www.AGPF.de
Infos über Sekten, Kulte und den Psychomarkt
AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit
Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn
Adresse dieser Seite: http://www.AGPF.de/IIP-KarlheinzWolfgang.htm  Zuletzt bearbeitet am 11.5.2004
Zur Homepage | Zur Inhaltsseite | Zum Begriff Sekte | AGPF-Spendenkonto

Karlheinz Wolfgang und sein Institut für berufsfördernde Individualpsychologie (IIP)
führen einen Kleinkrieg gegen Kritiker.


Inhalt dieser Seite: Zum Thema auch: In anderen Websites:
Impressum

Wer sich mit Karlheinz Wolfgang befassen will, zu befassen hat oder von ihm Post bekommt, sollte dieses Buch zur Hand nehmen:
 
Bärbel Schwertfeger:
Der Griff nach der Psyche
Was umstrittene Persönlichkeitstrainer in Firmen anrichten
Campus Verlag 1998

Zu diesem Buch vgl. auch
Früher "Block-Training GmbH", seit 2003 "Hohenbrunner Akademie GmbH"

Das Buch zeigt auf, dass viele "Trainer" dieselben Methoden benutzen, die zuvor schon von bestimmten Sekten bekannt waren. Die Autorin beschreibt "Gehirnwäsche als Prozeß sozialer Anpassung" und definiert diese Gehirnwäsche als "Prozess einer massiven Beeinflussung". Das ist dieselbe Definition, die auch in dieser Website benutzt wird, vgl. http://www.AGPF.de/Gehirnwaesche.htm.
 
 
 

Krieg gegen Kritiker
 
Bärbel Schwertfeger: Der Griff nach der Psyche - Was umstrittene Persönlichkeitstrainer in Firmen anrichten Seite 70 f


Umstrittene Psychotrainer haben oftmals noch ein anderes gemeinsames Kennzeichen. Sie gehen ziemlich massiv gegen kritische Journalisten vor. Da werden Briefe an die Chefredaktionen geschickt, Journalisten eingeschüchtert oder sogar bedroht. Das Diffamieren des Gegners ist oberstes Prinzip. Denn natürlich ist seine Kritik völlig falsch und unberechtigt. Oftmals heißt es dann, der Journalist würde den Anbieter ja nur aus persönlichen Gründen kritisieren. Das klingt besser. Das suggeriert Schwäche und Rache. Denn sachliche Argumente haben die Kritisierten oft nicht.
Und es wird gern geklagt. Längst haben einige Anbieter die Klagefreudigkeit von Scientology übernommen. Das Strickmuster ist stets gleich. Man schickt dem Kritiker eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, die dieser nicht unterschreibt. Denn das käme schließlich einem Schuldanerkenntnis gleich. Inhaltlich geht es meist nicht um gravierende Unrichtigkeiten, sondern um unwichtige Dinge (siehe Kapitel 7). Manche Unterlassungserklärungen sind auch rechtlich überhaupt nicht haltbar, sondern dienen lediglich der Einschüchterung. Im nächsten Schritt wird dann bei Gericht eine Einstweilige Verfügung beantragt. Man betont die Dringlichkeit und setzt darauf, daß die Richter ohne mündliche Verhandlung entscheiden. Oftmals stützt sich ihre Entscheidung dann auch auf geschickt formulierte eidesstattliche Erklärungen des Klägers. Erläßt das Gericht eine einstweilige Verfügung, läßt sich diese ausschlachten. Der Journalist ist unseriös. Das leuchtet jedem juristischen Laien ein. Das Ganze kostet natürlich Geld, und wenn sich der Journalist nicht wehrt, läuft er nicht nur Gefahr, seinen Ruf zu beschädigen, er bleibt auch auf den Kosten sitzen.

IIP-Wolfgang verhält sich nach genau diesem Muster.
Die erste Kritik ereilte ihn durch eine Stellungnahme von Dr. Hansjörg Hemminger, damals EZW.
Dagegen erhob Wolfgang Klage.
Das Gericht wies die Klagen ab:

Dazu mehr unten.
 
 

IIP-Wolfgang: Rückzug?

