Das Magniviertel

 
Das Magniviertel ist der Rest des Weichbildes Altewiek, das sich einst von St. Ägidien bis zum Magnitor am Südostrand der Stadt erstreckte. Entstanden ist die Altewiek wohl als Rastplatz für Kaufleute am Okerübergang südlich der Burg.

In der Gründungsurkunde von St. Magni aus dem Jahre 1031 wird die bei der Kirche liegende Siedlung als "Brunesguik" erwähnt. Das deutet darauf hin, daß es sich eine Ansammlung von Höfen handelte, die die Burg zu versorgen hatten und von ihr abhängig waren, es war also kein selbständiges Dorf. Aber immerhin hat es später der ganzen Stadt den Namen gegeben!

Im 14. Jahrhundert entwickelte sich eigene Stadtverwaltung, die im Altewiek-Rathaus auf dem Ägidienmarkt ihren Sitz hatte. 

Die Altewiek ist immer ein wenig im Schatten der übrigen Stadt geblieben, hier siedelten im Mittelalter und in der frühen Neuzeit Handwerker und zum Teil noch Bauern (die Kuhstraße trägt ihren Namen nicht umsonst!), alles war ein bißchen kleiner und bescheidener als in den reichen Stadtvierteln. Vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lag das Viertel buchstäblich im Schatten des Schlosses.

Im 2. Weltkrieg ist die Altewiek schwer beschädigt worden, erhalten geblieben sind einzelne Häuse und der Straßenzug Am Magnitor, der heute das sogenannte Magniviertel bildet, die Kneipenmeile Braunschweigs. Völlig zerissen und verunstaltet worden ist die Altewiek dann noch einmal nach dem Krieg - durch eine neue Verkehrsführung über die extrem verbreiterte Stobenstraße und durch den mächtigen Klotz des Kaufhauses Horten, heute Galeria Kaufhof.

 
Die Magnikirche
Das Rizzi-Haus

 
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