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... die aktuellen Kosten

bei einer Wärmepumpenanlage sind die absoluten Kosten leicht zu ermitteln.
 Mit Ausnahme der Wartungsarbeiten und der Zählergrundgebühren sind alle relevanten Kosten über die vor Ort installierten Zähler des Stromversorgers für  Hoch- und Niedertarif  des Stromversorgers zu sehen.

Wir beheizen ca. 150 qm Wohnfläche auf 3 Etagen. Warmwasser wird für 4 erwachsene  Personen mit großem "Badewannenanteil" benötigt.

Aktuell ist der Verbrauch aufgrund der langen Heizperiode angestiegen. Die Zahlen spiegeln nun den aktuellen Stand nach dem langen Winter  2006 wieder.  

Durch den beginnenden Sommer relativieren sich die Durchschnittszahlen täglich wieder nach unten.

 

Stand: 31.12.2006
Laufzeit: seit 814 Tagen
Hochtarif gesamt: 13.044 kw
Niedertarif gesamt: 6.622 kw
Monatskosten inkl.:  78 €
Jahreskosten  ca. 1.048 €
In den Jahren zuvor haben wir durchschnittlich 3.000 Liter Heizöl "verbraten". Bei den aktuellen Preisen von 0,58 €/l inkl. Steuer wären das ca. 1.710 € ohne Wartung, Betriebsstrom und Kaminkehrer !
Interessant ist, das unser Stromversorger uns zum Jahresende 2006 hin ein Angebot unterbreitet hat, das er den "Wärmestrom-Preis" bis 2010 zum heutigen Preis garantiert und sogar den Netto-Preis nach unten korrigiert hat, um die Mehrwertsteuererhöhung auszugleichen.

 

 

 


 .

Regenerative Energie aus der Erde
Auch wenn man zum 01.01.2004 aufgrund der Steuerreform etwas mehr Nettoeinkommen hat, so sind die ganzen Nebenkosten trotz der Beteuerungen unserer Regierung gestiegen. Ob es die Kraftstoffkosten und die Versicherung für`s Auto ist , Rundfunkgebühren, Mieten oder auch die Heizungs- und Stromkosten.
Als wir dann Anfang diesen Jahres wieder mal 1500 Euro für Heizöl berappen mussten, reifte der Gedanke immer mehr, sich möglichst unabhängig und kostengünstig mit den notwendigen Ressourcen zu versorgen. Dies hat zur Folge, das man auch weniger Einnahmen benötigt und das kommt einem spätestens im Alter zugute.
Wir haben uns also entschlossen, solange wir arbeiten und regelmäßige Einnahmen haben, das Haus so zu sanieren, das wir auch in vielleicht schlechteren wirtschaftlichen Zeiten keine größeren Einschnitte machen müssen.
Neben dem Kauf des Öl`s fallen noch weitere Kosten an wie z.B. Kaminkehrer, Strom, Reparatur, Wartung und nicht zuletzt Rücklagen für eine eventuell notwendige Neubeschaffung denn selbst wenn die Geräte technisch funktionieren, so werden derzeit ältere Heizungen aufgrund der Emissionsschutzverordnungen zunehmend ausgesondert.

Aktuell beschäftige ich mich mit einer Wärmepumpe, genauer gesagt mit einer Erdwärmepumpe. Erste Informationen kann man vom Bundesverband Wärmepumpe erhalten.
Eine ziemlich gute Seite zum Thema Bauen und Renovieren gibt`s hier von Konrad Fischer und zum Thema Schwindel mit der Solartechnik gibt es >> hier noch ein recht provokative und fundierte Seite ?! Unter diesem Aspekt kann man auch eine Seite eines Solar-Vereins anschauen, der von einem Energieversorger gegründet wurde.

