Deutsch

Bachbunge
Bärentraube
Bärlapp
Bärlauch
Baldrian
Baldrianwurzel
Ballonranke
Banane
Basilienkraut
Basilikum
Baumwolle
Beifuß
Beinwell (Schwarzwurz)
Benedikttendistel
Benediktenkraut
Berberitze
Bergamotte
Bergwohlverleih (Arnika)
Besenginsterkraut
Betonie
Bibernelle (große und kleine)   
Bibhitaki
Bilsenkraut



Birke
Birnen
Bitterdistel
Bitterklee
Bittere Mandeln
Bitterkreuzblume     
Bittersüßstengel
Blasenstrauch
Blasentang
Blaue Silberkerze
Blaues Eisenkraut
Blauer Eisenhut
Blauer Gauchheil
Bleiwurz
Blutweiderich
Blutwurz
Blutwurzel
Bockshornklee
Bohne
Bohnenkraut
Bohnenschalen
Boldoblätter
Boneset



Borretsch
Braunwurz
Brechwurzel
Brennessel
Brokkolie
Brombeere
Bruchkraut
Brunnenkresse
Brustbeere
Buchenknospen
Buchsbaum
Buchweizen
Bugleweed
Bukkoblätter
Bupleurum
Bur Marigold
Burweed
Buschwindröschen

Latein:




Bärentraubenblätter Folia Uvae Ursi



Heilanzeigen: Leichtere Fälle von Nieren- und Blasenentzündung (volkstümlich: Blasenkatarrh), auch zusätzlich zu synthetischen Arzneimitteln. Die Droge selbst wirkt nicht harntreibend, aber stopfend (Nebenwirkung). Wichtig für die Wirkung ist, dass der Harn leicht alkalisch reagiert. Der reichliche Genuß von Obst und Fruchtsäften fördert durch deren natürlichen Gehalt an organischen KaIiumsalzen die Harnalkalisierung. Auch Bullrichsalz ist geeignet.

Zubereitung: 2 Eßlöffel voll geschnittener Droge mit 3/4 Liter Kaltwasser ansetzen, bedeckt 10 Minuten leicht kochen, erkalten lassen und abseihen. (über den Tag verteilt 3 Tassen trinken. Nicht während der Schwangerschaft'.

Inhaltsstoffe: Die Glykoside Arbutin und Methylarbutin, aus welchen im alkalischen Urin Hydrochinon und andere phenolische Substanzen entstehen; ferner Flavonoide und viel Gerbstoff.

Herkunft: Skandinavien, Norddeutschland, Alpen, Italien, Spanien. Wildsammlung.

Botanik: Deutscher Name: Bärentraube, wissenschaftlicher Name: Aretostaphylos uva-ursi, Familie: Erikagewächse. Immergrüner, dem Boden anliegender kleiner Strauch mit lederigen Blättern, roten Blüten und Früchten. Bärentraube ist verwandt mit der ähnlich wirkenden Preiselbeere <<<<<<<(s. dort).>>>>>>>>>>>

¨ Anmerkung: Die Droge dürfte der Volksheilkunde der skandinavischen Länder entstammen. Sie ist in einer großen Anzahl von Fertigarzneimitteln enthalten, beispielsweise Uvalysat.

Bärlapp (Lycopodium davatum)



Der in Heidegebieten und in trockenen Nadelwäldern wachsende Bärlapp, volkstümlich auch Drudenfuß, Hatschar, Hexenranken, Kirchenmoos, Schlangenmoos, Waldstaub und Wischkraut genannt, ist ein austrocknendes, harntreibendes und auch gegen Blasenleiden (Sporen) gut wirkendes Heilmittel. Es wird innerlich angewendet bei Blasenkatarrh, Gicht und Rheuma, äußerlich bei Altersjucken und nässenden Ekzemen.

Der weithin zwischen Moos auf dem Waldboden kriechende Stengel, wird, gabelig verzweigt, bis zu einem Meter lang. Die aufsteigenden Äste, die bis zu zwanzig Zentimeter hoch sein kön­nen, sind, wie der Stengel selbst, von kleinen, lanzettförmigen, dachziegelartig angeordneten Blättchen umgeben. Die Pflanze hat keine Blüten, sondern gelblichgrüne, langgestielte, kolbenartige Sporenähren.

Im Mai und Juni wird das Alkaloide enthaltende ganze Kraut (Herba Lycopodii) gesammelt. Im Juli und August die Sporen. Will man nur diese sammeln, dann muß man sie ausschütteln, ohne das Kraut abzureißen.

Zubereitet wird das Kraut als Tee (Aufguß): 1/2 Teelöffel auf eine Tasse; täglich eine Tasse. Als Sporenpulver für den inneren Gebrauch mit Milch-Zucker im Verhältnis 1:10 verreiben und täglich einige Messerspitzen einnehmen. Außerlich an­gewendet, streut man das Pulver je nach Bedarf auf kleine Wunden.

Der echte Bärlapp darf nicht mit dem sehr giftigen Tannenbärlapp (Lycopodium selago), der keine Sporenkeulen trägt, viel kürzer bleibt und an den Blättern (die länger als beim Arznei-Bärlapp werden) keine Haarspitzen. hat, verwechselt werden.

Beifußkraut Herba Artemisiae



Der Beifuß (Artemisia vulgaris) ist verwandt mit dem Wermut und diesem in Aussehen, Inhaltsstoffen und Wirkung ähnlich. Da Bitterstoffe und ätherischer Ölgehalt jedoch viel geringer sind, als beim Wermut und anderen aromatischen Bitterstoffdrogen, ist der Beifuß eine Heilpflanze ,,zweiter Wahl". Er hat eine gewisse Bedeutung als Gewürz.

Erntetermin als Würzmittel bei Blühbeginn, Erntetermin als mildes Magenmittel bei Blühende.

Das getrocknete Kraut wird vielfach zum Füllen von Kopfkissen verwandt, da es, wie das Farnkraut, einen guten Schlaf herbeiführen soll. Die Wurzel des Beifuß ist sehr ästig, kann aber am Grunde fingerdick sein Die kleinen Äste zerteilen sich wieder in dünn zulaufende Wurzelzweige

Der Geruch und Geschmack der Wurzel sind unbedeutend. Äußerlich schwärzlichgrau, ist das Innere gelblichweiß und sehr holzig. Man gräbt sie im Herbst aus oder im Frühjahr vor dem Trieb.

Das Kraut hat einen aromatisch bitteren Geschmack und wird bis zu ein Meter hoch mit seinen oft bräunlich oder rötlich angelaufenen Stengeln. Die fiederteiligen Blätter sind oberseits kahl und dunkelgrün, unterseits meistens sehr dicht behaart. Die kleinen gelben oder rötlichbraunen Blütchen stehen ähren- oder traubenartig angeordnet

¨ Anmerkung: Solange keine Überdosierungen erfolgen, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Da der Beifuß jedoch auch Einfluß auf den Zyklus nehmen kann, sollte er während der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Beinwellwurzel Radix Symphyti



Heilanzeigen: Das Anwendungsgebiet für Beinwell ist außerordentlich weit, Auflagen und Umschläge lassen nicht nur Knochenbrüche schneller und besser verheilen, sondern helfen auch, dass Schwellungen und Schmerzen bei Verstauchungen, Zerrungen und Verrenkungen rascher abklingen. Schlecht heilende Wunden, Krampfadergeschwüre, Quetschungen und Blutergüsse behandelt man mit BeinweIl ebenso erfolgreich wie rheumatische Muskelverdickungen, Gichtknoten, Geschwülste und schmerzende Amputationsstümpfe. Auch tiefe Brandwunden können durch regelmäßiges Auflegen von frischem Beinwellbrei über einige Wochen hinweg komplikationslos und ohne jegliche Narbenbildung verheilen,.

Zubereitung: Verwendung möglichst nur äußerlich. Frische Wurzel wird geschält, unter fließendem Heißwasser kurz gewaschen und im Mörser zu einem Brei zerstampft. Dieser Brei wird auf Krampfadern und schlecht heilende Wunden aufgelegt, mit Verbandmull bedeckt und mit einer Mullbinde locker befestigt. Man kann auch aus der fein geschnittenen trockenen Wurzel eine konzentrierte Abkochung bereiten: 3 Eßlöffel Droge mit 2 Tassen Wasser aufkochen und mit dem abgeseihten warmen Absud eine Mullkompresse für Umschläge tränken.

