|
--------------------------------------------------------------------------------
Kristina fran Duvemala
German Translation
--------------------------------------------------------------------------------
Duvemåla Hage
(Der Hain von Duvemala)
Kristina:
Seit er Korpamoen verlassen hat
Nimmt er den Pfad nach Bökervara
Den Kreuzweg von Bidalite sieht er bald
Es ist nur noch eine halbe Viertelmeile
Die Glocken der Kühe hört er schwach
Von Åskålens Landengen und Landzungen
Die Heuwagen dort, in den Bäumen und im Gestrüpp
Pflegen Halme und Büschel zurückzulassen
W:
Über Gattertor und Hügel
Hat er sich geschwungen, nun ist er nahe
Die Füße sind leicht
Denn er wandert den Weg zu seiner Liebsten
Åkerby hat er hinter sich
Dort wird am Samstagabend getanzt werden
Wenn er an Åleberg vorbeigegangen ist
Sieht er Kråkesjöns dunkles Wasser
Auf der Sommerwiese von Krysseboda
Sieht er blühende Maiglöckchen
Der Birkenwald dort trägt neue Blätter
Es ist auch spät amTag noch hell
W:
Und bald ist er am Sieben-Bauern-Tor
Ich kann seinen weißen Kragen erkennen
Bald gehe ich mit seiner Schulter an meiner Wange
Im Hain von Duvemåla
Min Lust Till Dej
(Meine Lust auf dich)
Karl Oskar:
Drei Jahre lang bin ich hierher zu dir gekommen, Kristina
Aber nie mit einer solchen Eile wie heute
Kristina:
Sag mir, was du meinst!
K.O:
Ich kann den Hof übernehmen, wir haben ein Zuhause, wir können uns Kleider
Und Essen schaffen. Nun können wir heiraten...
Wenn du mich haben willst...
Kr:
Daß ich dich haben will, das weißt du, ich denke wohl kaum an
Etwas anderes. Beeile dich, du mußt meine Mutter und meinen Vater
Fragen, ob sie uns die Erlaubnis geben!
Mein Mann...
Du wirst schließlich mein Mann sein
Wie ich es meinem Inneren so lange zugeflüstert habe
Wir werden zusammen sein während ein Tag zum anderen gelegt wird
Denn wo du hingehst, gehe auch ich hin
Meine Seele, mein Köper haben Lust auf dich
Dein Atem, der heiß ist wenn er in mein Ohr kommt
Enthält dasselbe Verlangen, das in mir schmerzt
Mein Körper, meine Seele haben Lust auf dich
Hochzeitsgäste:
Es ist das Jahr 1844
Und Oscar1 ist König
Der Bräutigam, er ist stolz
Und er ist stark und strebsam
Und die Braut ist gesund und jung
W:
Er hat einen eigenen Hof und ist sein eigener Herr
Wird nie der Knecht irgendeines Hausherren sein
Es gibt niemanden, den er so gerne mag wie sie
Also wird es ihnen sicher gutgehen
Aber noch will sie spielen, noch will sie schaukeln
Noch immer ist das Kind nahe in ihrem Gemüt
Ja, noch will sie tanzen, noch will sie singen
Noch immer ist das Kind von früher in ihr
Nils: Seit du gelernt hast, daß der Hosenschlitz offen sein soll, wenn man
pisst...
Märta:
Hast du nie um Rat gebeten und nun kommst du
Mit einer Hochzeit an
Ohne uns auch nur zu fragen. Das geht auf die Dauer
Niemals gut mit einem solchen Eigensinn!
Hochzeitsgäste:
W
Der Bräutigam hat einen eigenen Hof und ist sein eigener Herr
Wird nie der Knecht irgendeines Hausherren sein
Wenn auch der Boden, den sie erbten schwer und steinig ist
Und der Teil klein
Mit sieben Morgen Land
Wird es ihnen schon gelingen
Es wird schon gut gehen
Kr:
Erinnerst du dich, wie ich dich bat
Geh nicht, bleib noch eine Weile!
K.O:
Aber ich war gezwungen zu gehen wenn es tagte...
Kr:
Allzu viele Male...
K.O:
Grade wenn wir in deinem Zimmer lagen und uns müde küssten
Kr:
Küsse und Liebkosungen...
K.O:
Nur Küsse und Liebkosungen...
Kr:
Aber nun bin ich deine Frau und ich halte dich zurück
Beide:
Meine Seele, mein Körper haben Lust auf dich
Dein Atem, der heiß ist, wenn er an mein Ohr kommt
Enthält dasselbe Verlangen, das in mir schmerzt
Mein Körper, meine Seele haben Lust auf dich
K.O:
Seit zwei Jahren ist König Oscar jetzt auf seinem Thron
Er hat Schweden und Norwegen bekommen
Ich regiere über Korpamoen
Ich bin auch gekrönt, König im Steinreich bin ich
Hier sind meine Untertanen, meine treuen:
Steine in Splittern, Steine in Haufen, Steine in Mauern
Kr:
Gib uns dienliches Wetter!
Und bewahre die Gewächse der Erde vor dem Verderben!
Gott, segne uns! Gib uns Getreide und Butter!
Erlöse uns vom Hunger! Durch Jesus Christus, Amen
( Karl Oskar zieht sie zu sich )
Kristina:
Warte etwas...hör mir zu
K.O:
Stimmt etwas nicht?
Kr:
Ich habe hier gelegen und über uns nachgedacht...
Und das Essen für die Kinder...
K.O:
Jetzt verstehe ich überhaupt nichts ...
Kr:
Nun, ich meine nur, wenn wir es sein ließen, dann würden wir nicht mehr
werden
K.O:
Du willst, daß wir nein sagen
Zu der Freude der Liebe an allen unseren Tagen?
Lasse ich dich jetzt los, dann verleugne ich mich
Meinen Körper, meine Seele, meine Lust auf dich
Beide:
Ich höre den gleichmäßigen Schlag deines Herzen
Mein Kopf an deiner Brust in den Nachtstunden
Wir werden zusammen sein während ein Tag zum andern gelegt wird
Denn wo du hingehst, gehe auch ich hin
Ut Mot Ett Hav
(Hinaus aufs Meer)
( Bei Sonnenaufgang verlässt an einem Maimorgen Robert Nilsson sein
Elternhaus um seinen ersten Dienst als Knecht anzutreten)
Robert:
Alten, ranzigen Hering wird es morgens, mittags, abends geben
Es wird saure Milch geben,es wird Hiebe und Schläge geben
Und das soll man ohne Jammern aushalten!
Und dafür soll man Dankbarkeit fühlen!
Denn ein Knecht, er kennt seine Stellung, keine Fragen
Während der Bach hier in Frieden fort fließen darf
Bis er von den Wellen des Meeres erreicht wird
Hinaus aufs Meer
Geht deine sich schlängelnde Reise
Unter einem Ast her
Entlang eines Gestrüpps
Um eine Kurve
Ringelt sich deine Furche
Aus eigener Kraft
Kannst du dir den Weg bahnen
Ohne Angst und frei
Keiner bestimmt über dich
Kleines Wasser
Hinaus aufs Meer wirst du einmal fließen
Du wirst zusammenfließen mit seinen Wellen
Und hohe Wellen werden die Schiffe heben
Auf breiten Schultern in die Höhen des Himmels
Du darfst in eine andere Welt reisen
Du, der du fließt, der du das Meer erreichst
Missväxt
(Missernte)
(Kristina ist im fünften Monat schwanger, bald werden es acht Personen auf
Korpamoen sein. Die Menschen haben sich vermehrt, aber nicht die Erde. Die
Morgen Land würden nie mehr werden als sieben. Kristina gefällt Karl
Oskars Anspielung auf ihre Schwangerschaft nicht.)
Kristina:
Du wirst doch nicht die Schuld auf unseren Herren schieben.
Ist es seine Schuld, daß du deine Frau schwängerst?
Du klagst darüber, daß unsere Kinderschar
Mehr und mehr wächst, daß wir immer mehr werden
Das wirkt so, als ob du glauben willst, daß alles nur meine Schuld ist
Weil alle Leben von mir kommen
Du gehst hier schweigend umher, als ob du mir einen Vorwurf machen
wolltest
Was soll man also glauben?
Karl Oskar:
Wie kannst du glauben, daß ich dich tadle?
Ich bin so froh über unsere Kinder
Gerade deshalb habe ich Angst
Daß es ein Missernte-Jahr wird
Kristina: Liebst du mich genauso wie früher...?
K..O:
Ich kann dir schwören, daß ich das tue
Kr:
Ist es wahr, was du sagst?
K. O:
Ja, sag mir wann ich dich belogen habe
Kr:
Nein, du hast mich niemals belogen
Ich bin nur dumm und empfindlich
Meine nicht alles, was ich sage
K.O:
Es gibt niemanden auf dieser Welt
Der uns helfen kann, Kristina
Keinen anderen als uns selber
Kr:
Liebst du mich genauso wie früher?...
(Er flüstert etwas in ihr Ohr)
Jesus, es war das zweite Mal
Noch dazu am gleichen Tag
Es fühlt sich weich und warm in mir drinnen an
Sagtest du das, weil wir uns stritten?
K.O:
Ob ich das aus dem Grund sagte...?
Kr:
Dann war es den Streit wert!
Anna:
Guck mal, Pappa, was ich gefunden habe
Es ist tot, das arme Junge
Werden wir auch einmal sterben, wie der Hase?
K.O:
Ja, das werden wir alle, Anna
Anna:
Werden wir vielleicht schon morgen sterben?