 

Voraussetzungen | die richtige Wahl | Außenarbeiten | Installation | Inbetriebnahme | ein Jahr im Betrieb
Fragen & Antworten |

Februar 2004
Für Wärmepumpen gibt es bis Ende 2004 noch einen Zuschuss vom Freistaat Bayern. Den Antrag gibt`s bei der Regierung von Schwaben. Die Gemeinde muss auch gefragt werden, doch die Auskünfte sind nur begrenzt richtig gewesen. Baurechtlich sind Wärmepumpen genehmigungsfrei. Für Grundwasserwärmepumpen ist jedoch ein wasserrechtliches Verfahren notwendig.
Neben einer eventuellen Wartung der Technik fallen lediglich Kosten für den Strom an, den die Pumpe selbst, die Förderpumpe im Brunnen sowie die Pumpen der Warmwasserverteilung für Heiz- und Brauchwasser.

März bis Mai 2004
Wir versuchen über viele Wege an Informationen zu kommen, die uns die Entscheidung erleichtern. Auch die bekannten Öl-Brennwert-, Gas-Brennwert-, Holz-Pellets-Heizungssysteme nehmen wir in unsere Überlegungen auf.

Wir erkundigen uns bei den örtlichen Handwerksbetrieben der Branche. Das Ergebnis ist eigentlich niederschmetternd. Auf den Firmenprospekten stehen zwar meist die alternativen Systeme werbewirksam an oberster Stelle; die tatsächliche Beratung endet aber meist nach den konventionellen Systemen. Zur Ehrrettung der Branche sei aber erwähnt, das zur Unterstützung konventioneller Systeme solarthermische Anlagen oder auch eine Photovoltaik-Anlage immer angesprochen wurden. Bei den Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, das die Handwerksbetriebe sich mit dieser Technologie schlicht nicht auskennen und/oder kein dafür geeignetes Fachpersonal haben.

Fazit:
die meisten Menschen mit denen ich über meine Überlegungen gesprochen habe, hängen so sehr an der archaischen Vorstellung das nur ein richtiges Feuer auch richtige Wärme erzeugen kann, das damit jeder Blick auf mögliche oder schon bestehende Alternativen verstellt wird oder erst gar nicht in eine Überlegung mit einbezogen wird.

:: Juni 2004
die Gedanken kreisen und langsam müssen wir uns entscheiden. Wir überlegen hin und her, wägen die erhaltenen Informationen ab und fangen wieder von vorne an.... ?!
Da unsere Grundhaltung wohl schon immer war, ausgetretene und gewohnte Pfade zu verlassen und die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind,  entschliessen wir uns entgültig für die Errichtung einer Grundwasser-Wärmepumpe und ich beginne die erhaltenen Informationen in Planungen und Entscheidungen umzusetzen:

Grundlegende Voraussetzungen für die Errichtung und einen effizienten Betrieb

  • Wärmeverteilung durch bestehende oder neu zu errichtende Niedertemperaturheizkörper
    Ideal ist eine Fußbodenheizung, neuere Niedertemperatur-Wandheizkörper sind auch möglich
  • Grundstück in passender Lage
    Der Abstand zwischen dem Förder- und dem Schluckbrunnen sollte 12-15 Meter sein.
    Die Fließrichtung des Grundwassers muss vom Förder- zum Schluckbrunnen verlaufen.
    Von und zu den Brunnen führen Wasser- und Stromleitungen, die auf Frosttiefe verlegt werden müssen. Das kann unter Umständen bei nachträglicher Installation bei Reihenmittelhäusern oder ähnlichen Gebäuden mit getrennten Gartenflächen zu Problemen führen.
    Auch ist zu beachten, wie das Grundstück für Baumaschinen erreichbar ist. Die notwendigen Brunnen werden als Schachtbrunnen (Betonringe ca. 1 Meter Durchmesser) angelegt und auch die Leitungsgräben sowie der Übergang der Leitungen in das Haus bzw. den Heizungskeller werden praktischerweise mit einem Minibagger ausgehoben.
  • Genehmigung der Anlage durch das zuständige Wasserwirtschaftsamt aufgrund eines Gutachtens
    Es darf kein Grundwasserschutzgebiet und die Grundwassermenge muß ausreichend sein. Auch darf keine weitere größere Grundwasserpumpe im näheren Umkreis in Betrieb sein. Damit sind keine Gartenbrunnen gemeint sondern richtig große Entnahmepumpen.