Inhaltsstoffe: Als wichtigste lnhaltsstoffe gelten Gerbstoffe, Cholin, Asparagin, ätherisches Öl und Allantom. Vor allem Allantom, dem die Wirkung eines Hormons zukommt (Stoffwechselanreger) ist an den überzeugenden Heilerfolgen selbst bei Zellgewebs- ­und Knochenmarksentzündungen (sogenannte offene Beine) vorrangig beteiligt, da es Wundsekrete auflöst, Eiter verflüssigt und zur Gewebeneubildung (Granulation) anregt; keine andere Pflanze ist bekannt, die Allantom, das inzwischen auch synthetisch hergestellt wird, in ähnlich großer Menge enthält.

¨ Anmerkung: Die Substanz Allantom bewirkt Verflüssigung von Wundsekret und regt das Zellwachstum an. Allantom wird auch von Fliegenmaden ausgeschieden. Früher benutzte man diese (!) zur Wundheilförderung. Auch <<<<<<>>>>>> enthält diesen Stoff.

Herkunft: Europa, Sibirien, an feuchten Standorten, beispielsweise Gräben und Bachufern.

Botanik: Deutsche Namen: Beinwell, Wallwurz, Schwarzwurz (nicht zu verwechseln mit der Schwarzwurzel), wissenschaftlicher Name: Symphytum officinale, Familie: Borretschgewächse. Rauhhaarige, kniehohe Pflanze mit glockigen violetten oder weißen Blüten. Nah verwandt ist Komfrey (Symphytum uplandicum).

Man kann Salbe daraus kochen, die gegen Verstauchungen, Verbrennungen, Erfrierungen und Hautkrankheiten hilft. Man kann ihn als Salat essen und er gibt eine gute Jauche zum Düngen im Garten. Bei der Anwendung als Salbe oder Tee muß darauf hingewiesen werden, dass in Beinwell ebenso wie in Huflattich, Borretsch, Brachyglottis, Cineraria, Färberkraut, Feuerkraut, Kunigundenkraut, Ochsenzunge, Steinkraut, Sonnwendkraut, Pestwurz, Kreuzkraut und Hundszunge das Alkaloid Pyrrolizidin enthalten ist, das bei längerer Anwendung und ab einer bestimmten Dosis leberschädigend und krebserregend ist.

Die ausdauernde Staude des Beinwells (Symphytum officinale) besitzt einen solch besonders heilkräftigen Wurzelstock, als uraltes Heilmittel wurde er schon von Hildegard von Bingen, Paracelsus und anderen bedeutenden Heilern des Mittelalters erfolgreich genutzt, erfreut sich aber auch heute wieder großer Anerkennung und Beliebtheit.

Frisch gerieben besitzt der Beinwell die größte Heilkraft, hat man die Möglichkeit, sollte man deshalb im Herbst immer einige Stücke, in Erde eingeschlagen ähnlich wie Gemüse, im Keller lagern; im Bedarfsfall kann man ihn dann nach gründlicher Reinigung mit einer gröberen Reibe reiben und mit etwas Kamillen- oder Salbeitee zu einem streichfähigen Brei verarbeiten, auch ein Zusatz von entzündungshemmendem Zwiebelsaft oder einigen Tropfen Arnikatinktur kann je nach Krankheitsbild empfehlenswert sein.

Üblicherweise werden die Wurzelstöcke aber nach sorgfältigem Reinigen in kleine Stücke geschnitten oder längs halbiert und getrocknet, wobei die Temperatur 45°C aber nicht überschreiten sollte, um die volle Wirksamkeit des Allantoins zu erhalten. Auch der Handel führt Beinwell in dieser Form unter der Bezeichnung Radix Symphyti.

Brei läßt sich auf zweierlei Art aus den getrockneten Stücken herstellen, entweder kocht man diese weich und zerstampft sie anschließend oder man mahlt sie zu Pulver und rührt dieses mit einer heißen Flüssigkeit (Wasser, Tee) und einigen Tropfen Speiseöl an; da hohe Temperaturen die Wirksamkeit des Allantoins verringern, sollte man letztere Art bevorzugen.

Breiauflagen sollten erneuert werden, sobald sie anzutrocknen beginnen, manchmal ist es notwendig, schon stark angetrocknete Ränder mit etwas warmem Wasser wieder anzufeuchten, das Ablösen kann sonst u. U. recht schmerzhaft ein.

Abkochungen für Umschläge werden aus 100 g Beinwell auf 1 Liter Wasser hergestellt, 10 Minuten kochen lassen und anschließend abseihen, auch hier kann man z.B. bei Verrenkungen und Verstauchungen etwas Arnika-Tinktur zufügen, um die Wirksamkeit noch zu erhöhen.

Eine Tinktur ist aber auch aus BeinweIl wirkungsvoll, vor allem zum Einreiben bei Rheuma, Gelenkschwellungen, Durchblutungsstörungen, Kniegelenksentzündungen und auch zur Mundspülung bei Paradentose (20 Tropfen auf 1/2 Glas Wasser). Die Herstellung ist einfach, man schichtet kleine Beinwellstückchen locker in eine Flasche und übergießt mit 70%igem Alkohol, 14 Tage in der Sonne oder am warmen Herd stehen lassen und anschließend abseihen. Auch die Tinktur läßt sich, verdünnt mit Wasser; zu Umschlägen nutzen. Im übrigen kann man natürlich auch die frischen Blätter des Beinwells zu Umschlägen gebrauchen, mit einem Wellholz etwas zerdrückt und öfter gewechselt, wirken auch sie heilend, wenngleich nicht im gleichen Maße wie die Wurzel.

Früher wurde auch immer wieder versucht, die äußere Anwendung innerlich mit Beinwelltee zu unterstützen, dafür ließ man 2 Eßlöffel Beinwellwurzeln mit 1/4 1 kochendem Wasser 15 Minuten ziehen. Ein solcher Tee wurde darüber hinaus bei Bronchial- und Lungenleiden, Venenleiden und Magen-Darm-Geschwüren empfohlen. Heute rät man bei Beinwelltee allerdings zur Vorsicht, mehr als 2 bis 3 Tassen täglich sollte man nicht trinken und auch der Zeitraum nicht zu sehr ausgedehnt werden, da der Verdacht besteht, dass bei innerlichem Dauergebrauch Leberschäden auftreten können. Die äußerliche Anwendung ruft aber keinerlei Nebenwirkungen hervor.

Ob etwas giftig wirkt oder nicht, entscheidet die Dosis, das wissen wir alle, und so sollten wir uns trotz der vorausgegangenen Warnung nicht davon abhalten lassen, ein oder zwei der schon recht zeitig im Frühling treibenden zarten Blätter unter unseren Rohsalat zu hacken; neben reichlich Chlorophyll und anderen wichtigen Vitaminen enthalten vor allem die aus England eingeführten, im Kaukasus heimischen Arten S. peregrinum und S. asperum (mittlerweile unter der Bezeichnung Comfrey recht bekannt) auch das im Pflanzenreich sehr seltene Vitamin B12.

Eigentlich sollte in jedem Garten eine oder auch mehrere Stauden dieser vielseitigen Heilpflanze stehen, zumal sie ja auch mit feuchten, schattigen Standorten vorliebnimmt. In den Bauerngärten vergangener Zeiten war sie immer zu finden, allerdings vorrangig als nährstoffreiches Futter für die Jungtiere, doch gab es auch Gegenden, wo man die Blätter als wohlschmeckende Pfannkuchen (in Omeletteig getaucht) auf den Tisch brachte.

In England wird Comfrey noch heute feldmäßig als Futterpflanze für die Schweine angebaut, aber auch bei uns, besonders im biologischen Land- und Gartenbau, genießt Comfrey seit Jah­ren einen guten Ruf. Die üppige, an Kali und Stickstoff besonders reiche Blattmasse wird gern zur Humusbildung genutzt, zur Kompostbereitung und zum Herstellen einer nährstoffreichen Düngejauche verwandt. Die großen Blätter ergeben auch eine gute Bodendecke, sogar mit einem gewissen Abwehreffekt gegen die gefräßigen Schnecken; da sich die reichlich Kieselerde enthaltenden und deshalb sehr harten in die weiche Kriechsohle der Tiere bohren, vermeiden diese es möglichst, über die Blätter zu kriechen. Bienen und Hummeln dagegen haben ihre besondere Freude an der Pflanze, denn ihnen spenden die kleinen Blütenglöckchen den ganzen Sommer über reichlich willkommenen Nektar. reform-rundschau 8/96

Benediktenkraut Cnici benedicti herba = Herba Cardui benedicti



Heilanzeige: Anregung der Magen- und Gallentätigkeit Zubereitung/Anwendung: .1 gehäuften Teelöffel geschnittener Droge mit einer großen Tasse kaltem Wasser zum Sieden erhitzen und abseihen. Der warme Tee wird vor und zu den Hauptmahlzeiten getrunken.

