Die Schutzgebiete von Pro Natura Freiburg

 

 

 

 

Vanil Noir

 

An der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt befindet sich das Naturschutzgebiet Vanil Noir, das sich knapp über 15 km2 erstreckt. 10 km2 davon befinden sich im Besitz von Pro Natura (einschliesslich der Hütten Bounavaux und Marrindes, sowie der Chalets Bounavaux, Morteys-Dessous und Morteys-de-Folliéran). Der Teil auf Freiburger Boden umfasst die Täler Bounavaux und Morteys, die sich von zwei Seiten her Richtung Vanil Noir (2389 m), dem höchsten Gipfel des Kantons, hinziehen.

Vallon de Bounavalette, Vanil Noir

Photo: José Collaud

1983 wurde das Gebiet Vanil Noir vom Staatsrat als Schutzgebiet ausgewiesen. Dazu hat vor allem die aussergewöhnliche Pflanzenwelt des Vallon des Morteys beigetragen.

Folgende botanische Besonderheiten können angetroffen werden: Alpen-Betonie, Spitzorchis var. tanayensis und Alpen-Lein, sowie Alpen-Schuppenkopf und der Berg-Drachenkopf. Auch die Tierwelt kann sich sehen lassen. Neben Steinbock und Gämse können auch Schneehase, Steinhuhn, Schneehuhn und sogar der Bartgeier beobachtet werden. 1999 wurden zwei Naturlehrpfade eingerichtet. Die Pfade können mit Hilfe einer Informations-broschüre begangen werden, die in den Hütten des Schutzgebietes zu einem bescheidenen Preis von 8.- erhältlich ist.

Für eine Hüttenreservation wenden Sie sich bitte an den Vermieter, den SAC Gruyères ( http://www.cas-gruyere.ch)


 

La Monse in Charmey

Ein sommerlicher Spaziergang unter den Linden und Ahorn-bäumen der Allee La Monse: ein besonderes Vergnügen an einem der schönsten Orte von Charmey!

Pro Natura Fribourg ist über einen Dienstbarkeitsvertrag für die Erhaltung dieser Allee und einer Trockensteinmauer zuständig. Wir sorgen für die Ersetzung der Bäume, während der Bewirtschafter für den Unterhalt aufkommt.

La Monse, eine märchenhafte Allee

Photo: Caroline Wagschal


 

 

 La Tourbière in Villarimboud

Unterhaltsarbeiten tragen entscheidend zur Erhaltung von Schutzgebieten bei

Photo: Philippe Vuilleumier

Pro Natura Freiburg (ehemaliger Freiburger Bund für Naturschutz) hat diesen ehemaligen Torfstich 1967 von der Gemeinde Villarimboud erworben.

Dieser reich strukturierte Biotop umfasst eine Reihe von verschiedenen Lebensräumen auf 3.7 ha. Offene Wasserflächen wechseln sich ab mit Schilfgürteln, Gehölzflächen und einer Streuewiese. Das Schutzgebiet beherbergt eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Wasservögel wie der Zwergtaucher, das Teichhuhn, Blässhuhn und Wasserralle, aber auch Watvögel wie die Bekassine (zur Zugzeit) fühlen sich hier wohl. Die Wasserflächen werden auch von Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Grünfrosch aufgesucht.

Zur Erhaltung der Vielfalt dieser Lebensräume muss vor allem der Verbuschung der offenen Flächen entgegengewirkt werden. Pro Natura organisiert daher regelmässig Unterhaltsarbeiten wie Mähen und Entbuschen.

 


 

 

Die Düdinger Möser

 

Typischer Lebensraum der Düdinger Möser

Photo: Jacques Studer

Die Düdinger Möser setzen sich aus dem Ottisbergmoos, dem Düdingermoos, dem Tiefmoos, sowie dem Waldegg- und dem Garmiswilmoos zusammen und bilden so einen eigentlichen Moorkomplex. Die Möser umfassen mehrere Wasserflächen, Hochmoore und Moore von nationaler Bedeutung, auf einer Gesamtfläche von 22 ha.

Vor allem während des zweiten Weltkrieges wurde Torf aus den Torfmooren abgebaut, was die Bildung von verschiedenen offenen Wasserstellen mit sich brachte. Drainagen wurden installiert - die Moore trockneten aus und wurden von Bäumen und Büschen besiedelt. Als eigentliche Hochmoore bleiben heute nur noch das Ottisberg- und das Düdinger Moos übrig. Die restlichen Flächen sind heute verbuschte Flachmoore, ein Stadium, das auf dem Weg zu einem Hochmoor durchlaufen werden muss. In diesem Sinn hat der Torfabbau das Rad der Geschichte zurückgedreht. Jedoch sind im Tiefmoos und im Waldeggmoos verschiedentlich Torfmoospolster festgestellt worden, was auf eine allmähliche Hochmoor-Regeneration hindeutet. Seit 1981 stehen die Möser unter Naturschutz.

