Deutsch

Wacholder
Wacholderbeeren
Waldmeister
Waldmeisterkraut
Walnußblätter
Wasserknöterich
Wegwarte
Weide (Salix)
Weidenröschenkraut
Weihrauch
Weißdornblätter mit Blüten, Weißdornfrüchte
Weizenkleie
Wermutkraut
Wiesengeißbart
Wiesen-Knöterich
Wiesenschlüsselblume
Wilder Indigo
Wohlgemut
wohlriechender Asant
Wohlriechendes Geißblatt
Wolfsrappkraut
Wolfsmilch
Wollblumenblüten



Wundklee
Wurmfarn













Latein:




Wacholderbeeren (Juniperi fructus = Fructus Juniperi)

Heilanzeigen: Innerlich: Kräftig wirkend bei Wasserstauungen, unterstützend bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen, außerdem appetitanregend. Äußerlich: Wacholderspiritus als leichtes Einreibemittel bei Rheuma und Muskelschmerzen. Zubereitung: Am einfachsten durch sorgfältiges Kauen von 2 x täglich 5-7 Beeren. Oder Teeaufguß: Einige Gramm Beeren werden im Mörser (oder einer dickwandigen Tasse mit einem kräftigen Löffel) grob gequetscht und hiervon 1 gehäufter Teelöffel voll in einer großen Tasse mit kochendem Wasser überbrüht. Man läßt bedeckt 10 Minuten ziehen und trinkt nach Abseihen morgens und abends je 1 Tasse Tee.

Das ätherische Wacholderöl ist auch in Form von Kapseln (Roleca) im Handel. Die innerliche Anwendung soll nicht länger als mehrere Tage erfolgen. Bei Schwangerschaft und Nierenkrankheiten ist die Droge wegen der gewebereizenden Pinene nicht erlaubt.

Inhaltsstoffe: Mindestens 1 %, durch Pinene terpentinähnlich riechendes Ätherischöl mit dem harntreibenden Bestandteil Terpineol-4, Bitterstoffe und etwa 25 % Invertzucker.

Herkunft: In Europa auf Ödland häufig. Vor allem Italien liefert viel und hochwertige Droge.

Botanik: Deutsche Namen: Wacholder, Machandel, wissenschaftlicher Name: Juniperus communis, Familie: Zypressengewächse. Immergrüner Nadelstrauch (seltener Baum) mit blauen Beeren, die botanisch richtiger Beerenzapfen heißen. Wacholder ist zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Sträucher. Letztere liefern die Droge.

Wacholder

lindert rheumatische Beschwerden (bei größeren Hautverletzungen nicht anwenden) Als Tee zu verwenden bei Verdauungsbeschwerden, wie Sodbrennen, Völlegefühl und Aufstoßen. Dosierung: 1 Teelöffel zerquetschte Wacholderbeeren je Tasse mit heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseien. Täglich 2 - 3 Tassen trinken.

! Nicht anwenden bei Schwangerschaft und entzündlichen Nierenerkrankungen. Bei langdauernder Anwendung ist mit Nierenschäden zu rechnen.

Waldmeisterkraut (Herba Asperulae odoratae)

ist wohl am bekanntesten in frischen Zustand, als Bestandteil der Maibowle. Auch in getrockneter Form steht die Genußmitteleigenschaft des Waldmeisters im Vordergrund, obwohl die Droge auch leicht entzündungswidrige und gefäßerweiternde Eigenschaften hat. Aus 5 g Waldmeisterkraut, 45 g Erdbeerblättern und 50 g Himbeerblättern kann man einen wohlschmeckenden Deutschen Kräutertee mischen. Waldmeister (wissenschaftlicher Name Galium odoratum, früher Asperula odorata) enthält vor allem das charakteristisch duftende Cumarin, welches erst beim Verwelken aus einer nicht riechenden Zuckerbindung frei wird. Sowohl in der Maibowle als auch in Form des Deutschen Kräutertees ist Waldmeister unschädlich.

In chemisch abgewandelter Form wird Cumarin zur Verminderung der Blutgerinnung bei Thrombosegefahr und nach Herzinfarkt viel verwendet. Fertigarzneimittel: Marcumar, Sintrom (beide verschreibungspflichtig).

Walnußblätter (Folia Juglandis)

werden volksmedizinisch innerlich und äußerlich als Teeaufguß bei Akne, Ekzem und Lidrandentzündung verwendet. Die Wirkung der sehr gerbstoffhaltigen Blätter des Walnußbaumes (wissenschaftlicher Name Juglans regia) ist geringer, als die von Stiefmütterchenkraut (siehe dort).

Der vor allem in den unreifen, grünen Fruchtschalen enthaltene Inhaltsstoff Juglon reagiert mit dem Hauteiweiß unter Braunfärbung. Hierauf beruht der Einsatz in Sonnenölen.