Ende 2000 wurde verbreitet, Wolfgang wolle sich zurückziehen:
Karlheinz Wolfgang ist oder war Mitglied im Berufsverbandes individualpsychologischer Berater BiB e.V. Zu diesem BIB heisst es im Urteil des OLG Düsseldorf: "Gründer des BIB war ebenfalls Karlheinz Wolfgang, vermutlich in direkter Konkurrenz zur Deutschen Gesellschaft für Individualpsychologie (DGIP), von der er wegen Vereinsschädigung ausgeschlossen wurde".
In dessen Zeitschrift vom Dezember 2000 heisst es:

"So wird mit Ende diesen Jahres das Institut für berufsfördernde Individual-psychologie (IIP) seine Arbeit einstellen und damit auch Karlheinz Wolfgang seine aktive Seminartätigkeit. Wir möchten an dieser Stelle ihm noch einmal herzlich für eine jahrzehntelange, fruchtbare Arbeit danken. Er wird dem Berufsverband noch beratend zur Verfügung stehen."


Alsbald zeigte sich jedoch: Der Rückzug galt vielleicht für seine Geschäfte.
Nicht aber für seinen Krieg gegen Kritiker.
Für den 2.10.2002 hatte IIP-Wolfgang bereits ein Seminar mit öffentlicher Diskussion angekündigt:

"Das 11. Gebot - Diffamierung in der psychologischen Weiterbildung".
Eine "Teilnehmerdokumentation" kündigte er mit dem Titel an:
"Vom Recht der freien Meinungsäußerung zum Meinungsterror".
In den Papieren zum Seminar fand sich eine seltene Anhäufung von Beschuldigungen:
Meinungsterror, scheinheilige Gutmenschen, soziale Brandstifter, Rufmord, Rufmörder, Diffamierer, Diffamierungskampagne, faschistische Züge, Mobbing-Methoden
Die massive Anhäufung von Beschuldigungen und Beleidigungen soll vermutlich die Kritiker unter Druck setzen.



 
 
 

Erzeugung von Leidensdruck in Anwendung der IIP-Wolfgang Lehrsätze

Wie IIP-Wolfgangs Lehrsätze angewandt werden, lässt sich einem Text der Website der Firma "Die Umsetzungsberatung Winfried Berner BDU"  entnehmen, die ihren Firmen-Kunden u.a. beim "Personalabbau" helfen will, "Entlassungen oder andere schmerzliche Maßnahmen menschlich und professionell" umzusetzen oder die "Mitarbeiterqualität ... konsequent und systematisch (zu) steigern". Der BDU ist der Bund Deutscher Unternehmensberater e.V. Ausserdem wird noch die Mitgliedschaft im BIB - Berufsverband individualpsychologischer Berater e.V. und im DGFP - Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. angegeben.

Hier ein Zitat aus der Website dieser Firma:
  

Aus: http://www.umsetzungsberatung.de/lexikon/leidensdruck.php


Leidensdruck: Die wichtigste Triebfeder für Veränderung
...
Doch Leidensdruck allein schafft keine Veränderung: "Die menschliche Leidensfähigkeit ist praktisch unbegrenzt," hat der Individualpsychologe Karlheinz Wolfgang brutal, aber treffend formuliert. Was bei genauerem Nachdenken auch logisch ist. Denn was bleibt jemanden schon übrig, dem es zwar miserabel geht, der aber keine Alternative sieht? Wer keine Wahl hat, muss ertragen, was eigentlich nicht zu ertragen ist.
Die menschliche Leidensfähigkeit ist keineswegs "praktisch unbegrenzt".
Von den ethischen und moralischen Grenzen ganz abgesehen, können psychische und körperliche Krankheiten erzeugt werden.
Gesetze aller Art sollen ein derartiges Verhalten verhindern.
Allen voran das Grundgesetz.
Leiden als Triebfeder auszunutzen oder gar zu erzeugen verletzt die Menschenwürde.
Das gilt umso mehr, wenn dies als Methode der Personalführung systematisch eingesetzt wird.
Die absichtliche Erzeugung von Leiden ist sogar nach dem Tierschutzgesetz verboten: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen".
 
