝ckschl├Ąge erlauben. Kein Konkurrent darf ├╝brig bleiben, der dann den Juden eine Fluchtm├Âglichkeit er├Âffnen k├Ânnte.

Nicht nur das. Adolf mu├č es sich auch verkneifen, Anzeichen davon zu geben, da├č er den besagten diabolischen Plan hegt. Denn w├╝rde er das tun, w├╝rden Juden mit Grundbesitz und andere judenfreundliche Menschen ihr Land nicht an Adolf verkaufen, selbst dann nicht, wenn er es ├Âkonomisch gesehen effektiver einsetzen k├Ânnte. In diesem Fall k├Ânnten die Juden ja dem Ha├č von Adolf entgehen, selbst wenn sie und ihre Freunde eine verschwindend kleine Minderheit sind.

Spielen wir den Gedanken dennoch bis zuende durch: Adolf wird alleiniger Grundbesitzer von England. Endlich ist der Tag da, an dem er seinen lange aufgestauten Judenha├č freilassen kann. Er gibt die Anweisung, die Juden, die sich auf seinem Land befinden, umzubringen. Die Frage ist: Wer f├╝hrt diese Anweisung aus? Kann er durch effektives Wirtschaften sich eine fanatische Anh├Ąngerschaft erziehen? Kann er, nachdem er jahrelang als Menschenfreund aufgetreten ist, jetzt darauf z├Ąhlen, da├č er seine Mitarbeiter zum Judenpogrom anzustiften in der Lage ist? Nun, nichts ist wohl unm├Âglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist viel geringer als in allen anderen bekannten Gesellschaftsformen.

Zum Schlu├č m├Âchte ich noch einen weiteren Einwand streifen, der an dieser Stelle bisweilen kommt: Vielleicht ist es ja nicht n├Âtig, da├č Adolf ganz England besitzt. Er braucht nur gen├╝gend Land und gen├╝gend Geld aufzuh├Ąufen, um dann unter Mi├čachtung des Eigentumsrechts der Juden diese von seinen Spie├čgesellen massakrieren zu lassen. An dieser Stelle gibt es h├Ąufig einen Hinweis auf die Mafia.

Aber auch diese Szenario ist im Anarchismus nicht zutreffend. Schlie├člich gibt es hier keinen Staat, der versucht, das Gewaltmonopol aufrecht zu erhalten, aber dabei die tats├Ąchlichen Verst├Â├če gegen die Rechte der Menschen nur unzureichend ahnden kann. Die Mafia entsteht in einem Geflecht einer schwachen, gleichwohl monopolisierten staatlichen Polizei und der M├Âglichkeit, mit staatlichen Organen sogar kooperieren zu k├Ânnen. Im Anarchismus werden die Menschen diejenigen Unternehmen oder Organisationen mit ihrem Schutz beauftragen, die effektiv die Verst├Â├če gegen das Eigentumsrecht verhindern und dabei den geringst m├Âglichen Aufwand ben├Âtigen. Oder anders gesagt: Die deutschen Juden h├Ątten 1938 im Anarchismus selbst dann die Chance gehabt, sich gegen den Antisemitismus zu sch├╝tzen, wenn wir annehmen sollten, da├č 80% der Deutschen f├╝r das Programm von Adolf gewesen sind.

F├╝r einen Anarchismus ohne Adjektive

Um wieder zu einem einheitlichen Begriff des Anarchismus ohne adjektivische Zusatzbestimmungen zu finden, sind meiner Meinung nach nur zwei Dinge n├Âtig: Die Anarchokommunisten (von denen ich selbst herkomme) m├╝ssen lernen, da├č mit ┬╗Eigentum┬ź nicht der status quo der Verteilung von Eigentum unter der Regie des staatlich kontrollierten Marktes gemeint sein kann. Die Anarchokapitalisten m├╝ssen klarer machen, da├č sie nicht bereit sind, die Reicht├╝mer derjenigen zu sch├╝tzen, die ihren Reichtum aufgrund staatlicher Interventionen aufgeh├Ąuft haben. Das m├╝├čte doch zu machen sein, oder?

Literatur:

Blankertz, Stefan: Politik der neuen Toleranz, Wetzlar 1989

Blankertz, Stefan: Wie liberal kann Staat sein? Sankt Augustin 1997

Hoppe, Hans-Hermann: Eigentum, Anarchie und Staat, Opladen 1987

 

 

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