Zur äußeren Anwendung bei leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut und bei starker Schweißbildung an Händen und Füßen. Für Umschläge eine Abkochung von 5 g Walnußblätter auf 1/4 lt. Wasser bereiten. Durch ihren hohen Gerbstoffgehalt sind sie ein hervorragendes Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden (auch Durchfall), gegen Hals- und Zahnfleischentzündungen, Ekzeme, Akne, Frostschäden, Hämorrhoiden und Augeninfektionen.

Für einen Tee werden 2 Teelöffel Walnußblätter mit 1/4 ltr. kaltem Wasser angesetzt, zum Sieden gebracht und ca. 5 Minuten gekocht. Bei äußerer Anwendung ist eine Verdünnung mit der gleichen Menge Kamillentee ratsam. Ein Tee aus Walnußkätzchen soll gegen Durchfall helfen. Walnußbaumrinde hat sich als Wurmmittel bewährt.

Walnüsse gehören zu den Lebensmitteln mit besonders hohem Gesundheitswert. Sie bringen es zwar auf 62% Fett, davon sind aber 40,9% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Arteriosklerose und Herzinfarkt entgegenwirken (Haselnüsse haben nur 10,5%). An Mineralstoffen und Spurenelementen sind in Walnüssen reichlich Kalium, Calcium, Phosphor; Mangan, Jod und Fluor gespeichert und viel Zink. Zink stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Außerdem enthalten Walnüsse 15% Eiweiß sowie die Vitamine E, B1, B2, B6 und Folsäure in hoher Konzentration, die Nerven- und Gehirnfunktion stärken, Müdigkeit und Energieverlust entgegenwirken. Vitamin B6 ist für werdende Mütter von Bedeutung, denn es verhindert Schwangerschaftserbrechen.

Walnußöl, das schon früher als Stärkungsmittel für Rekonvaleszenten und schwächliche Kinder galt, wird heute bevorzugt zur Reduzierung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt, denn es enthält 70,8% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Fast soviel wie Distelöl.

Im Haushalt lassen sich Walnüsse für Kuchen und Salate verwenden (z. B. Waldorf-Salat). Man kann sie zusammen mit Obst als Zwischenmahlzeit essen, zum Käse oder zum Gläschen Wein. Walnußöl (Reformhaus) veredelt jeden Salat. Es ist allerdings nur begrenzt haltbar

Auch für kosmetische Zwecke sind die Nüsse geeignet, und zwar lassen sich zerstoßene Walnußschalen als Haarfärbemittel verwenden. Aus 1 bis 2 Tassen pulverisierten Nußschalen, etwas warmem Wasser und 1 Teelöffel Öl wird das Färbemittel angerührt. Auftragen und mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Es verleiht brünettem Haar einen warmen Braunton.

reform-rundschau 12/95

Wolfsmilch (Euphorbia esula)

Alle Teile dieser Pflanze sondern einen milchigen, scharfen, kräftigen Saft ab, der als Enthaarungsmittel Verwendung findet. Manchmal bedienen sich Bettler seiner, um auf ihren Körpern künstliche Wunden zu erzeugen, die Mitleid erregen sollen. Wolfsmilch ist ein Abführmittel, das man in den Städten kaum verwandte, das aber von den Bauern auf dem Lande häufig benutzt wurde. Es ist jedoch ein fragwürdiges, oft recht heftiges Mittel. Die äußere Haut der Wolfsmilch, in einer Dosierung von nur 1 g, führt ab, erzeugt aber Erbrechen. Blätter wie Samen haben die gleiche Eigenschaft. In ihnen ist ein Öl enthalten, das man speziell aus den Samen gewinnt und als Ersatz für Baumwollöl nimmt, obwohl seine Wirkung schwächer ist. Man hat Wolfsmilch auch gegen Wassersucht angewandt. Hauptsächlich findet Wolfsmilch in der Tierheilkunde Verwendung. Man benützt Blätter wie Früchte auch zur Betäubung von Fischen

Wundklee (Anthyllzs)

Man verwendet ihn als Absud oder zu Umschlägen, um Prellungen, hartnäckige Wunden oder andere Verletzungen zu heilen. Die Blütenspitzen sind im sogenannten »Schweizer Tee« enthalten.

Weißdornblätter mit Blüten, Weißdornfrüchte (Crataegi folium cum flore, Fructus Crataegi)

Heilanzeigen: Erweiterung der Herzkranzgefäße, leichtere Formen von Kreislauf- und Herzschwäche im höheren Lebensalter, auch in Verbindung mit Pulsunregelmäßigkeiten.

Die Droge wirkt völlig anders, als Fingerhut (Digitalis), ist frei von Nebenwirkungen und nur bei sehr langfristiger Anwendung wirksam. Die Wirkung setzt nicht spontan, sondern allmählich ein.

