Azure Sheep

Homepage der Entwickler: click to download
Download: eXp
Art der Modifikation: Singleplayer
geschätzte Spieldauer: ca. 8 Stunden für erfahrene Spieler
Review von: Gunslinger


Die Story:

Barney, der verträumte Security Guard, gerät unverschuldet in den bekannten Schlamassel, der sich in BlackMesa ereignet. Eine hübsche Kollegin von ihm, Kate, gerät dabei in eine Falle und Barneys Chance ist gekommen. Wird er als strahlender Held sie retten können?

Was bietet Azure Sheep dem Spieler?

Azure Sheep umfasst 51 Maps - das Ganze hat somit durchaus den Umfang eines Vollpreisspieles. Geübte Spieler dürften 7-8 Stunden beschäftigt sein.
Zudem gibt es neue Waffen und neue Gegner bzw. Freunde.

Neue Waffen:
eine neue Handfeuerwaffe ,die Beretta 92 FS, die mit hoher Frequenz und Genauigkeit sehr sinnvoll eingesetzt werden kann.
Zudem das M41A: Wer schon immer ein Alienfan war (wie ich), dem werden die Tränen kommen. Das schöne Sturmgewehr aus Alien 2, liebevoll umgesetzt und mit den Originalsounds...schiesst extrem schnell.
Als Crowbar-Ersatz kommen zudem ein Billard-Queue und eine Eisenstange zum Einsatz.
Neu auch ein MediKit, mit dem Barney andere verarzten kann - hauptsächlich für Kate gedacht.
Sehr witzig - als Ersatz für die Snarks gibt es nun ein paar putzige Alienfrösche, die höheren Schaden anrichten als ide Original-Snarks.

Neue Gegner
Zwei geringfügig veränderte alte Bekannte: Ein Barney-Zombie (statt dem bekannten Wissenschaftler) und eines dieser blitz-Viecher in blauschimmernder Ausführung.
Detulich heftiger sind die neuen Special Forces des G-Man. Tarngekleidete Elitesoldaten, die die zwei neuen Waffen bei sich führen und ziemlich lästig sein können.
Dazu gibts noch einen kleineren aggressiven Fisch, ein paar Ratten, den (Snark-)Frosch und einen recht grossen "Endgegner" namens Panther, der einiges verträgt.

Neue Allierte:
Kate, der hübsche weibliche hübsche Security Officer, den Barney so gerne retten will. Modisch mit Brille gekleidet trägt sie nur die Standardpistole bei sich...aber Vorsicht: sie kann auch Karate.
Daneben gibt es auch noch einen weiteren weiblichen Guard ,den man zu Beginn des Spieles ein paar Mal trifft.
Hilfreich wird an einer Stelle des Spieles Adrian, ein furchtloser Marine mit enormen Kräften.
Zudem trifft man auf andere Guards in HEV-Anzügen und vereinzelte Bauarbeiter.





Qualität der Veränderungen

Durchweg überzeugen können die neuen Waffenmodelle - sind sind sehr schön anzusehen, haben sehr gute Sounds und auch an den Animationen kann man nichts meckern.
Schwächer hingegen die Hände - die sehen bei den Standartwaffen irgendwie nicht allzu menschlich aus, was ein wenig schade ist. Die neuen Spielermodels der Gegner und Freunde sind gelungen - allein der Bauarbeiter wirkt ein wenig arg comic-haft.

Leveldesign

Insgesamt gut - schwacher Beginn, das muss man auch festhalten. Die ersten Level sind geprägt von langen Gängen mit öder Texturierung, die sich sehr gleichen. Optisch nicht sehr schön, aber mit zunehmender Spieldauer bessert das sich ganz erheblich.
Die Architektur ist teilweise sehr gelungen, die Levelübergänge sehr clever gelöst. Ab der Mitte des Spieles wird man hier sehr verwöhnt, nur die verschiedenen Gänge und Wege, die die schönen grossen Räume und Schauplätze miteinander verbinden, sind teilweise arg schmucklos. Zwei Bugs fielen mir beim Durchspielen auf: zum Teil sind ide Aufzüge lebensgefährlich - stellt man sich in eine Ecke, läuft man Gefahr dort hängenzubleiben und kotinuierlich Lebenspunkte zu verlieren.
Zum anderen fand ich eine Stelle, an der man offensichtlich nicht weiterkommen sollte. Ein kleiner Abgrund, der per trigger_push und Sprungweite wohl so ausgelegt sein sollte, das man NICHT hinüberkam. Ich hielt das Ganze aber für ein Sprungrätsel und kam nach ein paar Versuchen doch hinüber - und musste feststellen, daß man dort offensichtlich nicht hinsollte ;) (keine weiteren Wege, offenes Ende der Tunnel).

