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Abrahamsstrauch
Acajutabaum
Ackerdistel
Ackerminze
Ackerschachtelhalm
Adonisröschen
Agave
Ajmud
Alantwurzel
Ale
Alexandrinertee
Alge
Aloe vera
Alraun
Alumwurzel
Amalaki
Amerikanischer Efeu
Amerikanische Hellebore
Amerikanischer Lebensbaum
Amerikanisches Tausendgüldenkraut
Amerikanische Poleiminze
Ampfer
Ananas
Andornkraut



Angelikawurzel
Anserinenkraut
Anisfrüchte
Äpfel
Aprikose
Arabischer Gummi
Arnikablüten
Aronstab
Artischockenblätter
Äschwurz, Diptam
Ashwagondha
Astragalus
Atractylus
Attichwurzel
Augentrostkraut

Latein:

Angelicae Radix
Anserznae Herba
Arnica montana

Acajutabaum

Er wurde früher unter der Bezeichnung »Acajunuß« verwandt. Sein extrem bitterer und scharfer Saft diente zur Reinigung alter Geschwüre. Auch benutzt man ihn, um bestimmte Hautleiden zu bekämpfen und um Hornhaut an den Füßen zu zerstören.

Ackerdistel


Die Ackerdistel wächst als Unkraut in Gärten und an Ackerrändern. Sie wird etwa zehn Zentimeter hoch. Die Stengel sind rund, hohl und saftig. Die Blüten präsentieren sich gelb und in kleinen Köpfchen. Die weißen, haarigen Samen segeln mit dem ersten Wind davon und fassen überall schnell wieder Wurzeln. Man verwendet von der Ackerdistel das Kraut, den Stengel und die Blüten.

Zubereitung:
Man mischt 1 El Ackerdistel aus der Apotheke mit 2 El Salbei. Davon wird 1 El mit siedendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen lassen. Man muß den Tee mit Salbei zubereiten, weil das pure Kraut Erbrechen hervorrufen kann. Der Tee hilft bei Leberstörungen, Gallen- und Nierenproblemen, aber auch gegen Wurmleiden. Gegen Kopfschuppen reibt man sich mehrmals am Tage die Kopfhaut mit dem Tee ein. Gegen Fußschmerzen bei Ermüdung durch zu langes Stehen, nimmt man in 3 ltr Tee ein abendliches Fußbad.

Anisfrüchte Anisi Fructus = Fructus Anisi



Heilanzeigen: Bei Husten krampflösend und gut schleimverflüssigend, zur Milchbildung bei stillenden Müttern, außerdem - gemischt mit gleichen Teilen Kümmel und Fenchel - bei Blähungen.

Herkunft: Heimat Asien, Anbau in Deutschland und vielen wärmeren Ländern.
Botanik: Deutscher Name: Anis, wissen­schaftlicher Name: Pimpinella anisum,
Familie: Doldengewächse. Kniehohe Pflanze von typischem Geruch mit kleinen weißen Blüten.

Zubereitung: 1 Teelöffel voll in 1 Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 10 Min. ziehen lassen. Bei Husten mit Honig gesüßt 2 - 3 Mal täglich gut warm trinken. Bei Blähungen ungesüßt zu den Mahlzeiten trinken.

Inhaltsstoffe: Etwa 3 % ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol, welches den charakteristischen Geruch verleiht und süß schmeckt. <<<>>> enthält bis zu 10 % ätherisches Öl.

Alantwurzel Radix Helenium, Radix Enulae

Heilanzeigen: Magenbeschwerden, Appetitmangel, Reizhusten, Auswurfförderung, Madenwürmer, Wasserstauungen, ungenügende Gallenabsonderung.

Zubereitung: 1 Teelöffel fein geschnittener Droge auf 1 große Tasse kochendes Wasser. 10 Minuten bedeckt ziehen lassen.

Vor und zu den Mahlzeiten 1 Tasse trinken. Als Hustentee wirksamer in Mischung mit anderen Hustendrogen (z. B. Spitzwegerichkraut, Schlüsselblumenwurzel). Alant wird in einer Reihe industriell gefertigter Hustensäfte verwendet.