Ich wende mich an das für die eigentliche Genehmigung zuständige Landratsamt und bekomme die Auskunft, das zwar das Wasserwirtschaftsamt die fachliche Genehmigung erteilt, das dafür notwendige Gutachten jedoch durch einen freien Sachverständigen erstellt wird.
Im Klartext: früher hat das Gutachten durch das Wasserwirtschaftsamt 50 Euro gekostet, heute macht das der freie Sachverständige für 250 Euro ?!
Da unser Grundstück tatsächlich den Anforderungen entspricht und vor allem genügend Grundwasser in geringer Tiefe zu erwarten ist, erhalten wir unproblematisch das positive Gutachten. Einzig der vorgegebene Standort des sog. Förderbrunnens ist genau an der Stelle, wo ich im Jahr zuvor eine Gartenhütte errichtet hatte. Die muss weg - ganz schön Sch......e !

Die Wahl der richtigen Wärmepumpe
Ich möchte die Auswahl der für uns richtigen Wärmepumpe nicht einem Händler oder Handwerker überlassen und recherchiere stundenlang im Internet. Ich lerne schnell, das nicht die notwendigen Temperaturen für das Heizungswasser das Problem ist, sondern die Aufbereitung und Bereitstellung des Brauchwassers für Badewanne, Dusche und so weiter....

Schnell stelle ich fest, das die meisten bekannten Hersteller von Wärmepumpen das Brauchwasser in einem Kessel bereitstellen, die Wärmepumpe eine gewisse Grundwärme erzeugt und die notwendigen höheren Brauchwassertemperaturen durch einen konventionellen Heizstab erzeugt werden. Das bedeutet natürlich bei hohem Warmwasserverbrauch auch einen hohen zusätzlichen Stromverbrauch (ich erinnere mich da nur ungern an einen elektrischen Durchlauferhitzer in einer früheren Wohnung).
Per Zufall lande ich auf den Internetseiten der Firma
idm-energietechnik aus Matrei in Osttirol und bleibe dort hängen. Dieses Unternehmen verspricht, mit einer sog. HGL- (HeißGasLanze) -technik eine legionellenfreie Erzeugung von Warmwasser ausschließlich mit der Wärmepumpe.
Ich weiß nicht, ob es noch andere Unternehmen gibt, die ein ähnliches System anbieten, doch ich habe keines gefunden und entschließe mich daher die Anlage der Firma IDM zu installieren. Vorweg - es funktioniert !

Der Installateur/Heizungsbauer
Ich spreche mit mehreren Unternehmen in meiner Umgebung. Bei allen habe ich den Eindruck, das keiner wirklich viel Erfahrung mit Wärmepumpen hat und zudem versucht, Geräte anzubieten, die aus dem Programm der von ihm vertretenen bekannten großen Marken wie z.B. Viessmann stammen. Das ein Kunde bereits eine Entscheidung getroffen hat, irritiert die Handwerker sehr. Zum Schluß bleiben zwei Unternehmen aus der Region übrig und wir entscheiden uns "aus dem Bauch raus" für die Fa. Rauscher aus Affing-Haunswies.

flauer Magen, Planungsfehler und Gewährleistung
Bei so einer Anlage gibt es viele Dinge zu beachten und zu planen. Ich stelle fest, das die Verantwortung, ob die Anlage nach Fertigstellung wirklich wie vorgesehen funktioniert, bei uns bleibt. Was ist mit Planungsfehler z.B. eine zu kleine oder zu große Wärmepumpe ? Da bei der gesamten Anlage mehrere Gewerke zusammentreffen, übernimmt der einzelne Handwerker nur die Gewährleistung für seine jeweils geleistete Arbeit.
Einzig ein professioneller Bauleiter z.B. ein Ingenieurbüro übernimmt das Risiko der Gesamtplanung, diese sind entsprechend versichert und verlangen dafür recht ordentlich Geld.
Wir gehen das Risiko ein und verzichten auf ein Ingenieurbüro - ein  flauer Magen stellt sich bei mir während der Bauphase dauerhaft ein. Hoffentlich geht das alles gut !?