Wie sich Azure Sheep spielt

Fein. Der Schwierigkeitsgrad ist auf der höchsten Stufe annehmbar. Im ersten Drittel des Spieles ist es sogar relativ einfach.
Danach findet für kurze Zeit ein ziemlich Anstieg statt - an diesen Stellen haben auch erfahrene Spieler ihre liebe Not, zu überleben. Besonderheit: Rund um die Mitte des Spieles findet man dann Kate: ab dieser Stelle wird alles anders. Sie stehen zu diesem Zeitpunkt ohne alles da - sie haben keine Waffe, nicht einmal eine Brechstange. Nur Karte kann ihnen helfen zu ihrem Anzug und zu Waffen zu gelangen. Das ist wirklich eine knifflige Sache - denn stirbt Kate, ist das Spiel aus. Sie in die Lage zu bringen, 3 BLitzaliens, einen Zombie und zwei Facehugger mit ihrer läppischen Pistole zu töten, treibt einem ganz schön den Schweiß auf die Stirn.
Ist das geschafft, muss Kate überall mit. Denn nur sie kann einem die wichtige Türen öffnen! Daher muss man auf sie aufpassen, am besten immer ein Stück vorauslaufen, die Lage klären und sie dann wieder holen. Hierbei ist gametechnisch brilliant, wie man zum Teil gezwungen wird, Kate allein zu lassen. Etwa weil das Fahrzeug nicht mehr fährt, Kate nicht durch eine halboffene Tür geht etc - man läuft voraus und findet irgendwie auf magische Art und Weise einen Weg, Kate dann die Tür zu öffnen oder ähnliches. Wirklich sehr schön gemacht.
Ansonsten ist alles geboten, was man aus Half-Life kennt und schätzt: Helikpter, Selbstschussanlagen, getriggerte Kämpfe zwischen anderen Parteien (etwa Aliens und Marines), Zugfahrten, Canyons, Tauchlevel. Wirklich vom Feinsten.


Unterhaltung:

Die Stelle, bei der Azure Sheep Blueshift ganz alt aussehen läßt.
Die Chancen, die dieser Ansatz mit Barney als Hauptperson bietet, werden konsequent genutzt.
Bereits kurz nach Beginn fährt Gordon Freeman bei Barneys Posten im rotem Sportwagen vor und wird von einem Kollegen ermaht, dass er ja mal wieder spät dran ist.
Diese Anspielungen setzen sich fort: Höhepunkt ist es, daß man die Halle, in der Gordon Freeman die Ninjas trifft und danach festgenommen wird, nachspielen darf!
Gordon Freeman läuft als NPc mit einem dort rum, während man ihm hilft die Gegner zu elimieren - ein Spass, bei dem HL-Veteranen durchaus Tränen der Rührung kommen können - natürlcih muss man auch mitan hören, wie Gordon dann im dunklen Raum gefangen wird.
Hinzu kommen interessante Wendungen in der Geschichte, die zum Teil mit schönen Kamerasequenzen dargestellt werden - der G-Man als Bösewicht darf auch nicht fehlen und versucht wieder mal alles, um den armen Barney ins Jenseits zu schicken.
Hohen Unterhaltungswert haben auch die unterschiedlichen Settings: von XEN (keine Angst, nichts mit zielgenauem Jumpen ;)), über zerstörte Häuser, den typischen Blackmesa-Labors zu Canyonartigen Aussengeländen - eintönig wird Azure Sheep so gut wie nie. Getriggerte Ereignisse im Spiel sorgen immer wieder für Atemstillstand - zudem sit auch eine wirkliche nette Anspielung auf "Die Matrix" eingebaut worden.



Fazit: Singleplayer-Mod, den man nicht versäumen sollte! Enttäuschte Blue-Shift-Spieler werden hier sicher Trost finden :)!

copyright counter-strike.de