Inhaltsstoffe: Etwa 2 % ätherisches Öl, 3 % Bitterstoffe, die auch als Alantkampfer oder Helenin bekannt sind.

Herkunft: Heimat Kleinasien bis Zentralasien. Anbau in Deutschland, Holland, auf dem Balkan.

Botanik: Deutscher Name: Alant, wissenschaftlicher Name: Inula helenium, Familie: Korbblütler. Mannshohe kräftige Pflanze mit auffälligen gelben Blütenköpfen und großen, filzig behaarten Blättern. Der starke Wurzelstock (Rhizom) hat einen aromatischen Geruch. Er enthält in größerer Menge Inulin, ein dem Fruchtzucker ähnliches Kohlenhydrat.

Ampfer Rumex

Die Ampferwurzel wird in Form von Tee oder Extrakt als Kräftigungs- und Reinigungsmittel benützt. Sie wirkt auch leicht abführend.

Artischockenblätter (Folia Cynarae)


werden etwa seit dem 16. Jahrhundert bei Verdauungsstörungen, Galle- und Lebererkrankungen gebraucht. Hauptinhaltsstoffe der stattlichen Distel (Cynara scolymus) sind neben Flavonoiden das Cynarin und das ungewöhnlich bittere Cynaropikrin. Cynarin (1,5-Dicaffeylchinasäure) stimuliert - wahrscheinlich zusammen mit Cynaropikrin - die Leber­funktionen und senkt die Blutfettwerte sowie erhöhte Colesterinspiegel. Die Droge bzw. der isolierte Naturstoff Cynarin werden deshalb bei Arteriosklerose eingesetzt Fertigarzneimittel: Nivellipid (Österreich), bei Störung der Gallenfunktion. Cynarix Cynarzym, Choloplant. Artischockenblätter können auch als Teeaufguß nützen jedoch setzt der hohe Bitterstoffgehalt eine Dosierungsgrenze bei etwa 1/2 Teelöffel pro Tasse. Die Droge ist offenbar frei von unerwünschten Nebenwirkungen Sie findet - homöopathisch dosiert - Verwendung in dem bekannten Aperitif Cynar, was jedoch nicht zu der irrigen Ansicht führen möge, Gynar sei gut bei Leberleiden. Durch den gleichzeitig vorhandenen Alkohol wäre hier eher das Gegenteil zu befürchten.

Artischocken als Gemüse haben einen eigenartigen Begleiteffekt: Nach ihrem Genuß wird der Geschmacksinn so verändert, dass gewöhnliches Wasser süß schmeckt.

Attichwurzel, Zwergholunderwurzel Radix Ebuli


Heilanzeigen: Harn- und schweißtreibend

Zubereitung: 1 Teelöffel fein geschnittener Droge mit 1 großen Tasse Kaltwasser übergießen und einige Minuten bedeckt kochen lassen, warm abseihen.

Zur Steigerung der Harnmenge täglich 2 Tassen, zur Schwitzkur 1 große Tasse heiß trinken. Da Attichwurzel in höherer Dosis nicht frei von Nebenwirkungen (Brechreiz u. a.) ist und auch nicht sehr gut schmeckt, sind für die beiden oben genannten Heilanzeigen: Drogenmischungen empfehlenswerter, beispielsweise mit Wacholderbeeren und Goldrutenkraut bzw. Lindenblüten und Weidenrinde.

Inhaltsstoffe: Saponin, Bitterstoff

Herkunft: Mitteleuropa, Balkan, Mittelmeerländer

Botanik: Deutsche Namen: Attich, Zwergholunder, wissenschaftlicher Name: Sambucus ebulus, Familie: Geißblattgewächse. Aussehen der strauchartigen Staude ähnlich dem häufigeren Holunder, aber kleiner. Blüten rötlich weiß, reife Früchte schwarz.

Der Zwergholunder ist wesentlich kleiner als der viel häufigere schwarze Holunder. Alle Holundersträucher oder Bäume mit mehr als 2,5 Metern Höhe sind mit Sicherheit kein Attich.

Zwergholunder Sambucus ebulus.

