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25.12.2004

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Fenster Europa: Polen

Mittelalterliche Musikzeugnisse

Die robuste Quinterne aus Elbing weist mit einem ausgehöhlten Korpus eine heute noch bei südamerikanischen Saiteninstrumenten angewandte Herstellungstechnik auf, mit der sich ein besonders tragfähiger Klang erzeugen lässt.
Die robuste Quinterne aus Elbing weist mit einem ausgehöhlten Korpus eine heute noch bei südamerikanischen Saiteninstrumenten angewandte Herstellungstechnik auf, mit der sich ein besonders tragfähiger Klang erzeugen lässt.
(Bild: R. Earle)
[vergrößerte Ansicht]

Bei Ausgrabungen in der ehemaligen polnischen Hansestadt Elblag/Elbing südöstlich von Danzig kamen in der Latrine eines reichen Bürgers drei mittelalterliche Musikinstrumente zum Vorschein. Es handelt sich um eine Blockflöte, eine sehr kleine Fidel samt Bogen, ähnlich einer barocken Tanzmeistergeige sowie ein als Quinterne bezeichnetes birnenförmiges Lauteninstrument mit einem abgewinkelten sichelförmigen Wirbelkasten. Sorgfältig gearbeitete Details wie etwa unterschnittene Grifflöcher deuten auf eine professionelle Fertigung der Flöte hin. Hierfür spricht auch eine im oberen Teil des Instruments eingebrannte Herstellermarke in Form eines Kreises mit zentralem Punkt.

Von der im Mittelalter sehr beliebten Quinterne gibt es bislang nur zwei erhaltene Stücke.


Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 6/02

Autor: Dr. Martin Kirnbauer, Musikwissenschaftl. Institut, Uni Basel.


 
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