:: August 2004

Außenarbeiten, Erstellen der Brunnen
Wir beginnen mit den Außenarbeiten und verzichten während des Urlaubs auf eine Reise. Wir haben einen örtlichen Baggerbetrieb gefunden, der uns die beiden Brunnen und den Graben für die Leitungen erstellen kann. Damit der Bagger an oder auch in das Grundstück gelangen kann, muss ein größerer Teil unserer Thuja-(Friedhofs)hecke weichen.  Auch die vor einem Jahr erst fertiggestellte Gartenhütte muss demontiert und zwischengelagert werden.
Nach einigen Tagen Arbeit ist es soweit und der Bagger rollt an. Ich bin erstaunt wie geschickt der Baggerfahrer mit seinem schweren Gerät umgeht. In rund 5 Meter Tiefe stösst er auf Grundwasser und ich bin erleichtert. Rund 9 Meter tief wird der Förderbrunnen, der Schluckbrunnen ist bei 5 Meter ausreichend. Am nächsten Tag wird mit dem Minibagger der 1,5 Meter tiefe Graben zwischen den beiden Brunnen und dem Haus erstellt. Unser Garten schaut wirklich verheerend aus ..........

Vorbereitungen im Heizungskeller
Da die Wärmepumpe unsere alte Ölheizung komplett ersetzen wird, müssen wir diese und auch die alten Kunststoff-Öltanks vorab demontieren. Zusätzlich wollen wir den Boden fliesen und die Wände neu streichen. Eine echte logistische Herausforderung. 
Die Demontage der Öltanks einschließlich absaugen des Öl`s übergeben wir einer Spezialfirma. Das Öl können wir innerhalb der Familie weitergeben. Fast einen ganzen Tag sind die Männer beschäftigt. Der Keller ist wirklich absolut besenrein und wir können problemlos mit den weiteren Arbeiten beginnen.
Die alte Ölheizung benötigen wir noch für die Warmwasser-Versorgung und versorgen diese aus einem 50-Liter-Ölfass.

Der Tag der Lieferung
Aus Kostenspargründen haben wir zugesagt, die angelieferten Geräte und sonstiges, notwendiges Material selbst in den Keller zu schaffen. Die Geräte werden vom Großhändler angeliefert und wir stehen fast ratlos vor dieser Aufgabe. Der 950 Liter fassende Pufferspeicher erweist sich als deckenhoch und im Durchmesser nur rund 1 cm schmäler als der Durchgang der Kellertüre.
Der Aufkleber "BITTE NICHT WERFEN" auf diesem schweren und unhandlichen Gerät stimmt uns wirklich optimistisch.....

:: September 2004

Verlegung der Zu- und Ableitungen
Ich verlege selbst rund 100 Meter ziemlich bockige Kunststoffrohre im Graben zwischen den Brunnen und dem Haus. Zum Förderbrunnen ist ein Rohr für das Wasser und ein Leerrohr für die Stromversorgung der Tauchpumpe notwendig. Zusätzlich verlege ich noch ein drittes Rohr für die Stromversorgung der Gartenhütte. Das Rohr vom Haus zum Schluckbrunnen ist kurz und erfordert wenig Arbeit.
Die Rohre werden in einem die Rohre schützenden Sandbett verlegt. Zum Ende schaufele ich den 15 Meter langen und 1,50 Meter tiefen Graben ohne Baggerhilfe wieder zu.
Mit einem Kernbohrgerät wird der Durchgang durch die Außenmauer zum Heizungskeller erstellt. Ein spezieller Verschluß führt die Rohre nach Innen und dichtet gleichzeitig die Durchführung ab
Ich bin ziemlich geschafft und manchmal erwische ich mich dabei, das ich an unserem Vorhaben zweifle. 