Diese Pflanze dient den Apotheken mit ihren Wurzeln, ihrer Rinde, ihren Blättern, Blüten, Beeren und Samen. Die Wurzel hat einen bitteren, widerlichen, übelkeiterregenden Geschmack. Kaut man sie, so erweist sie sich als sehr holzig. Aus ihr erzielt man einen schwarzroten bitteren, leicht aromatischen Tee, der abführt und harntreibend wirkt. Man empfiehlt ihn vor allem Wassersüchtigen. Man verwendet diese Wurzel oder einfach deren Rinde frisch oder in getrocknetem Zustand in Dosen von 4 bis 8 g zu einem Aufguß. Den frischen Wurzelsaft reicht man in einer Dosis von 30 g. Die innere Schale der Stengel liefert einen sehr bitteren Absud, der Erbrechen und heftige Darm- und Blasenendlerungen herbeiführt. Die frischen Blätter riechen faulig. Gekaut schmecken sie bitter und erregen Übelkeit. Sie färben den Speichel grünlichrot. Man verwendet die Blätter nur äußerlich. In Wein gekocht und zu Umschlägen benützt, beseitigen sie durch Prellungen verursachte Gelenkschwellungen, besonders wenn man gleichzeitig Kompressen auflegt. Die Blüten riechen und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch weniger unangenehm. Sie wirken anregend und schweißtreibend. Gebraucht man sie lange, so können sie Erbrechen und Magenschwäche erzeugen. Man verwendet sie mit Vorteil bei Rheuma-Anfällen in Form von Aufgüssen in einer Dosis von 20 g auf 300 g der durchgeseihten Menge. Die Beeren schmecken leicht säuerlich und bitter. Kaut man sie, so färbt sich der Speichel purpurrot. Ihr Saft wirkt mild abführend. Die Samen besitzen ähnliche Eigenschaften wie die übrige Pflanze. Man verwendet sie zerquetscht in Wein oder Bouillon in Dosen von 10 g, oder man bereitet einen Saft daraus. In Wasser gekocht liefern sie ein schleimiges Öl, das in Dosen von 15 g abführend wirkt.

¨ Anmerkung: Die Früchte ähneln sehr denen des schwarzen Holunders ( dort). Während letztere jedoch im reifen Zustand eßbar und wertvoll sind, muß vor dem Genuß der Attichfrüchte gewarnt werden. Diese enthalten nämlich einen giftigen Bitterstoff.

Alraun Mandragora officinarum

Die zu den Nachtschattengewächsen gehörende Pflanze zeichnet sich durch eine besonders fleischige, 2 bis 3 mal gespaltene Wurzel aus. Sie besitzt große, ovale Blätter, die in einer dichten Rosette stehen. Die Blüten sind einzeln, gestielt und von violetter oder grünlich-gelber Farbe. Die Beerenfrüchte gleichen kleinen Äpfeln und haben einen etwas betäubenden Geruch.

Die alten Ärzte gebrauchten die Pflanze wegen ihrer schmerzstillenden Eigenschaften bei Operationen; ja, es heißt, dass der Mandragorasaft ihr einziges narkotisches Mittel war. Dioskurides meint, dass die kleinen Äpfel den Schlaf hervorrufen, wenn sie gegessen oder auch nur gerochen werden.

Aus der Wurzel bereitet man den Trank für Kranke zum Einnehmen vor Operationen und Ausbrennungen. Die Brühe aber, in zu großen Portionen getrunken, so heißt es, wirke tödlich. Noch heute werden in den südlichen Ländern die Blätter der Pflanze als schmerzstillend aufgelegt; von manchen Eingeborenen werden sie auch als Tabak verraucht.

Andornkraut Herba Marrubii



Heilanzeigen: Trockener Husten, Appetitmangel, Anregung der Galleproduktion, ferner äußerlich bei schlecht heilenden Wunden.

Zubereitung: 1 gehäuften Eßlöffel voll mit 2 großen Tassen Wasser übergießen, bedeckt zum Kochen erhitzen und warm abseihen.

