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Band XII (1997)Spalten 136-143 Autor: Klaus-Gunther Wesseling

TIMOTHEUS, Mitarbeiter des Apostels Paulus (s.d.). - T., Sohn eines (heidnischen) Griechen (Apg 16,1) und der Judenchristin Eunike (Eunikh, 2Tim 1,5), war im südgalatischen Lystra (Lykaonien) beheimatet und wurde von Paulus bekehrt (1Kor 4,17), und zwar vermutlich schon während der ersten Missionsreise (Apg 14,6-20); fraglich ist, ob Paulus ihn auch »aus Rücksicht auf die Juden der dortigen Gegend« (Apg 16,3) beschnitten habe. Ebenso unklar ist, ob. auch T.' Großmutter Loïs (LwV) lange vor ihrem Enkel zum Christentum bekehrt worden war (2Tim 1,5); nimmt man diese Auskunft nicht wörtlich, dann drückt sie allenfalls die Kontinuität von jüdischem und christlichen Glauben aus. Von Anbeginn an begleitete T. Paulus (1Thess 3,2; Röm 16,21) und ist wiederholt als Mitverfasser der paulinischen Korrespondenz genannt (2Kor 1,1; Phil 1,1; Kol 1,1; 1Thess 1,1; 2Thess 1,1; Phlm 1). Als ungewiß muß gelten, ob T. Paulus bis zur letzten Gefangenschaft begleitet hat (Phil 2,19) - James Vernon Bartlet erwägt dies und postuliert, daß T. nach der Hinrichtung Pauli freigelassen wurde und vorhatte, den Verfasser des Hebräerbriefes in Brindisi zu treffen, um diesen dann, wie angekündigt (Hebr 13,19), in die Adressatengemeinde zu begleiten (s.u.). - T. hat Paulus wiederholt vertreten: so besucht T. Thessalonich kurz nach der Gemeindegründung (1Thess 3,1f.6), und den Phil überbringt er während der paulinischen Gefangenschaft (Phil 2,20-22). Allerdings dürfte T. selber nicht Apostel gewesen sein (anders Karl Kertelge und Helmut Merklein, Das kirchliche Amt nach dem Eph, München 1973, 258), wohl aber vertrauter und zuverlässiger (1Kor 4,17) Mitarbeiter des Paulus (Röm 16,21), der dessen uneingeschränktes Vertrauen genießt (1Kor 16,10), so daß T. die delikate Aufgabe zu erfüllen versucht haben könnte, die zerstrittene korinthische Gemeinde, an deren Gründung er ja mitbeteiligt war (2Kor 1,19; Apg 18,5) zu einen: erwogen werden kann, ob T. zur Abfassungszeit des chronologisch zweiten Briefes an die Korinther (der kanonische 1Kor, vgl. 5,9.11) bereits auf dem Weg ist (16,10f.), um dortige Verstimmungen nach Erhalt des ersten Briefes (5,9) auszuräumen. T. wird allem Anschein nach unter den Überbringern der Kollekte für Jerusalem gewesen sein (Apg 20,4), doch hier verliert sich schon seine Spur. - Galten die beiden neutestamentlichen T.-Briefe seit jeher als authentische paulinische Briefe, so setzt sich nach ersten Bedenken, die (s.d.) Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Johann Gottfried Eichhorn und Ferdinand Christian Baur äußerten, in der historisch-kritischen Exegese die Einsicht durch, daß die Pastoralbriefe als Tritopaulinen die paulinische Korres-pondenz zwar imitieren und damit Apostolizität suggerieren, aber nichtpaulinischen Ursprungs sind. - Im vergangenen Jahrhundert ist postuliert worden, daß das ab Apg 16,8 begegnende 5me(V nur so zu deuten sei, daß T. der Verfasser des »Wir«-Berichts der Apostelgeschichte ist (Mayerhoff [s.u.]), denn von den paulinischen Aufenthalten in Athen (Apg 17,14ff.; 18,5) und Ephesus (19,22) abgesehen, ist T. zumindest bis zu Pauli Abreise nach Jerusalem in seiner Begleitung und womöglich noch nach dessen Verhaftung in seiner Nähe (Phil 1,1; 2,19-23; Apg 24,23; 28,30). - Die Angabe, daß T. noch lange nach Paulus' Tod missionarisch tätig war (Hebr 13,23), läßt sich weder be- noch widerlegen, wohl aber als Fiktion des Hebr erklären, dessen Verfasser womöglich in persönlichem Kontakt mit T. gestanden hat (2,3); John D. Legg (s.u.) hat gar vorgeschlagen, in T. den Verfasser von Hebr 1,1-13,22 (in der Gefangenschaft geschrieben) zu sehen, und Udo Borse (s.u.) erwägt seit längerem, ob T. nicht auch als Verfasser des lukanischen Doppelwerkes angesehen werden könnte. - Nach ApkPaul 51 wird dem erhöhten Paulus, den Aposteln, Markus und T. eine Epiphanie Jesu zuteil. Der pseudepigraphe Dialog des T. mit Aquila hat erst im 5. Jahrhundert seine jetzige Textkonstitution erhalten; seine z.T. archaisierenden Evangelienzitate scheinen, wie Frederick Cornwallis Conybeare (s.d., s.u.) gezeigt hat, auf Epiphanius (s.d.) und andere jerusalemer Lokaltradition zurückzugehen. Unter dem Pseudonym T. verfaßt Salvian von Marseille (s.d.) eine unter dem Titel »Adversus avaritiam« bei Gennadius (s.d.) tradierte aksetische Schrift. - Christliche Legende überliefert, daß T. der erste ephesinische Metropolit wurde (vgl. Eus., H.E. III,4,5: TimoJeoV ge m2n t+V &n 'Ejes9 paroikiaV %store(tai pr)toV t2n &piskop2n eIlhcenai, ZV ka<< TitoV t)n &p<< Kr/thV &kklhsi)n; vgl. auch Theodoret von Kyros [s.d], MPG LXXXIII, 804); nach den Timotheusakten wurde er am 22. 1. 97 während eines Artemisfestes erschlagen. Pseudo-Ignatius überliefert, daß T. jungfräulich gestorben sein soll (Vnaimhn :m)n t+V 3giwsunhV [...] wV TimoJeou [...] t)n &n 3gneiB &xelJontwn tCn bion Ps.-Ignatius ad Phld. 4,4 [Franz Xaver Funk, Patres Apostolici II, Tübingen 1913, 176]; vgl. auch Ps.-Isididor, De ortu et obitu patrum 85). Seine Reliquien wurde Hiernoymus (s.d.) zufolge 326 von Ephesus nach Konstantinopel überführt; sie sollen sich heute in der stadtrömischen Kirche S. Giovanni in Fonti befinden. T., dessen Festtag der römische Katholizismus seit 1969 einheitlich am 26. Januar begeht, nachdem bislang der 21., 24. Januar, 30. Juni und 27. September T.' Gedächtnis galten, wird als Schutzpatron gegen Magenleiden angerufen. - Nach den T.-Akten, 1877 von Hermann Usener (s.d.) kritisch ediert, hat T. am 22. Januar unter Nerva in Ephesus das Martyrium erlitten und wurde am Hügel Pion beigesetzt.

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Klaus-Gunther Wesseling

Literaturergänzung:

J. D. Legg, Our Brother Timothy. A Suggested Solution to the Problem of the Authorship of the Epistle to the Hebrews: Evangelical Quarterly 40 (1968), 220-223; http://www.legg.uklinux.net/our_brother_timothy.html (22.3.2004).

Letzte Änderung: 22.03.2004