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Diese Seite wurde zuletzt am Dienstag, 1. August 2000 aktualisiert.
GESCHICHTE(N) - DENKMALSCHUTZ
Liste der im Gemeindegebiet geschützten Gebäude
- chronologisch sortiert -


Gebäude/Adresse

Ortsteil

Erbaut um

Beschreibung

Haus Nr. 6. Schloß Harmating

Harmating

13. Jh.

Bereits um 1140 ist ein eigener Adel in Harmating bezeugt. Um 1300 werden die Herren von Waldegg erwähnt, denen die Herren von Egling und die Herren von Ross sowie die tirolische Familie der Tänzl von Tratzberg als Inhaber der Herrschaft folgten. Seit 1531 Sitz der Barth auf Harmating, einem der großen Patriziergeschlechter in München. 1596 wurde Oswald Barth von Kaiser Rudolph Il. die Edelmannsfreiheit und die Niedere Gerichtsbarkeit für Harmating verliehen, 1681 die Familie in den Freiherrnstand erhoben. Nach ihrein Aussterben 1941 fiel das Schloß durch Erbschaft an die Freifrau von Schirnding. Das auf einer Anhöhe am östlichen Rand des Moosbachtals mit seinem hohen Schopfwalmdach weithin sichtbare, dreigeschossige Jagdschloß wurde wohl im 13. Jh. errichtet und darf als bezeichnendes Beispiel eines spätmittelalterlichen Edelsitzes gelten. Im 16. Jh. erhielt es den Rechteckerker an der Südseite und die Ausgestaltung der Räume, von denen die wichtigsten im 1. Obergeschoß liegen, so das sog. Eurasburger Zimmer mit seinen zahlreichen Familienporträts. - An der Südostecke ein geräumiges Zimmer mit Felderdecke des frühen 19. Jhs., die Medaillons mit den Namen aller Barth von 1324-1758 trägt. Die Fresken von 1695 im Erker zeigen Ranken und Wappen der Barth-Ligsalz. - Im sog. Kanzlerzimmer an der Nordwestecke, das nach dem Münchener Bürgermeister und Landschaftskanzler Ferdinand Barth (Schloßbesitzer 1689-1705) benannt ist und in seinem Auftrag 1691 ausgestattet wurde, befinden sich qualitätvolle Deckenmalereien, die Melchior Steidl zugeschrieben werden: in der Mitte Helios auf dem Sonnenwagen, seitlich Allegorie der Nacht, Putten und Wappen der Barth und Ligsalz, in den Ecken die vier Elemente. Die im Kern wohl gotische, dem Hl. Kreuz geweihte Kapelle an der Ostseite des Schlosses, ein einschiffiger, innen gerade, außen dreiseitig geschlossener Bau, wurde um 1630, um 1708 und Mitte des 19. Jhs. (mit neuem Dachreiter) verändert. An der Stichkappentonne Stukkaturen um 1630. An den Wänden bemerkenswerte Gemälde mit Passionsszenen, um 1708 vielleicht von Andreas Wolff, und Leuchtermedaillons mit zierlichen Apostelreliefs, geschnitzt um 1750/60 in der für Simon Troger typischen Verbindung von Holz und Elfenbein.

Kath. Filialkirche St. Valentin

Aufhofen

1408

Errichtet 1408, renoviert 1558. Turm 1. Hälfte 18. Jh. Umgestaltung 1770 im Auftrag von Johann Clas, kurfürstlicher Leibmedicus und Rat und damals Besitzer der Hofmark Aufhofen, vgl. Wappen und Inschrift am Chorbogen. Restaurierung 1959. - Einschiffiges, flachgedecktes Langhaus. Eingezogener, dreiseitig geschlossener Chor unter Stichkappentonne. Quadratischer Dachreiter mit Oktogon und Spitzhelm des 19. Jhs. - Fresken 1770 in der Art des Julian Breymeyer. Chor: Dreifaltigkeitssymbol. Langhaus: St. Valentin als Helfer der Kranken und Bedürftigen, in Eckkartuschen Evangelisten. - Hochaltar 1690 mit Seitenfiguren der hll. Barbara und Johann Nepomuk; in der Mitte der Titelheilige, Schnitzarbeit um 1480/90; Dachungsengel um 1660/70, Georg Wunderl zugeschrieben. - Tafelbild mit Ölberg und Domenkrönung, bez. 1521. - Figuren: hl. Anna selbdritt, um 1510/20. Hl. Valentin, um 1700.

Kirchstraße 3. Kath. Filialkirche St. Johannes d.T.

Neufahrn

1. Hälfte 15. Jh.

In der 1. Hälfte des 15. Jhs. aus Tuffsteinquadern errichteter Bau, im frühen 16. Jh. vorwiegend in Backstein erhöht. 1977ff. außen, 1980f. innen restauriert. - Das kreuzrippengewölbte Vorzeichen an der Südseite mit Ölberg. Im einschiffigen Langhaus hölzerne Felderdecke. Der eingezogene Rechteckchor mit Kreuzrippengewölbe im Erdgeschoß des unverputzten Satteldachturms. An der östlichen Langhauswand bei der letzten Restaurierung freigelegte Malereien aus der Mitte des 15. Jhs.: oben Jüngstes Gericht, darunter nördlich Schutzmantelmadonna, südlich Kreuzigung mit den hll. Ursula, Vitus, Barbara, Katharina und Maria Magdalena. - Im Chorbogen spätgotische Sakramentsnische mit altem Eisengitter. - Hochaltar um 1675/80, Aufbau Lukas Herle, die Gottvaterbüste im Auszug Georg Wunderl zugeschrieben; Figuren des Papstes Silvester und der beiden Johannes frühes 16. Jh., später überarbeitet (Abb. S. 234). Seitenaltäre 1980/81 in die Eglinger Sebalduskirche übertragen. - Kanzel Ende 17. Jh. - Rosenkranzmadonna, Ende 17. Jh., Anton Krinner zugewiesen. - Stiftungstafel der Annakapelle, bez. 1647, mit Darstellung der Kapelle am Fuße des Golgathahügels, dazu die Familie Feldkircher und die hll. Sebastian und Helena, darüber der hl. Vitus und Kaiser Konstantin sowie die Muttergottes und Johannes d.T. (Abb. S. 234) - Holzepitaph für Sebastian Feldkircher, Bürger und Holzmeister zu München, und seine Familie, bez. 1637, mit Gemälden der Familie und der hll. Sebastian und Vitus, der Taufe Christi, sowie der Muttergottes und der hl. Anna selbdritt.

