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Eberesche
Eberraute
Eberwurz
Echte Nelkenwurz
Echter Alant
Echter Ehrenpreis
Echter Safran
Echter Steinsame
Echter Sturmhut
Echtes Löffelkraut
Eclipta
Edelkastanie
Edelweiß
Efeukraut
Ehrenpreis
Eibe
Eibisch
Eichenrinde
Einbeere
Einjähriges Bingelkraut
Eisenhut (blauer)
Eisenkraut



Eleutherokokkwurzel
Engelsüß
Engelwurz
Enzian (gelber)
Erdbeerblätter
Erdbirne
Erdrauchkraut
Essigkraut
Eßkastanie
Estragon
Eukalyptusblätter
European Madder



Latein:




ergänzung folgt noch

Eberraute Artemisia abrotanum



Das wundertätige Zauberkräutlein verriet sich schon durch seinen aromatischen Duft. Es trug auch noch die Namen Albraute, Elfrad, Stabwurz, Garthau, Garthagen, Girtwurz und - plattdeutsch Abergans. Die Mütter legten es den Kindern unter das Kissen, damit sie gut schlafen sollten und vor Behexung bewahrt blieben.

Des Kräutleins Zauberkraft aber vermochte noch viel geheimnisvollere Wirkungen zu vollbringen: »Eine Handvoll dieses Krauts unter das Hauptkissen gelegt, solle den Eheleuten durch Zauberei widerfahrene Possen unschädlich machen und eine gewisse Hültfe und wahrhaftig Experiment sein wider alle Gespenst und Zauberei, das solch ähnlich Werk verhindern soll!!«

Der botanische Name der Pflanze scheint auf das griechische abrotos unsterblich zurückzugehen und bezieht sich wahrscheinlich auf das stets frische Aussehen des Kräutleins, dem keine Sommerhitze etwas ausmacht Auch strömt es einen angenehmen Zitronenduft aus, der ihm sogar den Namen Zitronenkraut eintrug, nicht zu verwechseln mit Zitronenmelisse.

Alte Frauen pflegen in manchen Gegenden gern ein Reislein mit in die Kirche zu nehmen, um daran zu riechen und »frisch zu bleiben«, damit sie nicht unversehens ein Schläfchen überrasche.

Nützlich war sie zu vielen Dingen: »Das Kraut zu den Kleydern gelegt, bewahret dieselbige nicht allein für die Motten, sondern gibt ihnen auch einen guten Geruch«. Noch heute trocknen die Leute »im Bergischen« das Kraut und hängen es in den Kleiderschrank unter die wollenen Sachen, um sie vor Motten zu schützen.

Selbst als Ersatz für Weihrauch diente das aromatische Kräutlein. Sehr gern nimmt es auch die Hausfrau an seine Tunken, doch immer nur in ganz kleinen Mengen, da der Geschmack sonst zu bitter wird.

Volksmedizinisch gilt die Eberraute als magenstärkend; der Tee wird auch mit Vorliebe bei chronischen Bronchialkatarrhen getrunken.

Auch dieses Kraut gelangte über die Klostergärten der Mönche, die es aus den Mittelmeerländern einführten, in die Bauerngärten und erfreute sich großer Beliebtheit.

Die etwas strauchige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und treibt zahlreiche, oben rispig verzweigte Stengel. Die unteren Blättchen sind doppelt gefiedert, die oberen einfach, dreiteilig oder auch ungeteilt; auf der Unterseite sind sie flaumig behaart. Die sehr kleinen Blütenköpfchen sind röhrig ausgebildet, von gelber Farbe und stehen in Trauben.

Eberwurz (Carlina acaulis)



Die Eber suchen diese Pflanze, um sie zu fressen, so erzählt Tabexnaemontanus, wenn sie durch den Genuß von Bilsenkraut gelähmt sind und erhalten dadurch ihre Gliederfrische zurück.

