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Was treibt Ihr Mann oder Sohn eigentlich so am PC, wenn er alleine ist? "Ich habe festgestellt, dass erschreckend wenige Frauen über diese Dinge bescheid wissen - und noch weniger in der Lage wären, ihm auf die Schliche zu kommen", schrieb uns Kollege Achim Wagenknecht aus Wuppertal. Und bot an, ein bisschen aus der Schule zu plaudern. Hier seine Anleitung zum Einblick.

Dass es im Internet Pornografie gibt, hat wohl jede schon einmal gehört. Aber wissen Sie, was Ihr Mann oder Sohn tut, wenn er allein vor dem PC sitzt? Und könnten Sie ihm auf die Schliche kommen, falls er heimlich Pornos speichert? EMMA zeigt, wie Sie seine Pornos aufspüren können.

Natürlich ist es nicht die feine Art, dem eigenen Mann oder Sohn hinterherzuspionieren. Aber mit der feinen Art kommen Frauen nicht immer weiter. Und vielleicht brauchen Sie ja noch nicht einmal wirklich tätig zu werden. Vielleicht reicht es ja schon, die folgende Schnüffelanleitung offen auf dem Wohnzimmertisch liegen zu lassen...

Falls Sie sich der geheimnisvollen Kiste Computer noch nie genähert haben, lassen Sie sich von Ihrem Mann zeigen, wie Sie einen Brief schreiben. Fragen Sie, wie das Betriebssystem heißt, wie Sie ins Internet kommen und wie frau Dateien verwaltet. Dann kennen Sie die nötigsten Grundlagen und arbeiten quasi offiziell am PC. Falls Ihr Mann vorschlägt, ein eigenes Benutzerkonto für Sie einzurichten, lehnen Sie bescheiden ab: "Das ist doch nicht nötig!" Denn: Ohne eigenes Benutzerkonto können Sie leichter auf seine Daten zugreifen.

1. Sein Betriebssystem und Passwort

Die meisten Computer sind PCs mit einem Windows-Betriebssystem. Das Betriebssystem ist das Hauptprogramm des Computers, ohne das nichts läuft. Dieses Programm sollte den PC mit einem Passwort vor unerwünschten Zugriffen schützen, aber unter Windows sind Passwörter meistens leicht zu umgehen. Wenn der Computer beim Start nach einem Passwort fragt, drücken Sie einfach die Escape-Taste oben links auf der Tastatur (Esc) - schon sind Sie drin.

2. Was hat er zuletzt gemacht?

Um dem Benutzer das Leben zu erleichtern, speichern die meisten Computer Listen der zuletzt benutzten Dateien und der zuletzt besuchten Internet-Seiten. Um die zuletzt benutzten Dateien zu finden, klicken Sie:

Unter Windows XP: Start und dann Zuletzt verwendete Dokumente
Unter Windows 95, 98 oder Millenium: Start und dann Dokumente
Unter Linux: Zahnrad-Symbol und dann zuletzt geöffnete Dateien

 

Achten Sie auf Dateien, die mit Nachnamen jpg heißen. Falls die Datei-Endung nicht angezeigt wird, achten Sie auf Symbole, die einem winzigen Sonnenuntergang oder einem Bilderrahmen ähneln. Diese Dateien enthalten Bilder.

Die zuletzt besuchten Internet-Seiten sind genau so einfach zu finden. Oben im Browser finden Sie die Adresszeile, in die Sie die gewünschte Adresse eintragen (z.B. emma.de). Rechts am Ende dieser Zeile finden Sie einen kleinen Abwärts-Pfeil. Wenn Sie den anklicken, klappt die Liste der zuletzt besuchten Seiten auf. Verdächtig sind Adressen, die Stichwörter wie porn, adult, oder xxx enthalten.

3. Seine Bilder jagen

Um einen Windows-Computer nach Bildern zu durchsuchen, benutzen Sie am besten das Programm Windows Explorer. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie aus dem Menü, das dann erscheint, den Eintrag Explorer. Sollte das nicht funktionieren, klicken Sie (immer mit der linken Maustaste):

Unter Windows XP nacheinander: Start, Alle Programme, Zubehör, Windows-Explorer
Unter Windows 95 oder 98 nacheinander: Start, Programme, Windows-Explorer
Unter Windows Millenium nacheinander: Start, Programme, Zubehör, Windows-Explorer

 

Es erscheint ein zweigeteiltes Fenster. Klicken Sie im linken Bereich auf Arbeitsplatz und drücken Sie dann die Taste F3 oben auf der Tastatur. Unter Windows XP erscheint ein komfortabler Assistent, der Ihnen bei der Suche hilft. Unter Windows 95 und 98 legen Sie im Suchfenster unter Weitere Optionen fest, dass der Typ: JPEG-Bild gesucht werden soll. Unter Millenium klicken Sie auf Suchoptionen, dann auf Typ und wählen dann JPEG-Bild aus der aufklappbaren Liste.

Als Dateigröße können Sie mindestens 10 Kilobyte (KB) angeben. Kleinere Bilddateien sind für Porno-Konsumenten selten interessant. Videodateien können Sie vorerst außen vor lassen. Es gibt zwar auch pornografisches Videomaterial im Internet. Aber die Erfahrung zeigt, dass wer Pornovideos hat, auch Bilddateien speichert.