Innerliche Anwendung: 2 - 3 Mal täglich 1 mit Honig gesüßte Tasse Tee gut warm trinken, bei Gallenbeschwerden ungesüßt.

Äußerliche Anwendung: Die warme Abkochung entweder unmittelbar als Bademittel verwenden, z.B. bei Wunden an Hand und Fuß, oder Verbandmull damit tränken für Umschläge..

Inhaltsstoffe: Etwa 7 % Gerbstoffe, wenig ätherisches Öl, verschiedene Bitterstoffe, Harz. Hauptträger der Wirkung ist das in seinem chemischen Aufbau bekannte Marrubium.

Herkunft: Weite Verbreitung: Mittelmeerländer, Asien, Amerika; Feldmäßiger Anbau.

Botanik: Deutsche Namen: Andorn, weißer Andorn, wissenschaftlicher Name: Marrubium vulgare; Familie: Lippenblütler. Kniehohes, weiß blühendes Kraut von bitterem Geschmack. In Blatt- und Blütenform, sowie dem Gesamteindruck der bekannten, nahe verwandten, weißen Taubnessel ähnlich, jedoch filzig behaart. Der unten oft verholzte Stengel ist, wie bei allen Lippenblütlern, vierkantig und hierdurch von hoher Biegefestigkeit.

Augentrostkraut Herba Euphrasiea, Euphrasia officinalis


Heilanzeigen: Lidrandentzündungen, Gerstenkorn. Selbstbehandlung nur bei leichten Beschwerden ratsam.

Zubereitung: 1 Teelöffel Schnittdroge und 1 Prise Kochsalz mit 1 Tasse Wasser kurz aufkochen und heiß abseihen. Mit dem heißen Absud Kompressen für Augenumschläge tränken. Empfehlenswerter ist eine Abkochung aus gleichen Teilen Augentrostkraut, Kamillenblüten und Fenchelfrüchten. Abkochung täglich frisch bereiten!

Inhaltsstoffe: Wenig ätherisches. Öl, antibiotisch wirkendes Aucubin, Gerbstoff

Herkunft: Häufig auf Wiesen, Verbreitung über weite Teile Europas.

Botanik: Deutscher Name: Augentrost, wissenschaftlicher Name: Euphrasia officinalis (Sammelbezeichnung); Familie: Rachenblütler. Handspannen hohe, mehrfach verzweigte Halbschmarotzerpflanze mit blaustreifigen gelbweißen Blüten.

¨ Anmerkung: Als Halbschmarotzer bezeichnet man Pflanzen, die durch ihren Chlorophyllgehalt zwar Stärke etc. bilden, aber infolge verkümmerter eigener Wurzeln die Zweige anderer Pflanzen (Mistel) bzw. fremde Wurzeln (Augentrost) zur Nährsalz- und Stickstoffversorgung ,,anzapfen". Die meisten Pflanzen sind autotroph, d.h. durch Blattgrün (Chlorophyll) und leistungsfähige Wurzeln zur Selbstversorgung befähigt.

Das andere Extrem sind die pflanzlichen Parasiten, die sich ganz auf Fremdversorgung spezialisiert haben und kein Blattgrün besitzen (z. B. Sommerwurz).

Der Augentrost ist die interessanteste Pflanze aus der Euphrasia-Familie. Ihre weißen Blüten mit den violetten Strahlen entfalten sich im Sommer und bieten einen schönen Anblick. Früher schrieb man dem Augentrost große Wirkungen zu. Vor allem glaubte man, er heile Augenkrankheiten. Ein gelber Fleck in der Blüte, der an ein Auge erinnert, hat wohl der Pflanze diesen Ruf eingetragen. Man hat sie daher häufig Augensalben zugesetzt.