Außerdem berichtet uns die Sage von Karl dem Großen, mit der wahrscheinlich der botanische Name carlina zusammenhängt: Als in seinem Heer die Pest ausgebrochen war, erschien ihm ein Engel im Traum, der einen Pfeil abschoß und die Pflanze durchbohrte. Die so bedeutete Heilwurz errettete das Heer vor dem Untergang. Darstellungen dieser Geschichte finden sich auf sogenannten Pestblättern und in frühmittelalterlichen Handschriften. Außerdem aber heißt sie im Volke die Kraftwurzel; denn seltsame Dinge werden von ihr berichtet: Wer zu irgendeinem Werk eine rechte Kraft gebraucht, der steckt die Wurzel zu sich. Anderen Wesen entzieht sie auf »sympathetische Art« die Stärke, um sie dem glücklichen Wurzelträger zuzuführen.

Die Roßknechte trieben mit der geheimnisvollen Wurzel ihren besonderen Zauber, und das Albertus-Magnusbüchlein teilt das Rezept mit: »wie man einem Pferde seine Stärke benehmen und einem Menschen einpflanzen<. kann.« Es galt eine Erde zu mischen, die man sich aus einer Stuterei besorgt. »In diese pflanze man schwarze Eberwurz und lasse sie aufwachsen. Die genannte Wurzel muß aber bald nach dem Neumond eingepflanzt und zwei oder drei Tage vor dem darauffolgenden Neumond genommen werden. Ein Mensch, der von dieser Pflanze gegessen, auch davon bei sich trägt und sich eine Zeitlang in einem Stall, wo starke Pferde befindlich sind, aufhält und darin schläft, benimmt den Pferden von ihrer Kraft und eignet sie sich zu«.

Nach anderen Berichten hing man auch bei Wettrennen die zauberische Wurzel den Pferden um den Hals (Grimm, Myth.), und auch heute noch ist unter den Pferdehändlern ein Roßpulver im Gebrauch, zu dessen Bestandteilen auch die Eberwurz gehört.

Während die Pflanze in der wissenschaftlichen Medizin keine Rolle spielt, wird sie in der Volksmedizin vielfach gerühmt.

Pfarrer Kneipp sagt: »Wer etwas gegessen hat, das ihm schwer im Magen liegt oder wovon er nachteilige Folgen befürchtet, der wird sich von dieser Wurzel leicht Hilfe verschaffen; denn ihr Saft räumt allen Unrat aus den Gedärmen, reinigt den ganzen Körper, insbesondre die Nieren, so dass der Urin reichlich ausgeschieden wird.« Die Eberwurz läßt Kneipp trocknen und zu Pulver stoßen. Davon nimmt man täglich zweimal 1 Messerspitze voll; oder man macht aus 2 Messerspitzen voll Pulver eine Tasse Tee, welche man im Verlauf des Tages in 2 oder 3 Portionen trinkt.

Die stengellose Carlina acaulis ist die geschilderte sagenumwobene; oft wächst unmittelbar neben ihr die gemeine Eberwurz, Carlina vulgaris, die ihre Blüten auf Stengeln trägt. Die großen grundständigen Blätter der Carlina acaulis sind gefiedert bis fiederspaltig und in einer Rosette angeordnet. Ihre gelappten Zipfel sind mit Stachelspitzen versehen. Der Blütenboden der silberweißen Blumen ist, in Salzwasser abgekocht und mit einer Tunke angerichtet, eßbar. Die Blütenköpfe öffnen sich nur bei gutem Wetter, bei Nässe und Kälte bleiben sie geschlossen, daher hat die Pflanze den Namen »Wetterdistel«.