Inhaltsstoffe: Wenig äther. Öl und Bitterstoff Cnicin.

Herkunft: Heimat Mittelmeerraum, in Deutschland seit Jahrhunderten Anbau.

Botanik: Deutsche Namen: Benediktenkraut, Kardobenedikte, wissenschaftlicher Name: Cnicus benedictus, Familie: Korbblütler. Kniehohe, distelartige Pflanze mit bläulich-grünen dornigen Blättern. Die hellgelben Blütenstände sind ähnlich den Klettenblüten - von spinnwebartigen Fäden umgeben.

Bergamotte



Zitrusfrucht. Bergamotteöl für Parfüms, Liköre u.a.

Besenginsterkraut Sarothamni scoparii herba = Herba Sarothamni scoparii

besteht aus holzigen grünen Stengelstücken, Blättern und gelben Blüten des in ganz Europa bis zum Ural verbreiteten mannshohen Besenginsters. Sein wissenschaftlicher Name ist Sarothamnus scoparius. Er gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler. Die Droge enthält etwa 1 0% Alkaloide, darunter vor allem Spartein, welches zur Regulierung der Herztätigkeit bei Rhytmusstörungen und bei venösen Stauungen herangezogen wird. Die Droge wird meist weiterverarbeitet zu wirkstoffkonstanten Fertigarzneimitteln, denen der Vorzug zu geben ist gegenüber der schwer dosierbaren Schnittdroge (z.B. Spartiol-Tropfen).

Bohnenkraut (Satureja hortensis)



Die als Küchengewürz angebaute Pflanze ist auch unter den Namen Wurst- und Pfefferkraut bestens bekannt. Sie hat schmallanzettliche Blätter und kann bis zu 40 cm hoch werden. Ihre Blüten sind weiß bis rötlich. Man sammelt das ganze Kraut, das ein ätherisches Öl und Gerbstoff enthält, so dass die Pflanze neben ihrer blähungswidrigen, krampflösenden und auswurffördernden Wirkung auch gegen Durchfall eingesetzt werden kann. Als Aufguß oder Küchengewürz (sie wird stets mitgekocht) regt sie den Appetit an und ist auch bei Magen- und Darmstörungen gut zu verwenden. Es kann eine Tagesration bis zu 4 Tassen getrunken werden. Jeweils 4 Teelöffel auf 1/41 siedendes Wasser. Die Beigabe des Krautes zu Kohlgerichten nimmt diesen die blähende Wirkung. Die Volksmedizin verwendet das Bohnenkraut auch bei Keuchhusten und Asthma. wobei Als Bad verwendet wird. Dazu werden 100 g Bohnenkraut mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach 20 Minuten seiht man ab und gibt den Sud einem Vollbad zu. Das ätherische Öl des Bohnenkrautes besteht aus Cymol, Dipenten, Phenolen und vor allem Thymol sowie an­deren Stoffen. Der hohe Gehalt an Thymol läßt vor Überdosierung warnen, denn eine Übermenge an „Medizin" wandelt sich ins Gegenteil und schadet nur. Das Bohnenkraut stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet und dem Bereich des Schwarzen Meeres. Durch die Benediktiner kam es über die Alpen nach Deutschland. Seit der Zeit Karls des Großen wird Bohnenkraut als Arznei und Gewürzpflanze angebaut.

Heilwirkung: Alkoholischer Auszug zur Anregung v. Haarwuchs, Blättertee bei Rheuma, Gicht, Galle/Leberbeschwerden. Das Bohnenkraut wirkt sich besonders günstig auf den Verdauungsprozeß aus. Es ist ein sehr gutes Heilmittel gegen Blähungen, Durchfälle und Krämpfe und regt den Appetit an. Da die Pflanze auch eine schleimlösende Wirkung hat, kann man den Tee auch bei Husten und Verschleimungen einsetzen.

Das Bohnenkraut benötigt Wärme und lockeren, nährstoffreichen Boden. Als Wildwuchs findet man die Pflanze auf Geröllhalden und an felsigen Hängen. Oft wird es auch in Hausgärten angebaut.

Verwendete Pflanzenteile: Das Kraut

Ernte und Aufbereitung: Das Bohnenkraut wird während seiner Blütezeit geschnitten. Je nach Standort können das die Monate Juli bis September sein. Das Kraut wird zu Sträußen gebunden und an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Wer seinen eigenen kleinen Gartenanbau besitzt, kann natürlich auch die frische Pflanze verwenden. Das Bohnenkraut hat nicht nur eine sehr gute Heilwirkung, sondern eignet sich auch hervorragend als Küchengewürz.

Zubereitung: Den Bohnenkraut-Tee bereitet man folgendermaßen zu: 2 Teelöffel des Krautes werden mit ¼ l kochendem Wasser übergossen. Den Aufguß läßt man 10 Minuten ziehen und seiht dann ab. Wird der Tee bei Husten eingesetzt, kann man etwas Honig hinzugeben.

Als Gewürz ist das Bohnenkraut aufgrund seines Geschmacks und seines positiven Einflusses auf den Verdauungsprozeß eine hervorragende Ergänzung zu deftigen Speisen. Man gibt das Kraut z.B. in dicke Eintöpfe, zu gehaltvollen Braten, oder zu Bratkartoffeln mit Speck.

Bohnen hier sind nur die Bohnenkerne gemeint, nicht die Fruchthülsen. Für gesunde und kräftige Menschen als ganze Bohnen, jedoch als Bohnenmehl leichter verdaulich..

Brokkoli.



Lieferant von Vitamin C und Beta-Carotin.

Bittere Mandeln



sind besonders für Kinder gefährlich. denn sie enthal­ten das blausäurehaltige Amygdalin, denn schon 5 bis zehn Bittermandeln können bei Kinder tödlich sein. Die Blausäure entsteht durch Einwirkung bestimmter Enzyme und ist eines der stärksten bekannten Gifte. Blausäure blockiert die Zellatmung und den Sauerstofftransport im Körper. Deshalb sollten Bittere Mandeln nur dosiert verwendet werden und sind am besten unter Verschluß aufzubewahren.

Mandeln wachsen auf Bäumen, die zur Familie der Rosengehölze zählen. Mandeln sind mit dem Pfirsich verwandt. Ursprünglich stammt die Frucht aus Syrien. Zu den wichtigsten Anbauländern zählen die USA, Asien, Mittelmeer, Australien und Südafrika. Erntezeit ist im August. Es gibt süße und bittere Mandeln. Werden bittere Mandeln gekocht oder gebacken, verflüchtigt sich die Blausäure. Aus Bittermandeln wird ein Öl gewonnen, das zur Herstellung von italienischem Mandellikör dient. Blausäure ist da nicht drin. Süße Mandeln können auch in großen Mengen unbedenklich gegessen werden. In Butter gebratene Mandeln schmecken vorzüglich zu Gemüse, Fisch und Geflügel. Aus Mandeln wird Marzipan hergestellt. Die Marzipanrohmasse ist eine Zutat für Konfekt- und Feingebäck. Mandeln eignen sich auch sehr gut zum Backen. Sie enthalten nur geringe Mengen an gesättigten Fettsäuren, die sich ungünstig auf die Blutfette auswirken.

Bittermandeln sind giftig. Sie enthalten Blausäure, die jedoch bei der kommerziellen Verarbeitung der Nuß vollständig entfernt wird.