Zubereitung: Obwohl es zahlreiche, empfehlenswerte Fertigpräparate (z. B. Crataegutt) gibt, kann auch die Droge selbst verwendet werden. Im einfachsten Fall nimmt man monatelang morgens und abends je l gestrichen vollen Teelöffel einer Mischung aus fein gepulverten Weißdornblättern mit Blüten und Früchten ein. Man bereite sich eine Mischung aus gleichen Teilen beider Drogenpulver.

Auch die Anwendung als Teeaufguß ist sinnvoll. Man brüht 2 gehäufte Teelöffel der Schnittdrogenmischung (ebenfalls gleiche Teile Blätter/Blüten plus Früchte) in einer Tasse mit kochendem Wasser und seiht nach 10 minütigem Zehenlassen ab. Mit Honig süßen und morgens und abends über sehr lange Zeit je 1 Tasse trinken. Inhaltsstoffe: Flavonoide, Procyanidine etc.

Herkunft: Weite Verbreitung in Europa an Bahndämmen, in Hecken, an Waldrändern.

Botanik: Deutscher Name: Weißdorn, wissenschaftliche Namen der offiziellen Arten: Crataegus monogyna, laevigata = oxyacantha), ferner Crataegus pentagyna, nigra und azarolus, Familie: Rosengewächse. Dornige Sträucher oder kleine Bäume mit unangenehm riechenden Blüten und hagebuttenartigen rotorangen Früchten.

Der Weißdorn (Crataegus), ein Rosengewächs, bildet eine äußerst umfangreiche Gattung sommergrüner Sträucher; die nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika und Asien beheimatet ist.

Crataegus oxyacantha und Crataegus monogyna, die heimischen Weißdornarten, erstrecken ihr Verbreitungsgebiet über ganz Europa, wobei ersterer den hohen Norden und Gebirgslagen ab etwa 900 m meidet. Crataegus monogyna, der eingriffelige Weißdorn, steigt dagegen noch bis in Höhen von 1300 m; er blüht etwa 14 Tage später als der ,,Gemeine Weißdorn' und unterscheidet sich von diesem durch tiefer gelappte, spitzere Blätter und, wie der Name schon sagt, durch seine einsamigen Früchte, im Gegensatz zu den zweisamigen des C. oxyacantha.

Weißdornbüsche wachsen in sonnigen bis halbschattigen Lagen, an Weg- und Waldrändern, Hängen und auch als Unterholz lichter Wälder. Sie lieben tiefgründige Böden, begnügen sich aber auch noch mit ärmerer; vorzugsweise kalkhaltiger Erde.

Wir kennen den Weißdorn auch noch unter weiteren Namen, wie z. B. Hagedorn, Heckendorn, Mehldorn oder Mehlfäßchen.

Lieferant der heilkräftigen Droge sind die wildwachsenden, weißblühenden Arten. Verwendung finden dabei in erster Linie die Blüten - die Blätter sind ebenfalls, wenngleich in etwas geringerem Maße, wirksam -, und die Früchte. Zu den wichtigsten lnhaltsstoffen zählen Flavonoide, Cholin, Acetylcholin, Äthylamin u. a. Aber es sind nicht nur die einzelnen Stoffe, welche die Wirksamkeit des Weißdorns ausmachen, sondern erst ihr Zusammenspiel, wobei man nicht nur eine Summierung der einzelnen Wirkstoffe, sondern sogar eine Potenzierung durch die gegenseitige Beeinflussung annimmt.

Weißdorn ist im Gegensatz zu Digitalis (Fingerhut) ein völlig unschädliches Herzmittel, das seine Wirkung erst entfaltet, wenn es über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen sogar ständig, angewendet wird. Dann aber hilft er eindrucksvoll und überzeugend vor allem bei altersbedingten Degenerationserscheinungen am Herzmuskel, bei mangelhafter Durchblutung der Herzkranzgefäße, (deshalb bietet er sich auch als das gegebene Heilmittel zur Nachsorge von Herzinfarkten an) und auch bei Herzbeschwerden nach schweren Infektionskrankheiten. Selbst Herzrhythmusstörungen bessern sich unter dieser Behandlung. Ein spezielles Mittel gegen Bluthochdruck ist der Weißdorn aber nicht, er wirkt mehr im Sinn einer Normalisierung, so dass in Einzelfällen sogar eine Erhöhung des Blutdruckes möglich ist.

Wir können Weißdornblüten (auch zusammen mit Blättern) im Frühsommer selbst pflücken; das Trocknen sollte schnell und schonend geschehen, und das Sammelgut muß danach in luftdicht schließenden Behältern aufbewahrt werden. Da die Wirksamkeit mit der Lagerung abnimmt, sollte man es nicht länger als ein Jahr lagern. Auch die Beeren müssen jeden Herbst neu geerntet werden, schnelles Trocknen und luftdichte Lagerung ist hier ebenfalls angezeigt.