Efeukraut Herba Hederae helicis



wird zwar kaum mehr direkt zur Teebereitung gebraucht, jedoch hat sich ein standardisierter alkoholischer Drogenauszug infolge der enthaltenen Saponine bei Bronchitis und Keuchhusten bewährt. Ein entsprechendes Fertigarzneimittel heißt Prospan. Die allgemein bekannte, mit dem Ginseng verwandte Kletterpflanze Efeu (Hedera helix) besitzt zwei botanische Besonderheiten, formverschiedene Blätter (Heterophylhe) und Kletterwurzeln. Efeu enthält Stoffe, die Wasseransammlungen im Gewebe verringern. Deshalb setzen KosmetikhersteIler Efeuextrakt vor allem in Präparaten gegen Orangenhaut ein.

Die hautreizenden Efeubeeren sind giftig!

Eichenrinde (Cortex Quercus)



Inhaltsstoffe: Über 10 Gerbstoffe.

Herkunft: Weite Verbreitung in den gemäßigten und wärmeren Teilen Europas. Botanik: Verwendung finden 2 Arten der Eiche, nämlich die Stiel- oder Sommereiche (Quercus robur) und die Trauben- oder Steineiche, die auch Wintereiche genannt wird (Quercus petraea = sessiliflora), Familie: Buchengewächse. Die Eicheln der Stieleiche sitzen an bis zu fingerlangen Stielen, die Eicheln der Traubeneiche an nur bis zu fingerbreiten Kurzstielen.

Heilanzeigen: Vor allem äußerliche Anwendung: Mundschleimhautentzündung,. nässende Ekzeme, Unterschenkelgeschwür, Hämorrhoiden, Frostbeulen,. Schweißfüße. Eichenrindenbäder desinfizieren die Haut bei Fußpilz und Allgemein bei entzündlichen Hauterkrankungen.

Zubereitung/Anwendung: Man kocht 2 Eßlöffel voll geschnittener Rinde mit 1/2 Liter Wasser bedeckt 10 Minuten lang und gießt nach Erkalten durch Verbandmull oder ein Taschentuch ab. Mit dieser Flüssigkeit macht man nach jeder Mahlzeit Mundspülungen bzw. tränkt einen frischen Waschlappen zu Auflagen bei Ekzemen, Hämorrhoiden oder Unterschenkelgeschwür.

Zum Baden bei Frostbeulen oder Schweißfüßen bereitet man wie beschrieben eine Abkochung aus 2 Handvoll Rinde mit 3 Litern Wasser.

Allbekannt ist die günstige Wirkung der Eichenrinde bei Kropfleiden. In einen kräftigen Absud taucht man ein Tuch und macht damit einen Umschlag um den Hals, den man über Nacht daran läßt. Freilich wirkt die Eichenrinde nur bei leichten und weichen Kröpfen, die noch im Anfangsstadium sind. Man muß den Kropf schon in seinen ersten Anzeichen behandeln. Das geschieht nur selten. Die meisten lassen ihn ruhig wachsen, bis er groß und hart wird, die Luftröhre zusammenschnürt und auf das Herz und die großen Gefäße drückt. Dann bleibt oft nur die schmerzhafte und sehr unangenehme Operation als letztes Hilfsmittel übrig, die aber durchaus nicht immer zu einer dauernden Heilung führt. Denn oft fangt der Kropf bald nach der Operation wieder zu wachsen an. Das kann man sich ersparen, wenn man möglichst frühzeitig den beginnenden Kropf behandelt. Und da kann Eichenrinde recht nützlich sein, besonders wenn man die genügende Ausdauer zu einer monatelangen Behandlung aufbringt.

Noch besser bewähren sich Eichenrinden-Sitzbäder bei Erkrankungen des Mastdarms, und zwar bei Hämorrhoiden, Fisteln und Vorfall. Bei den Sitzbädern ist wichtig, dass die Temperatur des Badewassers ansteigend ist.

Auch Frauen werden bei katarrhalischen Beschwerden des Unterleibes. diese Sitzbäder mit Vorteil anwenden. Innerlich geben wir Eichenrindentee bei Darmkatarrh mit Durchfall. Oft wird es nötig sein, bei Darmkatarrhen eröffnende und nicht zusammenziehende Mittel zu geben, um den Darm von den krankmachenden Stoffen schnell zu befreien. So kann man manchen Durchfall mit ein paar Eßlöffeln Rizinusöl schnell heilen. Das ist dann die entgegengesetzte Heilmethode, die aber oft schneller zum Ziel führt.