Buchenknospen



Ein Extrakt aus Buchenknospen enthält Stoffe, die frühzeitiger Hautalterung entgegenwirken können

Birkenblätter



Die Birke wächst vorwiegend im Moor, auf der Heide und in lichten Wäldern. Im Frühjahr die jungen Blätter sammeln, trocknen und zur Teebereitung aufbewahren. Vorwiegend zur Behandlung entzündlicher Harnwege. 1 Teelöffel Birkenblätter pro Tasse ca. 15 Minuten mit heißem Wasser überbrühen, abseien und 3 mal täglich 1 Tasse trinken. Nicht anwenden bei Wasseransammlungen im Körper infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit. Vor dem Sammeln der Kräuter ist der Standort zu prüfen, ob nicht Umweltbelastungen den Standort der Kräuter beeinträchtigen und ob es in solchen Fällen nicht zweckmäßiger ist, an einem anderen Ort Kräuter und / oder Tees zu sammeln. Ferner muß berücksichtigt werden, dass es Kräuter gibt, die unter Naturschutz stehen. Zumal es in Apotheken , Drogerien und Reformhäuser Kräuter und Tees gibt, die entsprechend ihrer Wirkung, die sie erreichen sollen entsprechend zusammengesetzt sind. Und vor allem aus kontrolliertem Anbau stammen. Zum Sammeln von Birkenblätter, Johanniskraut, Lindenblüten , Löwenzahn und Brennesseln wird sich immer eine Gelegenheit bieten. Birkenblättertee ist ideal um die Nieren durchzuspülen. Im Gegensatz zu den Wacholderbeeren reizt er die Nieren nicht. Während der Anwendung von Birkenblättertee sollten kaliumreiche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Kartoffeln) und Getränke in Form von Obst und Gemüsesäften bevorzugt werden, da Birkenblätter wenig Kalium enthalten und auch leicht salzausschwemmend wirken. Den Tee nicht anwenden bei Ödemen.

Buchweizen



sollte in größeren Mengen nur gekocht gegessen werden, weil ein fluoreszierender Stoff die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht steigert und dadurch zu Hautschäden führen kann. Sehr empfehlenswert ist Buchweizenkraut. Es enthält Rutin, eine Substanz, die die Durchblutung fördert. Für einen Tee übergießt man 2 Teelöffel Kraut mit 1/4 lt. kochendem Wasser, läßt das Ganze eine Minute kochen und ca. 15 Minuten ziehen. Zwei bis drei Tassen täglich über einen längeren Zeitraum trinken. Buchweizen ist reich an Mineralstoffen. Er enthält auch, wie die meisten Getreide, Lezithin.

Die essentielle Aminosäure Lysin ist im Buchweizen reicher vertreten als in den Getreiden, was uns zeigt, daß wir gut tun, wenn wir von Zeit zu Zeit Buchweizengerichte auf den Tisch bringen. Diese sind leicht verdaulich und werden auch von glutenempfind­lichen Personen gut vertragen. Buchweizenkörner brauchen eine kürzere Kochzeit als Getreidekörner; weil sie nicht sehr hart sind. Wir kochen sie mit zweimal soviel Wasser als Körner während 10 Minuten auf kleinem Feuer und lassen sie noch fünf Minuten ziehen. Nun servieren wir sie mit etwas Öl und Gewürzen angereichert oder dann mit einer Tomatensauce, mit Käse oder als Salat. Natürlich können wir die Körner auch im Backofen als Auflauf mit Käse zubereiten. Wir können sie auch fein mahlen und als Brei oder Omeletten anrichten, zu Suppen verwenden oder zu Klößen verarbeiten. Gewürzt mit Zwiebeln, Provence-Kräutern (Herbes de Provence), Knoblauch, Salbeiblättern, Lauch oder Gemüseextrakt usw. können wir den Buchweizen immer wieder neu "entdecken".

Spinat, Mangold, Rhabarber und Stachelbeeren sind Lebensmittel, die Oxalsäure enthalten, diese bindet Calcium. Für Personen mit Osteoporose kann die Einschränkung oxalsäurereicher Lebensmittel sinnvoll sein. Wenn sich Oxalsäure nicht im Darm, sondern im Körper verbindet, können sich Nierensteine bilden.

Verschiedene Salate und Gemüse haben die Eigenschaft Nitrat zu speichern. Nitrat selbst ist für Erwachsene nicht schädlich, kann aber in Nitrit und im Körper in krebserregende Nitrosamine umgewandelt werden. Es sollte auf Treibhausgemüse verzichtet werden, weil es besonders nitratreich ist. Die Gehalte schwanken stark in Abhängigkeit von Anbau, Düngung und sogar Erntezeitpunkt.

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)



In den Alpen kommt eine gelbe Art Aconitum sehr häufig vor und führt den Speziesnamen lyconoctus = (griech.) wolfstötend. Schon die alten Germanen sollen mit den Wurzeln des Krautes Fleisch vergiftet haben, welches sie den Wölfen vorwarfen, wodurch diese getötet wurden. Heute noch verwendet man die Pflanze in gleicher Weise zur Vertilgung von Ratten und Mäusen sowie, unter Fleisch gemischt, als Köder für Füchse und Katzen.

Die Pflanze ist von großer Schönheit. Der eigenartigen Form der in Trauben stehenden Blüten verdankt sie unzählige Namen wie Blaumützen Duwenkutschen, Fischerkip, Pantöffelchen, Großmudders Mütz, Venuswägelchen, Arche Noahs, der lieben Frau Federschuh und andere mehr. Von den fünf Blütenblättern ist das oberste helmförmig gewölbt. Darunter stehen zwei seitliche und am Blütengrund zwei spitze, abwärts gerichtete Kronblätter. Die Pflanze kann bis zu 1,5 m hoch werden; die Blätter sind fünf- bis siebenspaltig, die Wurzel rübenartig verdickt.

In den Mittelgebirgen und Alpen wächst der echte Sturmhut wild, in der Ebene nicht. Er wird aber viel in Gärten angebaut. Verwendet werden sowohl die im Juni, Juli geernteten Knollen wie auch das frische Kraut.

In der Volksmedizin findet der giftige, gefährliche Sturmhut keine Verwendung, dagegen in der wissenschaftlichen Medizin spielt er wegen seines Gehaltes an Aconitin eine große Rolle.

Borretsch Borago officinalis Gurkenkraut



Das Kräutlein ist die »Herzfreude« und der »Wohlgemut«; denn sei »holdseligen blawen Blümlein« solle man in einem Trank den armen Kranken geben, »auf das die schwache, traurige Menschen ires levds vergess mögen.« Auch geben seine Blätter, in Wein getrunken, einen fröhlichen Mut und erfreuen und erquicken das Herz, so dass alle Melancholei daraus vertrieben wird.

Das Kräutlein ist gut gegen Ohnmachten und Herzklopfen, »stärket wunderbarlich das Hirn, gibt Krafft der gedächtnuß und macht einen gut Verstand.«

Tabernaemontanus erzählt: »Es haben die Alten mit dem Burretsch ein sonder Geheimnuß der Natur getrieben, das Fieber zu benemmen: Hab genommen ein Stock, der allein drey Stengel hat, und denselbigen ganz mit Kraut, Wurzel, Blumen und Samen! wol zerknitschet und gesotten, dasselbige haben sie zu trinken geben wider das dreitägig Fieber. Wider viertägig Fieber einen Stock mit vier Stengeln in gutem, firnen Wein wie gemeldet gesotten.«

»Die blümlein roh gegessen und darüber getrunken, benymbt das Herzzytteren.« Wenn man sie aber in Baumöl legt und Herz und Magen mit dem Öl einreibt, so »gibt es eine große Kraft.«

In summa: »es sollen die holdseligen Borragenblumen in der Speiß und trank fröhlich genützet werden..., dann sie stärken das Herz und Hirn, erwecken die verzagte, trawrige, Melancholische Menschen zur frewd (Freud>) und leichtsinigkeit und leutern das Geblüt.«

»Ego borago, gaudia semper ago!« (ich, der Borretsch, bringe stets Freude) hieß es bei den alten Römern.

Ein besonderer Rat: »Wem die Zähn wehe tun, der kaue das Kraut oft und dick.«

Schon seit alters her war der Borretsch ein Liebling des Volkes, sprechen auch die Namen, mit denen diese Pflanze belegt wurde: Herzblümelein, Himmelsstern, Augenzier und Herzfreude. Sie wird 30-50 cm hoch hat einen saftigen Stengel und breite, elliptische Blätter, die gleich dem Stengel mit rauhen Haaren besetzt sind. Die Blüten sind himmelblau. Ursprünglich ­im Garten angepflanzt, ist das Kraut hauptsächlich in Süddeutschland stark verwildert und wächst am liebsten in salpeterreichen Gegenden, also auf Schutthaufen und brachliegenden Äckern. Die Pflanze enthält eine so bedeutende Menge Salpeter, dass auf den Ofen gelegte Blätter verpuffen.