Man kann Blüten, Blätter und die Beeren pulverisieren und davon täglich morgens und abends je einen Teelöffel voll einnehmen oder aber aus ihnen Tee bereiten; dazu 2 gehäufte Teelöffel Blüten, Blätter und Beeren mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Auch das Ansetzen für einige Stunden in kaltem Wasser mit anschließendem kurzem Aufkochen ist möglich. 2-3 Tassen täglich sollten davon, möglichst über Monate, getrunken werden, wobei Honig oder honiggesüßter Sanddornsaft als Süßungsmittel die Herzwirksamkeit noch unterstützt. Auch wer unter Schlafschwierigkeiten, hervorgerufen durch Kreislaufstörungen, leidet, sollte es einmal mit diesem Tee regelmäßig vor dem Schlafengehen versuchen. Allerdings, auch hier darf man keinen unmittelbaren Erfolg erwarten; beim Weißdorn führen nur Geduld und Ausdauer zum Erfolg. Gerda Dzialas, Reinhardshagen

Wegwarte ( Chichorium inthybus )

Dieser himmelblaue Korbblütler ist in ganz Europa anzutreffen und gedeiht fast überall, vor allem auf trockenen lehmigen Äckern , an Wegrändern und im Schotter der Feldwege. Sie blüht im Juli bis September. Für Heilzwecke werden die getrockneten, im Herbst gesammelten oberirdischen Pflanzenteile oder die unterirdischen Wurzeln eingesetzt. Hauptinhaltsstoffe sind Bitterstoffe, die den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Zubereitungen der Wegwarte sind immer dann angezeigt, wenn eine generelle Abneigung gegen herkömmliche Bitterstoffe, z. B. Enzian oder Tausendgüldenkraut besteht. Man schätzt die Wegwarte vorwiegend in der Kinderheilkunde, weil sie den Appetit anregt. Die Wirkstoffe haben verdauungsfördernde , appetitanregende, blähungstreibende Eigenschaften. Das Völlegefühl wird genommen, die Magensaftsekretion und die Galleproduktion angeregt. Vorsicht bei Gallensteinen.

Zubereitung: 1 bis zwei Teelöffel zerkleinerte Wurzel ( ca. 2 Gramm ) mit etwa 1 Tasse kaltem Wasser übergießen, erhitzen und den Ansatz ca. 3 Minuten leicht kochen. Anschließend das Gefäß abdecken und den Tee noch 5 Minuten ziehen lassen. Täglich eine Tasse jeweils 1/2 Stunde vor dem Mittag- und Abendessen gut temperiert trinken. Als mittlere Tagesdosis gilt, nicht mehr als 3 bis 4 Gramm der getrockneten Wurzel für einen Tee zu verwenden. Die geröstete Wurzel erzeugt den typischen Kaffeegeschmack sofort gemahlen und aufgebrüht ergibt er einen Kaffee-Ersatz, der unter dem Namen Zichorie bekannt war.

Weihrauch

gehört zu der Familie der Balsam-Baum-Gewächse. Es ist das getrocknete Harz des Boswellia thurifera Bäumchens, das ungefähr mannshoch wird und heute vor allem in Arabien, Somalia und Indien gedeiht. Zur Ernte wird der Stamm angeritzt, damit das Harz herausquellen kann. Es trocknet relativ schnell und kristallisiert in gelblich, weiß gesprenkelten Körnern verschiedener Größe. Diese hat man manchmal für kleine Steine gehalten. Der Duft wird als balsamisch, kampferähnlich, würzig, holzig, leicht zitrusartig beschrieben.

Das sind einige Fakten über diesen Balsambaum. Die hohe Wertschätzung aber; die dem Weihrauch in der Antike bis in die heutige Zeit entgegen gebracht wurde, läßt sich besser durch seine symbolhaften Eigenschaften erklären. ,,Weihrauch verbreitet Erhabenheit und Feierlichkeit. Der wohlriechende Stoff symbolisiert die zu Gott aufsteigenden Gebete oder in der Totenverehrung das Emporschweben der Seele." Auch bei der Verehrung einer hochgestellten Persönlichkeit hatte Olibanum eine besondere Bedeutung. Der Volksmund spricht heute noch, dass man jemanden ,, beweihräuchert". Auch böse Geister sollte der Duft vertreiben und Liebeszauber bewirken.