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, Münchner Straße 2

Deining

im Kern um 1430

Tuffsteinbau um 1430, in der 1. Hälfte des 18. Jhs. barockisiert. Restaurierung 1979ff. - Der quadratische Westturm wurde 1820/21 als Ersatz für einen Dachreiter errichtet, Obergeschosse mit abgeschrägten Ecken und kurzem Spitzhelm. Einschiffiges Langhaus zur vier Jochen. Eingezogener, dreiseitig geschlossener Chor. In beiden Raumteilen flache Stichkappentonne über Pilastergliederung. - Fresken 1983. - Altäre und Kanzel 1. Hälfte 18. Jh. Im Hochaltar Kreuzigungsgruppe; Engel seitlich des Auszugs aus der Mitte des 17. Jhs., Kaspar Niederreiter zugewiesen. Figuren der Seitenaltäre 1. Hälfte 18. Jh.: nördlich Immaculata, südlich hl. Sebastian. - Taufbecken 17. Jh. mit Johannes d.T., Holz, gefaßt, um 1500. - Im Chor Figuren der hll. Barbara und Nikolaus (Kopf überarbeitet), 1. Hälfte 18. Jh. - Großes, Votivbild der Gemeinde Deining von 1800 mit der Bitte um Verschonung von den Franzosen. - Unter der doppelten Westempore Wappengrabsteine der Thorer von 1406 bzw. um 1440. An der nördlichen Chorwand Epitaph für Elisabeth von Seiboldsdorf zu Hornstein (t 1617), Gemahlin des Wolfratshausene'r Pflegers, mit Ganzfigur. Münchner Straße 6 (Feichtmoar). Stattliches Bauernhaus mit Balusterlauben, Hochtenne und Traufbundwerk, 2. Hälfte 18. Jh. Das Traufbundwerk wurde nach 1985 mit Ausnahme der Andreaskreuze erneuert.

Kath. Filialkirche (Kuratiekirche) Mariä Himmelfahrt, Dorfstraße 3

Ergertshausen

2. Hälfte 15. Jh.

In der 2. Hälfte des 15. Jhs. aus Tuffsteinquadern errichtet. Chor um 1700 erhöht. 1979 Restaurierung. Unverputzter Satteldachturm im Westen. An der Langhausnordseite Reste gemalter Quaderung und eines Rankenfrieses. Am Chor Strebepfeiler. Spätgotische Eingangstür mit gitterartigen Eisenbändem. - Einschiffiger Bau zu vier Jochen mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor unter schmuckloser Stichkappentonne. Im Langhaus hoch ansetzende, halbrunde Dienste, über denen die Rippen fächerartig auseinanderstreben und das Gewölbe netzförmig überziehen. Alle Altäre ausschließlich mit Figuren. Der zweisäulige Hochaltar um 1700 mit Mondsichelmadonna um 1510, flankiert von den hll. Joachim und Anna, die zusammen mit den Dachungsengeln Anton Krinner zugeschrieben werden. Auf Außenkonsolen die hll. Johann Nepomuk und Franz Xaver. Im Auszug Gottvater um 1644, Georg Wunderl zugewiesen. - Nördlicher Seitenaltar um 1700 mit dem hl. Joseph und einem hl. Bischof (Maternus?) im Auszug, Joseph Krinner zugeschrieben; seitlich die hll. Margareta und Barbara, um 15 10. - Südlicher Seitenaltar 1644 von Hans Ostner, um 1700 verändert. In der Mitte der thronende hl. Ulrich um 15 10; seitlich ein hl. Bischof und der Evangelist Johannes, 1644 von Wunderl. Im Auszug hl. Bischof, um 1700, Anton Krinner zugeschrieben. Kanzel- um 1700. Am Korb Gemälde des Salvator Mundi und der Evangelisten; auf dem Schalldeckel hervorragende Figur des hl. Paulus, um 1780 von Philipp Jakob Rämpl. - Rosenkranzmadonna, um 1644, wohl von Wunderl.

Kath. Kapelle St. Georg

Eulenschwang

Um 1500

Um 1500 auf einem kleinen Hügel am östlichen Ortsrand errichtet, 1650 verändert. Um 1900 nach einem Brand Wiederherstellung der westlichen Giebelwand und des Dachreiters; beide wurden bei der Restaurierung 1989ff. erneuert. Einschiffiger, dreiseitig geschlossener Bau mit Felderdecke. - Altar um 1620/30 aus einer Wolfratshausener Werkstatt, mit Relief des hl. Georg als Drachenkämpfer; im Auszug Gottvaterbüste, um 1650, Georg Wunderl zugeschrieben. - Figur der hl. Anna selbdritt, 1. Hälfte 16. Jh.

Kath. Filialkirche St. Georg

Feldkirchen

Spätgotisch

Im Kern spätgotische, um 1500 errichtete Anlage. 1835 verändert (u.a. mit Beseitigung der Gewölberippen). 1872 Turmneubau durch Baumeister Karg. 1962 Restaurierung, vgl. Inschrift östlich über dem Chorbogen. - Einschiffiger Bau mit eingezogenem, fünfseitig geschlossenem Chor; an den Stichkappentonnen aufgelegte Grate. Östlich hoher Turm aus unverputzten Tuffsteinquadern mit quadratischem Unterbau, Oktogon und Spitzhelm über Dreiecksgiebeln. An der Langhausnordwand Malereien des 17. Jhs.: Drachenkampf des hl. Georg und Anbetung der Könige, darüber Kreuzigung. - Hochaltar 1660, Lukas Herle zugeschrieben, im 18. Jh. verändert und 1852 vermutlich im Auftrag der Familie Barth auf Harmating restauriert, vgl. Datum und Wappen an der Rückseite. Schnitzarbeiten 1660, Georg Wunderl zugewiesen: Muttergottes zwischen den hll. Georg und �gidius, oben der auferstandene Christus. - Figuren: Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes, 1. Hälfte 17. Jh. Hl. Antonius von Padua und hl. Johann Nepomuk, Mitte 18. Jh.

Kath. Filialkirche St. Andreas

Geilertshausen

Anfang 16. Jh.

