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Passionsblumenkraut
Pastinak
Pestwurz
Pestwurzblätter
Petersilie
Petersilienfrüchte
Petersilienkraut
Petersilienwurzel
Pfeffer
Pfefferminzblätter
Pferdeschwanz
Piment
Plantago (Indischer Flohsamen)
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Porst
Preiselbeerblätter
Primel
Pyramidenpappel






















Latein:




Passiflora Passionsblumenkraut



Passionsblume gegen Nervosität Passiflora incarnata, wie sie mit der lateinischen Bezeichnung heißt, gehört zu den tropischen Schlingpflanzen. Die Stammpflanze kommt aus den südlichen Staaten Nordamerikas und ist von FIorida bis Mexiko ebenso verbreitet wie auf den Antillen und den Bermudas. Für Heilzwecke wird die Passionsblume auch in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Die Importe kommen aus den USA und Indien. Sie stammen sowohl von wildwachsenden Pflanzen als auch aus Großkulturen. In Deutschland wird sie nur in wärmeren Gebieten im Freien kultiviert.

Diese kletternde Staude kann bis zu 10 m hoch werden. Charakteristisch sind die Blätter. Sie werden 5 bis 15 cm lang und ebenso breit. Normalerweise sind sie dreilappig, ältere können unregelmäßig fünflappig sein. Trotz der Blattgröße ist der Stengel der Staude auffallend dünn. Er hat im allgemeinen einen Durchmesser von nur 5 mm. Mit korkenzieherartig eingerollten Ranken, die aus den Blattachseln entspringen, sucht sich die Schlingpflanze an anderen Pflanzen oder in Kulturen an dem Gestöck Halt. Auch die farbenprächtige Blüte entspringt aus der Blattachsel. Sie steht auf einem bis zu 8 cm langen Blütenstiel. Die 5 bis 9 cm große, strahlige Blüte ist das charakteristische Erkennungsmerkmal der Passionsblume.

Für Heilzwecke werden die frischen oder getrockneten oberirdischen Teile einschließlich der kleinen jungen Früchte verwendet. Sie werden während der Blütezeit gesammelt. In der getrockneten Droge findet man allerdings wenig Blütenanteile, vermehrt die blattreichen Schlingtriebe mit Ranken. Wichtig ist die fachmännisch schnelle, aber schonende Trocknung der frischen Pflanzenteile. So wird verhindert, dass die zahlreich vorhandenen Wirkstoffe sich verändern und damit keine Wirkung mehr zeigen. Auch wenn man seit längerer Zeit versucht, die einzelnen Inhaltsstoffe zu isolieren und getrennt auf ihre Wirkung zu testen, ist man heute nach wie vor der Meinung, dass sich die beruhigende Eigenschaft auf den menschlichen Organismus auf das Gemisch und die Begleitstoffe insgesamt zurückführen lassen. Deshalb müssen auch die getrockneten Pflanzenteile vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden.

Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Hauptanwendungsgebiet sind nervöse Unruhezustände, leichte Einschlafstörungen, aber auch Durchschlafstörungen, sowie ganz allgemein nervös bedingte Befindlichkeitsstörungen einschließlich der vegetativen Dystonie. Hierzu gehören auch nervös bedingte Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Das führt man auf die zusätzlich vorhandene krampflösende Wirkung der Inhaltstoffe zurück. Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln wurden nicht festgestellt. Deshalb wird die Arzneipflanze bzw. die entsprechenden Auszüge besonders bei Kindern eingesetzt, die nervös und unruhig sind, sich nicht konzentrieren können und dadurch möglicherweise Schulschwierigkeiten bekommen. Der zentral dämpfende Effekt z.B. einer Teezubereitung macht im eigentlichen Sinne nicht müde. Das ist gerade in der Kinderheilkunde von Vorteil.

Zubereitung:

1 Teelöffel (ca. 2 g) feingeschnittenes Passionsblumenkraut mit 1 Tasse (etwa 150 ml) kochendem Wasser übergießen. Das Gefäß abdecken und den Aufguss ca. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb geben. Falls nichts anderes verordnet, zwei bis dreimal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten und 1 Tasse ca. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen trinken.