Olibanum entwickelt als Räucherwerk einen sehr aromatischen Duft; in stärkerer Dosierung kann dieser sogar narkotisch wirken. Die Gewinnung einer Essenz erfolgt entweder durch alkoholischen Auszug oder mittels Wasserdampfdestillation. Eine weitere Eigenschaft des Olibanum ist, wie bei vielen ätherischen Ölen, eine antiseptische und desinfizierende. So wurde er bei Entzündungen der Atemwege, chronischer Bronchitis, Hals- und Rachenkatarrh angewendet. Innerlich wurde er benützt bei Magen-Darm-Infektionen und Entzündungen der ableitenden Harnwege. Auch als Antiseptikum bei Wunden und Geschwüren hat man ihn, wenn er nicht zu kostbar war; benützt.

Bringt man Weihrauch in eine "Duftlampe", so wirkt die ätherische Substanz stimulierend, beruhigend und krampflösend. Selbst in der Kosmetik spielte und spielt Olibanum in sehr feiner Dosierung eine Rolle. Die therapeutischen Eigenschaften sind nur ein geringer Teil des Spektrums, der die Substanz so wertvoll macht. Es ist der Duft des Räucherwerks, der eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen vermag.

Weidenröschenkraut

zur Vorbeugung bei Prostatabeschwerden Wirkt harntreibend. 2 Teelöffel auf eine Tasse heißes Wasser und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und täglich 1 bis 2 Tassen trinken.

Die alte Heilkunst verwendete diese Pflanze als Mittel zur Wundreinigung und -heilung. Eine Abart, das schmalblättrige Weidenröschen, wird beim Bierbrauen benützt. Angeblich macht es das Bier berauschender. (A)

Weide Die Weide, lateinisch. Salix alba, ist eine altbekannte und vielseitige Heilpflanze. Ihre Rinde enthält unter anderem den Wirkstoff Salicin. In chemisch veränderter Form ist er als das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure bekannt.

Die Weidenrinde Cortex Salicis wirkt fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend bei fieberhaften Erkältungen und Grippe, sowie bei rheumatischen Erkrankungen und kann leichte Kopfschmerzen lindern. Teeaufguß: 1 Tl kleingeschnittene Weidenrinde mit einer Tasse Wasser übergießen und zum Kochen bringen. Etwa zwei Minuten kochen, 5 - 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Maximal 2 - 3 mal täglich eine Tasse trinken. Die Anwendung auf 2 - 3 Wochen begrenzen, da sonst die Gefahr einer Reizung der Magenschleimhaut besteht. Bei Erkältungskrankheiten die Weidenrinde mit schweißtreibenden Drogen, wie Lindenblüten oder Holunderblüten zu mischen. Äußerlich: Weidenrindentee eignet sich gut als Gurgelmittel bei Zahnfleisch - und Halsentzündungen, ebenso als Zusatz für Rheumabäder. Hier ist darüber hinaus eine Zugabe von Rosmarinauszügen sinnvoll.

Weidenrinde stammt von verschiedenen heimischen Weidenarten. Die Droge enthält Salicylverbindungen. Am gehaltreichsten sind die Rinden der Kriechweide (wissenschaftlicher Name Salix repens) und der Purpurweide (Salix purpurea). Im Körper werden die Salicylverbindungen gespalten und die frei gewordene Salicylsäure wirkt wie Aspirin. Weidenrinde wird heute nicht mehr allein verwendet, sie ist aber ein Bestandteil von Rheuma- und Grippetees, in denen sie schmerzlindernd, fiebersenkend und schweißtreibend wirkt.

Weizenkleie

ist keine Droge im engeren Sinn, sondern ein diätetisches Nahrungsergänzungsmittel. Leider enthält Kleie relativ viel Cadmium.

Unsere verfeinerte Nahrung enthält viel zu wenig unverdauliche Ballaststoffe. Mit Weizenkleie kann dieses Defizit einfach und preiswert ausgeglichen werden, denn sie ist nur zu knapp 50 % verdaulich und reich an sogenannter Rohfaser, quellenden Pentosanen und Schleimstoffen. Außerdem enthält Weizenkleie über 0,5 % Magnesium und mehr als 1 % Kalium, ferner Vitamine des B-Komplexes und Vitamin E. Weizenkleie ist ein natürliches Stuhlregulierungsmittel, durch welches die Verweildauer des im Volumen vergrößerten Darminhaltes verkürzt wird.

Über den Tag verteilt sollen 3 bis höchstens 5 Eßlöffel voll Weizenkleie, zusammen mit Milch, Joghurt, Apfelbrei oder reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Für Kleinkinder ist Kleie nicht zu empfehlen, für Säuglinge ist sie wegen ihres Glutengehaltes (Zöliakie!) als Stuhlregulans gänzlich ungeeignet.