Kr:
Nein, das werden wir sicher nicht
K. O:
Ihr Verstand ist ihren Jahren weit vorraus
Mein großes Mädchen ist ein merkwürdiges Kind
Kr:
Wohin du auch gehst, sie wird dir folgen!
Und ich kann sehen
Daß du stolz darauf bist!
KO:
Im letzten Jahr war es die Nässe, nun ist es die Trockenheit
Letztes Jahr nahm die Flut unser Heu, nun wird es in der Sonne verbrannt
Was nützt uns die Mühe, was gibt uns die Schufterei
Wenn Gottes Wetter macht, daß alles zerstört wird
Kr:
Lästere nicht!
KO:
Aber was ist dann das hier, Heu oder Katzenhaar?
Jeder Halm ist spitz und kurz
Man könnte sie zählen
Und alles liegt an Gottes Wetter!
Kr:
Beruhige dich!
KO:
Du hast schon das Heu des Vorjahres genommen
Hier hast du also den Rest!
Kr:
Du hast Gott gelästert!
Gott möge dir das verzeihen, Karl Oskar!
Herbeigeeilte Menschen:
Nun ist das Jahr 1848 und dieses Jahr haben wir düstere Vorzeichen am
Himmel gesehen
Im Wetter sah man diese Zeichen den ganzen Winter,
Den ganzen Frühling, der windig, schneidend und kalt war
Dann kam der trockenste von 30 Sommern
Vom wolkenlosen Himmel glühte die Sonne jeden Tag
Als das Gras auf der Weide spärlich und leblos wurde
Als die Weiden vertrockneten, versiegten die Kühe
Auf Hügeln und Anhöhen leuchtete es braunrot
Wie Tierblut kündigte es Hunger und Notschlachtung an
Was nützt uns die Mühe, was gibt uns die Schufterei
Wenn Gottes Wetter macht, daß alles zerstört wird
Kr:
So trotzig und anmaßend wie du, Karl Oskar
Kenne ich keinen
Du scheinst zu glauben, daß du Gott lästern kannst
Und es dannvergessen
Nun hast du die Strafe bekommen
Du sagtest, Gott solle das Wenige nehmen, was wir hatten
Du hast bekommen, was du wolltest!
Nej
(Nein)
Kristina
Unter der Decke haben wir uns ausgeruht
Die Kornblumendecke, die ich genäht habe
Tausend Nächte gab sie Wärme, während wir unsere Träume träumten
Vier Frühlinge haben grüngestanden
Vier Herbste sind nun vergangen
Seit dem Mal als ich meine Hoffnung in diese Nähte hineinnähte
Wenn ich nicht aus meiner Schaukel gefallen wäre, mich nicht am Knie
geschlagen hätte
Nicht um Hilfe von Berta aus Idemo gebeten hätte
Ja, dann hätten wir uns bestimmt nie getroffen, wären kein Paar geworden
Hätten keinen Hof bekommen und uns kein Zuhause einrichten können
Dann lägen wir hier nicht zusammen,
Es gäbe die Brautdecke nicht
Und dann wären meine schönen Träume nicht wahr geworden
Wenn ich nicht geschaukelt hätte
An diesem Tag im April
Ja, dann gäbe es weder Johann, noch Märta, noch Anna
(Robert kommt unerwartet nach Korpamoen, übel zusammengeschlagen)
Kristina:
Du lieber, milder Gott, was ist los?
Du bist ja ganz blutig
Wie konntest du dich so zuschanden schlagen, was ist passiert?
Robert:
Ich habe einen Faustschlag ins Gesicht bekommen
Und das ist nicht das erste Mal
Er schlägt mich gern, der Hausherr, das hat er schon früher getan
KO:
Das soll der feige Wurm des Satans bezahlen müssen!
Ja, ich werde ihm zeigen, wen er gewagt hat zu schlagen!
Einen 15-jährigen Jungen! Das ist eine Schmach für die Familie!
Kristina und KO:
Zu ihm wirst du nie mehr zu gehen brauchen!
Rob:
Wenn du mich zurückschicken willst
Mußt du mir die Hände verbinden
Und mich auf einem Wagen wegbringen
Wie ein Tier zum Schlachten
Ich will dich um etwas bitten, Karl Oskar
KO:
Sag mir, was ich für dich tun kann
Rob:
Ich will meinen Erbteil vom Hof
Ja, denn ich beabsichtige, nach Nordamerika zu gehen!
Ich kann verstehen, daß du jetzt überrascht bist, Karl Oskar!
KO:
Ja, vieles konnte man wohl von dir erwarten
Aber das war etwas, was ich nie gedacht hätte
Denn die gleichen Pläne, die gleichen Gedanken gibt es bei mir
Kris:
Nein!
Rob:
W:In Amerika ergreift das Gesetz
Wenn man betrogen wird
Die Partei der Frauen
KO:
S: In Amerika können wir Pferde, Kühe und Hühner haben
Kris:
Nein!
Rob:
K: In Amerika ist die Frau
Immer die Herrscherin
Stark und stolz und frei
Das wäre wohl etwas für dich
KO:
L:In Amerika können wir Reis und Zuckerrüben haben
Das wäre wohl etwas für dich
Kris:
Nein! Das ist wohl nichts für mich
Böse Schlangen und Krokodile
Soll es dort geben! Dorthin willst du die Kinder nehmen!
Hier in der Nähe gibt es keinen, der auswandern will
Rob und KO:
Jemand muß als erster gehen, bei allen Unternehmungen auf der Welt
Jemand muß es wagen, selbst wenn er dann verhöhnt wird
Das ist recht ungewöhnlich, daß wir die selben Gedanken haben
Noch nie in meinem Leben war ich so verwundert
Kris:
Es ist nicht ins nächste Kirchspiel
Und auch nicht zu einer anderen Stelle im Reich
Zu keinem anderen Land auf unserem Erdteil willst du
Nein, zu einem anderen Teil außerhalb der Welt
Es könnte der Mann im Mond sein, das macht keinen Unterschied
Karl Oskar, du wirst in den April geschickt
KO:
Nein, ich habe mich entschieden, nun meine ich es ernst
Kris:
Du magst dich entschieden haben, ich sage nein!
KO:W
Rob:S
Kris:Nein!
KO:K
Rob:L
Kris:
Nein! Das ist wohl nichts für mich!
Ich habe eine Antwort und die ist nein!
Alle Schiffe, die zugrunde gingen...
Alle Leichen, die in der Tiefe der Meere liegen
Aufgefressen von Walen und von Seeungeheuern
Erlöse uns von diesem Schicksal, Jesus Christus, Amen
Lilla Skara
(Kleine Schar)
( Eine Versammlung um den Altar des Herren in Danjels Haus)
Danjel und seine kleine Versammlung:
Kleine Schar, die Reise ist gefährlich und lang
Aber nach dem Jammertal erreichst du
Den Himmel einmal
Kleine Schar, Gott ist barmherzig und weise
Nach deiner Erdwanderung gehst du
In sein Paradies
Gott sei gepriesen!
Auf den seligen Hügeln Sions dürfen wir uns ausruhen
Gott sei gepriesen!
Dort verwandelt sich alle unsere Not in allerhöchste Freude
Dort werden wir Gott danken und in der Höhe des Himmels jubeln
Gott sei gepriesen!
Fürchtet nicht mehr die Obrigkeiten der Erde
Gott sei gepriesen!
Denn dort, wohin wir gehen, dürfen wir Jerusalem sehen
Dort werden wir Gott danken und geloben, daß wir nach Hause gekommen sind
nach Sion
Die Reise ist gefährlich und lang
Aber du, kleine Schar wirst eines Tages in den Himmel kommen
Aldrig
(Niemals)
( Der Probst Brusander und sein Gefolge lösen die Zusammenkunft auf.
Ulrika ist zum letzten Mal von den Obrigkeiten erniedrigt worden.)
Ulrika:
Ihr, die ihr mir den Funken gabt
Den, der das Feuer entfachte
Wo ich mein Schwert schmieden wollte
Ihr gebt mir wieder Kraft
Das Feuer, das ihr entfacht habt
Brennt in meinem Herzen
Bald ist jedes Gefühl verzehrt
Euch werde ich immer danken
W:
Hier, ein Leben im Schatten von mir
Hier gibt es gar keine Zukunft für dich
Niemals, meine Tochter
Sollst du leiden müssen
Dafür, daß deine Mutter
Geprüft und verurteilt ist
Niemals soll meine Tochter jemanden Schimpfwörter schreien hören
Hinter dem Rücken, zum Schweigen gebracht und mit mir verglichen werden
Das gelobe und schwöre ich
Niemals soll meine Tochter sehen , wie jemand die Augen senkt
Vor ihrem Blick, wie die unverheiratete Ulrika
Ulrika i Vestergöhl
Stiefel, die stapften
Fäuste, die klopften
Die Erinnerungen an sie geben mir Mut
Das gibt mir wieder Kraft
Ihr, die ihr mir den Haß gegeben habt
Den, der immer brennen wird
Heiß und wunderbar in meinem Blut
Euch werde ich immer danken
W
Niemals soll meine Tochter sehen, wie jemand die Augen senkt
Vor ihrem Blick, wie die unverheiratete Ulrika
Die gefallene, es tun musste
Niemals...
Niemals...
So wie Ulrika i Vestergöhl
Kom Till Mig Alla
(Kommt zu mir alle)
( Diesen Winter redet Karl Oskar nur über Amerika...)
Kris:
Amerika...