 
 
 

Schadensersatzklage abgewiesen

IIP-Wolfgang hatte Klage gegen Äusserungen erhoben.
Die Klagen wurden abgewiesen, das Urteil http://www.AGPF.de/OLG-Duesseldorf18U48-00-IIP.htm  ist rechtskräftig, abgedruckt in NVwZ 2001, 1449, vgl. auch http://www.religio.de/abelrecht.pdf

Dazu ein Bericht:
 
Aus: http://www.e-k-i-r.de/ekir/aktuell_6154.shtml


Düsseldorf - 30. November 2001
Schadenersatzklage gegen die rheinische Kirche zweimal abgewiesen
Kirche darf Psychopraktiken kritisieren
Die Kirche – im konkreten Fall die Evangelische Kirche im Rheinland – darf sich in kritischer Weise öffentlich über andere Organisationen und auch Einzelpersonen äußern. Dabei beschränke sich dieses Recht nicht nur auf eine geistige Auseinandersetzung mit anderen Glaubensgemeinschaften. Dies ist das Ergebnis eines jahrelangen Rechtsstreites mit einem Heilpraktiker und Psychotherapeuten aus Neuss. 

Der Heilpraktiker fühlte sich durch kritische Äußerungen des kirchlichen Sektenbeauftragten Pfarrer Joachim Keden geschäftlich geschädigt. Keden hatte vor den Psychopraktiken in zwei Instituten des Heilpraktikers gewarnt, nachdem ihn ehemalige Klienten dieser Institute um Hilfe gebeten hatten. In den Firmen, die „psychologische Weiterbildung“ anboten, seien Millionenverluste entstanden, argumentierte daraufhin der Firmenchef. Er klagte auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Zunächst wies das Landgericht Düsseldorf (Urteil vom 22.12.1999, Aktenzeichen 2 b O 78/99) die Klage als unbegründet ab. In der nächsten Instanz kam das Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 26.10.2000, Aktenzeichen 18 U 48/00) zu der gleichen Entscheidung. Dagegen hatte der Kläger Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Diese zog er nun zurück.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat festgestellt, dass die Kirche aufgrund ihres grundgesetzlich garantierten Rechtes aus Artikel 4 GG das Recht habe, „ohne Störung durch durch den Staat eine – auch scharfe – Kritik an allen Bereichen des religiösen und weltanschaulichen Lebens zu üben“. Der Schutzbereich des Artikels 4 GG erstrecke sich „nicht nur auf Auseinandersetzungen mit anderen Glaubens- und Heilslehren“, sondern „auf den gesamten Bereich des religiösen und weltanschaulichen Lebens (...)“. Der Kirche stehe das Recht zu, „ihr religiöses Verständnis in der Welt zur Entfaltung und Wirksamkeit zu bringen. Hierzu gehört es auch, zu allgemeinpolitischen und gesellschaftlichen Themen Stellung zu nehmen, soweit hierdurch auch Bereiche berührt werden, die im weitesten Sinne auf die Ausübung des Glaubens, auf die Lebensgestaltung aus der gläubigen Gesinnung, auf die Verkündigung oder die Verbreitung der christlichen Heilslehre Einfluss haben könnten.“


 
 
 

IIP-Wolfgang täuscht die Öffentlichkeit über Urteile

Nachdem er den Prozess verloren hat, täuscht Wolfgang jetzt regelmässig die Öffentlichkeit.
Wolfgang behauptet nämlich, danach sei ein Urteil des Bundesgerichtshofes ergangen, welches seinen damaligen Standpunkt bestätigen würde.
Diese Behauptung ist frei erfunden.
Gemeint ist das Urteil Bundesgerichtshof III ZR 224/01 Urteil vom 20.2.2003
Es geht darin um dem Umfang der Sorgfaltspflicht eines Sektenbeauftragten einer Kirche bei kritischen Äusserungen und der Weitergabe von Zeitungsartikeln.
Das BGH-Urteil besagt: Sektenbeauftragte haben in etwa dieselben Sorgfaltspflichten wie die Presse.
Das Oberlandesgericht war zuvor von anderen Grundsätzen ausgegangen und hatte folgerichtig bestimmte Fragen garnicht geprüft.
Deshalb hat der BGH den Prozess an das OLG zurückverwiesen.
Der letzte Satz des Urteils lautet: "Da der Rechtsstreit im Revisionsverfahren nicht entscheidungsreif ist, muß die Sache nach allem zur erneuten Prüfung des Klageanspruchs an das Berufungsgericht zurückverwiesen werden."