Der frisch ausgepresste Saft der in allen Teilen gurkenartig schmeckenden Pflanze ist sauer, schleimig und diente schon in alten Zeiten bei fieberhaften und entzündlichen Krankheiten zur Kühlung und Erquickung. Deshalb hat man ihn auch häufig bei Seitenstechen, Hypochondrie und Melancholie mit Erfolg angewendet.

Die Asche des beliebten Krautes mit Honigwasser gemischt, bildet ein wirksames Wasch- und Gurgelwasser gegen Bräune und Halsbeschwerden, bei Verletzungen des Halses und der Zunge.

Bittersüßstengel Stipites Dulcamarae

ist eine aus den Stengeln des bittersüßen Nachtschattens (Solanum dulcamara) gewonnene Droge, welche hautptsächlich in der Volksheilkunde als sog. ,,Blutreinigungsmittel", bei rheumatischen Beschwerden und Hautkrankheiten Verwendung findet.

Die roten Beeren des bittersüßen Nachtschattens sind ebenso wie die schwarzen Beeren des schwarzen Nachtschattens (Solanum nigrum) giftig. Der Laie sollte auf die Verwendung von Bittersüßstengel verzichten.

Blasentang (Fucus vesiculosus)



ist eine unangenehm riechende, an den europäischen Küsten lebende jodhaltige Braunalge (Fucus vesiculosus). Die häufig durch andere Braunalgen verfälschte Droge war früher oft Bestandteil von Entfettungstees. Wegen der Gefahr einer Schilddrüsen- und Herzschädigung sollte Blasentang weder in gemischten Schlankheitstees, noch als Einzeldroge verwendet werden. Geeignet für Personen der Blutgruppe 0

Bohnenschalen Phaseoh pericärpium = Fructus Phaseoh sine Semine



werden in der Volksheilkunde als harntreibende--und blutzuckersenkende Droge eingesetzt. Nur die harntreibende Wirkung kann heute noch einigermaßen vertreten werden.

Keinesfalls dürfen Bohnenschalen als Ersatz für Diabetestabletten oder gar Insulin angesehen werden. Im Vordergrund jeder Diabetesbehandlung muss neben laufender ärztlicher Therapie stets eine entsprechende Diät und ggf. Gewichtsabnahme stehen.

Mischungen von Bohnenschalen mit anderen ,,Zuckerdrogen" (Heidelbeerblätter etc.) bringen auch keine nennenswerten Erfolge. Entsprechendes gilt mehr oder weniger für alle fertigen Zuckerteemischungen. Dagegen besitzt die Küchenzwiebel (Alhum cepa) durch ihren Gehalt an Allicin etc. einen leicht blutzuckersenkenden Effekt.

In grünen Bohnen, in den Samen von Sojabohnen und in den Feuerbohnen sind sogenannte Lectine enthalten, Diese Eiweißkörper lassen die roten Blutkörperchen verklumben. Vorsicht: Schon fünf bis sechs rohe grüne Bohnen können zu akuten Vergiftungen führen. Allerdings werden durch Erhitzen die Lectine schnell unwirksam. Gekeimte Hülsenfrüchte enthalten nur noch 20 - 30 % der ursprünglich vorhandenen Lectine. Um den Rest zu eliminieren, sollte man Soja- und Linsensprossen blanchieren. In Hülsenfrüchten sind noch andere problematische Inhaltsstoffe, die sogenannten Proteaseinhibitoren. Sie hemmen die eiweißspaltenden Enzyme in der Bauchspeicheldrüse. Auch sie werden durch Kochen zerstört., deshalb keine rohen Hülsenfrüchte essen. Durch 15minütiges Kochen werden Lectine und Proteaseinhibitoren zerstört.

BoldobIätter (Boldo folium = Folia Boldo)



Heilanzeigen: Gallenleiden. Sowohl die Gallebildung in der Leber als auch die Abgabe der Gallenflüssigkeit an den Dünndarm wird angeregt.

Zubereitung/Anwendung: Als Einzeldroge gut brauchbar, jedoch allgemein bevorzugt in Mischung mit anderen gallewirksamen Drogen wie Wermutkraut, Temoe-Lawak-Wurzelstock (Curcuma), Löwenzahnkraut, Pfefferminzblätter etc. Man überbrüht 1 gehäuften Teelöffel mit 1 Tasse kochendem Wasser, lässt bedeckt 10 Minuten ziehen und trinkt zu den Hauptmahlzeiten 1 Tasse.

Inhaltsstoffe: Mehrere Alkaloide, darunter vor allem Boldin, Flavonglykoside.

Herkunft: Chile, Peru.

Botanik: Deutsche Namen: Boldo, Boldoblätter, wissenschaftlicher Name: Peumus boldus. Verwandt mit den Lorbeergewächsen. Kleiner, immergrüner Baum mit eiförmigen Blättern von kampferartigem Geruch.

Bruchkraut (Herba Herniariae)



Heilanzeigen: Unterstützend bei chronischer Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung, schmerzhaftem Harndrang.

Zubereitung/Anwendung: Man überbrüht 2 Teelöffel Droge in 1 Tasse mit kochendem Wasser, läßt bedeckt 10 Minuten ziehen und trinkt mittags und abends 1 Tasse Tee. Die Anwendung ärztlich verordneter Mittel wird durch den Tee nicht entbehrlich.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Herniarin (mit Cumarin verwandt), Saponin

Herkunft: Mitteleuropa, Polen, Ukraine, Balkan

Botanik: Deutscher Name: Bruchkraut, wissenschaftliche Namen: Herniaria glabra und hirsuta, Familie: Nelkengewäche. Unscheinbare, dem Boden anliegende Pflanze mit kleinen Blättern und grünlichen Blüten.

Brunnenkresse Herba Nasturtii (Nasturtium offlcinale R.Br.)



Getrocknete Brunnenkresse (Nasturtiuin officinale) enthält im \Vergleich zur frischen Pflanze wesentlich weniger von dem Wirkstoff Glukonasturtiin, einem Senfölglycosid. Frische Brunnenkresse hat eine geringe galletreibende Wirkung.

Der Frischpflanzenpreßsaft wird zu sog. Frühjahrskuren verwendet. Durch eine Frühjahrskur soll eine allgemeine Anregung des Stoffwechsels bezweckt werden.

Die Brunnenkresse wächst in Quellen, an Bächen, Gräben und am Rand von kleinen Teichen. Die Pflanze wird in der Naturheilkunde viel gebraucht. Das bitterlichscharfe, rettichartig schmeckende Kraut (Herba recens Nasturtii Uquatici) wird als frisch ausgepreßter Saft gegen Skorbut sowie bei Frühlingskuren verwendet. Vielfach ißt man die Pflanze im Frühling als Salat, der blutreinigend und magenstärkend wirkt.

Brunnenkresse Die Pflanze ist Bestandteil von Präparaten gegen Altersflecken. Sie enthält reduzierende Stoffe, die die unregelmäßige Bildung des Hautfarbstoffs Melanin unterdrücken.

Bukkoblätter (Folia Bucco)

Heilanzeigen: Infektionen der Harnwege

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel Droge auf 1 Tasse zum heißen Aufguß. Sinnvoll sind Mischungen mit gleichen Teilen Bärentraubenblätter und Bruchkraut.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl mit Bukkokampfer und Isomenthon, Diosmin.

Herkunft: Angola, Südafrika.

Botanik: Deutsche Namen: Bukko, Buchu, wissenschaftlicher Name: Barosma betulina, Familie: Rautengewächse. Der Strauch trägt pfenniggroße lederige Blätter, die beim Zerreiben pfefferminzähnlich riechen und bitter schmecken.

Betonie (Betonia officinalis L. Trev.)