Da würde ich nie ein Wort von dem verstehen, was sie sagen
Ich würde herumirren wie von Sinnen, fremd und irre
Hast du nie daran gedacht wie verzweifelt einsam das Leben sein würde
Und hast du daran gedacht, daß man, wenn man so weit weg zieht
Dann nie mehr zurück nach Hause kommen kann, dann darf man nie mehr
Die Eltern, Geschwister, Freunde sehen. Man verliert alle auf einmal
KO:
Ohne Ende erstreckte sich der Weizenacker, den ich auf einem Bild sah
Kris:
Gewiß kann es passieren, daß wir ein wenig hungern müssen diesen Winter
Aber nächstes Jahr wird sicher besser, dann dürfen wir uns satt essen
Und währenddessen werden wir sicher irgendwie zurecht kommen
Kris und Eltern:
Und hast du daran gedacht, daß man, wenn man so weit weg zieht
Dann nie mehr zurück nach Hause kommen kann
KO:
Ohne Ende...
Kris:
Dann darf man nie mehr die Eltern, Geschwister, Freunde sehen
Man verliert alle auf einmal
( Anna hat sich am Gerstenkornbrei überessen. Er schwoll in dem Magen der
Kleinen an. Nach dem spärlichen Essen im Winter war der Brei zu schwer.
Früh am Morgen starb sie in ihren Qualen)
Begräbnisgäste:W
Kommt zu mir alle
Alle, die hungern
Alle, die frieren
Kommt zu mir
Ich werde euch ernähren
Ich werde euch kleiden
Euch erquicken
Kommt zu mir alle
Vom anderen Ende des Ozeans
Wird eine Aufforderung gesandt:
Wir haben die Erde, an der es euch fehlt
Und ihr habt die Menschen, die wir brauchen
Hier gibt es ein Auskommen für alle
W
Einzelne Tropfen
Werden zu Strömen
Mächtig ist die Flut
Es wird eine Botschaft von Nachbar zu Nachbar getragen
Eine Botschaft, die verbreitet wird in Provinzen und Regierungsbezirken
Ein Samen, der in den Seelen der Menschen keimt und dort wächst
Vi öppnar alla grindar
(Wir öffnen alle Tore)
( Die Bauern verneigen sich zum letzten Mal)
Brusander:
Ihr wisst wohl, ihr beiden, daß das Land, wohin ihr fahrt
Voll ist von Betrügern, Mördern und falschen Propheten
Weißt du das, Kristina, sie leben in Unzucht
Und widmen sich ständig gottlosen Dingen
Rob:
Ich will irgendwo hin, wo es keine Hausherren gibt
KO:
Ein Land, wo mir meine Arbeit Getreide gibt, daß ich zur Mühle bringen
kann
Kris:
Mein Herz ist schwer, aber ich folge meinem Mann
Ich glaube, daß es vielleicht so besser für die Kinder sein wird
Brus:S
Innerhalb von 50 Jahren ist das Land von der Erde radiert
Polizeikommissar, Vikar und Kirchenwart:P
Da gibt es die USA nicht mehr auf unserer Welt
Brus:N
Innerhalb von 50 Jahren, ja, und wahr sind meine Worte
Kris, KO und Rob:L
Es gibt nichts, was Herr Probst sagen kann, um unsere Fahrt zu verhindern
Die Auswanderer:
Also kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
Nun rührt es sich in grauen Häusern, es sind schnelle Tage
Also kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
In der Bauerngegend, die unveränerlichen Gesetzen gehorchte
Brus:
Das passt dir, Danjel, daß das Land, wo du hinfährst
Voll ist von Sonderlingen, Schwärmern und falschen Propheten
Da, Ulrika, wird sinnliche Gier betrieben
Und körperlicher Genuß und andere Widrigkeiten
Dan:
Ich suche ein Land wo ich frei den Gott der Apostel bekennen darf
Er, der uns vom Firmament des Himmels führt
Ulrika:
Ich will weg vom (?)priester und vom Hurenbock
Ja, weg aus Schweden, diesem Teufelsnest
Brus:S
Polizeikommissar, Vikar und Kirchenwart:P
Brus:N
Danjel, Ulrika, Inga-Lena, Elin und Arvid:L
Die Auswanderer:
Also kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
Die ersten Schiffe schaukeln schon in der Dünung des Atlantik
Also kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
Eine Bewegung hat begonnen, sie hat gerade erst ihre Morgendämmerung
gesehen
Sie ist träge und tastend am Anfang, alles ist unbekannt und neu
Das Meer erschreckt viele,die Ungewissheit liegt so schwer auf dem Herzen
Alles Fremde ist gefahrvoll, aber der Heimatort ist sicher
Das Zögern steht gegen die Kühnheit und das Alte gegen das Neue
Aber kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
Und die Welt wird verändert werden von dem Bemerkenswerten, das passiert
Aber kommt
Wir öffnen alle Tore
Kommt
Ja, wir bereiten den Weg
Kommt zu mir alle
Unser Abenteuer wird weiterleben in Sagen und Legenden
Bönder På Havet
(Bauern auf dem Meer)
(Die Brigg Charlotta segelt am 14April 1850 von Karlshamn mit dem
Bestimmungsort New York ab)
Bauern auf dem Meer:
In userem Heimatort
Sahen wir Wälder, Berge und Täler
Hier auf dem Meer sehen wir nur
Dasselbe Wasser an allen Tagen
Hier auf dem Meer sehen wir nur
Dasselbe Wasser an allen Tagen
Kris:
Es ist leer und kalt
Wenn man alles geteilt hat
Und dann getrennt wird
KO:
Es ist leer und kalt
Wenn man allles geteilt hat
Und dann getrennt wird
Löss
(Läuse)
Ulrika:
Sie beschuldigt mich, sie hat gesagt
Das ich auf unser Schiff Läuse gebracht habe
Ungeziefer, das sagt sie
Habe ich auf mir, aber das ist eine Lüge
Aber sie selbst ist voller Läuse
Bitte mich um Verzeihung
Bitte mich auf Knien!
Kr:
Vor dir auf die Knie fallen?
Lieber falle ich auf die Knie
Vor dem bösen Teufel als vor dir
Ul:
Habt ihr gehört, wie sie mich beleidigt hat?
Dan:
Ihr lieben Süßen, beruhigt euch!
Ul:
Sie soll alles zurücknehmen!
Ich habe keine Laus
Auf meinem Körper gesehen seit ich mich erinnern kann
Früher passierte das
Ich war eine Sünderin
Aber seit ich neu geboren bin
Bin ich durch Christus frei
Jesus hatte keine Läuse
Mitpassagiere:
Jesus hatte keine Läuse
Ul:
Jeder Jünger war rein
MP:
Mit einer möglichen Ausnahme
Ul:
Judas, der Verräter...
MP:
Keiner weiß, ob das stimmt...
Ul:
...dafür kann ich nicht einstehen
MP:
Sicher war er voller Läuse
Ul:
Ich ziehe mich nackt aus, ich werde wirklich beweisen
Daß ich keine einzige Laus auf mir habe
Kr:
Bist du verrückt! Willst du jeder Frau hier Schande bereiten!
Du alte Hure!
Ul:
Du hast mich beschuldigt, Kristina!
Kr&Ul:
Du hast keine Scham im Körper!
Fina-Kajsa:
Apropos Läuse, gibt es jemanden, der (?) ? Was?
Wie die Laus entstanden ist?
Die Sage sagt daß,
Der Herr in einer Nacht
Auf unserer Erde ging, da traf er einen Mann
Der bettelte und kroch
MP:
Was sagte unser Herr?
F-K:
Du kannst zurechtkommen
Wenn du nein sagst
Zu einem Leben in Faulheit
Nein, ich glaube nicht, daß ich das kann, sagte der Bettler
MP:
Seht, das war schlimmer!
F-K:
Nun, du Faulenzer sollst du zu hören bekommen
Ich werde dir etwas zu tun geben
Gott nahm eine handvoll Kies in die Hand
Und er warf den Sand auf den Bettler
F-K&MP:
Die Körner wurden zu Läusen, ja vielen Tausenden
Denn unser Herr hatte die Laus geschaffen
Schwups hatte der Bettler eine Beschäftigung
Kratzen, knipsen wurde eine Lebensaufgabe
(Inga-Lena hat Ulrikas Kleider untersucht)
Ul:
Hört jetzt Inga-Lena zu!
Hast du irgendwelche Läuse auf mir gesehen?
Hast du soviel gefunden wie ein verzweifeltes kleines (?)?
I-L:
Es gibt keine Läuse auf dir
Ul:
Seht! Da hört ihr es alle!
Bitte mich um Verzeihung!
Bitte mich auf Knien!
Kr:
Niemals! Hörst du das!?
Lieber springe ich ins Meer
Ul:
Nun könnt ihr euch gegenseitig ausziehen
Bis ihr nackt seid, du und dein Mann!
Die Läuse von einander rupfen
Du hörst, daß ich frei bin
Bitte mich um Verzeihung!
Kr:
Soll ich dich um Gnade anflehen
Dich, du alte Sünderin!?!
Ul:
Wenn du dich nicht vor mir auf die Knie legst, dann schwöre ich
Daß ich dir die Augen auskratze, du kleine (?)vornehme (?)
Kr:
Du bist grob und böse mit dem Maul und das bist du schon immer gewesen
Aber du erschreckst mich nicht und...
Kr&Ul:
Du hast keine Scham im Körper!
F-K:
Sie können auch auf ein Butterbrot gelegt werden
Und einem Kranken, der seinen Appetit verloren hat, gegeben werden
Er bekommt ihn sofort zurück
Ja, Läuse können schmecken
Wie kleine, kleine Bonbons
Wenn man...