Das OLG muss jetzt prüfen, ob der Sektenbeauftragte den vom BGH gestellten Anforderungen genügt hat, oder nicht.
Das Ergebnis ist völlig offen.
 

IIP-Wolfgang behauptet: "Korrektur des Düsseldorfer OLG-Urteils durch den Bundesgerichtshof (BGH) zu Gunsten von Karlheinz Wolfgang".
Das ist frei erfunden.
Selbst wenn man mit dem BGH zu dem Ergebnis käme, dass eine bestimmte Äußerung keine Meinungsäußerung ist, sondern eine Tatsachenbehauptung, dann bedeutet das noch längst nicht, dass diese unzulässig ist.
 

Info Nr. 153/3 Teil 2 
IIP Institut für berufsfördernde Individualpsychologie

Schadensersatzverfahren HP / K. Wolfgang
gegen die
Evangelische Landeskirche im Rheinland in Höhe von 7,5 Mio DM

Korrektur des Düsseldorfer OLG-Urteils durch den Bundesgerichtshof (BGH) zu Gunsten von Karlheinz Wolfgang
Aufforderung an geschädigte Unternehmen der psychologischen Weiterbildung zur Prüfung von Schadensersatzansprüchen gegen die Evangelische Kirche



Zum Hintergrund:
Die Evangelische Landeskirche Rheinland wurde von mir 1998 auf Schadensersatz in Höhe von 7,5 Mio DM (Teilklage 250,000 DM) verklagt. Auslöser dieser Klage war die diffamierende und völlig unbegründete Verleumdungspolitik der Evangelischen Landeskirche Rheinland gegen mich - lt. OLG Düsseldorf - einen erfolgreichen Mitbewerber auf dem Gebiet der psychologischen Lebenshilfe.

Mit IIP-Info 155/1 habe ich das gegen mich ergangene Urteil des Oberlandesgericht Düsseldorf (A2 18 U 48/00 vom 26.10.2000) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mit diesem Urteil hat das OLG Düsseldorf der Evangelischen Kirche auf Grund des „Rechtes auf freie Meinungsäußerung" - ausdrücklich vom OLG der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechtes zugestanden - die unsubstantiierte Verbreitung von geschäftsschädigenden Meinungsäußerungen ermöglicht und eine Schadensersatzpflicht verneint. Eine Überprüfiung dieses Urteils durch den BGH erschien mir im Jahr 2000, nach gutachterlicher Prüfung durch einen am BGH zugelassenen Rechtsanwalt, als aussichtslos.

Doch vielleicht gibt es doch noch eine „göttliche" Gerechtigkeit, denn in einem inhaltlich vergleichbaren Verfahren gegen die Katholische Kirche, das im Jahre 2001/2002 beim BGH zur Entscheidung vorlag und ebenfalls durch den mich damals beratenden Anwalt Prof. Kriele ausgelöst wurde, erging nunmehr ein Urteil das vorab in einer BGH-Presseerklärung veröffentlicht wurde und richtungsweisende Bedeutung hat.

Den Inhalt der Presseerklärung und die entscheidungsrelevanten Teile der Urteilsbegründung erhalten Sie nachfolgend sinngemäß, unter Verwendung von sachlich wichtigen Originalformulierungen für Ihre eigenen rechtlichen und berufspolitischen Überlegungen:

Neuss, 31 03.2003, aktualisiert 15.04.2003 Seite 1 von 7

Das BGH-Urteil besagt: Sektenbeauftragte haben in etwa dieselben Sorgfaltspflichten wie die Presse.
Für alle gilt: Tatsachenbehauptungen müssen stimmen.
Für die Presse gilt zusätzlich: Selbst falsche Tatsachenbehauptungen können gerechtfertigt sein, wenn die Unrichtigkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung trotz Beachtung der Sorgfaltspflichten nicht erkennbar war und wenn ein öffentliches Interesse vorhanden war.
Damit das Urteil des BGH überhaupt Bedeutung erlangt, müsste also zunächst einmal feststehen, dass über IIP-Wolfgang etwas Falsches behauptet wurde.
Erst dann kann geprüft werden, ob daraus ein Schaden entstanden ist.