Eleutherokokkwurzel (Eleutherococci)



wird nach ihrer sibirischen Herkunft auch Taigawurzel genannt. Der sehr widerstandsfähige Busch(Eleutherococcus senticosus) gehört wie der Ginseng zu den Aralyengewächsen und wird aufgrund des Gehaltes an Oleanolsäureglykosiden ähnlich wie Ginseng verwendet (siehe dort). Zusätzlich wurde über eine Verbesserung des Farbensehens und virushemmende Eigenschaften berichtet. Die Droge ist als solche kaum im Handel. Die UdSSR liefert Wurzelextrakte.

Enzianwurzel Gentianae Radix = Radix Gentianae Heilanzeigen: Appetitmangel, Magensäuremangel und andere Verdauungsstörungen. Nicht bei Sodbrennen.

Zubereitung/Anwendung: Man bereitet einen Kaltauszug, indem ein gestrichen voller Teelöffel Schnittdroge mit einer großen Tasse Wasser über Nacht angesetzt und dann kurz aufgekocht wird. Einfacher ist die längstens zehnminütige Abkochung. Man trinkt 1/4 Stunde vor den Hauptmahlzeiten 1 Tasse voll.

Inhaltsstoffe: Verschiedene Bitterstoffe Gentiopikrin und Amaroge ntin. Die zuletzt genannte Substanz ist der bitterste bisher bekannte Stoff überhaupt, welcher noch in über 50 millionenfacher Verdünnung bitter schmeckt. Neben den Bitterstoffen enthält Enzianwurzel noch viel Kohlenhydrate, Voraussetzung der Vergärung zu Enzianschnaps. je nach Verwendungszweck sind die Erntetermine verschieden: Höchster Bitterstoffgehalt im Frühjahr, höchster Kohlenhydratgehalt im Herbst.

Herkunft: Alpen und andere europäische Gebirge, kalkliebend. Anbau auch in der Ebene.

Botanik: Deutscher Name: Gelber Enzian, wissenschaftlicher Name: Gentiana lutea, Familie: Enziangewächse. Stattliche, bis über kniehohe, büschelig gelb blühende Pflanze. Blätter gegenüberstehend. Wurzeln alter Pflanzen bis armstark. Neben dem gelben Enzian werden noch drei andere Arten (pannonica, punctata, purpurea) gelegentlich genutzt. Sie sind dem Gelben Enzian im Bitterstoffgehalt bis zum zehnfachen überlegen. Personen mit Blutgruppe 0, B und AB sollten den Tee meiden

¨ Anmerkung: Alle Enzianarten Deutschlands sind vollkommen geschützt.

Erdbeerblätter [Folia Fragariae) Fragaria vesca - Walderdbeere



werden von der Walderdbeere (Fragaria vesca) gewonnen. Sie verfügen praktisch über keine arzneiliche Wirkung (etwas Gerbstoff), besitzen jedoch einen angenehmen Geruch und Geschmack und werden daher als Haustee verwendet, entweder rein oder gemischt mit Brombeerblättern, Waldmeister usw.

Die Walderdbeere, die reich an Wasser und Zucker ist, wird nicht von jedem Magen vertragen und kann Hautentzündungen, besonders Nesselsucht erzeugen. Für Verdauungsschwache, Fettleibige und Zuckerkranke ist die Walderdbeere nicht bekömmlich. Sie wirkt erfrischend und harntreibend, bei manchen auch abführend. Man hat sie bei Gicht und Harngrieß empfohlen, Der Wurzelstock wirkt adstringierend und ist daher nützlich bei Affektionen der Harn- und Geschlechtsorgane. Ein Tee aus Walderdbeer-Blättern ist schweiß- und harntreibend.