Für zusätzliche Informationen können Sie das Faltblatt zu den Düdinger Möser herunterladen: Faltblatt

 


 

Auried bei Kleinbösingen

Naturlehrpfad im Auried - Mensch und Natur im Einklang

Photo: Jacques Studer

Dieses wunderbare Naturschutzgebiet befindet sich in einer ehemaligen Aue der Saane. Im Jahr 1964 wurde die natürliche Dynamik der Saane durch den Bau der Schiffenen-Staumauer und die Kanalisierung des Flusses dammabwärts grundlegend gestört. Die ehemalige Auenlandschaft wurde in Landwirtschaftsland umgewandelt.

Ab 1963 wurde der Bereich des heutigen Reservates als Kiesgrube genutzt. Diese Bewirtschaftungsform schaffte vielfältige Strukturen wie Sand- und Kiesbänke, Weiher und Tümpel, die natürlicherweise auch in Auenlandschaften vorkommen. Diese offenen Flächen wurden rasch von Pflanzen und Tieren besiedelt, die für Pionierlebensräume typisch sind. Die Kiesgrube übernahm so die Rolle einer vom Menschen geschaffenen Ersatz-Auenlandschaft. Pro Natura hat die Grube 1981 erworben und unter Naturschutz gestellt.

Heute ist das Auried ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Es beherbergt 8 Amphibienarten und gilt als wichtiges Fortpflanzungs-, Überwinterungs- und Rastgebiet für eine Vielzahl von Vogelarten. Die Vielfalt des Biotopes wird durch ein Pflegekonzept erhalten, das der Verbuschung und dem darauffolgenden Übergang in Wald entgegenwirkt.

Als Besucher des Aurieds sind Sie willkommen. Ein Naturlehrpfad führt Sie durch das Schutzgebiet, und Beobachtungsposten lassen Sie ins Naturschauspiel eintauchen, ohne zu stören. Pro Natura bietet den ganzen Frühling hindurch verschiedene öffentliche Exkursionen an.

Für zusätzliche Informationen können Sie die Unterrichtshilfe herunterladen: Unterrichtshilfe

Auried-Kommission 2002 / 2003

  • Stephan Strebel, Präsident, La Sauge, 1588 Cudrefin
  • Anton Kilchör, Dorf, 3213 Kleinbösingen
  • Kurt Rytz, Riesenau, 3179 Kriechenwil
  • Jacques Studer, rte de la Fonderie 8c, 1700 Freiburg
  • Silvia Zumbach, Beundenweg 4, 3235 Erlach
  • Manuel Schweizer, Gartenstrasse, 3176 Neuenegg
  • Anni Herzog, Dorf, 3213 Kleinbösingen
  • Arthur Kirchhofer, Murtenstrasse 52, 3205 Gümmenen
  • Jacqueline Guenin, Bahnhofstrasse 48, 1779 Münchenwiler


 

 

La Halta in Essert

Dank eines Dienstbarkeits-vertrags von Pro Natura 1977 bleibt dieses Moor mit seinen zwei kleinen Teichen in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.

Einer der beiden Teiche von La Halta

Photo: Antoine Perruchoud

Les Mosses

Es handelt sich hier um ein Hochmoor (Gemeinde Sâles), dessen Torf während des letzten Weltkrieges gewerbsmässig abgebaut wurde. Pro Natura besitzt eine Parzelle, auf der das letzte mehr oder weniger intakte Torfmoor vorhanden ist und mit einem Bergföhren- und einem Torfmoos-Bergföhrenwald bewachsen ist. Durch Trockenlegung ist die Parzelle erheblich verarmt. Das geschützte Gebiet umfasst 28 Hektaren, wovon 23 mit Wald und Sträuchern bedeckt sind. Die 5 restlichen Hektaren beinhalten vor allem Flachmoore (Schilfgürtel), welche durch den Torfabbau entstanden sind sowie Reste des primären und sekundären Hochmoores. Ein Plan legt die Unterhaltsarbeiten fest, im Wesentlichen das Entbuschen.

Ecasseys

Wie die Mehrzahl der freiburgischen und schweizerischen Hochmoore wurde dieses Moor (Gemeinde Les Ecasseys) von 2,5 Hektaren während des letzten Weltkrieges seines Torfes wegen intensiv abgebaut. Heute ist es durch einen Dienstbarkeitsvertrag geschützt. Eine sehr schöne Pfeifengraswiese, welche alle zwei Jahre gemäht wird, bildet das wesentliche Erscheinungsbild der Landschaft. Ein ehemaliger Torfstichgraben bildet einen mit Blutaugen (Potentilla palustris) umsäumten Teich.

Die "Belles Raies"

Am südöstlichen Hang des Moléson befindet sich ein schöner Streifen Natur: die "Belles Raies". Sie liegen zwischen 1400 und 1700 m Höhe und sind seit 1974 im Besitz von Pro Natura. Am steinigen und sonnigen Berghang findet man trockene Wiesen, die eine Vielfalt von Pflanzen beherbergen: Stein- Nelken, österreichischer Haarstrang und Feldsteinquendel gedeihen in dieser Umgebung. Die "Belles Raies" sind einer der letzten Plätze im Kanton Freiburg, wo noch der seltene Alpen Mannstreu anzutreffen ist.

Zum Massif des Teysachaux gehörend sind die "Belles Raies" ebenfalls im kantonalen Landschaftsinventar aufgeführt.

Eryngium alpinum Alpenmannstreu

Foto: Christian Pürro

 

 

 

Informationen über die anderen Naturschutzgebiete folgen...

 

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