Dieses Heilkraut wird von den pharmazeutischen Herstellern gerne zusammen mit anderen Arzneipflanzen, wie z.B. Melisse, Baldrian oder Hopfen als Fertigpräparat angeboten. Dadurch wird die eine oder andere beabsichtigte Wir­kung noch unterstützt, ohne dass eine Gewöhnung des menschlichen Körpers an das Arzneimittel eintritt. Da es eine Vielzahl auch unterschiedlicher Zubereitungen gibt, lassen Sie sich bitte in der Apotheke beraten.

Pestwurzblätter (Folia Petasites)



Heilanzeigen: Reizmagen, krampfartige Schmerzen von Magen, Galle und Darm, Menstruationsbeschwerden, Asthma. Auch die Wurzel wird bei den genannten Heilanzeigen vereinzelt verwendet. Keine Langzeitanwendung! Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel voll Schnittdroge wird in einer Tasse überbrüht und nach IC Minuten abgeseiht. Man trinkt zu den beiden Hauptmahlzeiten eine Tasse des warmen Aufgusses. Ein Fertigarzneimittel, welches neben Pestwurz Auszüge aus Artischocke und Wermut enthält, ist das verordnungsfähige Neurochol. Diese Drogen plus etwas Fenchel sind auch als Teemischung empfehlenswert.

Inhaltsstoffe: Petasine, Pflanzenschleim, wenig ätherisches Öl, Alkaloide.

Herkunft: In Europa verbreitet an feuchten, schattigen Standorten.

Botanik: Deutscher Name: Pestwurz, wissenschaftlicher Name: Petasites hybridus, Familie: Korbblütler. Die Blätter der bis kniehohen Pflanze ähneln denen des nahe verwandten Huflattichs, sind aber viel größer. Die Blüten beider Pflanzen sind dagegen voneinander sehr verschieden: Die blaßvioletten Pestwurzblüten sind in einem gestielten Blütenstand vereinigt. Huflattichblüten sind bekanntlich gelb und stehen einzeln.

Petersilie



Petersilienkompressen klären die Haut und können bei Akne helfen. Das Kraut sehr fein wiegen, mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, durch ein Tuch abseihen. Den Sud kalt anwenden. Viel Petersilie essen hält den Teint gesund und erfrischt den Atem. Für eine Gesichtsmaske: Petersilie mit Topfen vermischen . Hilft bei gereizter Haut.

Petersilienfrüchte (Petersiliensamen)Fructus Petroselini

Heilanzeigen: Kräftig harntreibend bei Wasserstauungen, für stillende Mütter, mäßig krampflösend, bei Appetitmangel.

Zubereitung: Eine geringe Menge Früchte wird vor der Teebereitung im Mörser gestoßen und hiervon ein knapp halber Teelöffel voll (nicht mehr!) in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrüht. Man lässt bedeckt 5 Minuten ziehen. Morgens, mittags und abends wird je 1 Tasse Tee getrunken.

Inhaltsstoffe: Viel ätherisches Öl mit Hauptbestandteil Apiol, außerdem Glykosid Apiin

Herkunft: Heimat östlicher Mittelmeerraum, weltweiter Anbau.

Botanik: Deutsche Namen : Petersilie, volkstümlich auch Peterling, wissenschaftlicher Name. Petroselinum crispum, Familie Doldengewächse. Unscheinbar grüngelb blühende Pflanze, deren gefiederte Blätter heim Zerreiben zwischen den Fingern typisch würzig riechen.

¨ Anmerkung: Während der Schwangerschaft sollte die Petersilie nicht als Heilkraut verwendet werden, als Speisenzugabe ist sie aller­dings unbedenklich. Der Petersilien-Tee sollte nicht überdosiert werden, und man sollte ihn nicht in großen Mengen genießen. Es könnte unter Umständen zu Schäden an Leber und Nieren kommen.

Petersilienwurzel (Radix Petroselini)

wird - seltener - ähnlich wie Petersilienfrüchte verwendet. Da die Wurzel jedoch wesentlich weniger wirksam ist als die Früchte, sind höhere Mengen zur Teebereitung erforderlich. Man nimmt 2 Teelöffel voll Schnittdroge pro Tasse.