Personen mit Blutgruppe 0 sollten den Tee meiden

Erdrauchkraut (Herba Fumariae)



Der Erdrauch (Fumaria officinalis) fällt auf durch seine zartgefiederten Blätter und die tiefroten gespornten Blüten. Er ist als Unkraut häufig auf Äckern und Schuttplätzen anzutreffen. Wie viele andere Mohngewächse, zu denen er gehört, besitzt auch der Erdrauch Alkaloide. Die Droge wird - meist in Mischung mit anderen Heilpflanzen - verwendet bei Störungen des Galleflusses. Ein Fertigarzneimittel aus Erdrauchextrakt ist das Oddibil. Verwendet werden die getrockneten oberirdischen Teile der blühenden Pflanze.

Inhaltsstoffe: Stickstoffhaltige Verbindungen, so genannte Alkaloide, mit krampflösender Wirkung.

Hilft bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen- Darm- Trakts.

Teebereitung: Zwei bis drei Gramm (etwa zwei Teelöffel) getrocknetes, zerkleinertes Erdrauchkraut mit siedendem Wasser übergießen und nach zehn Minuten abseihen. Bei Gallenbeschwerden jeweils vor den Mahlzeiten eine Tasse Tee warm trinken.

Präparate: Fertigpräparate aus der Apotheke enthalten Erdrauch alleine oder in Kombination mit anderen verdauungsfördernden Arzneipflanzen wie Benediktenkraut oder Schafgarbe.

Es gibt Tees und Präparate zum Einnehmen in fester und flüssiger Form.

Tipp: Tee vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Über die genannte Heilanzeige hinaus hat Erdrauch leicht abführende und harntreibende Eigenschaften. Er wird deshalb auch als sogenanntes ,,Blutreinigungsmittel" gebraucht.

Ehrenpreis.(Veronica officinalis, Herba Veronica)



Er hat noch zwei andere hochklingende Namen: „Heil aller Schäden" und „Heil aller Welt"! Mehr kann man von einem so bescheidenen kleinen Pflänzchen, das still verborgen in unseren lichten Wäldern wächst, nicht verlangen.

„Ehrenpreis hat billig den Namen und soll von jedermann geachtet werden. Denn es gibt kaum ein köstlicheres Kraut für die angegriffene Lunge und Brust, wider den Husten, schweres Atmen, eitrige Geschwüre und Schwindsucht, Es vertreibt den Schwindel, verteilt den Schleim, erwärmt den Magen, öffnet Leber, Milz und Lunge, Es reinigt das Blut, die Nieren und die Blase und die Mutter (Gebärmutter). Es treibt den Schweiß, nimmt die Gelbsucht, den Stein und allen Unrat, der sich im Körper angesammelt hat. Der frische Saft ist gut wider den Harngrieß und die Nierenverstopfung, Ehrenpreis ist auch ein rechtes Wundkraut, dient gegen frische und alte Wunden und Schäden, gegen Unsauberkeit der Haut, gegen Flechten und Ausschläge und dergleichen."

Also ein richtiges großes, universelles Heilmittel, das wir uns wohl merken müssen und nicht mehr vergessen dürfen. Man nimmt es als Tee oder als Pulver. Es ist in beiden Formen gleich wirksam.

Besonders empfohlen sei es bei allen chronischen Krankheiten der Atmungs-, Verdauungs- und Harnorgane solcher Menschen, die eine zarte, anfällige Konstitution besitzen, die immer schon schwächlich, als Kinder blutarm, vielleicht auch rachitisch waren.

Eukalyptusblätter (Folia Eucalypti)



Heilanzeigen: Auswurfförderung bei Husten.