Beißt kann man hören wie es knallt
MP:
Ist es die Wahrheit, was du erzählst?
F-K:
Ich versichere euch, daß Läuse sättigen
F-K&MP:
Schweden hat es heutzutage schlecht eingerichtet
F-K:
Sogar die Läuse beginnen zu emigrieren
F-K&MP:
Viele können eine Laus mit einemFloh verwechseln
Aber eine Laus kann nicht zum springen gebracht werden
Läuse!
F-K:
Sitzen nur ruhig und saugen
F-K&MP:
Der, der sagt, daß Läuse hüpfen können, lügt
F-K:
Die Laus wird oft auch (?) genannt
Ul:
Auf solches Teufelszeug will der Zimperliche verzichten
F-K&MP:
Man würde das Viehgerne los werden
Gratis steht man für Unterkunft und Essen
Nun werden wir frei sein
Kratzen, knipsen, knipsen, kratzen
Läuse!
Stanna
(Bleib)
(In das Schiffsbuch schreibt der erste Steuermann: Sturm!
Und Karl Oskar wacht bei dem Bett seiner kranken Ehefrau - er wacht die
längste Nacht in seinem Leben.)
KO:
Ich kann ein Schiff
In den Hafen gleiten sehen
Ankern und vertäut werden
Der Nebel hat nachgelassen
Auf dem nassen Deck
Steht eine kleine Schar
Ein Mann mit einem Säugling
Auf dem Arm und zwei Kleinen
Die in den Beinen klettern
Ich kann sehen wie das Leben
Sein würde ohne dich
Du mußt bleiben!
Du, die du mir die Antworten gibst
Noch bevor ich gefragt habe
Deine Augen sehen mich an
Wie die keines anderen und
Du, die du immer wächst (?)
So, daß alles sich erneuert
Die heilenden Worte
Das liebevolle Herz
Die streichelde Hand
Ich kann sehen wie das Leben
Sein würde ohne dich
Du mußt bleiben!
Vergib mir, Kristina!
Ich hätte auf dich hören sollen!
Du darfst mich nicht verlassen, Liebling!
Ich kann sehen wie das Leben
Sein würde ohne dich
Bleibe hier bei mir!
Bleibe hier bei mir!
Bleibe hier bei mir!
Begravning Till Sjöss
(Begräbnis auf dem Meer)
(Es ist ein anderer Mann auf ihrem Schiff, der an diesem Morgen zum Witwer
geworden ist.)
Kapitän Lorentz:
Jesus Christus in Gnade soll dich aufwecken...
Danjel und seine Mittrauerden:
Der Herr nimmt und der Herr gibt
K.L:
...wieder am jüngsten Tag
Danjel und seine MT:
Aber unser Gott bleibt er dennoch
Danjel, seine MT und KL:
Herr! Wache!
Über diese Mutter und teure Ehefrau
A Sunday In Battery Park
(Ein Sonntag im Battery Park)
Arvid:
Sie sehen Amerika!
(Unsicher, unbeständig und schwankend sind die ersten Schritte der
Einwanderer auf Amerikas Erde.)
Spazierende Amerikaner:
Guten Tag, wie geht es Ihnen?
Es ist ein schöner Tag
Hier im Battery Park
Perfekt, oder nicht?
Ihnen geht es aber gut!
Schön sie wieder zu sehen
Es ist schon so lange her
Wir sehen uns bald, mein Freund
Das ist ein wundervolles Kleid
Ist Ihre Mutter in Ordnung?
Sie sah ziemlich gebrechlich aus
Bei dem Konzert gestern abend
Das ist der Bürgermeister, da drüben
Er läßt seine Frau im Dunkeln
Über das Geld, das er verloren hat
Wir machen alle einen Spaziergang, ohne besonderes Ziel
An einem Sonntag im Battery Park
Danjel:
Vor dir, Herr, krieche ich im Staub
Danke für das Leiden, das du uns beschert hast
Reinige mich, Vater, vergib mir für die Sünde des Hochmuts
Fina-Kajsa:
Anders, mein Sohn, ist in Amerika reich geworden
Er hat ein Zuhause, ein ganz eigenes Zuhause
Den Schleifstein soll er haben, (?), aber ich glaube nie
Daß wir ans Ziel gelangen
Robert:
Guck mal da, Arvid, das Schiff, das du siehst, das wird nach
Kalifornien gehen.Das wird zu den Goldfeldern gehen, stell dir vor, Arvid
Gold zu graben und reich zu werden!
Von allen Schiffen hier im Hafen ist Angelica das einzige
Mit dem ich mir vorstellen könnte mitzufahren!
Spazierende Amerikaner:
Guten Tag, wie geht es ihnen?
Es ist ein schöner Tag
Hier im Battery Park
Sehen sie, wer da kommmt!
Obwohl er reich ist
Führt Mr. Clark ein miserables Leben
Immer unter der Fuchtel
Seiner mexikanischen Frau
Ihnen geht es aber gut!
Schön sie wieder zu sehen
Es ist schon so lange her
Wir sehen uns bald, mein Freund
Sehen sie, der Bürgermeister persönlich
Weint vor Mr. Clark
Es ist ein Anblick um anzuhalten
Wenn wir einen Spaziergang machen, ohne bestimmtes Ziel
An einem Sonntag im Battery Park
Einwandererfrauen:
Seht das Kleid an
Und den Hut dort
Er ist ganz bemerkenswert prachtvoll
Der Rock, den die Frau trägt
Einwanderer:
Die Sprache ist ganz entstellt
Gibt es jemanden, der das versteht?
Sagen sie etwas über uns?
Man steht hier wie ein Schaf
Träge und stumm
Hilflos und dumm
Hemma
(Zu Hause)
Kristina:
Ich erinnere mich an einen Tag auf dem Ozean
Uns etgegen kam ein einsames Schiff
Ich stand und schaute über die Reling
Am Hintersteven des Schiffes
Flatterte eine Fahne
Dort winkte die schwedische Flagge
Da dachte ich, daß diese Männer
Und Frauen dort auf dem Schiff unseren Weg zurückfahren
Wir segeln weg - sie segeln nach Hause
Die Kinder:
Zu Hause
Wo liegt das?
Kr:
Kann jemand eine Antwort geben?
Kr und K:
Nun ist es Mittsommer und Tanz
Kr:
Bei Mutter und Vater
Ein Platz, wo ich ruhig sein darf
Wo sich keiner aufdrängt
Ich will mir ein eigenes Heim schaffen dürfen
Für mich und meinen Mann
Und für unsere Kinder
Und sich vorzustellen sich endlich ausruhen zu dürfen
In seinem eigenen Bett schlafen zu dürfen
(zu Johan)
Ja, wir werden
Dich an einen Platz bringen wo du bleiben darfst
Du sollst bald nach Hause kommen dürfen
Die Einwanderer:
Zu Hause
Wo liegt das?
Kr:
Kann jemand eine Antwort geben?
Kr und E:
Nun ist es Mittsommer und Tanz
Kr:
Bei Mutter und Vater
Der Weg, den wir reisen führt fort
Niemals zurück
Kr und E:
Zu Hause
Wo liegt das?
Kr:
Wer kann eine Antwort geben?
(zu Johan)
Ja, wir werden
Dich an einen Platz bringen,wo du bleiben darfst
Du sollst bald nach Hause kommen dürfen
Fran New York Till Stillwater
(Von New York nach Stillwater)
(Und die Fahrt der Einwanderer geht weiter in das Innere Nordamerikas. Mit
dem Dampfwagen, dem Flußboot und dem Raddampfer.)
Danjel:
Gott weist uns den Weg auf unserer Reise heute Nacht
Tausend Lichter hat er leuchten lassen
Das Heimatland ist nun unendlich fern
Dennoch ist unsere Reise nicht zu Ende
Gott hat die Erde so geschaffen
Zu groß für den Menschen um sie zu verstehen
Eins weiß ich sicher, in unser Vaterland
Werden wir nie mehr zurückkehren
Tänk Att Män Som Han Kan Finnas
(Stellt euch vor, daß es Männer wie ihn geben kann)
(Pastor Jackson in Stillwater, Minnesota, nimmt sich der verwirrten
Einwanderer an, als ob sie seine liebsten und nächsten Angehörigen wären.
Sie dürfen mit keiner Beschäftigung behelligt werden, kein Wasser oder
Brennholz holen. Er bedient sie als wäre er ihr Dienstmädchen.)
Kristina, Ulrika, Elin und Fina-Kajsa:W
Stellt euch vor, daß es Männer wie ihn geben kann
Leicht ist die Hand wie die einer Frau
Wenn er sich durch das Haus bewegt
Den Krug füllt, das Licht anmacht
Alles soll getan, alles soll geschafft werden
Stellt euch vor, daß es Männer wie ihn geben kann
K Ein so großmütiger Kerl
Ja, er gab uns Unterkunft in der Nacht
Eine helfende Hand
Am fremden Ufer
K, U, E und F-K:
Dürfen wir Ihnen beim Abwaschen und Aufräumen helfen? Wir bitten Sie
darum!
J:
Kein Bier, ich bin leider im Dienst.
U:
Ja, ich stehe hier müßig, das macht mich traurig
J:
Unterricht für mich, wofür?
K, U, E und F-K:
Haben Sie Schafe? Wir scheren sie gerne für Sie!
J:
Alles in Ordnung mit meinem Ohr! Wirklich!
F-K:
Haben Sie Aal? So lassen Sie ihn uns zusammen zubereiten. Da ist ein Topf
Nun aber Tempo!
J:
Furz!?!