Ein Arzt aus alter Zeit sagte über sie: »Man benützt die Blüten dieser Pflanze, um die Zirkulation der Säfte zu erleichtern. Sie stärken die Spannkraft der ermatteten Fasern in den Gehirnzellen. Darum sagt man, dass der Augentrost Augen und Hirn kräftige, die Sehkraft wunderbar stärke, ja sie sogar wiederherstelle, wenn sie sehr nachgelassen hat und fast am Erlöschen ist. Siebzigjährige, die ihre Sehkraft durch vieles Wachen und Studieren fast ganz verloren haben, erlangen sie wieder durch den ausgepreßten Saft dieser Pflanze, der in die Augenwinkel geträufelt wird oder den man zusammen mit einem Pulver aus Kellerasseln vor dem Schlafengehen einnimmt.«

Manche rauchen getrockneten Augentrost statt Tabak. Man bereitet auch eine Art Wein daraus, indem man ihn zur Weinlesezeit zusammen mit Weintrauben kocht. Man muß sich aber vor übermäßigem innerlichen Gebrauch von Augentrost hüten, denn man hat bei längerer Anwendung schon Fälle von recht erheblichen Magenstörungen beobachtet. Der Saft des Augentrostes ist scharf und schmeckt unangenehm. Eine Abart dieser Pflanze galt lange als Mittel zur Heilung von Zahnschmerzen.

Ale

In freier Natur wächst die Ale bei uns nicht. Sie ist aus Afrika importiert, dort gedeiht sie üppig am Kap der Guten Hoffnung und auf den afrikanischen Inseln. In veränderter Form trifft man sie in den Ländern Südeuropas.

Bei uns werden diese Gewächse manchmal in Blumentöpfen gezogen, wo sie auch gut gedeihen. Ihre Blätter sind dick und saftreich, oft sind sie auch mit Randstacheln besetzt. Ihre Farbe ist gräulich bis meergrün, ,,das ganze Ansehen der Pflanze hat etwas Massives und Steifes, dagegen ist die oft sehr hohe Traubenblüte mit ihren weißen rosigen oder purpurnen Glöckchen und Röhren meist sehr hübsch und elegant" (aus einem alten Kräuterbuch).

Die gewöhnliche AIe wird in der Regel einen Meter hoch, andere Arten wachsen baumartig und machen dann einen höchst eigentümlichen, an vorweltliche Gestalten erinnernden Eindruck.

Bei uns wird die AIe manchmal mit der amerikanischen Agave verwechselt, aber diese besitzt völlig andere Stoffe in ihren Blättern und rauschartig wirkende Substanzen.

Die AIe wurde schon in früheren Zeiten gern als Heilmittel benutzt. In kleinen Gaben wirkt sie auflösend und stärkend, hebt also Stockungen des Magen-Darm-Kanals und durch dieselben hervorgerufenen Leiden auf (aus einem alten Kräuterbuch). Das Pulver aus der AIe wurde auch bei Gelbsucht sehr geschätzt, da es die Gallenabsonderung fördert und die Leber reinigt.

Äußerlich sind die Indikationen der AIe vielfach.

Eine Messerspitze des Pulvers, in heißem Wasser aufgelöst, wurde als heilendes Augenwasser bei geröteten und getrübten Augen verwendet. Eitrige, schmierige Wunden konnten mit diesem AIewasser ebenfalls erfolgreich behandelt werden. Vor allem bei Verbrennungen leistet ein frisches AIeblatt, auf die verbrannten Hautstellen gelegt, gute Dienste. Deshalb war wohl auch zu Großmutters Zeiten die Ale als Topfpflanze in der Wohnung besonders beliebt.

Vor allem bei chronischer Verstopfung leistet die AIe gute Dienste. Es gibt heute kaum ein pflanzliches Abführmittel, das in seiner Komposition nicht auch die AIe enthält. Diese wirkt besonders auf die Verstopfung des Dickdarms.

AIepulver ist sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet von guter Wirkung. ,,Siedet man bis zwei Messerspitzen AIepulver mit einem Kaffeelöffel voll Honig, so reinigt diese Mixtur den Magen gründlich, ohne die geringste Blähung" (Pfarrer Kneipp). Kneipp weist auch darauf hin, dass die Wirksamkeit noch nachhaltiger sei, wenn man AIe mit anderen Kräutern vermengt und als Tee bereitet. ,,Es ist ein mildes Abführmittel, dessen Effekt nicht im heftigen Abführen, sondern lediglich im reichlichen Stuhlgang besteht."