Zubereitung/Anwendung: 1 Teelöffel Schnittdroge in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Man süßt mit Honig und trinkt 3 Mal täglich gut warm 1 Tasse Tee. Mischungen mit anderen Hustendrogen sind zu empfehlen.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl mit dem Hauptbe­standteil Cineol, welches auch Eucalyptol genannt wird. Das gereinigte ätherische Öl hat als innerliches und äußerliches Hustenmittel (Einreibungen, Inhalationen) eine größere Bedeutung als die Droge selbst. Auch viele Hustenbonbons enthalten Eukalyptus-Öl, beispielsweise Emeukal.

Herkunft: Heimat Australien, Anpflanzung in vielen warmen Ländern.

Botanik: Deutscher Name: Eukalyptus, wissenschaftlicher Name: Eukalyptus globulus, Familie: Myrtengewächse. Über 350 meist baumförmige Arten sind bekannt. Arzneiliche Bedeutung haben nur die Arten mit hohem Cineolgehalt. Sie sind schnellwüchsige große Bäume mit schraubig gedrehten Stämmen.

Eibisch (Althaea officinalis, Folium und Radix Althaea)



wirkt in erster Linie beruhigt bei Reizhusten, kann aber auch die Abwehrkräfte mobilisieren.

Edelweiß (Leontopodium alpinum)



Diese nicht nur von Bergsteigern begehrte Pflanze, die manchmal auch Löwenpfötchen genannt wird, ist in allen Hochgebirgsregionen mit kalkhaltigen Böden anzutreffen. Sie hat nadelschmale, wollig feine Blättchen. Ihre Blüte besteht aus mehreren zartgelben Körbchen. Erst vor kurzer Zeit wurde entdeckt, dass die Pflanze ein giftiges Glykosid enthält. Eine Anwendung in der häuslichen Medizin kann nicht erfolgen. Die Homöopathie setzt die Pflanze gegen Otosklerose ein.

Einbeere (Paris quadrifolia)



Giftig ! Die in Laubwäldern und Gebüschen wachsende Pflanze - auch als Wolfsbeere bezeichnet - wird nur in der Homöopathie angewendet. Man hat früher zerquetschtes Kraut auf frische Wunden gelegt. Vom Gebrauch der an Saponinen reichen Pflanze ist dringend abzuraten. Er kann zu tödlichen Vergiftungen führen. Die homöopathischen Dosierungen sind ungefährlich, sollten aber auch nur auf ärztliche Anordnung genommen werden. Sie helfen bei Kopfschmerzen und Neuralgien.

Engelsüß (Polypodium vulgare)



Diese Farnpflanze mit ihrer walzenförmigen, knotig gegliederten Wurzel ist in schattigen Wäldern, in Felsspalten und in Ruinen zu finden und wird auch Tüpfelfarn genannt. Die goldgelben Blüten sitzen auf der Unterseite der einfach gefiederten Blätter. Ausgewertet wird nur die Wurzel, die Gerbstoff, Zucker, Harz, Öle, Glyzyrrhizin sowie reichlich Schleim enthält.

Man bereitet einen Aufgußtee aus 15 g fein zerkleinerte Wurzel auf 1/2 I Wasser. Er wirkt auflösend bei Husten, erleichtert bei Katarrhen den Auswurf und ist leicht abführend. Es ist nachgewiesen, dass Engelsüß sich bei Leiden wie Gicht, Drüsenschwellung und Stuhlverstopfung bestens bewährt hat. Selbst bei Milz- und Leberleiden kann man die Droge verwerten .

Eberesche



Die Eberesche wird auch Vogelbeere genannt. Der mittelgroße Baum wächst an Wegen und in Alleen und hat hellgrüne, gefiederte Blätter und zinnoberrote Beeren. Die Blüten sind weiß und präsentieren sich in Blütentrauben. Man verwendet die Blüten, die man im Mai und Juni sammelt, und die Beeren, die man im September und Oktober erntet.

Zubereitung: Ein Teelöffel Eberesche-Blüten wird mit einer Tasse siedendem Wasser übergossen, zugedeckt drei bis fünf Minuten ziehen lassen, durchseihen und mit Milch und Honig zubereitet trinken. Sie werden bei Ihren Gästen mit diesem Tee großen Erfolg haben, weil er so gut schmeckt. Außerdem aktiviert er die Tätigkeit der Nieren.