Diese bei uns nicht selten vorkommende Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler, volkstümlich auch Flohblume, Heilzist, Zehrkraut genannt, hat folgende Kennzeichen:

Stengel aufrecht, bis 0,5 Meter hoch; Blätter herzförmig, auch länglich, rauhhaarig oder kahl, grob gekerbt, obere linealförmig; Kelch fünfzähnig, nicht geadert; Oberlippe :gewölbt, eillänglich, ganzrandig oder ausgerandet, oft gekerbt; Unterlippe. mit stumpfen Mittellappen; Kronröhre. ohne Haarkranz, Krone: purpurn, außen flaumig; Nüsse: stumpf abgerundet, Blütezeit: Juni bis August; purpurrot; Standort: Wald, Wiesen, trockene Plätze an Bergen. Ausdauernd.

Naturkundige werden das Heilkraut nach dieser Beschreibung unter den Arten leicht herausfinden. Von Nichtkundigen wird es leicht mit Lippenblütlern verwechselt. Das würzige, aber bitter schmeckende Kraut und die Blüten sind als Herba et Flores Betonica offizinell.

Der Tee (Aufguß): 3 - 5 Gramm auf eine Tasse; täglich 1--2 Tassen, wirkt auswurffördernd, schleimlösend und stärkend. Mit Honig und Wein gesotten, verwendet man die Blätter bei Brustschmerzen mit Blutauswurf. Der Tee wird aber auch gegen Katarrh der Luftwege, Husten und Keuchhusten getrunken. Äußerlich wendet man den Aufguß für Wunden und gegen Krampfadergeschwüre an.

Der Saft der Blätter, mit Rosenöl vermischt und in die Ohren geträufelt, stillt fast augenblicklich heftige Ohrenschmerzen..

Bibernelle, große und kleine (Pimpinella major und Pimpinella saxifraga)



Die nicht sehr ansehnliche Pflanze aus der Familie der Doldengewächse, volkstümlich auch Bockspeterlein, Bockswurz, Pfefferwurz, Pimpinelle, Steinpeterlein und Theriakwurzel genannt, wächst in gelichteten Wäldern, an Rainen, Gebüschen, Wegrändern und auf Bergwiesen. Zwischen der großen und kleinen Bibernelle besteht kaum ein Unterschied, nur wird die größere bis zu einem Meter und die kleinere nur bis 50 cm hoch.

Die Wurzel ist spindelförmig, ästig, außen braun und stark riechend. Der Stengel ist kantig gefurcht bei der großen, fein gerillt bei der kleinen Art und oben fast blattlos. Die Blätter sind gefiedert, die Blüten weiß bis intensiv, rosa bei der großen. bzw. gelblichweiß bei der kleinen Art und stehen in zusammengesetzten Dolden. Die Bibernelle blüht von Mai bis September, die kleine von Juni bis Oktober.

Gesammelt wird die Wurzel, die ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoff und Zuckerstoff enthält, von März bis April oder September und Oktober. Beide Drogen wirken blutreinigend, harn- und schweißtreibend und lösend. Von der Wurzelabkochung bereitet man einen Tee oder eine Tinktur. Zubereitung wie üblich.

Bitterklee (Menyanthes trzfoliata L.)



Die Pflanze, die auch Zottenblume, Fieberklee, Biber-, Magen-, Wasser- und Sumpfklee genannt wird, wächst meist auf sumpfigen Wiesen. Sie hat drei Blätter und ist, wie der Name schon sagt, bitter im Geschmack.

Schon im frühesten Frühjahr treibt aus der fingerdicken Wurzel der mit B1attscheiben umgebene Stengel. Bitterklee blüht im Mai, wobei die Blüte einer Hyazinthe ähnlich sieht. Die Blätter sitzen zu dreien an einem Blattstiel zusammen; die Frucht ist eine einfächrige, zweiklappige, vielsamige Kapsel. Die Blätter werden erst im Sommer, wenn sie vollkommen ausgewachsen sind, gesammelt und getrocknet. Sie liefern einen vorzüglichen Magentee und wirken gut auf die Verdauung. Der Saft wird aber auch bei Leber- und Gallenleiden, Rheumatismus und Gicht gern eingenommen.

Bitterklee, in Branntwein angesetzt, gibt den sogenannten »bittern Giest« (Bitterkleetinktur), der denselben Zwecken dient.

Die Blätter der Pflanze werden mit einem kurzen Stückchen vom Stiel, nicht über fingerlang, abgeschnitten. Man sollte sie aber nicht abreißen, da die Pflanze sonst aus ihrem schlammigen Untergrund gerissen wird. Die Blätter nicht drücken und zum Trocknen nur in dünnen Lagen auslegen.

Bockshornklee (Trigonella Foenum graecum L.)



Die bekannte Heilpflanze heißt auch griechisches Heu, Kuhhornklee, Hirschwundkraut oder schöne Grete.

Sie hat aufrechte, 15 - 3O cm hohe Stengel mit dreizähnigen Blättern und gelblichweißen Blüten, wie sie alle Kleearten, Erbsen, Bohnen, Wicken und andere Hülsenfrüchte haben.

Diese Kultur- und Arzneipflanze wird in Südeuropa (Griechenland) angebaut, wächst dort aber auch wild. Die Pflanze kann auch bei uns im Garten ausgesät werden. Sie blüht von Juni bis August; die Aussaat ist im Mai; Blütezeit Juli, Samenernte September. Der Samen hat einen starken, nicht angenehmen Geruch und einen mehligen, schleimigen, bittersüßen, unangenehm gewürzhaften Geschmack. Er enthält unter anderem ätherisches und festes Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, bitteres Harz, Trigonellin und Schleim.

Der gemahlene Same (Foenum graecum) wird mit kochendem Wasser zu einem Brei verrührt und zu heißen Auflagen bei eitrigen Geschwüren (Furunkel) verwendet, ebenso bei offenen Beinen. Die Auflage wird öfter erneuert. Sie wirkt erweichend, ausziehend, reinigend und heilend.

Als Tee zubereitet dient das Bockshornkleepulver als kühlendes Getränk der Fieberhitze und als Gurgelwasser bei Halsleiden mit starker Erhitzung. Man kann den Tee auch mit Honig süßen. Außerdem leistet der Tee Dienste bei Verschleimungen der Lunge und Atmungswege. Personen mit Blutgruppe B und AB sollten den Tee meiden

Brennessel (Urtica urens oder dioica L.)



Die Brennessel zu Unrecht als Unkraut bezeichnet, besitzt nicht nur im Garten als Brennesseljauche eine Daseinsberechtigung, sondern in der Heilpraxis wird der Blättertee zur Linderung von Hautausschlägen, bei Verschleimung der Atemwege, bei Hämorrhoiden und Gelbsucht angewendet. Der hohe Anteil an Vitamin A, B, und C lassen aus den jungen Trieben im Frühjahr einen hervorragenden Salat machen, der nicht zu verachten ist.. Als Teeaufguß verwendet man 2 - 3 Eßlöffel feingeschnittener Blätter und übergießt sie mit 2 Tassen siedendem Wasser. Zum Brennesselgemüse dämpfe man sie ähnlich dem Spinat mit feingeschnittenen Zwiebeln und Petersilie, sie reinigt den Magen und die Gedärme. Bei Magen- und Darmgeschwüren ist dieses Gemüse eine Diätkur, die sehr empfohlen werden kann, weil sie langsam aber sicher ein Heilung bringt.

Verschiedenen Nesselarten hat man adstringierende Eigenschaften zugeschrieben und sie gegen Lungen- und Gebärmutterblutungen sowie gegen Blut im Harn empfohlen. Der Gelehrte Gesner verordnete die Wurzel gegen Gelbsucht. Aufguß und Saft wurden gegen Rheumatismus und Gicht, gegen Harngrieß, Röteln, Asthma und Rippenfellentzündung gebraucht. Die Brennessel gilt als abführend, harntreibend sowie als Mittel gegen Würmer. Man bedient sich ihrer auch, um eine lokalisierte Hautrötung zwecks Ableitung von Schmerzen zu erzeugen.

Die reichlich Chlorophyll, Xantophyll, Vitamin C sowie geringe Mengen Karotin, Fermente, Glukokinine, Kieselsäure, Serotonin, Acetylchlotin und Eisen enthaltenden jungen Brennesselpflanzen werden vom April bis Mai gesammelt; die Wurzeln von Mai bis September.