Schon die alten Chinesen kannten die AIe und wussten um ihre große Vielfalt. Gemäß der kaiserlichen Apotheke stammt die AIe aus Persien, aber auch den Griechen und den Arabern war die Pflanze bekannt. Der Name hatte immer die gleiche Bedeutung: ,,bitter". Ihre chemischen Substanzen sind Emodin, Alom, Harze und ein Antrazin-derivat. Die Chinesen benutzten sie therapeutisch bei Kopfweh, Schwindelgefühl und vor allem bei Verstopfung.

Nach heutigen Empfehlungen gilt die AIe auch als Regenerationsmittel zur Wiederherstellung des psychischen Gleichgewichtes. Dieses ist nach Anschauung der alten Ärzte fast immer gekoppelt mit der Leber- und Gallentätigkeit. Es wird anempfohlen, drei Gramm AIepulver auf ein Viertel Liter Wasser zu geben und schluckweise zu trinken.

In der Homöopathie wird AIe in der Urtinktur bis zur zwölften Potenz empfohlen.

Agave

Die Agave hat einige wertvolle antiseptische Eigenschaften. Sie hilft bei Bakterien im Magen Darm und den Harnwegen.

Einige Leute berichten, diese Pflanze erfolgreich bei Syphilis und Tuberkulose eingesetzt zu haben.

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse Wasser, 3 mal täglich.

Ajmud (Carum roxburgianum)

Ajmud ist ein Gewürz aus Indien. Die Pflanze ist einjährig und leicht von Samen zu ziehen.

Ajmud wird bei Blähungen, Krämpfen die von Blähungen verursacht werden, Asthma, Bronchitis und Dyspepsia verwendet.

Verwendete Teile: Blätter und Samen

Dosierung: 1/2 Teelöffel auf 1 Glas Wasser.

Alge (Algae)

Alle Seealgen werden hauptsächlich zur Stärkung von der Schilddrüse benutzt, wobei es an Jod mangelt.

Verwendeter Teil: Ganze Pflanze

Dosierung: Einen Teelöffel mit einem Glas Wasser 2 bis 6 mal täglich.

Alumwurzel (Geranium maculatum)

Die Alumwurzel hat zusammenziehende und blutstillende Eigenschaften. Sie kann verwendet werden um Blutungen zu stillen ist aber auch gut für Durchfall und Dysentery. Kombiniert mit der Unicorn Wurzel benutzen die Indianer die Pflanze um niedrigen Blutdruck (beziehungsweise die Symptome für niedrigen Blutdruck) zu bekämpfen.

Verwendete Teile: Wurzel

Dosierung: 1 TL auf eine Tasse kochendes Wasser, morgens und abends.

Amalaki (Emblica officinalis)

Amalaki (Myrobalan) wird in Indien und der ayurvedischen Medizin seit hunderten von Jahren für Beschwerden benutzt wie:

Anämie, Zuckerkrankheit Ruhr Magenentzündung, Kolitis, Gelbsucht, Leberentzündung, Osteoporose, Verstopfung frühzeitiges Ergrauen der Haare, unregelmäßiger Herzschlag Schwäche als Stärkungsmittel für Leber, Herz, Milz Gehirn und Körper. Es ist ein generelles Antibiotikum.

Es gibt verschiedene Arten von diesen legendären Myrobalanbäumen. Die bekanntesten sind:
(Myrobalan Beleric), (Phyllanthus embica) und (Myrobala Chebulic).

Verwendete Teile: Frucht

Dosierung: Pulver: 250 mg 3 mal täglich oder in Ghee verwenden.

Amerikanische Hellebore (Veratrum viride)

Die Amerikanische Hellebore ist ein ausgezeichnetes auswurfförderndes Mittel und macht sich gut als Bestandteil einer Hustensaftformel. Es wirkt beruhigend, kann aber schon in kleinen Mengen zum Erbrechen anregen.

Hellebore wurde für einige Krebsarten, Scrofula und Consumption benutzt. Die wirksamen Bestandteile sicnd das Protoveratrine und ein Nervine, die das Herz, den Puls und das Vaso-motor Zentrum verlangsamen. Warnung! Größere Mengen können tödlich sein.