Wermutkraut (Absinthii herba = Herba Absinthii)

Heilanzeigen: Produktionsanregung der Galle, der Bauchspeicheldrüse und des Magensaftes. Bei Blähungen, Völlegefühl, Appetitmangel und Gallenleiden.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe Absinthin und Artabsin, etwa 0,5 ½ ätherisches Öl.

Wermutkraut ist in den arzneilich erforderlichen Mengen ebenso unbedenklich wie Wermutwein als Aperitif in Dessertglasmenge (z.B. Cinzano). Vorsicht ist dagegen geboten bei Absinthschnaps (Absinthismus) und bei Anwendung des puren Ätherischöles wegen des Thujongehaltes.

Zubereitung: 1/2 Teelöffel voll Schnittdroge wird in einer Tasse mit kochendem Wasser gebrüht und bedeckt 10 Minuten beiseite gestellt. Der abgeseihte Tee wird warm nach den Mahlzeiten getrunken, bei Appetitmangel vor dem Essen. Gleiche Wirkungen erzielt man mit 20 - 40 Tropfen Wermuttinktur auf 1/2 Glas Wasser. Der sehr bittere Geschmack kann durch Süßstoff nur wenig gemildert werden.

Herkunft: Nahezu weltweite Verbreitung, Anbau in Deutschland, Frankreich, Italien usw.

Botanik: Deutscher Name: Wermut, wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium, Familie: Korbblütler. Bis zu hüfthohes, charakteristisch riechendes Kraut mit gelben Blütenständen und silbergrauen Blättern. Wermut existiert in vielen Rassen und Abarten von unterschiedlichem Wirkstoffgehalt.

Paracelsus sagt: »Seine Substanz soll man nicht essen, sondern nur seinen Saft. Es hat nämlich ein Gift in seinem Stamm.« »Wenn man jede Nacht Wermutwein trinkt, dem Mohnsamen zugesetzt ist, macht es wohl schlafen«. »Wenn die Menstruation lange Zeit ausgeblieben ist, gibt einen Skrupel Borax, in Wermut gesotten, dies treibt und ruft hervor.«

Die heutige Verwendung in der Volksmedizin ist die gleiche wie bei den Alten, wobei besonders die magenstärkende Eigenschaft gerühmt ist. Wermutwein und Magenbitter werden oft gebraucht. »Ist einer grün wie ein Laubfrosch, mager wie eine Pappel, nimmt täglich ab an Gewicht und Humor und wirft keinen Schatten mehr, der probiere es mit einem Teelöffel voll Wermut alle zwei Stunden !« dieses der Rat des Kräuterpfarrers Künzle. Und Pfarrer Kneipp äußert sich; »Wer am Magen oder an der Leber leidet, der greife statt nach der Prise Tabak einmal oder zweimal am Tag nach dem Döschen mit Wermutpulver und streue den Inhalt der beiden Finger auf den ersten Löffel Suppe oder wie Pfeffer an eine Speise. Der Kranke, dem die verfangene faule Luft und die oft noch fauleren Säfte - wahre Düngerstätten des Magens - den Atem zuschnüren, wird wieder freier aufschnaufen.«

Das Wermutpulver ist leicht bereitet. Die völlig getrockneten Blätter werden mit dem Mörser, so weit es geht, zu Pulver zerstoßen. Oft nimmt sich ein solches Pulver angenehmer als Tee.

Die Allopathie äußert sich über die Anwendung des Wermut im gleichen Sinne, rät nur ab von seinem Gebrauch bei Neigung zu Nieren-, Darm- und Blasenblutungen sowie Hämorrhoiden.

Die Homöopathie bereitet ihr Medikament aus den frischen jungen Blättern und Blüten.

¨ Anmerkung: Wegen der unterstützenden Wirkung auf Menstruationsblutungen sollte Wermut von Schwangeren gemieden werden. Um Vergiftungen vorzubeugen, sollte man sich auf die Einnahme des Tees beschränken. Speziell im Wermutschnaps enthaltene ätherische Öle können zu heftigen Reaktionen führen.

Wolfsrappkraut (Herba Lycopi)

wird gegen leichte Schilddrüsenüberfunktion nicht als Teeaufguß, sondern als frischer Pflanzenextrakt eingesetzt (Lycocyn). Auch eine Kombination mit Herzgespannkraut ist im Handel (Thyreogutt). Wolfstrapp (wissenschaftlicher Name Lycopus europaeus) ist ein Lippenblütler, der über weite Gebiete der nördlichen Erdhälfte verbreitet ist und auch in Deutschland an feuchten, naturbelassenen Standorten häufig wächst.

Wollblumenblüten

siehe Königskerzeblüten

Waldmeister (Asperula odorata) Vergiftungsgefahr! -

In Buchen- und Laubwäldern und in Gebirgen wächst die auch Maikraut, Leberkraut und Herzensfreude genannte Pflanze mit dem bis 30 cm hohen, vierkantigem Stengel. An dem Quirle aus 6 bis 9 lanzettförmigen Blättern sitzen. Die weißen, duftenden Blüten bilden am Stengelende eine Trugdolde.