Wegen der blutbildenden, schleimverflüssigenden, stoffwechselfördernden, wind- und harntreibenden Wirkung empfiehlt die Volksheilkunde die Anwendung der Brennessel bei Wassersucht, chronischem Bronchialkatarrh, Gelbsucht, Diarrhöe, Magenkrämpfen, Koliken, Nieren- und Blasensteinen, hartnäckiger Urinverhaltung, Gicht, Rheumatismus, ödematischen Geschwülsten und chronischen Hautausschlägen.

Brennesseltee (Aufguß) bereitet man aus drei Teelöffeln getrocknetem und geschnittenem Kraut auf einen halben Liter Wasser. Man hat damit gleich die Tagesmenge, die man heiß und schluckweise trinkt. Vom Brennesselsaft, den man am besten in der Apotheke oder im Reformhaus kauft, nimmt man etwa fünf Wochen lang dreimal täglich einen Eßlöffel voll.

Eine noch kräftigere Wirkung spricht man dem Aufguß (10 gr auf 1/4 Liter Wasser) der frischen oder getrockneten, zerschnittenen Brennesselwurzel zu.

Nach Kneipp ist die Brennessel auch ein ausgezeichnetes Haarerhaltungsmittel. Sie soll dort, wo die Haarwurzeln noch nicht abgestorben sind, Haarwuchs fördern.

Rezept:
200 gr feingeschnittene Brennesselwurzeln und 100 gr frische Brennesselspitzen werden in 1/2 Liter Wasser und 1/2 Liter Weinessig 1 Stunde gesotten, der Absud abgegossen und mit 1 Teil Weingeist auf 9 Teile Absud haltbar gemacht. Mit dieser Flüssigkeit wird der Kopf vor dem Schlafengehen gut gewaschen. Um das Sprödwerden der noch vorhandenen Haare zu verhüten, wird die Kopfhaut nach dem Abtrocknen ganz leicht mit Öl massiert.

Brombeere (Rubus fruticosus L.)



Die überall an Hecken, Waldrändern, Gebüschen und in Gärten vorkommende Brombeere ist den Botanikern in etwa 220 Arten bekannt.

Der volkstümlich auch als Boarendreck, Brummelbär, Braunbeer, Murbeer, Bromele bekannte, zwei bis drei Meter lang bzw. hoch werdende Strauch, treibt lange Ranken, die, wie der Strauch selbst, reichlich Stacheln besetzt sind. Die Blätter sind handförmig. Im Juni und Juli blüht der Strauch weiß bis rötlich und trägt im August und September glänzend schwarze Sammelfrüchte, die sich meist nur schwer vom Fruchtboden lösen.

Es gibt sehr viele einander ähnliche Arten, die aber als Heilpflanzen ziemlich gleichwertig sind. Ähnlich wie die Brombeere wirken auch die unterseits weißfilzigen Blatter der Himbeere (Rubus idaeus). Der Brombeere verwandt ist der sehr bekannte Kratzbeerenstrauch (Rubus caesius), der mit seinen blauen Früchten sehr häufig auf Äckern und an Ackerrändern zu finden ist.

Die Gerbstoffe und Fruchtsäure enthaltenden jungen Blätter werden im Mai und Juni, die Früchte im August und September gesammelt.

Die Blätter für den blutreinigend und zusammenziehend wirkenden Tee werden gekocht (1-2 Eßlöffel auf eine Tasse, täglich 1-2 Tassen schluckweise) und zur Blutreinigung, bei Durchfall, Katarrh des Magens und des Darmkanals, Gicht und zu starker Periode verwendet; als Saft insbesondere bei fieberhaften Erkrankungen. Ein schwacher Aufguß getrockneter Brombeer- und Himbeerblätter (2:1) liefert einen aromatischen Haustee. Äußerlich wird der Tee zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenhöhle sowie des Zahnfleisches angewendet.

Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) Giftig!



Die 30-60 cm hohe Pflanze, im Ödland, an Wegrändern, in Hecken und an Zäunen anzutreffen, wird auch Tollkraut oder Zigeunerkraut genannt. Diese Bezeichnungen weisen darauf hin, dass sich das Bilsenkraut nicht als Heilpflanze im Hausgebrauch eignet, weil es giftig ist und man seine Auswertung Fachkräften überlassen muß. Es enthält neben Atropin auch andere Alkaloide, Scopolamin, Hyoscyamin usw. Die Heilkunde kann die Wirkstoffe dieser widerlich riechenden Pflanze als schmerzlinderndes Mittel bei Krampfhusten, Asthma, Magenkrämpfen, Erregungszuständen und Koliken erfolgreich anwenden.

Ein Mißbrauch kann zu schweren Vergiftungen führen.

Blasenstrauch (Colutea aborescens) Giftig!



Man nennt diese im südosteuropäischen Raum verbreitete Pflanze auch Blasenschote. Sie ist ein Zierstrauch mit unpaarig gefiederten Blättern, gelben bis roten Blüten und stark blasig aufgetriebenen Hülsen. Bäurischer Aberglaube dichtete ihr Heilkräfte an, die durch nichts erwiesen sind. Der bis 3 m hohe Strauch mit seinen kleinen schwärzlichen Samen sollte wegen seines gefährlichen Giftes gemieden werden. Wir erwähnen ihn nur, um vor ihm zu warnen.

Bohne (Phaseolus vulgaris)



Es gibt über fünf Dutzend Bohnenarten, die wir als Gemüse verwenden. Der Wert der grünen Bohne wird im allgemeinen überschätzt. Sie enthält unbestreitbar das wichtige Vitamin G, das aber in anderen Gemüsen besser und konzentrierter vorhanden ist. Bohnen sättigen zwar, ihr Nährwert ist jedoch niedrig. Die meisten Bohnenarten sind im rohen Zustand giftig, weil sie in ihrem Bestandteil Phasin Blausäure enthalten. Beim Kochen geht sie völlig verloren.

Die Heilwerte der Bohnen liegen im Trigonellin und den Aminosäuren, deren Fermente blutzuckersenkend, harntreibend und harnsäureausreibend wirken. Man kennt bis heute noch nicht den blutzuckersenkenden Stoff in der Pflanze und weiß lediglich, dass es sich nicht um Insulin handelt. Verwertet werden die Schoten (leeren Hülsen) als Abkochung bei leichter Zuckerkrankheit, Gicht, Rheuma, Blasen- und Nierenleiden, bei Gesichtsakne (Hautunreinheiten) und Wasseransammlungen. Es versteht sich, dass bei Zuckererkrankung die Insulinbehandlung an erster Stelle zu stehen hat.

Bohnentee durch Abkochung bereitet man aus getrockneten, fein zerkleinerten Schalen, von denen man über Nacht (mindestens 10 Stunden) 1 Eßlöffel auf 1 Tasse Wasser kalt ansetzt, ziehen läßt und kurz aufkocht. Die Tagesration darf bis zu 3 Tassen gesteigert werden. Tagsüber schluckweise trinken .

Bohnenmehl verwendet man äußerlich zum Einpudern nasser und juckender Ausschläge. Es eignet sich für trockene Umschläge bei Gürtelrose.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Giftig!



Die in Gebüschen und Laubwäldern beheimatete kleine Pflanze wird von Heilpraktikern und Ärzten als durchblutungsförderndes Mittel bei Rheumatismus geschätzt. Von einer Verwendung durch Laien wird abgeraten. Das so harmlos aussehende Röschen enthält ein starkes Gift, das bei äußerlicher Anwendung zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Man sollte sowohl das Kraut wie auch eventuellen Preßsaft nur auf ärztliche Verordnung benutzen. Homöopathische Mittel aus dem Buschwindröschen gibt es in der Apotheke.

Birnen



nur in gekochtem Zustand unbedenklich, Gekochte Birnen ohne Kochwasser gelten als Verdauungshilfe und Entgiftungsmittel. Roh gegessen belasten sie die Lunge.

Bleiwurz Plumbago



Die volkstümlichen Namen dieser Pflanze, wie Zahnkraut, Krebskraut, Böskraut, spielen auf ihre medizinischen Eigenschaften an, auf die tatsächlichen wie die falschen. Bleiwurz ist scharf und ätzend, und wenn man es auf die Haut legt, ruft es eine Reizung oder sogar eine Rötung hervor. Die Wurzel scheint manchmal Zahnkranken zum Kauen gegeben worden zu sein. Es wird auch behauptet, dass Öl, in dem man die Wurzel eingeweicht hatte, mit Erfolg gegen chronisch gewordene Geschwüre und sogar gegen Krebs angewandt worden sei. Man empfahl es auch gegen Krätze. Innerlich eingenommen bewirkt es Erbrechen und führt ab. Aber zu diesem Zweck verwendet man es heute nicht mehr, denn Bleikraut ist ein recht gefährliches Mittel, dessen Gebrauch große Vorsicht erheischt. Eine afrikanische Abart hat eine aromatische, süßliche und stechend schmeckende Wurzel, deren sich die Eingeborenen bedienen, um Erbrechen hervorzurufen, die Harnausscheidung anzuregen und giftige Bisse zu heilen.