Verwendete Teile: Wurzeln

Dosierung: Nicht empfohlen

Amerikanisches Tausendgüldenkraut (Sabatia angularis)

Das amerikanische Tausendgüldenkraut kann als Magenbitter eingesetzt werden. Es ist gut bei schlechter Verdauung und Dypepsia.

Weiterhin wird es zur Bekämpfung von Würmern, Fieber und um die Menstruation einzuleiten, benutzt.

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser 3 bis 5 mal täglich.

Amerikanische Poleiminze (Hedeoma pulegioides)

beruhigt die Nerven, sänftigt Husten und Krämpfe. Es kann Schwitzen einleiten und den Harnfluß stimulieren. Weiterhin findet es Verwertung bei Übelkeit und Menstruationskrämpfen.

Verwendete Teile: Pflanze

Dosierung: Einen Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser 2 bis 8 mal täglich.

Amerikanischer Efeu (Parthenocissus yuinquefo

Der Amerikanische Efeu eignet sich als Bestandteil einer Hustenformel. Die Rinde wird normalerweise gesammelt, nachdem die Beeren gereift sind.

Verwendete Teile: Rinde und dünne Zweige

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser einmal täglich

Amerikanischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Der Lebensbaum wird für Rheuma und Muskelschmerzen verwendet. Äußerlich nimmt man es für Warzen und Hautprobleme. Der Tee der inneren Rinde kann Menstruation einleiten und wirkt bei einigen Arten von Kopfschmerzen.

Verwendete Teile: Blätter, Rinde

Dosierung: nicht empfohlen

Ananas (Ananas sativus)

Kommt noch

Aprikose (Prunus armeniaca)

enthält hauptsächlich Karotin und Kalium. Beide sind in der Bekämpfung von Krebs wichtig. Zusätzlich enthalten die Kerne Vitamin B17 (Laetile), was in einer Anzahl von Krebsarten einen entscheidenden Rückgang bringen kann.

Warnung: Eine zu hohe Dosis der Kerne könnte wegen der Prussicsäure zu Gesundheitsproblemen führen. (Wahrscheinlich dasselbe wie Blausäure). Chinesen benutzen die Kerne auch füür Husten und Bronchitis.

Verwendete Teile: Frucht und Kerne

Dosierung: 3 bis 5 Gramm täglich

Arabischer Gummi (Acacia senegal)

Arabischer Gummi wirkt bei allen Schleimhautentzündungen. Es wird für die Atemwege, den Verdauungstrakt und die Harnwege verwendet.

Verwendete Teile: Saft

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser - 3 bis 6 mal täglich.

Aronstab (Arum maculatum)

Der Aronstab hat schweißtreibende und auswurffördernde Eigenschaften. Er wird bei Asthma, Bronchitis, Husten und Blähungen eingesetzt. Die Pflanze macht sich gut als Teil einer Hustenformel.

Zur Behandlung von Ringelfechte benutzt man eine Salbe die Aronstab mit enthält. Warnung: Die Blätter und Wurzeln sind im frischen Zustand giftig. Die Wurzeln müssen vor Gebrauch erst getrocknet werden.

Verwendete Teile: Wurzeln

Dosierung: Kleiner Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser; zwei mal täglich.

Ashwagandha (Withania somnifera)

Kommt noch

Astagalus (Astagalus membanaceu)

Kommt noch

Atractylus (Atractylodis ovata)

Diese Pflanze wird in der chinesischen Medizin als Tonikum und zur Stärkung von Magen, Lungen und des ganzen Körpers benutzt. Hier wurde der englische Name verwendet. Die Pflanze hat östrogenische Stoffe, di sich gut bei Beschwerden din den Wechseljahren und anderen Problemen mit niedrigem Östrogenspiegel einsetzen lassen.

Verwendete Teile: Rhizome=Wurzel

Dosierung: Pulver: 2 bis 3 Kapseln dreimal täglich oder nach Empfehlung.

Anmerkung: Chinesischer Name: Pai Shu, Lösungsmittel Wasser