Dazu, dass über IIP-Wolfgang etwas Falsches behauptet wurde, sagt dieser auf den sieben Seiten seines Infos nichts.
Es sucht sich einfach ihm verständliche Sätze aus dem Urteil heraus und behauptet, daraus ergäbe sich, dass er Recht hat.
Davon kann keine Rede sein.
Das BGH-Urteil ist fraglos schwer verständlich.
Das gibt allerdings niemandem das Recht, es nach Belieben zu verdrehen und damit die Öffentlichkeit zu täuschen.
 
 
 
 

Karlheinz Wolfgangs "hiesige Rechtsauffassung"

Auf Seite 4 seine Pamphlets schreibt Wolfgang schliesslich:
 

Das Ergebnis:
Der Evangelischen Kirche wurde damit vom Bundesgerichtshof, als Teil des Verfahrens XY gegen die Katholische Kirche, bescheinigt, dass das ungeprüfte Vorgehen gegen das IIP bzw. Karlheinz Wolfgang rechtswidrig war.

Die Evangelische Kirche wird damit für die Zukunft gegenüber dem IIP bei Fortsetzung ihrer Aktivitäten schadensersatzpflichtig. Auch die Verbreitung von ungeprüften EZW-Materialien durch gesteuerte Mittelsmänner wie Brinkhege ist zu überprüfen. Außerdem müssen nach hiesiger Rechtsauffassung die in der Öffentlichkeit verbreiteten unsubstantiierten Meinungsäußerungen zurückgenommen werden. In einem geplanten neuen Schadensersatzverfahren gegen die Evangelische Kirche wird die aktuelle Rechtsgrundlage entsprechende Berücksichtigung finden.

Es kann keine Rede sein, dass vom BGH Herrn Wolfgang irgend etwas bescheinigt wurde.
Schon garnicht, dass irgend etwas rechtswidrig war.

"Nach hiesiger Rechtsauffassung": So drückt sich gelegentlich ein Richter zum Beispiel eines Oberlandesgerichts aus, wenn das Gericht in einer konkreten, genau bestimmbaren Rechtsfrage anderer Meinung ist, als andere Oberlandesgerichte. So etwas kommt nicht so oft vor und da kann es schon vorkommen, dass jemand die Rechtsauffassung betont, die sich in seinem - hiesigen - Gericht gebildet hat, wenn dieses einige Bedeutung hat. So spricht oder schreibt ein Jurist gelegentlich für andere Juristen.

So, wie der Heilpraktiker Wolfgang diese Floskel benutzt, macht sie keinen Sinn.
Entweder, er hat nicht gewusst, was er da (ab)geschrieben hat.
Oder diese Floskel dient der bewussten Täuschung der Leser.
Oder beides.
 
 
 
 

Verbraucherschutz = "Weltanschauungskontrolle"?

Schliesslich führt der frühere gewerbliche Psychomarkt-Anbieter Wolfgang noch diejenigen als Gewährsleute an, die seit langem jeden Verbraucherschutz als "Weltanschauungskontrolle" abwehren wollen.

Wolfgang sagt nicht, weshalb er seine gewerblichen Produkte als Weltanschauung eingestuft wissen will.

Er beruft sich auf die Professoren Kriele und Besier und zitiert aus deren "Professoren-Appell", der nach seiner Wortwahl eher nach einem Professoren-Pamphlet klingt.


Aber selbst wenn Wolfgangs Methoden eine Weltanschauung im Sinne des Grundgesetzes wären:
Wer Weltanschauung verkauft, muss sich an die Gesetze halten, die für Verkäufer gelten.
 
 
 
 
 
 



Impressum:


1. Version dieser Seite installiert am 1.9.2002





Diese Website wurde eröffnet im September 1998