K, U, E und F-K:L
Schroffe Ermahnungen und Tadel
Bekamen wir von Brusander
U:
Hier können wir einen Priester sehen, der das lebt, was er lehrt.
K, E und F-K:
Da hast du recht.
J:
An unseren Gott glaube ich
K, U, E und F-K:
Redet er von einer Drossel?
J:
Wißt Ihr denn nicht, daß wir das müssen ?!?
K, U, E, und F-K:
Über eine Drossel in einem Mast?
W, K
J:
Wenn ihr hungrig seid ist da noch mehr von dem Hirsch, den ich gefangen
habe
U:
Er ist geil!
K, E und F-K:
Was!?!
U:
Oder verliebt...?
J:
Oh, ich teile wirklich alles, was ich anbieten kann
K, U, E und F-K:
Opfer! Was ist das hier?!?
J:
Dein Haar ist so schön und
Ich bekomme eine Glatze
U:
Sie sind kühn, lieber Freund, Sie haben Mut!
J:
Ich bin in Tanzstimmung und ich würde dich gerne auffordern
Aber ich weiß, daß ich das nie wagen kann
F-K:
Wo?!?
K, U und E:L
F-K:
Jackson predigt den wahren Sinn der Bibel
K, E und U:
Mag seine Stimme erhört werden!
J:
Da ist ein Vertrauen, das wir verdienen können
K, U, E und F-K:
Nun ist die Drossel ein Adler!?!
J:
Und bekommen das Vertrauen zurück
F-K:
Nun hat die Drossel einen Aufprall gemacht!?!
K, U, E und F-K:W
Jede Hausarbeit
Wird ein Symbol
Denn hier sind alle gleich
Das ist was er predigt
Die Frau genauso gut wie der Mann
Man fühlt, daß er von Herzen gibt
Eine helfende Hand
Am fremden Ufer
Kampfer och Lavendel
(Kampfer und Lavendel)
(Ein bleibender Duft nach Schweden - Kristina packt die Amerika-Kiste in
ihrem neuem Heim am See Ki-Chi-Saga aus)
Kr:
Hier sind die Kerzen, die ich Weihnachten bevor wir fuhren zog
Hier ist die Decke aus Leinen, die ich von meiner Mutter bekommen habe
Meine Kardätschen und meie Wollschere
Wie eine unerwartete Gabe ist jedes Werkzeug
Das ich finde, hier, wo die Erinnerungen wohnen
Kampfer und Lavendel
Das riecht nach Zuhause
Ki:
All die schönen Sachen
Meine Puppe und mein Lehmkuckuck
Kr und Ki:
Eine Kiste ohne Boden
Kr:
Zum Ausschöpfen
Hier sind die Kleidungsstücke, die uns bedecken sollen bei Wind und bei
Wetter
Meine Knäule, meine Nadeln! Sie kamen mit, solch ein Glück!
Es gibt noch Massen zu finden und ich glaube, ich kann geloben
Irgendwo hier (?) liegen Geschichten auf der Lauer
Kampfer und Lavendel
Das riecht nach Zuhause
Kampfer und Lavendel
Das riecht nach Zuhause
Ki:
All die schönen Sachen
Meine Puppe und mein Lehmkuckuck
Kr und Ki:
Eine Kiste ohne Boden
Kr:
Zum Ausschöpfen
Wiederholung
Drömmen Om Guld
(Der Traum vom Gold)
Robert:
Wir haben geschworen in Amerika immer zusammenzuhalten, daran erinnerst du
dich wohl?
Arvid:
Das Versprechen gilt immer noch!
R:
Ich werde dir über mein Geheimnis erzählen
Wir wollen fort und Gold in Kalifornien graben!
A:
Du willst, daß ich mitkomme...
R:
Und wenn wir genug gefunden haben, fahren wir wieder nach Hause
Nach dem alten Schweden, kaufen irgendwo einen Herrensitz
Beide:
Das haben keine Smålandknechte vorher getan
R:
Glücklich sind wir, die wir in die neue Welt reisten
A:
Denk an all die Armen, die dort Zuhause geblieben sind
Sie bleiben im Ort und im Dienst
Dann sterben sie ihren natürlichen Tod eines Tages in einer Ecke
In einer Hütte oder als Untergebrachter in einer Herberge
R:
Aber so werden wir beiden niemals enden
Bald reisen wir nach Kalifornien
Beide:
Da liegt das Gold und leuchtet und wartet auf uns!
R:
Ein neues Land, weit entfernt...
A:
Ich höre, wie es ruft!
R:
Wenn die Eise sich lösen
Beide:
Dann reisen wir
KO:
Du kannst nicht alleine zurecht kommen, so jung und schwach wie du bist
Deine dummen Ideen nehmen ein unglückliches Ende
R:
Gold zu graben ist nicht so schwer, es ist schwerer
Das Feld zu bearbeiten. Das ist das Elend eines Knechtes
KO:
Du bist gerade 18, du kommst nie zurecht
R:
Du warst erst 14 an dem Tag, and dem du den Hof zuhause verlassen hast
KO:
Das ist wahr, aber es war in Schweden, wo das geschah
R:
Du warst erst 14 und da durftest du bestimmen
KO:
Hinter dem Regenbogen bist du hergelaufen wie ein Kind
Und ich glaube, das tust du immer noch
R:
Alle reichen Männer dort drüben benutzen Nachttöpfe, die aus Gold gemacht
sind
KO:
Du kommst nie vorwärts, du bekommst es niemals zu fassen
R:
Da gehen alle und faulenzen, ohne sich schuldig zu fühlen
KO:
Also glaubt ihr, daß ihr Gold finden werdet, daß euer Glück dann gemacht
ist?
R und A:
Wenn wir zurückkommen, teilen wir untereinander, denn das bist du wert
KO:
Das geht nie gut, ja, und wahr sind meine Worte
R:
Nichts, was du sagst, Karl Oskar, kann unsere Fahrt verhindern!
Min Astrakan
(Mein Astrakan)
(Ein Kind kann in kein ärmeres Haus kommen als dieses, aber auch nicht zu
einer glücklicheren Mutter)
Kristina:
Alles ist still, alles ist gut
Du wurdest über ein Meer getragen
In Mutterwärme auf deiner Tausend-Meilen-Reise
Grenzenlose Geborgenheit durftest du haben
Bis du plötzlich hinaus geworfen wurdest
In dieser gefährlichen, fremden Welt
W:
Einmal wirst du deine Mutter fragen
Wie es war, wie es kam, daß ich fuhr
Gibt es ihn jetzt immernoch, den Platz,
Der dein Zuhause war, fragst du
In all der Zeit, in der mein Herz schlagen kann
Gibt es ihn noch, wird er für immer bestehen
Jenseits dieser neuen Welt
Die dich geboren werden sah, mein Freund
Dort reifen die Äpfel noch
Jenseits eines weiten Ozeans
Dort steht mein Astrakan
W
Överheten
(Obrigkeiten)
(Hier wird ein Haus gebaut! Hier beginnt das Leben von Neuem am Ufer des
Ki-Chi-Saga!)
Die Neubeginner:W
Wir, die wir immer gehockt haben unter niedrigen Dächern
Schweigend und den Verdruß herunterschluckend
Nun haben wir uns erhoben, gehen mit gradem Rücken
Hier sind wir die Obrigkeiten los
Ulrika:
Ich war vier Jahre alt als ich auf der Auktion verkauft wurde
N:
Mit einem so erniedrigenden (?)...
U:
Einsam und ängstlich, eine elende Armenhäuslerin
N:
... sollte sie den Beschluß bereuen!?!
Danjel:
Ich durfte kein Abendmahl geben auf meinem eigenen Hof
N:
Die Obrigkeiten zerstreuten seine Gäste
D:
Hier bin ich frei, um die Seelenpflege zu betreiben
N:
Frei von Vogten und Priestern
K Niemals mehr stehen wir mit der Mütze in der Hand
Müde vom Reden der Herren
Hier wachsen Bäume bis zum Rand des Himmels
Sollten wir unsere Wahl bereuen?
W
F-K:
Als mein Alter starb, ja, da fuhr ich von zu Hause fort
N:
Mit einem Schleifstein über die sieben Meere
F-K:
Das sollte eine Gabe für meinen Sohn sein
N:
Aber er lag bereits im Grab
KO:
Wenn ich eine einzige Sache bereue, dann ist es die...
N:
Ich glaube, ich begreife, was er meint
KO:
... daß ich nicht schon vor langer Zeit hierher gefahren bin
N:
Er hat genug bekommen von den Steinen
N:
K
W
Ljusa Kvällar Om Varen
(Helle Abende im Frühling)
Kristina:
Vater und Mutter im Gattertor als ich kam und Abschied nahm
Ihr Bild trage ich in meinem Herzen und meiner Seele
Jede Nacht fahre ich zurück und der Weg wird immer länger
In das Land, weit weg und lange her
Wo wir vertraut in der Dämmerung flüsterten
Auf der Bank neben dem Heckenrosenstrauch
Helle Abende im Frühling
Den Kummer, den ich fühle, den kann keiner hier verstehen
Herr, bring mich zurück, laß mich das sehen, was ich so vermisse
In meinen Gedanken fahre ich ständig zurück, aber ich erreiche nie
Das Land, weit weg und lange her
Wo wir so dicht zusammen in der Dämmerung gingen
Als Verlobte während der Jugendjahre
Helle Abende im Frühling
KO:
Wenn du willst, daß Gott dich zurück nach Schweden bringt
Ja, da strecke ich meinen Arm aus, halte dich hier bei mir zurück
Kr:
Also hast du gehört, worum ich bat!
