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| Ursachen und Folgen des Jodmangels Deutschland West wie Ost, Nord wie Süd ist ein Jodmangelgebiet. Grund dafür sind die geologischen Vorgänge in der letzten Eiszeit, durch die das Jod weitgehend aus den Böden ausgeschwemmt wurde. Seitdem fehlt Jod in der tierischen und menschlichen Nahrung. Große Teile der Bevölkerung leiden deshalb unter den Folgen des Jodmangels. Hinzu kommt bei der Mehrheit der Verbraucher ein zu geringer Verzehr von jodhaltigen Seefischen und Meerestieren. Ein langanhaltender Jodmangel führt nach Verbrauch der körperlichen Jodreserven zu gesundheitlichen Problemen, weil die Schilddrüse mit einer eingeschränkten Bildung von Schilddrüsenhormonen reagiert. Das führt zur Schilddrüsenunterfunktion, der Arzt spricht von Hypothyreose. Diese Krankheit hat erhebliche Beeinträchtigungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zur Folge, u.a. Neigung zu erhöhter Infektanfälligkeit, zu Veränderungen von Haut und Haaren sowie Darmträgheit. Mit der Zeit kann sich die Schilddrüse außerdem krankhaft vergrößern. Es entwickelt sich ein Jodmangelkropf, der Arzt spricht von einer Struma. Ein Kropf ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Größere Kröpfe üben Druck auf Speise- und Luftröhre sowie die Blutgefäße im Halsbereich aus. Es kann zu Schluckbeschwerden, Luftnot und Beklemmungsgefühl kommen. Bei länger bestehenden Kröpfen können Veränderungen des Schilddrüsengewebes und die Bildung von Knoten die Folge sein.
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