Im frühen 16. Jh. Umgestaltung eines im Kern älteren Langhauses und Neubau des Chors. 1609 Umgestaltung, vgl. Datum und Meisterzeichen östlich über dem Chorbogen. Restaurierung 1974 f. - Kleiner, flachgedeckter Saalbau mit wenig eingezogenem, fünfseitig geschlossenem Chor unter Netzrippengewölbe. Dachreiter 1924 erneuert. Langhausdecke mit sparsamem Rocaillestuck von 1912(?). - An der nördlichen Chorwand spätgotische Malereien, wohl 1609 übergangen: Pietä mit hl. Leonhard, hl. Bischof und Stifter; Drachenkampf des hl. Georg, darunter der Gekreuzigte mit kniendem Stifter. Langhausfresken 1912 von Anton Niedermaier: St. Andreas und die Trinität über dem Ort, in Eckmedaillons die hll. Elisabeth und Joseph. - Spätgotische Sakramentsnische um 1500. - Die Altaraufbauten Georg Mittermayer, die (ausgelagerten) Figuren Kaspar Niederreiter zugeschrieben. Hochaltar 1651 von Michael Schlickenrieder aus Geilertshausen gestiftet, 1873 von Joseph Mangold restauriert; in der Mitte der Kirchenpatron, um 1480, im Auszug Muttergottes des frühen 16. Jhs.; seitlich die hll. Sebastian und Korbinian, 165 1. Im etwa gleichzeitigen Seitenaltar Muttergottes, um 1420/30, flankiert von den hll. Katharina und Barbara, beide um 1651. - Kreuzweg 1873, von Mangold. - An der Westempore volkstümliche Malereien.

Kath. Kapelle St. Koloman

Reichertshausen

1517

Der einschiffige, netzrippengewölbte Bau mit fünfseitigem Schluß, der einsam südlich des Orts steht, wurde 1517 im Auftrag von Hans Gartner, herzoglicher Mundkoch in München, errichtet. Der barocke Dachreiter im Westen nach 1964 wegen Baufälligkeit abgetragen. - Altar 1640 von dem Schäftlarner Abt Adalbert Steinbacher gestiftet. Die Georg Wunderl zugeschriebenen Figuren ausgelagert: in der Mitte ehemals die hll. Koloman und Anna, seitlich die hll. Rasso und Wolfgang, im Auszug Gottvater. - Bedeutendstes Ausstattungsstück war ein kleiner Hausaltar, der 1517 für Hans Kamer gefertigt, vermutlich 1566 von den Nachkommen des 1526 verstorbenen Hans Gartner nach Reichertshausen gestiftet und 1643 im Auftrag von Lutz Weller restauriert wurde; heute befindet er sich im Freisinger Diözesanmuseum. In der Mitte Relief des Gnadenstuhls; alle anderen Darstellungen gemalt: auf den Flügeln die hll. Cosmas und Damian, in der Predella die Muttergottes zwischen den beiden Johannes und den hll. Judas Thaddäus und Simon, auf der Retabelrückseite Schweißtuch der hl. Veronika. - Eine große Muttergottesfigur des frühen 16. Jhs. stehtjetzt auf dem nördlichen Seitenaltar der Pfarrkirche in Thanning.

Haus Nr. 1 (Melcher)

Geilertshausen

Frühes 17. Jh.

Stattliches Bauernhaus, zweigeschossiger Blockbau des frühen 17. Jhs., Dach später. Zugehörig zweigeschossiger Getreidekasten, 1699.

Haus Nr. 1 (Mesner)

Feldkirchen

1. Hälfte 17. Jh.

Ehem. Bauernhaus. Obergeschoß verputzter Blockbau mit Brettbalusterlaube, Kern 1. Hälfte 17. Jh., Traufbundwerk Ende 18. Jh.

Kath. Pfarrkirche St. Martin, Hauptstraße 13

Egling

spätgotisch, um 1650/60 barockisiert

Im Kern spätgotischer, um 1650/60 barockisierter Bau. 1955 außen, 1985 innen restauriert. - Unverputzter, quadratischer Westturm; Oktogon und Zwiebelhaube wohl um 1650/60. Einschiffige, über hoher Voute flachgedeckte Anlage mit nicht eingezogenem Rechteckchor. Eingangstür, Eiche, 16. Jh., mit großem Schloß und Schlüssel. - Glasgemälde der Fenster um 1920 von Franz Xaver Zettler. - Im Chor wurden 1985 ornamentale Malereien des 17. Jhs. festgestellt und dokumentiert. Langhausfresko der 14 Nothelfer über Egling, bez. 1932. Die Ausstattung ist ein bemerkenswert einheitliches Beispiel für die Tätigkeit der Wolfratshausener Schreiner und Bildhauer im mittleren 17.Jh. - Hochaltar 1657, Seitenaltäre 1662 von Lukas Herle, mit Figuren von Georg Wunderl. Im Hochaltar der thronende Bischof Martin, flankiert von dem Evangelisten Johannes und der hl. Katharina, im Auszug Gottvater. Seitenaltäre: nördlich Mondsichelmadonna, im Auszug hl. Matemus; südlich die hll. Stephanus und Andreas, im Auszug hl. Sebastian. - Orgelprospekt 1. Hälfte 18. Jh.; Engel über dem Mittelteil Anton Krinner zugewiesen. - Kreuzweg, Mitte 18. Jh. - Rosenkranzmadonna, um 1640/50, Georg Wunderl zugeschrieben, 1695 (vgl. Datum oben) und 1837 überarbeitet. Vortreffliche Halbfiguren der hll. Petrus und Paulus, bez. 1774, wohl von Philipp Jakob Rämpl. - Bedeutendes farbiges Wachsrelief des mittleren 17. Jhs. mit Darstellung der Pietä, nach dem Gemälde des Willem Key (um 1515-1568) in der Alten Pinakothek, München. - In der Vorhalle heraldischer Grabstein für Sigmund Eglinger (Ý 1472), aus der Münchener Haldner-Werkstatt.

Münchner Straße 19 (Strasser)

Deining

3. Viertel 17. Jh.

Kleinbauernhaus, zweigeschossiger Blockbau

Hornsteiner Straße 11

Deining

3. Viertel 17. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus, zweigeschossiger Blockbau mit Bretterlaube.

Tölzer Straße 4 (Bauschneider)

Deining

3. Viertel 17. Jh.

Bauernhaus-Wohnteil mit Blockbau-Obergeschoß. Die Tenne mit Ständer- und Bundwerk des 18. Jhs. wurde 1984 durch einen modemen Zweckbau ersetzt.