Linux-Rechner können sehr unterschiedlich konfiguriert sein. Problematisch ist auch der gute Zugangsschutz dieses Betriebssystems. Hier haben Sie nur eine Chance, wenn Sie das Passwort Ihres Mannes kennen. Dann können Sie sich unter seinem Benutzerkonto am Rechner anmelden und haben Zugriff auf seine Daten.

Auf den meisten Linux-Rechnern finden Sie die Funktion Dateien suchen, indem Sie auf das Zahnrad-Symbol ganz unten links klicken. Es erscheint ein Fenster mit dem Titel Dateien suchen. Tragen Sie dort unter der Karteikarte Advanced ein, dass Sie Dateien vom Typ JPEG-Bilder suchen.

Die Suchfunktion eines Macintosh-Computers starten Sie, indem Sie Ablage und dann Finden anklicken. Hier tragen Sie unter Dateityp ein, dass Sie nach Bildern suchen.

Die Dateinamen der Bilder sind meist nur wenig hilfreich. Frauennamen und obszöne englische Stichwörter wie anal, bondage, cum, facial oder slut kommen vor, aber viele Bilder sind aber auch einfach nur durchnummeriert.

4. Endlich fündig werden!

Erschrecken Sie nicht, wenn der Computer jede Menge Bilddateien findet. Auch die meisten harmlosen Bilder sind im JPEG-Format gespeichert. Unter Windows XP werden die gefundenen Bilder direkt in Briefmarkengröße angezeigt. Unter Windows 95, 98 und Millenium können Sie die Bilder mit einem Doppelklick auf den Dateinamen anzeigen lassen. Das kann bei Tausenden oder gar Zehntausenden von Bildern allerdings mühsam werden. Sie können sich die Arbeit erleichtern, wenn Sie die Bilder nach Ordnern sortieren lassen, indem Sie in der Titelzeile der Bilderliste auf In Ordner klicken. Wenn Sie in einem Ordner nach ein paar Stichproben kein Pornobild gefunden haben, können Sie zum nächsten Ordner übergehen.

5. Der elektronische Detektiv

Einfacher ist die Suche nach Pornografie mit dem Detektiv-Programm Snitch. Dazu müssen Sie das Programm allerdings aus dem Internet herunterladen und installieren. Und das kann auffallen, selbst wenn Sie das Programm später wieder deinstallieren. Informationen über Snitch finden Sie unter www.hyperdynesoftware.com. Das Programm selbst können unter der Adresse tucows.nwu.de/files4/SnitchInstall.exe herunterladen. Der Download umfasst sechs Megabyte und kann entsprechend lange dauern.

Wenn der Computer Sie fragt, was er mit der Datei tun soll, kreuzen Sie Speichern an. Starten Sie dann die heruntergeladene Datei SnitchInstall.exe und folgen Sie den Anweisungen des Installationsprogramms. Snitch ist sehr einfach zu bedienen. Sie starten das Programm, klicken auf Search now, und der elektronische Detektiv liefert Ihnen alles, was an Pornografie auf der Festplatte C: gespeichert ist - und alles, was er für Porno hält. Das Programm liefert neben den echten Pornobildern auch eine Menge Fehlalarme, im Test unter anderem Bilder aus der Augsburger Puppenkiste und der Financial Times.

Wenn Sie möglichst wenig Spuren hinterlassen wollen, dann sollten Sie Snitch nach dem Suchlauf wieder entfernen. Das tun Sie einfach, indem Sie das Installationsprogramm SnitchInstall.exe erneut starten und Remove ankreuzen. Denken Sie auch daran, das Installationsprogramm zu löschen und den Papierkorb zu leeren.

Snitch findet Pornodateien, die auf der Festplatte gespeichert sind. Wenn Pornos nur verschlüsselt oder nur auf externen Datenträgern gespeichert sind, dann werden Sie sie kaum finden. Optimal wäre hier ein Programm, das Pornobilder erkennt, sobald sie auf dem Bildschirm angezeigt werden. Denn irgendwann will der Konsument das Bild ja sehen. 1998 gab es so ein Programm, den ImageCensor, der vom bhv-Verlag vertrieben wurde. Inzwischen ist der ImageCensor vom Markt verschwunden.

Eine Alternative sind Überwachungsprogramme, die den Bildschirminhalt regelmäßig abspeichern. Mit etwas Glück bekommt der Benutzer davon nichts mit. Eine so intensive Überwachung ist aber äußerst heikel. Erstens kann die Überwachung illegal sein, zweitens kann sie bemerkt werden. Und drittens: Wenn Sie Ihrem Partner so sehr misstrauen, dann stellt sich die Frage, ob die Beziehung überhaupt noch Zukunft hat. Doch für alle Fälle: Hier finden Sie Detektivprogramme:

http://www.hyperdynesoftware.com
http://www.tucows.de/parent95.html
http://www.spectorsoft.de
http://www.iopus.com/de/
http://www.natasoft.com/products/intraspy/

Achim Wagenknecht

P.S.: Wir sind gespannt, wie es läuft. Meldet Euch bei EMMA!» (Im Gästebuch» wird dieses Thema schon heiß diskutiert)

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