Bitterkreuzblume (Polygala amara)

In Frankreich wird diese Pflanze im Volke »Milchblume« genannt, denn sie galt lange als ein gutes Mittel, um bei Ziegen und Kühen die Milchproduktion zu steigern, und man verordnete sie sogar stillenden Müttern. Heute ist diese Pflanze in dieser Beziehung abgetan, doch schätzt man sie noch als magenstärkend und schleimlösend.

Braunwurz Scorphularia



Die Namen Scrophularium und Hämorrhoidenkraut, die diese Pflanze hier und da trägt, zeigen hinlänglich, dass sie lange Zeit gegen Skrofeln und Hämorrhoiden geschätzt wurde. Man verwendete die Braunwurz unterschiedslos gegen wäßrige wie gegen knotenbildende Skrofeln. Die wäßrigen sind wohl die heftigeren. Heutzutage werden die antiskrofulösen Eigenschaften der Braunwurz oft verneint. Doch wirken die Pflanzen nach Candolle in kleinen Dosen abführend, in stärkeren erzeugen sie Erbrechen.

Ballonranke (Cardiospermum halicaca)

Ayurvedisch/Sanskrit (Name): Kanphuti

Verwendete Teile: Blätter, Wurzeln

Ballonranke kann man mit Rizinusöl mischen und für steife Glieder, Rheuma und Lumbago, äußerlich auftragen. Der Saft ist gut für Ohrenschmerzen.

Dosierung: ???

Banane (Musa paradisiaca var. sa)



chinesisch: Xiangjiao, englisch: Banana, französisch: Banane

Verwendete Teile: Frucht Schale

Dosierung: 1 bis 2 Bananen täglich

Bananen sind reich an Ballaststoffen, Kalium, Vitamin C, Quercetin, Dopamine, Tryptophan und den Hormonen Noradrenalin und Serotonin.
Dopamine wäre gut, speziell für Parkinsons, kann aber nicht die Blut - Gehirn - Schranke überwinden. Banane enthält aber auch L-Dopa, eine Vorstufe für Dopamine welches keine Schwierigkeiten hat die Blut-Gehirnschranke zu überwinden.

Bananen sind gleichgut für Durchfall und Verstopfung. Sie helfen die Darmtätigkeit zu normalisieren. Ein chinesisches Rezept gegen Hämorrhoiden empfiehlt zwei Bananen zu dämpfen und mit Schale zu essen.

Baumwolle (Gossypium herbaceum)



Verwendete Teile: Wurzeln

Baumwolle wirkt gegen Viren und Parasiten. Es wird als Verhütungsmittel für Männer untersucht. Die Samen wurden auch für Husten verwendet.

Dosierung: nicht empfohlen.

Benedikten-, Bitterdistel (Cnicus benedictus)



Kommt noch!

Bibhitaki (Terminalia belerica)

Ayurvedisch/Sanskit: Bibhitaki, englisch: Myrobalan, Beleric

Verwendete Teile: Frucht

Dosierung: Pulver: 250 mg 3 mal täglich oder als Ghee einnehmen.

Diese Art des Myrobalanbaumes wird für alle Lungenbeschwerden eingesetzt einschließlich: Bronchitis, Verschleimung Husten, etc.
Zusätzliche Verwendung bei: Halsentzündung Stimmbandentzündung, Durchfall, Ruhr, Parasiteninfektion und für Steine (Niere, Galle, Blase).


Blaue Silberkerze(Caulophyllum thalictroide)

Blauer Gauchheil (Anagallis foemina)

Blaues Eisenkraut (Verbena hastata)



englisch: Blue Vervain

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser; 3 - 6 mal täglich.

Das Blaue Eisenkraut ist nicht zu verwechseln mit dem Eisenkraut. (Verveine officinale) Das Blaue Eisenkraut ist gut für alle Lungen-, Darm- und Nervenprobleme. Es ist auswurffördernt beruhigt wirkt gegen Würmer und tonisiert den Darm. Es enthält kleine Mengen von Vitamin E, C, Kalzium und Mangan.

Blutweiderich (Lythrum salicaria2)



englisch: Purple Loosestrife, Long purples Purple willow-herb, Spiked französisch: Salicaire commune

Verwendete Teile: Pflanze

Dosierung: Einen Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser, 2 - 6 mal täglich. Kapseln nach Vorschrift.

Der Blutweiderich hat sich in Kanada zu einer Pest ausgebreitet und stellt eine Gefahr für einheimische Pflanzen und Weidetiere da. Davon abgesehen, hat es seinen Wert bei der Senkung von Blutzucker, als Stärkungsmittel für die Leber und bei Enteritis.

Blutwurzel (Sanguinaria canadensis)



englisch: Blood Root, Sanguinaria, Red root, Indian paint;

Verwendete Teile: Wurzel

Dosierung: nicht zu empfehlen

Blutwurzel kann als Brechmittel benutzt werden. In kleinen Mengen wird es als Bestandteil in einer Krebsbekämpfungsformel angewendet. Indianer und Siedler benutzten die Pflanze auch für Husten, Bronchitis Laryngitis, Lungenprobleme Gelbsucht und anderes. Giftig!

Boneset (Eupatorium perfoliatum)



Boneset ist der englische Name des Krautes, der deutsche ist mir nicht bekannt.

englisch: Boneset, Eupatorium, Indian sage Sweating plant, Wood boneset;

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser; zweimal täglich.

Boneset ist ein klassisches Mittel für alle Erkältungen und Fieber. Es enthält Vitamin C, Kalzium, Paba, Magnesium und Kalium.

Brechwurzel (Cephaelis ipecacuanha)



englisch: Ipecacuanha, französisch: Ipeca

Verwendete Teile: Wurzeln - Dosierung: Wie vorgeschrieben.

Wie der Name sagt, wird Brechwurzel eingesetzt, wenn schnelles Erbrechen erwünscht oder erforderlich ist. In kleinsten Mengen wirkt es stimulierend auf den Magen.

Brustbeere (Zizyphus jujube)



englisch: Jujube, Red dates, chinesisch: Ta Tsao

Verwendete Teile: Beeren

Brustbeeren stärken Magen, Herz, Lungen, Nerven, das Verdauungssystem und wirken verjüngend auf den Körper.

Buchsbaum (Buchus sempervirens)



englisch: Boxwood, Bush tree, französisch: Buis

Verwendete Teile: Blätter

Dosierung: in homöopatischer Verdünnung

Der Buchsbaum wird heute nur noch in homöopathischer Verdünnung gegen Durchfall und Brechreiz verwendet. Es enthält Buxin, was bei der normalen Einnahme zu Durchfall und Brechreiz führen kann. In der Vergangenheit wurde es speziell für Fieber und Malaria eingesetzt. Die Blätter wurden für Rheuma benutzt.

Bugleweed (Lycopus virginicus)

englisch: Bugleweed, Gipsyweed, Water Bugle. chinesisch: Ze Lan

folgt noch.

Bur Marigold (Bidens pilosa)

Bur Marigold ist Englisch und konnte nicht übersetzt werden. Es wird zur Bekämpfung von Erkältungen, Grippe, Fieber, Malaria, wundem Hals, Gelbsucht, Magen- und Darmentzündungen, Hämorrhoiden und Blinddarmentzündungen verwendet.

Dosierung: unbekannt

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Burweed (Xanthium stumarium)

englisch: Cocklebur, Burweed. chinesisch: Cang er zi (fruit)

Verwendete Teile: Wurzel - dosierung unbekannt

Burweed konnte nicht übersetzt werden. Burweed tonisiert und beruhigt die Nerven. Die Pflanze wird auch bei bestimmten Krebsarten,für Harnwegentzündungen und Malaria verwendet.

Bupleurum (Bupleurum falcatum)


Blutwurz (Potentilla tormentilla)