Gräfin-Justitia-Straße 4 (Maurer)

Thanning

3. Viertel 17. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses mit verschaltem Giebel, Kern 3. Viertel 17. Jh.

Kath. Kapelle

Dettenhausen

2. Hälfte 17. Jh.

Die kleine, mit ihrem halbrunden Schluß nach Norden gerichtete Kapelle steht auf einem Hügel am südlichen Ortsrand. In der 2. Hälfte des 17. Jhs. erbaut, wurde sie im 19. Jh. neugotisch verändert. Über dem Giebel quadratischer Dachreiter mit Spitzhelm. - Der Deckenstuck, das (erneuerte) Fresko der Marienkrönung und der schlichte Altaraufsatz wohl aus der Erbauungszeit; letzterer mit Mondsichelmadonna, Holz, gefaßt, um 1500 (in Verwahrung). - Votivtafel von 1746.

Kath. Wallfahrtskirche St. Sebald

Egling

2. Hälfte 17. Jh.

1461 erstmals erwähnt, gehörte die Kirche ab 1520 zum Kloster Schäftlarn. Das ungewöhnliche Patrozinium durch einen angeblichen Aufenthalt des Heiligen begründet. Anfang des 17. Jhs. Aufschwung der Wallfahrt. Unter Abt Anian Mayr (1653-1680) Neubau. 1861, 1948/49 und 1980ff. restauriert. Der freistehende Glockenturm wurde 1987 errichtet. - Am Waldrand westlich des Orts gelegener Saalbau mit Holzdecke (von 1948/49) und stark eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor unter Stichkappentonne. Die Nebenräume beiderseits des Chors vielleicht Reste jenes von Spitzhelmen bekrönten Turmpaares, das auf zahlreichen Votivtafeln unter der Westempore dargestellt ist. Hochaltar um 1720 mit Seitenfiguren der hll. Dionysius und Norbert; der Titelheilige in der Mittelnische um 1640/50, Georg Wunderl zugeschrieben. - Seitenaltäre 1980/81 aus der Johanneskirche in Neufahrn hierher übertragen. Der nördliche Altar 1667/69 von Lukas Herle mit Schnitzarbeiten des frühen 16. Jhs.: hl. Anna selbdritt, im Auszug hl. Leonhard. Im südlichen Altar von etwa 1640/50, der ebenfalls Wunderl zugewiesen wird, vortreffliche Sitzfigur des hl. Vitus um 1520; der Pestheilige Rochus im Auszug ebenso wie die bewegte Michaelsgruppe an der Südwand von Wunderl. - Schlichte Kanzel des ausgehenden 17. Jhs. - Im Chor große Figuren der hll. Christophorus und Joseph, letzterer 1767 dat. und Philipp Jakob Rämpl zugeschrieben.

Haus Nr. 14 (Feldkirchner)

Feldkirchen

2. Hälfte 17. Jh.

Ehem. Bauernhaus. Z.T. zweigeschossiger Blockbau, 2. Hälfte 17. Jh., Dach später. Das Gebäude wurde 1993 abgetragen, instandgesetzt und auf einem erweiterten Kellergeschoß wiederaufgebaut.

Lindenstraße 1 (Kaser)

Moosham

2. Hälfte 17. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses mit Blockbau-Obergeschoß, 2. Hälfte 17. Jh.

Weilerkapelle

Sachsenhausen

2. Hälfte 17. Jh.

Nach Norden gerichteter, kreuzgratgewölbter Rechteckbau mit moderner Ausmalung. Im Altar der Erbauungszeit Kopie des Innsbrucker Maria-Hilf-Bildes (von Lukas Cranach).

Kath. Kapelle St. Leonhard

Harmating

1680/85

1680/85 durch Hans Haunstötter im Auftrag der damaligen Schloßbesitzer, der Münchener Patrizierfamilie Barth, errichtet. - Oktogonaler Zentralbau an der Straßenkreuzung südlich des Orts. An der Westseite quadratischer Turm mit Achteckaufsatz und Spitzhelm. Die graue Außenfarbigkeit mit eingeritzter, weiß gefaßter Pilastergliederung bei der letzten Restaurierung 1985 f. nach Befund erneuert. Im Innern baldachinartige Stemgratkuppel auf Pilastern. Hochaltar 1736 von Sebastian und Joseph Ziegler mit Fassung von Philipp Guglhör; 1767 von Philipp Jakob Rämpl überarbeitet. In der Mitte Figur des hl. Leonhard. - Wohl aus der Erbauungszeit die zweite Leonhardsfigur unter der an drei Seiten umlaufenden, 1790 erneuerten Empore.

Tölzer Straße 2 (Ostermair)

Deining

Ende 17. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses, zweigeschossiger Blockbau mit guten Details.

Kath. Filialkirche St. Georg

Puppling

1690

Im Kern spätgotische Anlage, 1690 (vgl. Datum außen am Chor) und Mitte des 18. Jhs. umgestaltet. 1984ff. restauriert. - Einschiffiger, dreiseitig geschlossener Bau unter Stichkappentonne. Chor durch Pilaster und Gewölbegurt ausgeschieden. Im Westen quadratischer Dachreiter mit Oktogon und Spitzhelm wohl des 19. Jhs. - Die ornamentale Ausmalung des mittleren 18. Jhs. wurde bei der letzten Restaurierung freigelegt und ergänzt. - Hochaltar um 1700 mit Figuren des frühen 16. Jhs.: Muttergottes zwischen den hll. Sebastian und Ursula. Im Auszug Gemälde mit dem Drachenkampf des hl. Georg. - Zierliche Apostelstatuetten, Mitte 18. Jh. - In der oberen Füllung der Eingangstür bäuerliche Darstellung des hl. Georg im Kampf mit dem Drachen, Öl auf Holz, 18. Jh.

Weilerkapelle

Schallkofen

Ende 17. Jh.

Einschiffiger, segmentbogig geschlossener Bau am westlichen Ortsrand; im Langhaus Stichkappentonne, der Chor flachgewölbt. Quadratischer Dachreiter mit Zeltdach. - Die bäuerliche Ausmalung des 19./20. Jhs. nur mehr fragmentarisch erhalten. - Altar der Erbauungszeit mit Gemälde der Muttergottes von 1947.

Gräfin-Justitia-Straße 5 (Kalman)

Thanning

Ende 17. Jh.

Wohnteil eines ehem. Bauernhauses, unveränderter, zweigeschossiger Blockbau, Ende 17. Jh.

