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Ingwer
Indischer Nierentee
Immergrün
Isländisches Moos






























Latein:




Immergrün



Vorkommen: Immergrün mag trockene Böden. Man findet es unter anderem zwischen Steinen, auf trockenen Wiesen, in Gebüschen und in schattigen Wäldern.

Verwendete Pflanzenteile: Das Kraut, mit oder ohne Wurzeln

Ernte und Aufbereitung: Immergrün sammelt man im Frühjahr, bevor sich die Blüten voll entwickelt haben. Das Kraut wird geschnitten, zu Sträußen gefaßt und an einem trockenen, schattigen Platz zum Trocknen aufgehängt. Wer das Kraut mit Wurzeln verwenden möchte, muß diese vor dem Trocknen gründlich reinigen.

Immergrün wirkt blutreinigend und -stillend, harntreibend und wundheilend. Das Kraut wird bei starken Regel- oder Zwischenblutungen oder als Bestandteil von Teemischungen für die Frühjahrskur eingesetzt. Außerdem bei Hautausschlägen, äußerlichen Blutungen oder bei Entzündungen im Mund- Rachenraum.

Zubereitung:

Immergrün-Tee bereitet man folgendermaßen zu: 2 Teelöffel des getrockneten Krautes werden mit ¼ l kochendem Wasser übergossen. Den Aufguß 10-15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Von diesem Tee trinkt man täglich 2-3 Tassen, oder verwendet ihn als Gurgellösung.

¨ Anmerkung: Eine Überdosierung von Immergrün sollte vermieden werden, da es zu toxischen Reaktionen wie Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen führen kann. Schwangere sollten Immergrün meiden.

Ingwer



ist der getrocknete Wurzelstock aus der großen Familie der Gewürzlilien, Je länger die ganze, ungeschälte Wurzel lagert, um so intensiver wird ihr scharfbrennender Geschmack. Die schärfsten Sorten kommen aus Westafrika, das noch feinere Aroma weist Jamaika-Ingwer auf. Medizinisch wurde Ingwer früher als magenstärkend und verdauungsfördernd genutzt und wird heute wieder öfters benutzt. Besonders als Zugabe bei der Obstsaftbereitung. Als Gewürz war Ingwer schon im frühen Mittelalter bekannt.

Ingwer wirkt gegen Brechreiz und schützt die Leber. In den Frühstückssaft aus Karotten, roten Rüben und Äpfeln immer eine Scheibe Ingwer dazugeben. Er hat stark reizende Eigenschaften und schadet bei längerer Anwendung den Nieren. Für magenschwache Menschen nicht geeignet.

Indischer Nierentee

siehe Ortholsiphonblätter

Isländisches Moos (Lichen islandicus)



ist kein Moos, sondern eine Flechte (wissenschaftlicher Name: Cetraria islandica). Flechten sind enge Lebensgemeinschaften zwischen Algen und Pilzen. Die Droge enthält neben Bitterstoff über 50 % Pflanzenschleim und wird wegen dessen einhüllender Wirkung bei Reizhusten verwendet, allerdings meist in Mischung mit anderen Hustendrogen. Wegen des gleichzeitig vorhandenen Bitterstoffes ist die Anwendung auch bei Appetitmangel und Magenkrankheiten möglich. Ein bekanntes Fertigarzneimittel bei Heiserkeit sind die lsla-Moos-Pastillen.

Das Isländische Moos ist ein Flechtengewächs und wächst am liebsten in Gebirgswäldern, findet sich jedoch auch häufig in den Tiefebenen. Hier gedeiht es auf Wald- und Heideböden, zwischen Gras und Moos und auf Weiden.

Verwendete Pflanzenteile: Die ganze Pflanze

Ernte und Aufbereitung: Man erntet das Isländische Moos in den Monaten Juli bis Oktober. Die Pflanzen werden vorsichtig und gründlich gereinigt und an einem schattigen, trockenen Platz großzügig zum Trocknen ausgelegt. Da die Wirkstoffe recht lichtempfindlich reagieren, sollte das Moos möglichst dunkel aufbewahrt werden.

Heilwirkung: Das Isländisches Moos lindert gereizte und entzündete Schleimhäute, indem es einen schützenden Film aus Schleim bildet. Das Moos wirkt schleimlösend und reizmindernd bei allen Erkrankungen der Bronchien und der Lungen. So behandelt man mit dem Tee den normalen Erkältungshusten ebenso, wie die akute und chronische Bronchitis, das Asthma, den Keuchhusten und den nervösen Reizhusten. Bei Reizungen und Infektionen im Mund- Rachenraum kann der Tee zum Gurgeln angesetzt werden. Auf den gereizten Magen- Darmtrakt wirken sich neben den Schleimstoffen auch die Bitterstoffe positiv aus. Sie regen den Appetit und den Verdauungsprozeß an und wirken gegen Übelkeit und Erbrechen.

Zubereitung: Isländisch Moos-Tee bereitet man folgendermaßen zu: 2 gehäufte Teelöffel von dem getrockneten und zerkleinerten Moos werden mit ¼ l kaltem Wasser übergossen. Der Aufguß wird ganz kurz aufgekocht und danach abgeseiht. Von diesem Tee trinkt man täglich 2-3 Tassen mit etwas Honig angesetzt. Bei Magen- Darmbeschwerden und als Gurgellösung wird der Tee natürlich ungesüßt verwendet.