Petersilienkraut (Herba Petroselini)

ist am schwächsten wirksam und dient wohl ausschließlich als harmloses Gewürz.

Bei der Verwendung von Petersilienkraut ist lediglich darauf zu achten, dass keine Hundspetersilie genommen wird. Die giftige Hundspetersilie ist an den auf der Unterseite glänzenden Blättern zu erkennen. Außerdem riechen die Blätter der Hundspetersilie beim Zerreiben unangenehm, nicht würzig. Krausblättrige Petersilienblätter stammen immer von der echten Petersilie.

Preiselbeerblätter (Folia Vitis Idaeae)



wirken ähnlich wie Bärentraubenblätter (siehe dort). Da sie jedoch weniger Wirkstoff als die Blätter der Bärentraube enthalten, muss man etwa 1/3 mehr Schnittdroge verwenden. Die Verträglichkeit ist besser als die der Bärentraubenblätter. Die Preiselbeere (Vaccinium vitisidaea) gehört zur Familie der Erikagewächse.

Primel gegen Husten



Es gibt eine Vielzahl von Primelgewächsen. Für Arzneizwecke dürfen aber nur zwei Arten eingesetzt werden, und zwar Primula veris und Primula elatior. Primula veris wird bei uns als Arzneiprimel bzw. als duftende Frühlingsschlüsselblume bezeichnet. Primula elatior kennen wir als die sogenannte hohe Schlüsselblume oder Waldschlüsselblume. Bei beiden Primula-Arten handelt es sich um ausdauernde Pflanzen mit einem kurzen Wurzelstock. Die Blätter sind länglich eiförmig und stehen am Grund zu einer Rosette zusammen. Mit Ausnahme des hohen Nordens finden wir beide Arten in Europa und Asien. Die gelben Einzelblüten bilden am Ende des etwa 20 cm hohen Stiels eine Dolde. Das Unterscheidungsmerkmal dieser beiden Arten finden wir in der Färbung der Blüten. Die FrühlingsschlüsseIblume auch Wiesenschlüsselblume genannt, hat tief goldgelbe Blüten mit organgefarbenen Rücken am Schlundrand. Die Waldschlüsselblume zeigt dagegen eine gleichmäßig schwefelgelbe Färbung. lnhaltsstoffe erleichtern das Abhusten

Die getrockneten Blüten mit den typisch aufgeblasenen Kelchen haben einen honigartigen Duft und süßlichen Geschmack. Sie werden hauptsächlich für die Teezubereitung eingesetzt Die getrockneten unterirdisch wachsenden Rhizome und ansitzenden Wurzeln verwendet die Pharmaindustrie wegen der vermehrt enthaltenen Wirkstoffe bevorzugt für Fertigarzneimittel. Zu den Hauptinhaltsstoffen gehören die Saponine mit einem hohen Anteil an Primulasäure. Es handelt sich hierbei um Pflanzenwirkstoffe mit oberflächenaktiven Eigenschaften. Wegen ihrer Struktur können die Saponine vom Magen-Darm-Trakt jedoch nicht aufgenommen werden. Die Wirkung erklärt man damit, dass es durch den Reiz auf die Magenschleimhaut reflektorisch zu einer schleimlösenden, Wirkung des festsitzenden Schleimes kommt. Über die sensorischen Fasern des Parasympathikus soll nämlich die Schleimproduktion in den Schleimdrüsen angeregt werden. Das ist besonders gewünscht bei Erkältungen mit Husten und zähem Schleim und unterstützend bei der Behandlung einer chronischen Bronchitis. Das Abhusten wird erleichtert und der Reiz bei Katarrhen der oberen Luftwege vermindert.

Die Saponine als Hauptwirkstoffe schmecken kratzend und bitter. Deshalb kann es bei besonders magenempfindlichen Betroffenen vor allem bei höherer Dosierung und gehäufter Anwendung zu unerwünschten Nebenwirkungen im Magenbereich kommen.