Amtmannstraße 4

Thanning

17./18. Jh.

Ehem. Armenhaus; unveränderter, zweigeschossiger Blockbau, 17./18. Jh. Das Haus wurde 1983 instandgesetzt.

Hauptstraße 24 (Ungelder)

Thanning

Um 1700

Barockportal mit Architekturrahmung.

Kath. Kapelle Mariä Heimsuchung

Weihermühle

Um 1700

Nach Süden gerichteter, einschiffiger Bau mit Tonnengewölbe und dreiseitigem Schluß. Im Norden sechsseitiger Dachreiter mit Spitzhelm. - Altar der Erbauungszeit mit Gemälde der Muttergottes.

Haus Nr. 1

Aumühle

1.Viertel 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß und Bretterlaube.

Haus Nr. 5 (Mesner)

Geilertshausen

1. Viertel 18. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses, zweigeschossiger Blockbau mit Lauben.

Dietramszeller Straße 2 (Pfluger)

Endlhausen

1. Hälfte 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß.

Schanzenstraße 7 (Wagner)

Neufahrn

1. Hälfte 18. Jh.

Wohnteil eines ehem. Bauernhauses, zweigeschossiger Blockbau, 1. Hälfte 18. Jh.

Haus Nr. 11 (Kölbl)

Reichertshausen

1. Hälfte 18. Jh.

Ehem. Bauemhaus mit Blockbau-Obergeschoß, 1. Hälfte 18. Jh., Dach 19. Jh. Das Gebäude wurde 1986f. saniert, der Balkon erneuert.

Haus Nr. 23 (Thalweber)

Reichertshausen

1. Hälfte 18. Jh.

Einzelhof; Altbau zweigeschossiger Blockbau, 1. Hälfte 18. Jh. Der Wirtschaftsteil wurde 1984 erweitert, der Altbau 1987 innen verändert.

Laberstraße 1 (Heißnanderl)

Deining

2. Viertel 18. Jh.

Ehem. Bauernhaus, Wohnteil zweigeschossiger Blockbau. Das Haus wurde 1977 instandgesetzt, der Wirtschaftsteil modern ausgebaut.

Hornsteiner Straße 3 (Zotz)

Sachsenhausen

2. Viertel 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, 2.Viertel 18. Jh. Das Bauernhaus wurde 1983 saniert, der Wirtschaftsteil umgebaut.

Eglinger Straße 37

Moosham

1748

Wieder aufgestellter Bundwerkstadel, bez. 1748, mit eingebautem Getreidekasten, 18. Jh.; nördlich außerhalb des Orts.

Eulenschwanger Straße 1 (Bergschuster)

Aufhofen

Mitte 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus, Wohnteil zweigeschossiger Blockbau.

Dorfstraße 5 (Daxler)

Dettenhausen

Mitte 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß.

Dorfstraße 8 (Baur)

Dettenhausen

Mitte 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, restauriert.

Gartenstraße 2 (Winkler)

Neufahrn

18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, Kern 18. Jh., Dach später.

Sauerlacher Straße 7 (Goss'n)

Öhnböck

Mitte 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus, im Kern Mitte 18. Jh. und 19. Jh.

Hauptstraße 12 (Schopfhäusl)

Thanning

Mitte 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, Traufbundwerk und Brettbalusterlaube, Mitte 18. Jh.

Schmiedbergstraße 4 (Stoadickl)

Thanning

1. Hälfte 18. Jh.

Bauernhaus, zweigeschossiger Blockbau mit Traufbundwerk und Brettlaube

Schulstraße 1 (Meser)

Thanning

Mitte 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus mit alten Fenstern, Kern Mitte 18. Jh.

Weiherweg 1 (Kauper)

Thanning

Mitte 18. Jh.

Ehem. Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß. - Kleiner, angebauter Getreidekasten, 18. Jh.

Kath. Pfarrkirche St. Valentin, Wolfratshauser Straße 1

Endlhausen

1755

Um 1180 eine Pfarrkirche in Endlhausen bezeugt, die 1672-1702 zum Kloster Dietramszell und danach zum Kloster Schäftlarn gehörte. 1751 wird ein Neubau durch Georg Lettner vorbereitet, aber erst 1755/56, nun nach Entwürfen von Johann Michael Fischer, durch dessen Palier Melchior Streicher ausgeführt, vgl. Datum an der nördlichen Chorwand. 1864ff. Schließung der Kirche wegen Baufälligkeit; 1865 Restaurierungskonzept von Joseph Sappel bzw. Pläne zum Neubau durch Baumeister Karg. 1866 Einsturz des Chorbogens. 1867ff. durchgreifende Erneuerung mit Erweiterung des Chors und neuem Gewölbe. 1983ff. Restaurierung. - Das schlichte �ußere des rechteckigen Langhauses und der dreiseitige Chorschluß deuten darauf hin, daß der Bau auf den Grundmauern einer (spätgotischen?) Vorgängerkirche basiert. An der Nordseite quadratischer, mit Blendfeldern verzierter Turm; das Oktogon ursprünglich mit Kuppel, seit 1867 mit Spitzhelm. - Überraschend die ungewöhnlich elegante Konzeption des Innern. Das in den Ecken ausgerundete Schiff durch Pilasterpaare mit gemeinsamer Gebälklage gegliedert; gedrückte Stichkappentonne, geschwungene Westempore. Der eingezogene, innen halbrund geschlossene Chor über umlaufendem Gesims und Voute flachgedeckt. Schwungvolle Stuckdekoration, 1894 von Leopold Alseß; über dem Chorbogen große Kartusche mit Engel und Lamm Gottes. - Die 1758 von Martin Heigl gemalten Fresken 1913 durch Anton Niedermaier (Komposition und Figuren) und Robert Rupp (Quadratur) erneuert; Chor: St. Valentin als Patron der Notleidenden und Kranken; Langhaus: Szenen aus dem Leben Christi. Altäre um 1764, teilweise mit älteren Figuren. - Im Hochaltar der Titelheilige, um 1500, Erasmus Grasser zugeschrieben; seitlich die hll. Barbara und Katharina, bewegte Schnitzarbeiten in der Art von Philipp Jakob Rämpl. Im Auszug Trinität, am Tabernakel Statuetten der hll. Korbinian und Ulrich. - Seitenaltäre schräggestellt. Nördlich Muttergottes, um 1680/90, Lorenz Luidl zugewiesen; südlich hl. Sebastian. Seitenfiguren: nördlich die hll. Joseph und Joachim, südlich die hll. Silvester und Nikolaus. In der nördlichen Predella hl. Anna selbdritt, um 1700. Gemälde der Auszüge vielleicht von Heigl: nördlich hl. Johann Nepomuk, südlich hl. Karl Borromäus(?). Taufbecken bez. 1614; Aufsatz Ende 18. Jh. - Kanzel 1759 von Joseph Eberl; Aufbau und Dekor Rokoko mit bäuerlichen Blumenmalereien wohl von 1797 (vgl. Datum). Am Korb Darstellungen der hll. Georg und Michael; auf dem Schalldeckel Figur des auferstandenen Christus, Ende 15. Jh. - Im Chor origineller zweiteiliger Beichtstuhl, 1. Hälfte 18. Jh. - Orgelprospekt bez. 1892. - Kreuzweg von 1780, Öl auf Leinwand, 1919 angekauft als Ersatz für einen Kreuzweg, den 1869 Ludwig Glötzle gemalt hatte und der sich heute in Unterhaid bei Bamberg befindet. Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes, Ende 17. Jh.; Engel, Mitte 17. Jh. Hl. Antonius von Padua und hl. Johann Nepomuk, um 1760/70, vielleicht von Rämpl. Auf Konsolen Halbfiguren der hll. Leonhard, Sebastian und Florian, 2. Hälfte 18. Jh. - Unter der Empore Grabstein für Pfarrer Anton Widmayr (Ý 1580), mit Ganzfigur.

