Porsche 916

 

     

 

Ein seltenes Modell

Der Porsche 916
Gebaut wurden nur elf Prototypen !

 

 

 

 

Nachdem der 914/6 nicht so ganz der große Erfolg der Zuffenhausener gewesen war und die Entwicklung der Typen 924    und 928 vorangetrieben wurde, entstand dennoch ein Fahrzeug der Extraklasse auf Basis des 914ers.  Das Ergebnis konnte sich gut sehen lassen.

Mit den Kotflügelverbreiterungen, die schon beim 914/6 GT Verwendung fanden, und den neu für diesen Typ entwickelten Fiberglas- Stoßfängern vorn und  hinten, sowie dem im Gegensatz zu den 914/6er Modellen eingeschweißtem Stahldach und der Verwendung von  sieben Zoll breiten Felgen hatte man  einen Rennwagen mit Straßenzulassung hergestellt.

Verbreiterungen, Stoßfänger, Dach und Außenschwellerblenden wurden optisch in Fahrzeugfarbe gehalten.

Nicht wie im Rennwagen gestaltete sich der Innenraum. Jedes der entstandenen Modelle wurde individuell luxuriös ausgestattet. Dazu zählten neben einer Stereoanlage auch zusätzliche Ablagefächer, z.B.  in den Türverkleidungen.  Es gab Modelle mit Stoffmustern, die zum Teil sehr an Omas Sofa erinnerten, aber auch 

in Leder gehalten waren. Die Kofferräume vorn und hinten wurden komplett mit Teppich verkleidet.

Neben dem eingeschweißten Stahldach wurde der Wagen noch an einundzwanzig Stellen der Karosserie wesentlich verstärkt,  um die Verwindungssteifigkeit des Fahrzeuges sicherzustellen.

Das war auch nötig, da Porsche hier zwei Triebwerks­varianten verwendete. Zum einen kam hier der 2,4 l. 911 S- Motor als auch ein auf 2,7 l.  aufgebohrter Sechszylinder, der identisch mit dem 911 2,7 RS Motor war, zum Einsatz.  

Um den Motorraum besser zu erreichen zu können, vergrößerte man die Motorklappe. Für eine bessere Motorkühlung wurde ein zusätzlicher Ölkühler im Bug in den Stoßfänger eingearbeitet.

Zusätzlich wurde das Getriebe verstärkt, um die zusätzlichen Pferdestärken sicher übertragen zu können. Die Getriebeübersetzungen wurden aus dem 911 S übernommen.

Das Fahrwerk wurde aus dem 914/6er in Sportausführung mit Bilstein- Dämpfern sowie Stabilisatoren vorn und hinten verwendet.

Für gute Bremswirkung sorgte die Bremsanlage mit vier innenbelüftete Bremsscheiben aus dem 911 S.

Fahrzeuge die komplett Originale 916er sind heute die meist gesuchtesten Modelle, in gewisser Weise die blaue Mauritius bei den VW Porsche Modellen.

 

 Der Verbleib der meisten wenigen Fahrzeuge ist aber dennoch bekannt bzw. nachvollziehbar.

Ursprünglich blieben fünf Fahrzeuge im Besitz der Familien Porsche und Piech. Die anderen Fahrzeuge wurden an gute Kunden des Hauses zu Preisen ab knapp 40.000.- DM  verkauft.

Fest steht, dass ein Fahrzeug schon im ersten Jahr durch einen Unfall zerstört wurde und nicht wieder auf- gebaut wurde.

Angeblich gibt es in Deutschland z. Zt. zwei Fahr­zeuge, ein drittes wurde wieder aus Amerika eingeführt. Das Fahrzeug war bei der großen Jubiläumsveran­staltung anlässlich des 30. Geburtstages des 914 in Lohmar bei Köln 1999 zu sehen. Ein weiteres besitzt die japanische  Matsuda-  Kollektion,  ein Fahrzeug befindet sich in England. Der Rest so 916- Experten, sind alle auf der anderen Seite des Teiches zu finden.

Dort wurde auch jüngst im April 2000 das Exemplar mit der Fahrgestellnummer 9142330018 via Internet  bei „ebay“ zum Verkauf angeboten. Mindest- und Erstgebot lagen bei 150.000.- $. In der Beschreibung wurde Echtheit und eine Laufleistung von ungefähr 19.000 Meilen versprochen. Außerdem sollte es eines von dreien in die Vereinigten Staaten gelieferten 916ern sein. Auch sollte es eines von ursprünglich zwei ausgelieferten Fahrzeugen mit dem 2,7 l. Motor sein. Das Getriebe zum Fahrzeug ist ein 914-5 Speed, welches weitere Echtheit garantiert. Das Fahrzeug hatte dem Verkäufer ca. 6000 km Fahrspaß geboten, und er wollte es wegen der wachsenden Familie abgeben. ...

Letztendlich stellt sich die Frage: Wie echt kann ein 916 sein, oder wurde er immer gut kopiert?

Wer auf der Jubiläumsveranstaltung  in Lohmar bei Köln war und den 916er mit der Fahrgestellnummer  ....13 gesehen hat, konnte feststellen, was solch ein Fahrzeug für Diskussionen auslösen kann.

Dieser Wagen wurde in jungen Jahren, als er noch ziemlich jung und grün war, in schwarz umlackiert. Auch soll er später mal einen anderen Motor bekommen haben.

Die richtigen Schriftzüge waren jedenfalls dran, und auch die schicke rote matte Innenausstattung passte zum 916er Image.

Ist eben selten, so ein Porsche 916...

  Autor:     Michael Schweer
  Quellen : Internet, Bücher Caught by Camera,
                VW Porsche Buch

 

 

 

 

BESONDERHEITEN  PORSCHE 916

 1. Kotflügelverbreiterungen

 2. Fiberglas- Stoßfänger vorne und hinten

 3. Eingeschweißtes Stahldach

 4. Fuchs - Felgen sieben Zoll

 5. Individuelle Innenausstattung

 6. Triebwerke 2,4l. (911 S) oder 2,7l (911 2,7L RS)

 

 

Aus dem PFF Auszug...

Hi 914fan,
ich bin zwar kein begnadeter Schrauber, aber solche "eher theoretischen Probleme" begeistern mich immer 

Ich hab' mich damals (Ende Mai 2003) zusammen mit einem Bekannten (Leiter des "Register 914 Austria") ein wenig in die Sache reingekniet, es aber dann auf-grund Erfolglosigkeit wieder aufgegeben (der Besitzer wollte anscheinend die Fahrgestellnummer um nichts preisgeben; mehrere unterschiedliche Anfragen blieben unbeantwortet ...).
Was mich im nachhinein dann aber doch noch einmal gewundert hatte war folgendes:
Wir hatten eine offizielle Anfrage bei Porsche Classic gestartet, dass sie Licht in die Sache mit den Fahrgestell-Nummern bringen mögen und was es mit den "9 Prototypen zu Rennzwecken" auf sich habe. Als Antwort bekam ich 4 Wochen später kurz und knapp:
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Original-Zitat:

vielen Dank für Ihre Anfrage. Nach mehreren Befragungen in der Abteilung und der Suche im Internet sind wir uns sicher, dass wirklich nur 11 Fahrzeuge produziert wurden.

Auf der Seite vom Porsche 914 Club ist alles sehr  genau beschrieben. Dort findet man auch die Fahrgestell-nummern.

(www.vw-porsche-914-club-westfalen.de)
Ich hoffe das wir Ihnen weiterhelfen konnten.

Mit freundlichen Grüßen

Porsche Deutschland GmbH
Kundenbetreuung-Technik