KO:
Ich habe mich lange gefragt
Was du vermißt, und nun weiß ich, daß du dich zurücksehnst
Ich habe etwas aufgehoben, was ich will, daß du sehen sollst
Kr:
Sehnst du dich nie so wie ich
Nach unserem alten Zuhause und
Beide:
Unseren Lieben
KO:
Das kann manchmal passieren
Aber die hier bringen mich dazu, mich zu erinnern, warum wir fortgingen
Kr:
Annas alte Stiefel...
KO:
Unsere Kinder werden uns doppelt danken, Kristina
Dafür, daß wir es gewagt haben, auszuwandern
Kr:
Meinst du das ?
KO:
Ich habe einen Vorschlag, der, wie ich glaube, dich ein wenig trösten kann
Ich dachte daran, deinen Vater zu bitten,
Einige Kerne des Apfelbaumes von zuhause zu schicken
Hier kannst du dann einen Baum pflanzen
Das wird dein eigener Apfelbaum
Kr:
Unsere Kinder werden niemals die Qual und den Schmerz des Heimwehs fühlen
Keine klaren Erscheinungen aus meiner Vergangenheit werden sie sehen
Sie werden sich nie fragen, ob gerade Knospen entstehen oder die Blumen schon
blühen
Im Land, weit weg und lange her
Nicht das Geräusch hören von Lachen in der Dämmerung
Wie das Echo aus Kinderjahren
Helle Abende im Frühling
Helle Abende im Frühling
Präriens Drottning
(Die Königin der Prärie)
(Es ist Weihnachtsmorgen)
Harald: Wie du lärmst!
Johan: Das sagst ausgerechnet du!
Märta:Wollt ihr Mutter wecken!!
KO: Seht so nun! Hört auf zu lärmen! Fass mal hier an!
Johan: Das ist schwer!
KO: Das schaffst du sicher!
Märta: Hier ist der Kessel!
Ulrika: Ich will auch!
Dan: Du bist noch viel zu klein!
KO: Gib mir den Topf!
Ha: Wenn ich ihn finde!
Märta: Stellt euch vor, wie verwundert Mutter sein wird!
Kinder: Sie kann sicher ihren Augen nicht trauen!
KO: Sie hat es in letzter Zeit zu schwer gehabt
Sie soll ihr helfen, sie braucht sie mehr, als sie glaubt
Ul: Darf ich sie putzen?
Dan: Als ob du das könntest!!
Märta: Kannst du ihr den Lappen geben!!!
Dan: Nö!!
Kinder: Sie ist schön!
Harald: Wie sie leuchtet!
Johan: Stellt euch vor, wie verwundert Mutter sein wird!
Kinder: W Es ist fast als wäre die ganze Küche
Gefüllt von einem besonderen Licht
Man kann glauben, daß der Weihnachtsengel selbst
Unser Haus gesegnet hat
Eine königliche und vornehme Person
Wurde auf ihren Thron gesetzt
Die Königin der Prärie ist gekommen um zu bleiben
KO und Kinder: Topf, Kessel, Blech und Pfanne
Das wird unser bestes Weihnachten
(Kristina steht verschlafen in der Tür zur Kammer)
Kr: Um Gottes Willen... Das ist wie die Herrlichkeit des Himmels!
Niemals habe ich einen besseren Ofen gesehen
Und der ist bezahlt, ganz sicher?!?
KO: Die Königin der Prärie ist gekommen um zu bleiben
KO und Kinder: L Topf , Kessel, Blech und Pfanne
Es wird schön sein, hier Weihnachten zu feiern
(Nun kommen die Gäste zum Weihnachtsfest)
Kr: Liebe Freunde!
KO: Seid willkommen!
Ul: Welches Wetter!
Dan: Wie es schneit!
KO: Ich nehme die Jacke!
F-K: Wie ich friere!
Kr: Hier gibt es etwas, das dich aufwärmt...
Thomassen: (norwegisch)
Abbot:(Nickt in Richtung des neuen Ofens)
Das ist ein toller Ofen, Nilsson!
Nöjd: Ich weiß, wer schlimmer friert...
F-K: Hier ist Hirschbraten!
(Ulrika sieht den Ofen auch)
Ul: Was ist das?!!
Man kann seinen Augen kaum trauen
KO: Sie ist aus dem besten Gußeisen gefertigt, das es gibt...
Kr: ... und Königin der Prärie, so heißt mein Ofen
Ul: Sie ist schön!
F-K: Gibt es eine Bratpfanne?
Dan: Das ehrt dich, Karl Oskar!
Neubeginner:W
Frauen und Kinder: Einen Samariter hat sie hierher gesandt
Als Hilfe bei der täglichen Plackerei und Schufterei
Neubeginner: B
Die Königin der Prärie ist gekommen, um zu bleiben
L
Männer: Mit einer solchen Gastgeberin wird man
Wie die Oberschicht auf eine Weise
Frauen: Noch nicht einmal auf dem Herrenhof
In Krakesjö selbst gibt es einen solchen Ofen
F-K und Abbot: Eine königliche und vornehme Person
Wurde auf ihren Thron gesetzt
Neubeginner: BL
KO: Hier bin ich mein eigener Herr, auf meinem eigenen Land
Hier bestimme ich allein, nun frage ich keinen um Erlaubnis
Nöjd: Dein Land- ich werde dir sagen
Was ein Indianer zu mir gesagt hat
Man besitzt keine Erde
Und was man nicht besitzt
Das kann man nicht verkaufen
Und auch nicht kaufen
Also gehört das Land, auf dem wir stehen
Nicht dir
Es gehört allen
KO: Wie kannst du hier stehen und sagen, daß das nicht mein Land ist?
Nöjd: Alles ist gestohlen, alles ist genommen von den Indianern!
KO: Ich habe es gekauft! Für einen Dollar und 25 Cent pro Acre!
Nöjd: Es war Diebesgut, was du kauftest. Rede nur leise über dein Land!
KO: Ich habe nach dem Gesetz gehandelt...
Nöjd: ... das für die Indianer nicht gilt!!
Die Indianer werden gezwungen, ihr Land zur Verfügung zu stellen. Und zu welchem
Preis?
Ein Dollar für jede 20.000 Acres. Ein Cent für 200 Morgen
Nilsson! Nilsson! Und küss mich (?)
Vildgräs
(Wildgras)
KO: W
Hier gab es nur Wildgras
Gab es nur Weide
Für den Hirsch, das Reh und den Elch
Nun wächst hier Weizen
Und Getreide und Kartoffeln
Alle möglichen Gewächse
Das wilde Land, das ich gepflügt habe
Es gibt uns Nahrung
Sicher habe ich es richtig gemacht für das Land, das ich gerodet habe
Ein gleichbleibender Laut, ein einziger Ton
Ein öder Klang von Brechstange gegen Stein auf Korpamoen
Es hallt in mir wieder und erzählt von der Trostlosigkeit
Von solcher, von der jeder arme Bauer weiß
Das Gestein lag dort wie ein Hohn
KO und Neubeginner:
Das Gestein wurde man niemals los
KO:
Und während ich mich abquälte für einige magere Halme
Da lag all das Land hier und wartete
Auf seinen Bebauer, keinem zum Nutzen lag es so
- all das unberührte, fruchtbare Land- seit der Erschaffung
Bis eines Tages ein Mann kam, der bereit war,
Es zu bebauen
N: W
KO:
Ich betrachtete mein Erbe, meinen elenden Teil
Bestreut mit Gestein und Splittern war der Hof, den ich bekam
Mein Vater gab seinen Rücken und seine Beine
Diesem stummen, grauen, grausamen Gestein
Als ich begann zu verstehen
KO und N:
Daß es niemals gehen würde
KO:
Uns und unsere Kleinen zu kleiden und zu ernähren
Da lag all das Land hier in seiner Unberührtheit
Wartend lag lag der tiefe Humus, schwarz und fett
Es hatte so gelegen seit der Erschaffung
Bis in einem Jahr ein Mann im Spätsommer kam
Und begann, es zu bebauen
N:
Hier gab es nur Wildgras
Nun stehen hier Gewächse
KO und N:
Sicher ist es richtig, daß ich Lohn für meine Mühe bekomme
Ich brach mein Ackerland
Und fuhr mit dem Pflug
Und jeden Stamm in unserem Haus
Den hackte ich im Wald
Zu streben und sich abzuquälen
Jeden einzelnen Tag
Das ist das Los eines Siedlers
Und ich habe gerodet und bebaut und gepflügt und gesät
Und geerntet und gedroschen
Mehr als die meisten
Ich habe es richtig gemacht für mein Land
Ich habe mein bestes gegeben
Hier gab es nur Wildgras...
Jag Har Förlikat Mej Till Slut
(Ich habe mich am Ende abgefunden)
( An einem Abend im Juni kommt ein fremder Kerl an die Küste des Sees. Er ist
äußerst mager, die Kleider sind zu groß und er geht als hätte er keinen Halt in
seinem schlacksigen Körper. Robert ist von den Goldfeldern zurückgekommen. Mit
Dollarscheinen in seiner Tasche. Karl Oskar macht sich nach Stillwater auf, um
das Geld bei der Bank einzuzahlen. Kristina sieht, daß es nicht gut mit Robert
steht. Er ist krank. Es kann etwas Lebensgefährliches sein.)
Robert:
Du glaubst, daß ich Angst vor dem Tod habe
Aber der Tod erschreckt mich nicht
Denn es gibt nichts, was mir auf der Welt mehr schaden kann
Kristina:
Das ist Überheblichkeit und Hochmut
Nun mußt du dich erklären!