Hauptstraße 2 (Seppnbauer)

Aufhofen

2. Hälfte 18. Jh.

Bauernhaus mit kräftigem Traufbundwerk.

Angermühle, Angermühlstraße 18

Egling

2. Hälfte 18. Jh., im 19. Jh. erhöht

Stattliches Wohnhaus, z.T. Blockbau-Obergeschoß, Traufbundwerk. Die von kleinen Bächen umflossene Angermühle am südlichen Ortsrand von Egling wird 1872 erstmals urkundlich erwähnt und gehört heute zu den wenigen, noch voll funktionsfähigen Mühlen im Kreisgebiet. Der holzverschalte Wasserzulauf an der Nordwestecke des Gebäudes treibt das große, mit dem Mahlwerk im Innern verbundene Wasserrad an. Mühle und Wohnbau wurden seit 1979 nach und nach saniert.

Sauerlacher Straße 3 (Schreiner)

Endlhausen

Kern 2. Hälfte 18. Jh.

Bauernhaus, z.T. mit Blockbau-Obergeschoß. Das Haus wurde 1985f. instandgesetzt und ausgebaut.

Haus Nr. 1

Harmating

2. Hälfte 18. Jh.

Wohnteil-Obergeschoß eines ehem. Bauernhauses, Blockbau, 2. Hälfte 18. Jh.; 1981 aus Greiling transferiert und ergänzt.

Haus Nr. 3 (Reither)

Harmating

2. Hälfte 18. Jh.

Stattliches Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, Laube und Traufbundwerk, 2. Hälfte 18. Jh. 1985 wurden das Tennendach und das Bundwerk instandgesetzt.

Haus Nr. 8

Aumühle

Ende 18. Jh.

Stattlicher Bau mit Flachsatteldach, Balusterlaube und rückseitiger Hochtenne. Der Wirtschaftsteil wurde 1982 teilweise zu Wohnzwecken ausgebaut.

Tölzer Straße 6 (Burer)

Deining

letztes Viertel 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß.

Haus Nr. 28 (Schneiderpeter)

Hornstein

3. Viertel 18. Jh.

Kleinbauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, Brettlaube und Traufbundwerk, 3. Viertel 18. Jh.

Hauptstraße 5 (Murhammer)

Öhnböck

letztes Viertel 18. Jh.

Stattliches Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß und reichem Traufbundwerk, letztes Viertel 18. Jh., Dach später.

Sauerlacher Straße 8 (Humpl)

Öhnböck

letztes Viertel 18. Jh.

Stattliches Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß, letztes Viertel 18. Jh., Dach später.

Schulstraße 4

Thanning

letztes Viertel 18. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus, zweigeschossiger Blockbau.

Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, Hauptstraße 14

Thanning

1786

Nach einem Brand am 12.August 1754, der Kirchenschiff und Pfarrhaus vernichtete, lieferte der Münchener Maurermeister Lorenz Sappel Überschlag und Risse, doch konnte er 1757/58 bzw. 1760 zusammen mit Balthasar Trischberger und dem Palier Johann Pernlocher lediglich den Pfarrhof mit Stadel wiederaufbauen. Von dem damals weitgehend unversehrt gebliebenen spätromanischen Chorturm blieb nach Blitzschlag 1785 nur mehr der mächtige, in regelmäßigem Tuffquaderverband errichtete Unterbau erhalten. Dieser wurde beim Neubau von Langhaus und Chor 1786/87 durch Peter Reiser erhöht. Weihe 1790. Restaurierung 1986f. - Außen gemalte Eckrustika. Am quadratischen Teil des Turms Rundbogenfriese; nach unten gezogene Segmentbögen leiten zu dem wirkungsvollen, an den Ecken abgeschrägten Aufsatz wird, der von einer lebhaft geschwungenen Laternenkuppel bekrönt wird. Geräumiger, pilastergegliederter Saalbau mit flachen Stichkappentonnen und wenig eingezogenem, innen dreiseitig, außen wegen des anstoßenden Turms gerade geschlossenen Chor. Fresken 1902 von Kaspar Schleibner, bez.; 1969 von Michael P.Weingartner überarbeitet und teilweise neu gemalt. Chor: Glorie der Titelheiligen. Langhaus: Szenen aus dem Leben und Martyrium der Apostelfürsten. - Altäre und Kanzel vielleicht von Franz Edmund Doll, der die Kirche 1787 ausstuckiert hatte. Möglicherweise führte aber auch Franz Xaver Sporer die Altäre aus, da er hierfür 1790 einen Kostenvoranschlag geliefert hat. - Der sechssäulige, kreisförmig nach vorne ausgreifende Hochaltar mit Figuren des hl. Johann Nepomuk und des sel.Gamelbert, der im 8. Jh. Pfarrer von Michaelsbuch bei Metten in Niederbayern war und dessen Kult erst 1909 offiziell erlaubt wurde; außerdem Büsten der hll. Korbinian und Benno. Tabernakel 1904 von Joseph Scheel, Joseph Schmid und Joseph Kömpel nach einem Tabernakel in der Klosterkirche Ebrach; Figuren eines hl. Bischofs und des hl. Benno frühes 18. Jh. Gemälde: Christus mit den Aposteln, 1969 von Weingartner. - Seitenaltäre: nördlich große Muttergottes, vor allem in der Gewandbehandlung beachtliche Schnitzarbeit des frühen 16. Jhs., ehemals in der Kolomanskapelle zu Reichertshausen; südlich hl. Sebastian, aus der Erbauungszeit. - Kanzel in spätesten Rokokoformen. - Taufbecken 1787ff. - Gemälde: Maria als Braut des Hl. Geistes und hl. Joseph, Mitte 18. Jh. Votivbild von 1802. Kreuzwegreliefs, um 1902, aus der Mayerschen Kunstanstalt in München.