Das Kraut enthält Kumarin, Bitter- und Gerbstoff sowie Zitronen- und Katechussäure. Es wirkt beruhigend, blutreinigend und leicht schweiß- und harntreibend. :

Man verwendet den Waldmeistertee gegen Migräne und Kopfschmerzen, gegen Stein- und Grießbildung sowie gegen Leberverstopfung, Gallenbeschwerden, Neuralgien und

Menstruationsbeschwerden. Man kann ihn auch bei Wassersucht anwenden. i

Als Auflage läßt sich das Kraut bei Geschwüren und Ausschlägen äußerlich gebrauchen. Frisch zerquetscht hilft es auch als Umschlag bei Kopfschmerzen.

Waldmeisterwein hat die gleichen Erfolge wie der Tee, darum verwendet man die Pflanze auch zur Zubereitung des beliebten und blutreinigenden Getränkes.

Waldmeister- Tee kann als Aufguß oder (im Sommer) als Kaltauszug zubereitet werden. 2 Teelöffel Kraut kommen auf 1 Tasse kochendes Wasser. Man läßt sie bis zu 30 Minuten ziehen. Am Tag sollten nicht mehr als 2 Tassen getrunken werden. Beim Kaltauszug die gleiche Menge über Nacht ansetzen.

Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta)

Auf feuchten Wiesen finden wir diese manchmal 1 m hohe Pflanze, deren untere Blätter langgestielt sind und eiförmig aussehen. Die Stengelblätter sind länglich und zugespitzt. Der Stengel kommt aus einer ausdauernden, braunen Wurzel. Die rosarote Blütenähre ist walzenförmig.

Die Pflanze enthält Gerbstoffe, unter denen sich auch das wichtige Tannin befindet. In der Wurzel sind Gallussäure und geringe Mengen von Emodin sowie Schleimstoffe vorhanden. Diese Wirkstoffe machen den Wiesenknöterich zu einem zusammenziehenden Mittel, das sich bei Durchfallkrankheiten blendend bewährt und sogar bei Fällen von Ruhr und blutigen Durchfällen ausgezeichnete Hilfe zu leisten vermag. Dennoch sei dringend davon abgeraten. Diese Droge ohne Arztbefragung anzuwenden.

Den Tee aus der Wurzel verwendet man gegen Durchfall und Magenkatarrh.

Auflagen und Waschungen sind bei Geschwüren und Nasenbluten anzuraten.

Mundspülungen bei Zahnfleischschäden und Mundfäule können mit einer Abkochung bestens bekämpft werden. Sie leistet verdünnt auch als Gurgelwasser ihren Dienst bei lockeren Zähnen und schwachem Zahnfleisch.

Eine Abkochung bereitet man aus 20 g zerkleinerter Wurzel und 1 I Wasser. Man trinkt 2 Tassen am Tag davon. Die beste Abkochdauer liegt zwischen 5 und 10 Minuten.

Wurmfarn (Aspidium filix mas)

Der Adlerfarn (Pteris aquilina) ist in seinem ganzen Wuchs und in seiner Erscheinung sehr viel stattlicher als der Wurmfarn und überzieht in großer Ausdehnung oft weite Waldstrecken. Er wird meistens über einen Meter hoch, ja, z.B. in Pommern auf dem Dar, wo diese Adlerfarne in urwaldartigen Beständen vorkommen, erreichen sie eine Höhe bis zu zwei Metern und bilden für sich einen kleinen Wald. Die hellgrünen Wedel sind zwei- bis dreifach gefiedert. Ihre Stiele sind am Grunde sehr dick. Schon bei den Alten galt der Auszug aus der Wurzel des Wurmfarns als Mittel gegen Würmer; auch heute ist dieser Gebrauch noch üblich. Da aber die Verwendung nicht ganz ungefährlich ist, sollte sie nur auf ärztliche Anordnung unternommen werden. Äußerlich aber werden die beiden Farnarten, Wurmfarn und Adlerfarn, in der Volksheilkunde heute sehr fleißig angewandt.

Da weiß der Kräuterpfarrer Künzle gut zu raten: »Welches ist das beste Bett für Leute, die an Krämpfen, Gliederweh, Rheumatismus, rheumatischem Zahnschmerz, rheumatischem Kopfweh leiden? Ein Sack, gefüllt mit gedörrtem Farnkraut!« Er meint, die Sattler täten viel besser daran, die Matratzen mit Farnkraut zu stopfen anstatt mit Seegras.