Eßkastanie



(auch Maroni genannt, ist besonders in Italien und in der Rheinpfalz ein beliebtes Nahrungsmittel. Sie wächst vorwiegend in Gegenden in denen Wein angebaut wird. Das Holz ist sehr widerstandsfähig und kann dem Eichenholz gleichgesetzt werden. Sie hat basischen Charakter und sollte zur Förderung der Verdauung und des Stuhlgangs über den Zeitraum, da sie auf dem Markt angeboten werden, gekocht und in geringen Mengen gegessen werden. Der Nährwert ist sehr hoch, hat aber keine ungünstigen Nebenwirkungen. Die Wirkung von Kastanienblättern gegen Rheumatismus ist wohlbekannt. Als Tee besitzen die Blätter schleimlösende Eigenschaften. Die Homöopathie benützt eine Tinktur aus den Blättern gegen Hexenschuß.

Edelkastanie). (Castanca sativa Miller). Getrocknete Blätter (Folia Castancec)



September bis Oktober. Kastanienblätter sind ein beliebtes Mittel gegen Keuchhusten (und andere Erkrankungen der Atemwege. Innerlich als Abkochung. 2 – 3 mal täglich 1 Tl auf eine Tasse Wasser, kurz aufkochen und abgießen. Achtung die Blätter dürfen nicht mit der Rosskastanie verwechselt werden.

Eibe (Taxus baccata)



Ihre Rinde und ihre Blätter sind scharf, bitter und übelkeiterregend. Man schätzte sie als Mittel zur Förderung der Menstruation und zur Bekämpfung von Krämpfen.

Einjähriges Bingelkraut (Mercurialis annua)



Diese Pflanze hat einen schwachen, aber unangenehmen, fast fauligen Geruch und einen grasartigen, schleimigen, etwas stechenden Salzgeschmack. In Wasser gekocht, ergibt das Bingelkraut ein stark, eklig und übelkeiterregend riechendes Fettlösungsmittel. Die Samen liefern ein abführendes Öl. Hippokrates ließ es Frauen auf die Geschlechtsteile legen, um nach einer Geburt die Ausstoßung des Mutterkuchens zu fördern. Verschiedene Autoren haben dem Bingelkraut einschläfernde und harntreibende Eigenschaften zugeschrieben.



Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)



englisch: Bennet, Yellow avens, European avens. französisch: Benoitre commune.

Verwendete Teile: Wurzeln, ganze Pflanze.

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser.

Der Echte Nelkenwurz gehört zu den Pflanzen, die uns etwas Kontrolle über normalen Mundgeruch geben können. Die Pflanze ist generell tonisierent und wird für alle Probleme mit den Schleimhäuten benutzt. Weitere Verwendung findet die Pflanze bei Durchfall und Bronchitis.

Echter Alant (Inula helenium)

englisch: Elecampane, Horseheal, Elfdock, Scabwort. chinesisch: Tu Mu Xiang, ayuvedisch/sanskrit: Pushkaramula. französisch: Inule aunee.

Verwendete Teile: Wurzeln.

Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis)



englisch: Speedwell, Low seedwell, Gypsy weed. Veronica. französisch: Veronique officinale.

Verwendete Teile: Pflanze

Dosierung: Einen Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser, tägliche Menge nach Bedarf.

Der Echte Ehrenpreis übt eine positive Wirkung auf den ganzen Körper aus, wird aber hauptsächlich für Magen-, Lungen-, Gicht- und Hautprobleme verwendet. Zur äußerlichen Anwendung bei Gicht und Hautproblemen nimmt man den gepreßten Saft.

Echter Safran (Crocus sativus)



englisch: Saffron, Autumn crocus. chinesisch: Zang Hong Hua. ayurvedisch/sanskrit: Nagakeshara. französisch: Safran

Dosierung: 6 Stigmas mit einem Glas Wasser; 1 bis 2 mal täglich.