Klosterweg 3 (Hintermeier)

Deining

18. und 19. Jh.

Bauernhaus, Obergeschoß wohl verputzter Blockbau.

Münchner Straße 15 (Leierer)

Deining

Ende 18. Jh.

Bauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß und Traufbundwerk.

Münchner Straße 29 (Schreiner)

Deining

18./19. Jh.

Ehem. Bauernhaus mit Traufbundwerk.

Sauerlacher Straße 7

Endlhausen

Ende 18. Jh.

Blockbau-Obergeschoß. Das ehem. Bauernhaus dient seit 1926 als Schullandheim des Wittelsbacher Gymnasiums in München.

Haus Nr. 38

Hornstein

Ende 18. Jh.

Ehem. Meierhof; Bauernhaus mit Walmdach, Ende 18. Jh. Im Zuge der Sanierung 1983 wurde der Stallteil zu Wohnzwecken umgebaut.

Eglinger Straße 14 (Schultheiß)

Moosham

Ende 18. Jh.

Kleinbauernhaus mit Laube, Ende 18. Jh.

Eglinger Straße 18 (Sebald)

Moosham

Ende 18. Jh.

Traufbundwerk am Wirtschaftsteil, Ende 18. Jh.

Schanzenstraße 4

Neufahrn

Ende 18. Jh.

Stattliches ehem. Bauernhaus, jetzt Gasthaus Voglbauer; mit Blockbau-Obergeschoß, Ende 18. Jh., erneuert. Der 1988 abgebrannte Dachstuhl wurde erneuert.

Haus Nr. 14

Hornstein

1797

Ehem. Kleinbauemhaus mit Blockbau-Obergeschoß, bez. 1796. Das Haus wurde 1985/86 saniert; die Erdgeschoßfenster nach altem Vorbild erneuert.

Kirchweg 4. Kath. Kapelle St. Elisabeth

Siegertshofen

1797

Spätgotische, um 1797 veränderte Kapelle. 1972 außen, 1978 innen restauriert. - Das einschiffige, dreijochige Langhaus und der eingezogene, dreiseitig geschlossene Chor unter gedrückter Stichkappentonne. Im Westen verschindelter, quadratischer Dachreiter mit Zwiebelhaube. - Bäuerliche Fresken 1797 von Joseph Ströbele, stark erneuert: in runden und ovalen Bildfeldern religiöse Symbole und Emblemata. - Hochaltar Ende 18. Jh. unter Verwendung von Teilen des ausgehenden 17. Jhs.; in der Mitte Figurengruppe der hl. Elisabeth mit dem Bettler und einem Engel, außen neben den Säulen die Pestheiligen Sebastian und Rochus. - Gemälde der Immaculata, 1. Hälfte 18. Jh., Kreuzweg, 1. Hälfte 19. Jh. - Hl. Elisabeth, um 1500, vor allem im Kopfbereich kräftig überarbeitet. Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes, um 1630. Apostelstatuetten, wohl Mitte 18. Jh.

Hauptstraße 12 (Schmotz)

Neufahrn

um 1800

Stattliches Bauernhaus mit profilierten Balkenköpfen, Balusterlaube und reich geschnitzter Haustür, um 1800.

Haus Nr. 35 (Wagneranderl)

Hornstein

1806

Ehem. Kleinbauernhaus mit Blockbau-Obergeschoß. Das Baudatum 1806 befindet sich über der südlichen Tür des Obergeschosses.

Haus Nr. 4 (Gabriel)

Reichertshausen

1820

Wohnteil eines ehem. Bauernhauses, Blockbau-Obergeschoß mit Brettbalusterlauben, bez. 1820. Die Verschalung wurde bei der Instandsetzung 1985 erneuert, der Wohnteil innen umgebaut.

Hauptstraße 5 (Graf)

Egling

2. Viertel 19. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses, mit Trauf- und Hochlaube.

Hauptstraße 10 (Darchinger)

Egling

2. Viertel 19. Jh.

Wohnteil eines Bauernhauses, mit alten Fenstern und geschnitzter Haustür. Die kleine Holztafel mit stark erneuerter Darstellung der Immaculata. Der ehem. Rinderstall wurde 1985 zu Wohnzwecken umgebaut.

Wegkapelle

Moosham

2. Viertel 19. Jh.

2. Viertel 19. Jh.; mit Ausstattung; an der Straße nach Feldkirchen. Nach Westen gerichteter Rechteckbau am östlichen Ortsrand mit schlichtem Altar der Erbauungszeit.

Wolfratshauser Straße 8 (Feldkirchner)

Attenham

1834

Der sog. Feldkirchner Hof wurde 1834 errichtet (vgl. Inschrift an der Straßenseite) und kam 1962 an den Bildhauer Kurt Mergenthal und seine Familie, die ihn zuletzt 1988 restaurieren ließ. - Langgestreckter Bau mit auffälliger, farbig gefaßter Stuckdekoration in Form von Vasen, Vögeln und Früchten; unter der großen Figur des hl. Jakobus d.�. Relief einer Katze vor einem Vogelkäfig. - Das östlich anschließende, mit 1714 bez. Hoftor stammt aus Unterfranken. Im Garten wiederaufgestellte Getreidekästen von 1549, 1556 und 1707.

Tölzer Straße 18

Deining

2. Viertel 19. Jh.

Ehem. Landarzthaus mit Halbwalmdach. Die reichen Fassadenmalereien zeigen über den Erdgeschoßfenstern Sternkreiszeichen und an der Ostseite St. Kastulus.

Hauptstraße 26 (Wagner)

Thanning

Um 1830/40

Wohnteil eines Bauernhauses mit Laube.

