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Nachruf

Annette von Aretin ist tot

Sie war als erste Ansagerin das Gesicht des Bayerischen Fernsehen. Besonders bekannt und beliebt wurde sie beim Publikum in 34 Jahren, in denen sie auf der Rätselbank von "Was bin ich" bei Robert Lembke Platz genommen hatte.  Annette von Aretin starb am 1. März im Alter von 85 Jahren in München, wie jetzt bekannt wurde.

Annette von Aretin © BR
Annette von Aretin (Archivbild aus dem Jahr 1999) Klicken Sie hier für eine vergrößerte Version des Bildes
Sie gehörte zu den ersten Fernsehansagerinnen des Bayerischen Rundfunks neben Ruth Kappelsberger und Anneliese Fleyenschmidt. Annette von Aretin war sogar das Gesicht der allerersten Stunde: "Ich war die erste Ansagerin. Ich habe den Sender im November 1954 eröffnen dürfen. Zwar habe ich unseren Direktor angefleht, dass er das machen soll. Nichts hat er gemacht, sondern mich in die Panik geschickt. Aber das war dann offenbar nicht so falsch." Mit ihrer charmanten Ausstrahlung, der perfekt ondulierten Frisur und in topmodischer Kleidung lächelte sich Annette von Aretin in die bayerischen Wohnzimmer.


Fotogalerie: Programmansagerin und Ratequeen
zur Fotogaleriezur Fotogaleriezur Fotogalerie Haltung ist alles - selbst wenn Sie Dinge sagte wie: "Bekomme ich von Ihnen einen Rat, der mein Leben irgendwie positiv verändern kann?"

Video: Annette von Aretin © BR Annette von Aretin: TV-Schätze
Die erste Fernsehansage des Bayerischen Rundfunks, die erste "Abendschau" und die schönsten Momente aus "Was bin ich?". (Die Abenschau, Bayerisches Fernsehen, 02:48 min)

"Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?"

Programmänderung zum Tode von Annette von Aretin
  • BR-alpha  wiederholt am 5. März um 13.50 Uhr ein Alpha-Forum mit Annette von Aretin und um 14.35 Uhr eine Dokumentation über ihre Kindheit in Bayern.
 Vier Jahre lang war Annette von Aretin Chefansagerin im Bayerischen Fernsehen. Den Begriff Moderatorin gab es damals noch nicht. Populär wurde sie aber auch als Mitglied im Rateteam von Robert Lembkes Sendung "Was bin ich?". Sie blieb der Sendung 34 Jahre lang treu: "Das Spiel war genial entwickelt worden. Die Zuschauer waren gescheiter als wir, weil sie den Beruf jeweils eingeblendet bekamen. Das ist schon etwas Herrliches, wenn man sich sagen kann: Mein Gott, fragen die blöd!" Und noch etwas anderes fällt von Aretin im Rückblick positiv auf: "Die Preise hatten eine Höhe von fünf Mark: Das war adäquat, das war keine Karibikreise."


Annette von Aretin

Die große Dame des Bayerischen Fernsehens wurde in Bamberg am
23. Mai 1920 geboren und wuchs in Niederbayern und München auf. 1947 wurde sie freie Mitarbeiterin bei Radio München, dem späteren Bayerischen Rundfunk. Ab 1954 kündigte sie das Programm an. Mit "Was bin ich?" war Annette von Aretin 34 Jahre lang im Deutschen Fernsehen präsent. Daneben war sie Produktionsassistentin beim Kinderfunk und Chefin des Besetzungsbüros. Nach ihrer Pensionierung 1980 schrieb Annette von Aretin mehrere Bücher, unter anderem über den Englischen Garten in München und ihre Lebenserinnerungen.
Mehr bei BR-alpha:  Annette von Aretin im Gespräch




Fernsehdirektor Dr. Gerhard Fuchs zum Tod von Annette von Aretin:

"Ihrer beachtlichen Pionierleistung, die sie für unser Haus erbracht hat, gilt mein großer Respekt. Sie hat mit ihrem Elan und ihrer bewundernswerten Persönlichkeit dem Bayerischen Fernsehen ganz wesentlich zu seiner heutigen, anerkannten und unterscheidbaren Identität verholfen, die unabdingbar ist, um in der sich öffnenden, digitalen Medienwelt der Zukunft bestehen zu können."

Dr. Gerhard Fuchs



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Stand: 03.03.2006