Safran reduziert Cholesterol, Blutzucker und Harnsäure. Er stärkt Herz, Lunge, das Verdauungssystem und den Körper. Safran wird auch bei Husten, Koliken und Schlaflosigkeit eingesetzt. Warnung: Große Mengen können ernste Nebenwirkungen haben!

Echter Steinsame (Lithospermum officinale)



englisch: Gromwell, Common gromwell. französisch: Herbe aux perles.

Verwendete Teile: Pflanze, Samen.

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser; 3 bis 6 mal täglich.

Echter Steinsame wird für Haut- und Nervenprobleme verwendet. Er hilft bei Ekzemen, Geschwüren, Krämpfen, Nierensteine und irrationellem Verhalten. Für Nierensteine werden nur die Samen benutzt.

Echter Sturmhut (Aconitum napellus)



englisch: Aconite, Monkshood, Wolfsbane. chinesisch: Fu zi. französisch: Aconit de Napel.

Verwendete Teile: Blätter und Wurzel

Dosierung nicht empfohlen - giftig.

Aconitine, der Bestandteil von dem Echtem Sturmhut, ist zar ein äußerst effektives Beruhigungsmittel, kann aber wegen seiner Giftigkeit bei der kleinsten Überdosierung nicht empfohlen werden. Der Stoff wurde zur Vergiftung von Pfeilen benutzt. 2 bis 10 Gramm der Knolle stellen eine tödliche Dosis dar, alleine der Hautkontakt ist schon riskant. Es gibt genügend andere Beruhigungsmittel, so daß man auf den Sturmhut verzichten sollte.

Echtes Löffelkraut (Cochlearia officinalis)



englisch: Scurvy Grass, Scrubby grass, Spoonwort. französisch: Cochlearia officinale.

Verwendete Teile: Blätter

Dosierung: Der frische Saft nach Bedarf.

Das Echte Löffelkraut ist eine Quelle für Vitamin C und wurde für Skorbut eingesetzt. Es hilf bei der Blutbildung und wirkt bei Rheuma und Wassersucht.

Eclipta (Eclipta alba)

englisch: Eclipta chinesisch: Mo han lian. aurvedisch/sanskrit: Bhringaraj

Verwendete Teile: Ganze Pflanze

Erdbirne (Helianthus tuberosus)



englisch: Jerusalem artichoke, Sunflower artichoke. französisch: Topinambour.

Verwendete Teile: Knollen.

Dosierung: Als Speise oder einen Teelöffel vom Pulver 3 bis 6 mal täglich.

Die Knollen können wie Kartoffeln verwendet werden. Einige verarbeiten die Knollen zu Mehl. Das Mehl hat einen regenerierenden Einfluß auf den Darm und wirkt sich besonders gut auf die nützlichen Bakterien aus.

Essigkraut (Hyssopus officinalis)



englisch: Hyssop französisch: Hysope

Verwendete Teile: Ganze Pflanze.

Dosierung: 1 Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser; 3 bis 6 mal täglich.

Essigkraut tonisiert Leber, Milz, Nieren und den Darm. Es ist auswurffördernt und wird hauptsächlich angewendet für Lungenprobleme aller Art. Essigkraut verbessert die erdauung und wirkt gegen Wassersucht, Gelbsucht, Blähungen, Husten und Hautprobleme. Bei Halsschmerzen kann man es zum Gurgeln verwenden.

Estragon (Artemisia dracunculus)



englisch: Tarragon, Estragon. französisch: Estragon.

Verwendete Teile: Pflanze.

Dosierung: Einen halben Teelöffel auf eine Tasse kochendes Wasser, Menge nach Bedarf.

Estragon reguliert die Verdauung und stimuliert die Nieren. Einige benutzen es gegen Schlaflosigkeit.

European Madder=Indischer Madder (Rubia tinctorum)