Petrus                                                       Bischof von Silva-Candida (1026-1049)
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    -   1049
 

Sohn der Marozia; Enkel des Grafen Gregor I. von Tusculum
 

Klaus-Jürgen Hermann: Seite 18,23,83,84,89
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"Tuskulanerpapsttum"

Bischof Petrus war vermutlich der Cousin des Papstes Johannes XIX. Vielleicht erklärt sich das energische Eingreifen auf einer Synode des Jahres 1026 auch aus dieser Tatsache. 3 Tage später erhielt Petrus ein weiteres ehrenvolles Privileg, das ihm unter anderem die erste Stelle bei der Salbung und Weihe des Kaisers sowie das Vertretungsrecht des Papstes, wenn dieser krank oder verhindert war, zusprach.
Den entscheidenden Schritt für eine Kurienreform vollzog der Papst im November 1037, als er dem bisherigen Kanzler Petrus von Silva Candida über die Neukonfirmierung seiner bereits von Johannes XIX. verliehenen Rechte hinaus das Amt des Bibliothekars der römischen Kirche verlieh. Mit diesem Akt wurde das sacrum palatium, das Herzstück der päpstlichen Verwaltung, mit dem scrinium, dem Amt für die Ausstellung von Urkunden zu einer Behörde zusammengefaßt.