Die Installation
Endlich ist es soweit - die Installationsarbeiten beginnen. Alles was an die alte Ölheizung erinnert, wird entfernt. Es bleiben nur die Anschlußrohre für die einzelnen Heizkreise der Fußbodenheizung. In anderen Fällen kann das eine oder andere Bauteil der alten Heizung vielleicht noch weiterverwendet werden. Wir haben uns für eine komplette Erneuerung entschieden. 
7 Arbeitstage sind ein Meister und ein Auszubildender mit der Installation beschäftigt.

Während der Installation tauchen Fragen auf...
Ein Zusätzlicher Heizkreis - wir stellen fest, das es in unserem Treppenhaus auf Kellerebene einen Heizkreis gibt, der noch nie in Betrieb war. Das bedeutet einen zusätzlichen Heizkreis mit Druckausgleichsbehälter und Zu-/Ableitungen und zukünftig eine bessere Wärmeverteilung.
Elektrischer Anschluß - die Wärmepumpe und alle mit der Wärmeerzeugung und -verteilung beteiligten Geräte erhalten einen gesonderten Stromanschluß mit eigenem Zähler für Hoch- und Niedertarif sowie einem Tarifschaltgerät. Unser vorhandener Verteilerkasten ist nicht groß genug. Entweder die Geräte als Aufputzversion offen an der Wand oder ein neuer Zähler-/Verteilerschrank ? Wir entscheiden uns für die teurere, jedoch zukunftssicherere Lösung (Photovoltaikanlage o.ä.)

Es geht dem Ende zu
Die Handwerker sind sehr fleissig und zuverlässig. Es tauchen keine weiteren Probleme auf. Am letzten Tag vor der geplanten Inbetriebnahme wird die alte Ölheizung entgültig abgetrennt und wir stehen vor der Aufgabe zentnerschweres Eisen aus dem Keller hochzutragen und anschließend zu entsorgen.

Die Inbetriebnahme
Die gesamte Anlage ist montiert und installiert. Für die Inbetriebnahme haben wir auf Empfehlung des Herstellers einen Werksspezialisten hinzugezogen. Das mögen die Heizungsbauer zwar nicht besonders, denn dieser ist ein Außenstehender und entdeckt natürlich jede Abweichung von den Installationsanweisungen, deckt ggf. handwerkliche Mängel auf und nimmt dann die Anlage nicht ab. Ohne Abnahme keine Herstellergewährleistung und damit auch kein Geld - sehr zu empfehlen !

Ein Kältetechniker für eine Wärmepumpe
Aus dem Gespräch mit dem Techniker entnehme ich, das er eigentlich aus der Kältetechnik kommt und das bei einer Wärmepumpe für eine optimale Installation genau diese Qualifikation notwendig ist.
Er überprüft penibel die Anlage, misst diverse Werte, stellt verschiedene Werte ein und fährt nach rund 4 Stunden die Anlage mit Erfolg hoch.

Ein Jahr in Betrieb
Heute ist die Anlage genau 365 Tage in Betrieb und wir stellen fest, das sich die Mühe gelohnt hat.
Die Anlage ist ein einziges Mal drei Tage nach Inbetriebnahme aufgrund eines "flinken" Sicherungsautomaten  anstatt eines "trägen" auf Störung gegangen. Der Automat wurde durch den Elektriker umgehend ausgetauscht und seitdem läuft die Anlage und läuft, und läuft, und läuft .........!
An Wartung gibt es lediglich den Austausch eines Wasserfilters zwischen Brunnen und Wärmepumpe, den man problemlos selbst machen kann. Zusätzlich haben wir einen Wartungsvertrag abgeschlossen. Der Vorteil ist, das nach einem Jahr und dann nach zwei weiteren Jahren der Kältetechniker kommt und die Anlage prüft, ggf. die Einstellungen optimiert und sich dadurch die Herstellergarantie auf mehrere Jahre verlängert.