Als Tropfenpräparat oder als Teemischung anwenden

Aus diesem Grund verwendet man gerade bei Fertigarzneimitteln bevorzugt Kombinationen mit anderen Heilpflanzenauszügen, z. B. mit Eibischwurzel, Anis, Sonnentau, Süßholzwurzel und/oder Thymian, besonders wenn ein trockener Reizhusten oder ein krampfartiger Husten behandelt werden soll. Solche Präparate enthalten etwa vier Bestandteile, die auf die Begleitheilanzeige des Hustens abgestimmt sind. Bei einer Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Schlüsselblumen- oder Primelzubereitungen dürfen Präparate, die derartige Auszüge enthalten, nicht eingesetzt werden.

Zubereitung:

Blüten: 1 Teelöffel (ca. 1 Gramm) fein geschnittene Schlüsselblumenblüten mit einer Tasse (etwa 150 ml) siedendem Wasser übergießen, das Gefäß abdecken und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Die Blüten können auch mit der glei­chen Menge Wasser übergossen und kurz zum Sieden erhitzt werden. Anschließend den Tee durch ein Sieb geben.

Wurzel: Ein viertel Teelöffel (ca. 0,5 Gramm) der kleingeschnittenen Primelwurzel mit einer Tasse kaltem Wasser (etwa 150 ml) übergießen und zum Sieden erhitzen. Anschließend 5 Minuten ziehen lassen. Den Teeaufguß dann durch ein Sieb geben.

Soweit nicht anders verordnet, mehrmals täglich besonders morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen - jeweils eine Tasse frisch bereiteten Tee aus den Blüten bzw. Wurzeln möglichst heiß trinken. Mit Honig wird die beabsichtigte Wirkung unterstützt. Diese Empfehlung gilt jedoch nicht für Diabetiker.

Statt des Tees kann auch die Primelwurzeltinktur Anwendung finden. In diesem Fall werden mehrmals täglich 30 Tropfen auf ein Glas temperiertes Wasser verdünnt schluckweise getrunken. Man kann die Tropfen auch mit einem Stück Würfelzucker im Munde zergehen lassen.

Oftmals kann es sinnvoll sein, zur Behandlung nicht nur ein Heilkraut einzusetzen, sondern eine Teemischung mit dem gleichen Anwendungsgebiet. Man kann diese Teemischung individuell in der Apotheke anfertigen lassen oder zu einer fertigen Teemischung greifen. Die Industrie bietet auch Fertigarzneimittel an, die ebenfalls Auszüge verschiedener Heilpflanzen gegen die gleichen Beschwerden enthalten.

Plantago (Indischer Flohsamen)



kann bei Verstopfung eingenommen werden.

Pestwurz



Vorkommen: Pestwurz mag feuchte und lehmige Böden. Bevorzugt wächst die Pflanze in Ufernähe von Teichen, Bächen, Gräben und Flüssen, oder auf feuchten Wiesen.

Verwendete Pflanzenteile: Die Blätter und Wurzeln

Ernte und Aufbereitung: Die Blätter kann man von Frühling bis Herbst sammeln. Sie werden behutsam gepflückt und an einem schattigen Platz in dünnen Schichten zu Trocknen ausgelegt. Die Wurzeln werden im Frühjahr gegraben. Sie werden gründlich von Erde befreit, der Länge nach gespalten und ebenfalls im Schatten gut getrocknet.

Heilwirkung: Pestwurz wirkt schleimlösend und schweißtreibend und kann bei fiebrigen Erkältungen, Erkältungshusten, akuter und chronischer Bronchitis oder Asthma eingesetzt werden. Gute Resultate erzielt man auch bei Magen- und Gallenbeschwerden. Die krampflösenden und schmerzstillenden Eigenschaften leisten gute Dienste bei chronischen Magenschleimhautentzündungen und akuten und chronischen nervösen Reaktionen von Galle und Magen. Auch bei schmerzhaften Regelblutungen findet die Pestwurz Anwendung.

Zubereitung: Pestwurz-Tee bereitet man folgendermaßen zu: Gut 2 Teelöffel der getrockneten Blätter werden mit ¼ l kochendem Wasser übergossen. Den Aufguß 10-15 Minuten ziehen lassen, abseihen und 2-3mal täglich trinken.