Pfarrstraße 6

Egling

bez.1912, im Kern 1. Hälfte 19. Jh.

Ehem. Kleinbauernhaus, Blockbau, verputzt mit Quaderung und dekorativen Malereien. Das im Giebel 1912 datierte Haus wurde 1992 restauriert.

Wolfratshauser Straße 2 (Amhofer)

Endlhausen

im Kern um 1840

Stattliches Bauernhaus. 1450 Besitz des Münchener Patriziers Balthasar Ridler, nach 1462 zur Benefiziumsstiftung St. Margareta in Altkirchen gehörig. Ab 1872 bei der Familie Brunner. Die reichen Fassadenmalereien von 1943 mit Darstellungen der hll. Notburga, Isidor, Margareta, Sebastian und Barbara 1962 erneuert; Schutzmantelmadonna 1972 ergänzt.

Ehem. Dorfschmiede, Wolfratshauser Straße

Egling

Mitte 19. Jh.

Gegenüber bei Haus Nr. 5 ehem. Beschlagstand um 1900 mit zahlreichen Werkzeugen.

Sog. Kindswieskapelle

Neufahrn

Mitte 19. Jh

Der Mitte des 19. Jhs. in einsamer Waldlage errichtete Bau setzt sich aus dem niedrigen, tonnengewölbten Schiff und dem höheren, von einer Stichkappentonne überwölbten Chor mit fünfseitigem Schluß zusammen. Das Eingangsportal von Pilastern flankiert, darüber halbkreisförmige Öffnung. Auf dem Chor quadratischer Dachreiter mit Zeltdach. Schlichter Altar der Erbauungszeit mit ausgesägten Figuren des Geißelchristus zwischen Anbetungsengeln.

Wegkapelle

Öhnböck

Mitte 19. Jh.

Nach Westen gerichteter, tonnengewölbter Rechteckbau unmittelbar an der Nordseite der Durchgangsstraße. Auf der Mensa kleiner Altaraufsatz des frühen 18. Jhs.; Figuren der hll. Joachim und Anna mit dem Marienkind.

Pfarrstraße 2 (Mesner)

Egling

bez. 1856

Geschnitzte Laube.

Kath. Kapelle St. Florian, Wolfratshauser Straße 6

Attenham

1862ff

Der 1717 von dem Münchener Kürschnermeister Sebald Hort gestiftete, den Leiden Christi geweihte Vorgängerbau 1862ff. durch die bestehende Kapelle ersetzt. Neugotische Ausstattung 1947/48 beseitigt. - Nach Süden gerichteter, einschiffiger Bau in neugotischen Formen mit dreiseitigem Schluß und Glockentürmchen. - Der jetzige, neubarocke(?) Altar wurde nach 1950 durch Pfarrer Georg Käufl bei der Firma Keilhacker in Taufkirchen an der Vils angekauft und durch den Münchener Bildhauer und Schreiner Johann Schmuck umgestaltet und aufgestellt. Figur des hl. Florian, Mitte 18. Jh. - An der Wand hl. Leonhard, Holz, gefaßt, 1. Hälfte 18. Jh. Die Kapelle wurde in 1999 renoviert, wobei die Attenhamer mit einem Arbeitseinsatz von 420 Stunden den größten Teil der Renovierung selbst leisteten. Die Arbeiten wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. Die Finanzierung erfolgte durch das Landesamt für Denkmalpflege (DM 6000,-), den Bezirk Oberbayern (DM 2500,-), den Landkreis (DM 2500,-) und die Gemeinde (DM 4600,-).

Kath. Kapelle St. Georg

Hornstein

1868

1868 am östlichen Ortsrand als Ersatz für die abgebrochene Schloßkapelle errichtet. - Unverputzter, lisenengegliederter Quaderbau mit einschiffigem, tonnengewölbtem Langhaus und eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Im Westen quadratischer Dachreiter; Obergeschosse mit abgeschrägten Ecken und geschwungenem Spitzhelm. - Fresken wohl aus der Erbauungszeit: in Medaillons Ansichten des abgegangenen Schlosses und der neuen Kapelle sowie Wappen der einzelnen Besitzer. - Figuren: Muttergottes, 2. Hälfte 17. Jh. Hl. Sebastian (angeblich ehemals an einem Seitenaltar der Pfarrkirche in Wolfratshausen) und hl. Georg, beide um 1650/60 und Georg Wunderl zugeschrieben. Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes, um 1760/70, in der Art des Philipp Jakob Rämpl.

Haus Nr. 1 (Gollkofer)

Goldkofen

Ende 19. Jh.

Einzelhof; stattliches Bauernhaus mit zwei Giebellauben, Rauhputzquaderung am Erdgeschoß. Repräsentatives Gebäude des ausgehenden 19. Jhs., 1985 außen saniert; über dem rustizierten Erdgeschoß alternierend Löwenköpfe und Rosetten.

Kriegergedächtniskapelle (Annakapelle), Kapellenweg

Neufahrn

19./20. Jh.

Eine erste Kapelle wohl 1647 gestiftet, vgl. Stiftertafel in der Kirche. Der heutige, nach Norden gerichtete Bau wohl aus dem 19./20. Jh. - Kleine, durch Fenster mit Eselsrücken belichtete Kapelle nordwestlich der Kirche. Das tonnengewölbte Langhaus vom dreiseitig geschlossenen Chor durch einen breiten Gurtbogen abgegrenzt. Vierseitiger Dachreiter mit Zeltdach. - Im Langhaus leichter Stuck und moderne Fresken. - Auf dem Altar Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes, 2. Hälfte 18. Jh. - Figuren der hll. Sebastian und Leonhard, 2. Hälfte 17. Jh.

Kriegerdenkmal

Endlhausen

1905

Mariensäule. Anlage erweitert zum Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege.

Schulstraße 2

Thanning

Um 1910

Ehem. Schule; Walmdachbau in reduzierthistorisierenden Formen, um 1910, mit Satteldachanbau als Lehrerwohnung.

Hornsteiner Straße 2 (Loichl)

Deining

bez. 1914/15

Bauernhaus, stattlicher Bau im Heimatstil, mit Balusterlauben. An der Giebelseite des straßenbeherrschenden Gebäudes drei Freskomedaillons von 1914/15 mit Darstellungen Gottvaters und der Bauernheiligen Isidor und Notburga, 1972 durch F. Paulus wohl auf alter Grundlage erneuert.