Wer mehr über die Anlage wissen will oder sich diese vor Ort anschauen möchte kann das gerne tun. Schickt einfach eine Mail an heinz-peter (ät) wittgen-meitingen.de

 

Aufgrund einiger Mail-Nachfragen hier noch die Antworten.....

Wir haben uns für die WP 13 = 12,5 kw Heizleistung entschieden. Wir haben das Haus von den verschiedenen, anbietenden Heizungsbauer anschauen lassen (Dämmung, Bauzustand, Materialien usw). Drei Besichtigungen, drei Meinungen ???

IDM hat in München einen Verkäufer sitzen, den ich jedoch nur am Telefon kennen gelernt habe. Ich hatte den Eindruck, das er die meiste Erfahrung hatte und mir nach meiner telefonischen Beschreibung zu dieser Leistung geraten hatte.
Er hat mir aufgezeigt, das eine zu kleine WP ständig läuft und damit evtl. die geforderte Wärme nicht erbringt und zudem zuviel Energie benötigt. Eine zu große hat zwar die Leistung im Überschuss, hat jedoch technisch gesehen zu viele Schaltzeiten (einschalten, ausschalten, einschalten, ausschalten usw.) und das geht dann auf die Lebensdauer des Kompressors.

Das hat mir auch der Wartungs-(Kältetechniker) als allgemein gültig für Kompressoren bestätigt.

Wasserbedarf:

Laut Herstellerangabe benötigt unsere Wärmepumpe eine Wasserdurchflussmenge von 2150 Liter pro Stunde. Diese Wassermenge muss der Brunnen dauerhaft und auch Absenkung des Grundwasserstandes liefern können.

Temperaturen:

Die FB-Heizung läuft mit einer Vorlauftemperatur von 35 bis max. 38 Grad (wenn`s wirklich über längere Zeit saukalt wird)

Das Brauchwasser sprich die Speichertemperatur haben wir auf 55 Grad eingestellt. Das ist wirklich sehr heiß und wird auch in ausreichender Menge für volle Badewanne und gleichzeitiges Dauerduschen bereitgestellt.
Da die Hygienik-Technik über einen Wärmetauscher funktioniert, könnte man auch mit der Temperatur heruntergehen ohne ein Legionellen-Problem zu bekommen. Aus diesem einzigen Grund wird bei einer konventionellen Technik das Wasser so hoch aufgeheizt und verbraucht entsprechend Energie.

Installateur:
Die installierende Firma war Fa. Rauscher aus Affing-Haunswies (Link auf meiner HP); wobei es sicher auch andere Handwerksbetriebe gibt die eine gleich gute Arbeit leisten. Wichtig ist, das sich der ausführende Installateur eindeutig an die Installationsanweisungen der Fa. IDM hält.

Lärm:
Der Schallpegel ist wesentlich niedriger als unsere alte Ölheizung. Die WP selbst macht nicht mehr Geräusch als ein großer Kühlschrank. Sie steht im alten Heizungskeller und dort direkt auf einfachen Fliesenboden.
Einzig ein leichtes Wasserrauschen ist bei absoluter Stille zu vernehmen. Das entsteht bei uns vermutlich durch die Durchführung der Wasserrohre von außen in den Keller (Kernbohrung mit Edelstahlverschluß) und die Befestigung der Rohre.Das Rauschen überträgt sich vermutlich auf den Beton und verstärkt sich leicht. Die Rohre sind jedoch noch nicht isoliert. Wie gesagt, bisher nicht störend sonst hätte ich die schön anzuschauenden Rohre schon längst isoliert.