Pfefferminzblätter Menthae Piperitae Folium = Folia Menthae piperitae



Heilanzeigen: Anregung des Galleflusses bei Gallenbeschwerden (Gallensteine), Blähungen, Magen- und Verdauungsstörungen, auch mit Krämpfen, unterstützend bei Übelkeit, Gastritis, Dyspepsie, Verdauungsschwäche, Obstipation, Darmatonie, Brechreiz und Durchfall

Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel voll Schnittdroge (oder 1 - 2 Aufgußbeutel) wird in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrüht. Man läßt 10 Minuten bedeckt ziehen. Bei krampfartigen Beschwerden und Entzündungen erhöht der Zusatz von 1 Teelöffel voll Kamillenblüten die Wirkung.

Bei Blähungen und Gallenbeschwerden wird der Tee regelmäßig - ungezuckert oder mit Süßstoff gesüßt - zu den Mahlzeiten getrunken, bei den anderen genannten Heilanzeigen ungesüßt auf leeren Magen.

lnhaltsstoffe: Gerbstoff, Bitterstoff, viel ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Menthol. Menthol wird durch die Galle ausgeschieden und entfaltet hier seine entzündungswidrige Wirkung. Die Substanz reizt darüber hinaus die kälteempfindlichen Nervenendigungen (Mentholzigaretten und -Bonbons).

Herkunft: Die meist verwendete Sorte ,,Mitcham" stammt aus England und wird weltweit angebaut. Sehr gute Qualitäten werden aus Bayern geliefert. Diese kommen zum Teil von neuen Zuchtsorten.

Botanik: Deutscher Name: Pfefferminze, wissenschaftlicher Name: Mentha piperita, Familie: Lippenblütler.

Die Pfefferminze ist ein Bastard aus zwei wilden Minzearten, der Wasserminze und der grünen Minze. Die nur durch Stecklinge vermehrbare Pfefferminze liefert pro Jahr zwei Ernten. Sie ähnelt in Aussehen und Geruch der bei uns an feuchten Standorten häufigen Wasserminze.

Ein wilder Verwandter der Pfefferminze ist auch die Roßminze. Tiernamen in Pflanzenbezeichnungen sind häufig als Symbol geringer Wertschätzung zu verstehen. (Weiteres Beispiel: Hundskamille).

Japanisches Heilpflanzenöl (UHP) ist ein Destillat aus einer Abart der Ackerminze.

Die wildwachsenden Verwandten der Pfefferminze (Wasserminze, Kräuselminze und andere) kommen zwar bei uns reichlich vor, doch sind sie in Duft und Geschmack der echten Pfefferminze so eindeutig unterlegen, dass davon abzuraten ist, sie für arzneiliche Zwecke zu sammeln und zu verwenden.

¨ Anmerkung: Pfefferminztee wird bekanntlich auch sehr häufig als erfrischender Haustee getrunken. Gegen die Daueranwendung in der hier durchweg schwachen Konzentration bestehen keine Einwände.

Wegen der stimulierenden Wirkung auf die Gebärmutterkontraktion sollten schwangere Frauen die Frauenminze auf jeden Fall meiden.

Pfeffer



weißer und schwarzer Pfeffer sind für die Gesundheit schädlich. Der Pfeffer reizt die Nieren und Nerven und sollte in keiner Küche vorhanden sein.

Pomeranzenschalen



Man verwendet sie als Tee bei mangelnder Magensaftbildung und zur Appetitanregung. Zubereitung wie üblich.

Pastinak



erfrischt den Menschen, füllt den Bauch nützt und schadet nicht.

Pyramidenpappel (Populus nigra)



Die Rinde enthält Salizin und einen süßschmeckenden Stoff, das Populin. Die Knospen sind von einer harzigen, duftenden Masse überzogen, die bitter schmeckt und als harn- und schweißtreibendes sowie auch schleimlösendes Mittel empfohlen wurde, das man in Dosen von 30 bis 40 g auf 1 Liter Wasser anwandte. Eine amerikanische Art liefert ein Harz, aus dem man eine Tinktur herstellt, die als harntreibendes Mittel bei Syphilis benützt wird.

Piment



auch Nelkenpfefferfrucht genannt - ist Bestandteil fast jeder Gewürzmischung vor allem für Lebkuchen. Die Beeren stammen von einem immergrünen tropischen Baum, der besonders auf Jamaika, aber auch im indischen Raum kultiviert wird.