R:
Ich habe mich mit meinem Los abgefunden, Kristina, das ist alles
Rastlos fuhr ich umher
Ich jagte selbst allen Frieden und alle Ruhe fort
Aber alles, was mir passiert ist, liegt an meiner Person
Jedem Meschen ist ein besonderes Schicksal gegeben
Dem man nicht entgeht, wie man es auch versucht
Es fließt in den Körper und die Seele, wenn man geboren wird
Und befindet sich dann dort das ganze Leben lang
Es hilft nicht, Gott zu bitten
Mich zu einem anderen Mann zu machen
Denn kein Mensch darf mehr als einmal geboren werden
Ich bleibe für immer Axel Robert Nilsson
Ich habe mich mit meinem Schicksal ausgesöhnt
Der kleine Mensch, der ich bin
Das war das schwierigste und bitterste, was ich jemals getan habe
Und was später auch geschehen kann
Was gibt es noch, was mich bedroht
Denn zu meinem Schicksal gehört ja auch das Ende des Lebens, ich meine den Tod
Kr:
Robert, wie du mich erschreckst!
Aber nun beginne ich dich zu verstehen
(zu Märta, besorgt)
Sing etwas für ihn, Märta!
Nimm das, was du gestern gesungen hast!
Märta:
Froh gehen wir nun zur Schule
Lesen, schreiben, rechnen dürfen wir
Während unserer Schulstunden
Ach, also laßt uns nun hören
Zuhören mit aufmerksamem Ohr
Wissen ist eine bessere Gabe
Als alles Gold, das glänzt
R:
Soll ich da mit unserem Herren streiten
Am Ende als Verlierer dastehen
Ich weiß ja sicher, daß er gewinnt, also füge ich mich
Und da kann der Tod mich nicht erreichen
Da kann ich endlich Frieden finden
Denn wenn ich den Tod annehme
Ja, dann geht der Tod mich nichts mehr an
Kannst du nicht verstehen
Du darfst nicht glauben, daß ich überheblich bin
Alles ist wahr, was ich gesagt habe
Ich habe mich am Ende abgefunden
Kr:
Ist das Arvids Uhr...
Guldet Blev Till Sand
(Gold wurde zu Sand)
Robert:
Er kam mit mir als ich in jenem Frühling fortzog
Wie ein Hund folgte er mir dicht in der Spur
Ich war froh über seine Gesellschaft, als ich das Land des Goldes suchte
Aber, Kristina, Gold wurde zu Sand
Wir quälten uns ab, ja, alles Gute mußten wir entbehren
Oft weinte er und bat: Bring mich zurück!
Aber ich weigerte mich immer, obwohl ich manchmal zweifelte
Ach, Kristina, Gold wurde zu Sand
Er, der mein Kamerad war
Er glaubte meinen Worten, obwohl ich da schon
Sah, daß es entlang dieses Weges
Wohl kaum das gab, was ich erreichen wollte
Über die Prärie kamen wir zu einer Wüste
Wir gingen wie irre und begannen Gespenster zu sehen
Man hört Wasser, das rauscht, wenn der Kopf in Brand steht
Ach, Kristina, Gold wurde zu Sand
Ich, der sein Kamerad war
Ich nahm ihn über Land und Meer
Der Wüstenwind hat
Eine Decke gehüllt über sein einsames Grab
Aus einer stinkenden Quelle trank er Wasser
Er wurde krank und ging weg von mir in dieser Nacht
Als sein Blick verloschen war, da glitt die Uhr aus seiner Hand
Und, Kristina, Gold wurde zu Sand
Ach, Kristina, Gold wurde zu Sand
Wild Cat Money
(Wildkatzengeld)
(Die Indiana State Bank in Bloomfield gibt es nicht mehr)
Chor: Wild Cat Money W
KO:
Nimm deinen Plunder zurück
Mach damit was du willst
Du kannst es benutzen, wenn du aufs Klo gehst
Denn das ist das einzige, wozu es taugt
R: Nein...No...
KO:
Bin ich dumm geworden?
Ist es das, was du glaubst!?!
Du Betrüger, du bist voller Lüge
Und du sollst mein eigener Bruder sein!
R: Karl Oskar!
Ch: W
KO:
Es war nur falsches Geld, mit dem du nach Hause gekommen bist
Du Schwindler des Teufels!
Ch: W
KO:
Es ist keinen schwedischen Heller wert!
R:
Ich weiß das sie es Wild Cat Money nennen, aber das bedeutet
Gutes und freies Geld
KO: (zu Kristina)
Sieh, da hast du es gehört
Es war genau so, wie ich es gesagt habe
(zu Robert)
Dein (?) Papier, das kannst du mitnehmen
Denn mich sollst du nicht betrügen!
Kannst du jetzt schweigen
Ich will nichts mehr hören
Wir haben den selben Namen und dafür schäme ich mich
Diesen Namen hast du in den Schmutz gezogen
Ch: W
KO: Sie lachen mich bei der Bank nur aus!
Ch: W
KO: Sie lachen mich hinter dem Rücken aus!!!
R: Aber...Karl Osk...
Ch: W
KO: Schweig, du Lügner des Teufels! Verstehst du... es ist Schluß jetzt...
Es ist Schluß!!!
Ch: W
KO: Hol mich der Teufel! Ich werde dir dein Lügnermaul stopfen!
Ut Mot Ett Hav
(Hinaus aufs Meer)
(Dicht neben dem regungslosen Körper des Goldsuchers fließt der Bach in seiner
Furche weiter und eilt fort, um sich mit größerem Wasser zu vereinigen)
Vill Du Inte Gifta Dej Med Mej
(Willst du mich nicht heiraten)
(Ulrika hat viele Bewerber)
Nöjd:
Ich werde aufhören zu jagen, wir können nach St. Paul ziehen
Mindestens einmal im Jahr werde ich mich mit Seife waschen
Du darfst unseren Fleischerladen leiten
Willst du mich nicht heiraten
Thomassen: (norwegisch kann ich leider noch nicht...)
Abbott:
Du wünscht dir ein Zuhause
Ich wünsche mir eine Ehefrau
Wir wollen dasselbe, also laß uns
Uns zusammentun
Die drei Heiratswilligen:
Liebste Ulrika, alles, worum du bittest, sollst du bekommen
Ich kann dir viel mehr geben, als die anderen beiden
Du kannst nicht glauben, daß diese beiden Narren
Dich glücklich machen könnten
Willst du mich nicht heiraten
(... aber es ist bei Pastor Jackson, wo sie die Liebe gefunden hat)
Ett Herrrans Underverk
(Ein Wunderwerk des Herren)
(Und bei Kristina hat sie die Freundschaft gefunden)
Ulrika:
Dich konnte ich nicht leiden
Hochmütig warst du und fein
Warfst der Hure wütende Blicke zu mit gerechter, tugendhafter Miene
Kristina:
Du warst eine drohende Gefahr für uns andere
Ich sah ja das Grinsen der Männer
Kr und Ul:
Aber eines Tages sollte trotzdem ein
Wunder mit uns geschehen, denn es ist ein
Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Daß er uns eine Brücke baute
Ich habe eine Gabe von dir bekommen
Dieselbe Gabe, die du von mir bekommen hast
Ein Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Das hätte wohl keiner geglaubt
Die Freundschaft zu dir habe ich bekommen
Schließlich dennoch
Für alle Zeiten
Zum Trost und zur Freude im Großen und Kleinen
Ein Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Kr:
Nun hast du deine Liebe gefunden
Nun ist es Zeit
Daß du das bekommst, was ich bekommen habe, all die glücklichen Liebesjahre
Ul:
Wie ich lieben werde, Kristina!
Alles, was ich jemals vermag
Kr und Ul:
Mit uns beiden sollte ein
Wunder der Liebe geschehen, das ist
Ein Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Eigentlich sind es zwei
Einer der die Felder auf Gottes Erde bearbeitet
Einer der den Geist mit SEINEN Worten pflegt
Ein Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Das es genau so werden würde
Liebe, Glaube und Freundschaft habe ich bekommen
Ul:
Schließlich dennoch
Kr und Ul:
Für alle Zeiten
Zum Trost und zur Freude im Großen und Kleinen
Ein Wunderwerk
Ein Wunderwerk des Herren
Ein Wunderwerk des Herren
Down To The Sacred Wave
(Hinunter zum heiligen Wasser)
(An einem schönen und sonnenwarmen Frühlingssonntag tauft Henry O. Jackson seine
zukünftige Frau im Wasser des St.Croix-Flusses)
Die Baptisten:
Hinunter zum heiligen Wasser wurde unser Herr geführt
Halleluja! Jesus Christus stieg herab
In den Fluß Jordan beugte er seinen Kopf
Johannes,der Täufer, segne seine Seele, war dabei
Da lehrte er den heiligen Weg
Der heilige Ritus wurde an diesem Tag bestimmt
Dort bat er seine Neubekehrten zu gehorchen
Laß den Pfad des Lichtes unendlich sein
Missfall
(Fehlgeburt)
(Kristina hatte ihm gegenüber nie die Schmerzen erwähnt, die sie schon lange im
Unterleib gespürt hatte)
Ul:
Es kommt auf dich an, was mit deiner Ehefrau passieren wird
Ob sie leben wird, oder sterben
KO:
Du erschreckst mich, Ulrika!
