Aktuelles im März

 
 
 

Ostereier mit Naturfarben färben

Rottöne

Krapp oder Färberröte

-   Seit dem frühem Mittelalter ist er der wichtigste Farbstoff für Rottöne im mitteleuropäischen Raum.

-    Ursprünglich kommt die Färberröte aus dem Mittelmeerraum. Im 15. Jahrhundert gab es große Krappanbaugebiete in Holland, dann übernahm Frankreich die Vormachtstellung.

-   1868 gelang es durch die deutschen Chemiker Graebe und Liebermann den Farbstoff zu synthetisieren,
seitdem ist der Anbau von Krapp nicht mehr nötig.

-  Die Färberröte ist eine kriechende Pflanze mit kleine gelbe Blüten und großen, starken Wurzelstöcken (in ihnen ist die Farbe enthalten).

-   Die Wurzeln müssen 3 Jahre wachsen, um geerntet zu werden, weil erst dann ein maximaler Ertrag an Farbstoff gegeben ist.

Anleitung:

-    100g Krappwurzel  1 Stunde lang einweichen.

-    Dann die eingeweichten Wurzeln mit Wasser auffüllen, so dass insgesamt 1 Liter Wasser vorhanden ist.

-    Dieses Gemisch muss eine halbe Stunde kochen,
dann werden die Eier mit dazu gegeben – sie müssen 10 – 15 Minuten kochen und  im Sud abkühlen.

Tipps:

-    Für klare Rottöne eine Färbetemperatur von 70oC einhalten, wenn das Wasser kocht (100oC), entstehen braune Farbnuancen.

Gelbtöne

 Curcuma (Gelbwurz)

-   Cucurma  ist ein Ingwergewächs und stammt ursprünglich aus Asien.

-   Es wird seit 2000 Jahren kultiviert.
80% der Weltproduktion werden Indien angebaut.

-   Zum Färben verwendet man die Wurzel.

-   Im Handel ist Cucurma entweder frisch, getrocknet oder gemahlen erhältlich.

Anleitung:

  •     ½ Liter Wasser, einen gehäuften Esslöffel Curcuma, etwas Alaun und Essig vermischen.

  •      Das Gemisch mit den Eiern 10 Minuten kochen lassen.

Brauntöne

Zwiebelschalen

-   Zwiebeln sind durch Römer zu uns gekommen und hatten damals den Ruf eine Pflanze von magischer Heilkraft.

-    In Zwiebeln sind viel Vitamin C,  Mineralstoffe, Schwefel und Spurenelemente enthalten. Sie wirken antiseptisch (entzündungshemmend; deswegen oft auf Insektenstiche) und anregend.

-   Farbstoffe sind in den getrockneten Zwiebelschalen, deswegen werden auch nur diese verwendet .

 Anleitung:

-   1 Liter Wasser und 4 Hände voll Zwiebelschalen mit den Eiern 10 – 20 Minuten kochen lassen.

Blautöne

Blauholz oder Campecheholz

-   Seit dem 13. Jahrhundert werden in Deutschland Färbehölzer verwendet.

-   Ursprünglich kommen sie aus Mittelamerika. Der Baum erhielt seinen Namen, da er in der Nähe der Stadt Campeche in Mexiko wächst .       

-   Farbstoff ist im Kernholz des Baumes enthalten
und ist als Späne oder Pulver im Handel.

 Anleitung:

  • ¾ Liter Wasser mit einem gehäuftem Esslöffel Blauholz und den Eiern ca. 10 – 15 Minuten kochen lassen.

  • Eier im Sud auskühlen lassen .

Tipp für alle Naturfarben:

Wenn man etwas Alaun und Essig hinzu fügt,  wird die Farbe besser angenommen.
Die schönen Muster auf den Eier erhält man durch einen ganz raffinierten Trick:
Vor dem Färben werden fein gemusterte Blätter feucht gemacht und auf das Ei gedrückt. Dann wird das Ei fest in den Rest einer alten Feinstrumpfhose gebunden. Dabei muss man darauf achten, dass die Blätter gut anliegen und nicht verrutschen. Jetzt kommen die Eier mit der Strumpfhose in das Färbebad. Nach dem Färben wird alles entfernt und man sieht das wunderschöne Muster!