Er erzählt weiter, wie warme Farnkrautfußbäder je eine halbe Stunde lang 1 bis 2 mal täglich bei dem Leiden entsprechend ein bis dreiwochentlicher Dauer die allerbesten Dienste leisten bei Rheumatismus, Gicht in den Füßen und Zehen, bei Krampfadern und krampfartigem Kopfweh. Er habe einen Mann gekannt, der so schwer an Kopfschmerzen litt, dass er glaubte, der Kopf müsse ihm zerspringen. Kein Arzt konnte ihm helfen. Nach dieser Kur mit den Farnfußbädern wurde er völlig von seinem Leiden befreit.

Weiter rät der weise Kräuterkundige, dass man bei plötzlich eingetretenem Rheumatismus, bei Hexenschuß, Gelenkrheumatismus, Ischias usw. sofort »einen rechten Wisch grüner Farnblätter« hole und ihn auf die schmerzende Stelle lege. Zuerst würde der Schmerz stärker, aber dann verschwände er.

Auch bei Schwerhörigkeit, die sich durch Erkältung jeweils einstelle und mithin wohl rheumatischer Natur wäre, solle man das Kopfkissen mit Farnblättern füllen und darauf schlafen, worauf das Gehör bald wiederkäme.

Für den Winter empfiehlt er Farntinktur zum Einreiben. Man stellt sie her, indem man grüne Blätter fein wiegt, in ein Glas tut, mit Spiritus übergießt, bis der Farn zugedeckt ist. Das gut verbundene Gefäß wird 4 bis 6 Tage an die Sonne oder einen anderen warmen Platz gestellt. Der nun abgegossene Spiritus ist ein vorzügliches Einreibemittel.

Schließlich folgen wir dem großen Naturfreund auch auf die Höhen, und da erzählt er: » Bergsteiger und Farn sind zwei Freunde. Geh ich zu Berg, so fülle ich mit frischem Farn beide Hosentaschen und die Schuhe. Ein guter Wisch Farn kommt zwischen Rücken und Rucksack. So wird man weit weniger müde und läuft leichter.

Bergab habe ich den Knieschnapper zu fürchten; diesem weiche ich mit vollem Erfolg aus, indem ich auf die Knie frischen Farn binde. Von Zeit zu Zeit stehe ich still und mache Tiefatmungen, die das Innere erfrischen wie ein Bad. So kommt man nicht matt und abgejagt heim, sondern ist am anderen Morgen frisch und munter wie ein Reh.« Pfarrer Künzle lobt am meisten den Adlerfarn, den er auch »Bäumlifarn« nennt, und den Wurm- oder Federfarn. Aus dem getrockneten Farnkraut läßt sich ein Kopfkissen herstellen, auf dem es sich köstlich ruht. Das duftende Waldkraut wird im Hochsommer' dazu gesammelt, wenn es in seiner vollen Kraft steht. Man breitet es auf einem luftigen Dachboden aus, bis es völlig trocken ist.

Bekanntlich bereiten die Landleute ihrem vierbeinigen Wächter gern ein Lager aus Farnkraut, in dem sich kein Ungeziefer hält.

Schließlich eignet sich die nützliche Pflanze in getrocknetem Zustand sehr gut zum Verpacken des Obstes.

Der Wurzelstock des Wurmfarns ist schuppig und dick. Die doppelt gefiederten Wedel, die starke Stiele besitzen, zeigen vom Juni ab auf der Rückseite die nahe an den Mittelnerven sitzenden braunen Fruchthäuschen die mit einem feinen Schleier bedeckt sind.

Wilder Indigo

ist in vielen abwehrstärkenden Präparaten enthalten. Vom wilden Indigo wirkt fast ausschließlich der Wurzelextrakt verwendet, den verbergen sich seine aktiven Wirkstoffe.

Wiesenschlüsselblume (Primula veris)

Ein Aufguß aus ihren Blättern und Blüten wurde früher gegen Krämpfe und als herzstärkendes und beruhigendes Mittel verwendet. Der Wurzelstock verströmt einen starken Anis-Geruch, schmeckt aber bitter. Man verwendet den Wurzelextrakt gegen Rheumatismus.

Wohlriechendes Geißblatt (Lonz.cera caprifolium)

Die adstringierend wirkenden Blätter werden gekocht, und aus diesem Aufguß wird ein reinigendes Gurgelwasser hergestellt. Die Blüten sind schleimhaltig, und ein aus ihnen bereiteter Tee wird manchmal bei leichten Lungenkatarrhen verabreicht. Man stellt auch einen Sirup daraus her.

wohlriechender Asant (Peucedanum ostruthzum)

Der knorrige, geringelte braune Stiel duftet herrlich, hat aromatischen Geschmack und spielte früher in Apotheken eine Rolle. Er wurde als Kräftigungs- und Anregungsmittel verwendet und war in Wunderarzneien und Zauberwassern enthalten.