Ul:
Der Doktor hat zu mir gesagt, daß ich dich so sehr erschrecken soll
Wie ich kann
Von allen Geburten, die sie durchgemacht hat, und von ihrer Fehlgeburt
Ist ihr Körper zerschunden
Und nun erträgt sie nicht mehr, sagte der Doktor
Das nächste Kindbett bedeutet den Tod für Kristina
Waren seine Worte
Er bat mich dir
Eine wichtige Botschaft mitzuteilen
Willst du sie behalten, ja, dann mußt du
Dich von deiner Ehefrau fernhalten
Künftig darf sie nie mehr
Schwanger werden
Sie wird wieder gesund werden, sie hat
Drei Sorten Medizin bekommen
Die muß sie dreimal
Täglich nehmen und dann
Soll sie strenge Kost essen und
Sich nicht abmühen
So verzweifelt, wie sie es tat
KO:
Soll sie mich ermahnen? Was
Denkt sie
Was glaubt sie von mir? Als ob
Ich es
Nicht schaffen könnte auf meine Ehefrau aufzupassen
Wieso stehe ich hier und glotze und
Warum werde ich nicht wütend
Ul:
Sie kann wieder munter und gesund werden
Wenn du auf sie acht gibst
Aber du darfst dich nie mehr so verhalten
Daß sie schwanger wird
Du mußt sie schonen, es
Liegt an dir, was passiertKO:
Das nächste Kindbett...
Bedeutet den Tod...
So hat der Doktor es gesagt...
Das wird der Tod...
Für meine Kristina...
Meinen Lebenskamerad...
Ul:
Er muß im Stall liegen
Der arme Kerl
KO:
Das wird der Tod...
Für meine Kristina...
Meinen Lebenskamerad...
Du Måste Finnas
(Dich muß es geben)
(Kristina ist allein unter den Sternen)
Kristina:
Du hast mich vertrieben, Gott
Aus meinem Heimatland wurde ich gerissen
Hier bin ich ein Flüchtling und ein Fremder
Und ich finde mich mit diesem Schicksal ab
Aber du nahmst mir mein Kind
Und du trennst mich von meinem Mann
Ich kann nicht länger einen Sinn sehen
Was ist es, was du willst, was soll ich glauben...
Der Gedanke ist schwindelerregend, vor mir klafft ein Abgrund
Mein ganzes Wesen gerät in Aufruhr und will nein sagen
Die Frage ist geweckt und nun zittert meine Seele vor der Antwort
Daß es dich nicht gibt, obwohl ich an dich glaubte
Wer würde mir helfen das Leben hier draußen auszuhalten
Wer würde mir die Kraft geben, die ich bekommen muß
Wer würde mich trösten, ich bin so klein auf der Erde
Wenn es dich nicht gäbe, ja, was täte ich dann
W: Nein, dich muß es geben, es muß, ich lebe mein Leben durch dich
Ohne dich bin ich ein Splitter auf einem dunklen und stürmischen
Meer
Dich muß es geben, es muß, wie kannst du mich da verlassen
Ich wäre nirgends
Ich wäre nichts, wenn es dich nicht gäbe
Niemals vorher habe ich es ausgesprochen oder nur daran gedacht
Das kleine Wort, das mich so erschreckt und plagt
Das Wort ist - ob- ob ich alle Gebete vergeblich betete
Wenn es dich nicht gibt, was soll ich dann tun
Wer würde meine Reue kennen und dann vergeben
Frieden in der Seele, ja, wer würde mir den schenken
Wer würde mich nach dem Tod entgegennehmen
Wenn es dich nicht gäbe... wer würde sich später um mich kümmern
W
Dich muß es geben, es muß, wie kannst du mich da verlassen
Ich wäre nirgends,
Ich wäre nichts, wenn es dich nicht gäbe
Skördefest
(Erntedankfest)
(Kristina beginnt ihre Kräfte wieder zu sammeln)
Här har du mej igen
(Hier hast du mich wieder)
Kr:
Der Astrakan
Blüht nun schon das vierte Jahr
Und im Herbst wird mein Apfel
Zum ersten Mal Früchte tragen
KO:
Strenge Winter
Geben gesegnet milde Frühlinge
Kr:
Der Frühling erweckt alles zum Leben
Alles beginnt von Neuem
Seufzer habe ich gehört als du allein gelegen hast
Ohne deine Ehefrau, aber... hier hast du mich wieder
W Es ist leer und kalt
Wenn man alles geteilt hat
Und dann getrennt wird
Beide:W
KO: Du weißt es genauso gut wie ich
Das, was du willst darf niemals geschehen
Du Liebe, besinne Dich
Beide:
Wir überwinden jede Schwierigkeit im Leben
So lange du und ich einander haben dürfen
Kr: Nichts soll im Weg stehen dürfen
KO: Denk daran, was der Doktor gesagt hat...
Kr: Stell dir vor, wenn der Doktor sich geirrt hat! So etwas passiert...
Hier hast du mich wieder
KO: Das nächste Kindbett
Das nächste Mal ist das letzte Mal...
Kr: Gott hat mir früher immer geholfen
Er wird mir wieder helfen
KO: Dein Körper ist innen zerschunden, genauso hat Ulrika es
gesagt...
Beide:W
Kr: Es ist Gottes Wille, das weiß ich
Das Eheleute zusammen sein sollen
Was du und ich auch beschließen zu tun...
Er macht mit uns, was er will
KO: Laß mich, liebe Kristina! Bevor es zu spät ist!
Kr: Du willst, daß wir nein sagen
Zu der Freude der Liebe an allen unseren Tagen?
Lasse ich dich jetzt los, dann verleugne ich mich
Meinen Körper, meine Seele, meine Lust auf dich
Beide:
Ich höre den gleichmäßigen Schlag deines Herzens
Mein Kopf an deiner Brust in den Nachtstunden
Wir werden zusammen sein während ein Tag zum anderen gelegt wird
Denn wo du hingehst, gehe auch ich hin
Red Iron / Hjälp mej trösta
(Red Iron / Hilf mir trösten)
(Am Sonntag, dem 17 August 1862, bekam der junge Staat Minnesota seinen eigenen
Bürgerkrieg. Der große Sioux-Aufstand wird von einem Volk begonnen, das alzu
lange Hunger leiden mußte. Und... Kristina ist wiedereinmal eine gesegnete Frau)
(Red Iron redet)
Kr:
Hör mir zu, Karl Oskar, acht Mal
Bin ich schwanger gewesen, und denk daran
Daß es jedes Mal gut gegangen ist
Genauso gut wie damals geht es auch
Dieses Mal. Ängstige dich nicht!
Du hast ja nichts Schlechtes getan
Mit seiner Ehefrau zusammen zu sein
Ist keine Sünde, also fürchte dich nicht!
(Red Iron redet)
Kr:
Ja, lieber Gott, es ist ...
... schlimmer, als ich befürchtet habe, nie sah ich
Ihn so verschreckt und so erschüttert
Lieber Gott, hilf mir trösten
Gib mir Hilfe um ihm seine Angst zu nehmen
Nichts, was ich sage, hilft
Er sieht alles als seine Schuld, seine Verantwortung
Ich werde alles tun, was ich schaffe
Aber Gott, ich bin so müde und kraftlos
Var Hör Vi Hemma
(Wo ist unser Zuhause)
(Die Neubeginner fliehen vor den Roten)
Chor der Fliehenden:
Die Nachricht geht umher von Mord und Schandtat
Die Nachricht geht umher von Blut und Tod
Verbittert von Haß fliehen wir
Hinter uns ist der Himmel rot
Unser Wohnsitz, unser Land
Wurde es uns nur geliehen?
Alles, was wir gebaut und geschaffen haben
Soll uns alles genommen werden?
Was wir für das Liebste hielten
Wird es bald ein Ende nehmen?
Wohin sollen wir gehen?
Die Zeit geht zuende
Aus tausend Kehlen, eine vereinigte Stimme:
- Wo gibt es ein Auskommen, wo ist unser Zuhause -
Die Nachricht geht umher von Tod und Schandtat
Die Nachricht geht umher von Blut und Brand
I Gott Bevar
(In guten Händen)
(Er ist der einzige Neubeginner im St.Croixtal, der in seinem Haus
geblieben ist. Er wird über seine Ehefrau wachen so lange ihr Leben
dauert. Sie stöhnt leise in ihrem Dämmerschlaf. Als er sich über sie
beugt, sieht er in ihren Augen, daß sie ihn wieder wiedererkennt. Das erste Mal
nach drei Tagen und Nächten erkennt sie ihn wieder.)
Kristina:
Einmal hatte ich Angst vor dem Dunkeln
Aber das habe ich jetzt nicht mehr
Tage, Nächte, das macht keinen Unterschied
Ich bin geborgen, was auch immer geschieht
Du ängstigst dich um mich
Aber ich kann dir geloben
Wenn alles um uns herum zerreißt, bleibt unsere Liebe bestehen
Sie hat kein Ende, du und ich, wir treffen uns wieder
Und du sollst dich immer daran erinnern, was ich gesagt habe
Ich bin in guten Händen
Karl Oskar:
Du bist fiebrig, du phantasierst noch!
Sieh, ich habe einen Apfel für dich gepflückt!
Er trägt zum ersten Mal Früchte, dein Astrakan
(Sie riecht an dem Apfel)
Kristina:
Erinnerst du dich an den Hain von Duvemala
Wo ich auf dich wartete
Vor dem Tor werde ich stehen und warten
Bis du wieder bei mir bist
Und die Zeit wird still stehen
Für immer, wenn du willst
Heute Nacht wird ein Stern entzündet, er wird klar leuchten
Er leuchtet dir den Weg, du und ich, wir treffen uns wieder
Beschützt von einem Engel, der Wache steht
Du weißt, das ich den habe
Ich will, daß du dich immer daran erinnerst, was ich gesagt habe
Ich bin in guten Händen
Top
|