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Das Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Universität Rostock, Lehrstuhl für Gräzistik (Prof. Dr. Wolfgang Bernard) lädt ein zu einem Vortrag von

 

Prof. Dr. Joachim Latacz (Universität Basel) 

„Homer-Forschung zu Schliemanns Zeit und heute“

 am 20. Juni 2005, 19.00 Uhr in der Aula der Universität Rostock (Hauptgebäude, Universitätsplatz 1) 

Eintritt frei 

Heinrich Schliemann, dem berühmten Mecklenburger Altertumsforscher, 1869 in Rostock promoviert, gelang die Wiederentdeckung Troias durch genaue Lektüre von Homers Ilias, während die damalige Philologie die Geschichte von der Zerstörung Troias durch die Griechen überwiegend für ein reines Phantasieprodukt gehalten hatte. Seit den Zeiten Schliemanns hat sich die Homerforschung stark entwickelt. Dabei haben die altertumswissenschaftliche Archäologie, Literatur-, Sprach- und Geschichtswissenschaft, wie sie im Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Universität Rostock vereint sind, in interdisziplinärem Zusammenwirken bis in die neueste Zeit große Fortschritte erzielen können. 

Durch langjährige gute Kontakte ist es der Rostocker Gräzistik gelungen, den international renommierten Basler Homerspezialisten Prof. Dr. Joachim Latacz für einen öffentlichen Vortrag zu gewinnen. Prof. Latacz hat in den Debatten über Troia und Homer der letzten Jahre in Presse, Funk und Fernsehen kenntnisreich und engagiert Stellung bezogen und ist dadurch bundesweit bekannt geworden. Prof. Latacz besitzt die seltene Gabe, in seinen Vorträgen Spitzenforschung in allgemeinverständlicher Form für  ein breites Publikum attraktiv darzustellen. Seinen Überblick über die Geschichte der Homerforschung und ihre aktuellen Tendenzen gibt er in der Aula der Rostocker Universität, in der vor 130 Jahren der Troiaentdecker Schliemann selbst einen viel beachteten Vortrag gehalten hat. Hierzu ist die universitäre wie außeruniversitäre Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

 

 

Prof. Dr. Wolfgang Bernard
T: 0381 498 2785