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Regenerative Energie aus der Erde
Auch wenn man zum 01.01.2004 aufgrund der
Steuerreform etwas mehr Nettoeinkommen hat, so sind die
ganzen Nebenkosten trotz der Beteuerungen unserer Regierung
gestiegen. Ob es die Kraftstoffkosten und die Versicherung für`s
Auto ist , Rundfunkgebühren, Mieten oder auch die Heizungs-
und Stromkosten.
Als wir dann Anfang diesen Jahres wieder mal 1500 Euro für
Heizöl berappen mussten, reifte der Gedanke immer mehr,
sich möglichst unabhängig und kostengünstig mit den
notwendigen Ressourcen zu versorgen. Dies hat zur Folge, das
man auch weniger Einnahmen benötigt und das kommt einem spätestens
im Alter zugute.
Wir haben uns also entschlossen, solange
wir arbeiten und regelmäßige Einnahmen haben, das Haus so
zu sanieren, das wir auch in vielleicht schlechteren
wirtschaftlichen Zeiten keine größeren Einschnitte machen
müssen.
Neben dem Kauf des Öl`s fallen noch
weitere Kosten an wie z.B. Kaminkehrer, Strom, Reparatur,
Wartung und nicht zuletzt Rücklagen für eine eventuell
notwendige Neubeschaffung denn selbst wenn die Geräte
technisch funktionieren, so werden derzeit ältere Heizungen
aufgrund der Emissionsschutzverordnungen zunehmend
ausgesondert.
Aktuell beschäftige ich mich mit einer Wärmepumpe,
genauer gesagt mit einer Erdwärmepumpe. Erste Informationen
kann man vom Bundesverband
Wärmepumpe erhalten.
Eine ziemlich gute Seite zum Thema Bauen
und Renovieren gibt`s hier von Konrad
Fischer und zum Thema Schwindel mit der Solartechnik
gibt es >>
hier noch ein recht provokative und fundierte Seite ?!
Unter diesem Aspekt kann man auch eine Seite eines Solar-Vereins
anschauen, der von einem Energieversorger gegründet wurde.
Voraussetzungen
| die richtige Wahl | Außenarbeiten
| Installation | Inbetriebnahme
| ein Jahr im Betrieb
Fragen
& Antworten |

Februar 2004
Für Wärmepumpen gibt es bis Ende 2004
noch einen Zuschuss vom Freistaat Bayern. Den Antrag gibt`s
bei der Regierung von Schwaben. Die Gemeinde muss auch
gefragt werden, doch die Auskünfte sind nur begrenzt
richtig gewesen. Baurechtlich sind Wärmepumpen
genehmigungsfrei. Für Grundwasserwärmepumpen ist jedoch
ein wasserrechtliches Verfahren notwendig.
Neben einer eventuellen Wartung der
Technik fallen lediglich Kosten für den Strom an, den die
Pumpe selbst, die Förderpumpe im Brunnen sowie die Pumpen
der Warmwasserverteilung für Heiz- und Brauchwasser.
März bis Mai 2004
Wir versuchen über viele Wege an Informationen zu
kommen, die uns die Entscheidung erleichtern. Auch die
bekannten Öl-Brennwert-, Gas-Brennwert-,
Holz-Pellets-Heizungssysteme nehmen wir in unsere
Überlegungen auf.
Wir erkundigen uns bei den
örtlichen Handwerksbetrieben der Branche. Das Ergebnis ist
eigentlich niederschmetternd. Auf den Firmenprospekten
stehen zwar meist die alternativen Systeme werbewirksam an
oberster Stelle; die tatsächliche Beratung endet aber meist
nach den konventionellen Systemen. Zur Ehrrettung der
Branche sei aber erwähnt, das zur Unterstützung
konventioneller Systeme solarthermische Anlagen oder auch
eine Photovoltaik-Anlage immer angesprochen wurden. Bei den
Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, das die
Handwerksbetriebe sich mit dieser Technologie schlicht nicht
auskennen und/oder kein dafür geeignetes Fachpersonal
haben.
Fazit:
die meisten Menschen mit denen ich über meine
Überlegungen gesprochen habe, hängen so sehr an der
archaischen Vorstellung das nur ein richtiges Feuer auch
richtige Wärme erzeugen kann, das damit jeder Blick auf
mögliche oder schon bestehende Alternativen verstellt wird
oder erst gar nicht in eine Überlegung mit einbezogen wird.
:: Juni 2004
die Gedanken kreisen und langsam müssen wir uns
entscheiden. Wir überlegen hin und her, wägen die
erhaltenen Informationen ab und fangen wieder von vorne
an.... ?!
Da unsere Grundhaltung wohl schon immer war, ausgetretene
und gewohnte Pfade zu verlassen und die notwendigen
Voraussetzungen gegeben sind, entschliessen wir uns
entgültig für die Errichtung einer Grundwasser-Wärmepumpe
und ich beginne die erhaltenen Informationen in Planungen
und Entscheidungen umzusetzen:
Grundlegende
Voraussetzungen für die Errichtung und einen effizienten
Betrieb
- Wärmeverteilung
durch bestehende oder neu zu errichtende
Niedertemperaturheizkörper
Ideal ist eine Fußbodenheizung, neuere
Niedertemperatur-Wandheizkörper sind auch möglich
- Grundstück in
passender Lage
Der Abstand zwischen dem Förder- und dem Schluckbrunnen
sollte 12-15 Meter sein.
Die Fließrichtung des Grundwassers muss vom Förder-
zum Schluckbrunnen verlaufen.
Von und zu den Brunnen führen Wasser- und
Stromleitungen, die auf Frosttiefe verlegt werden
müssen. Das kann unter Umständen bei nachträglicher
Installation bei Reihenmittelhäusern oder ähnlichen
Gebäuden mit getrennten Gartenflächen zu Problemen
führen.
Auch ist zu beachten, wie das Grundstück für
Baumaschinen erreichbar ist. Die notwendigen Brunnen
werden als Schachtbrunnen (Betonringe ca. 1 Meter
Durchmesser) angelegt und auch die Leitungsgräben sowie
der Übergang der Leitungen in das Haus bzw. den
Heizungskeller werden praktischerweise mit einem
Minibagger ausgehoben.
- Genehmigung der Anlage
durch das zuständige Wasserwirtschaftsamt aufgrund
eines Gutachtens
Es darf kein Grundwasserschutzgebiet und die
Grundwassermenge muß ausreichend sein. Auch darf keine
weitere größere Grundwasserpumpe im näheren Umkreis
in Betrieb sein. Damit sind keine Gartenbrunnen gemeint
sondern richtig große Entnahmepumpen.
Ich wende mich an das für
die eigentliche Genehmigung zuständige Landratsamt und
bekomme die Auskunft, das zwar das Wasserwirtschaftsamt die
fachliche Genehmigung erteilt, das dafür notwendige
Gutachten jedoch durch einen freien Sachverständigen
erstellt wird.
Im Klartext: früher hat das Gutachten durch das
Wasserwirtschaftsamt 50 Euro gekostet, heute macht das der
freie Sachverständige für 250 Euro ?!
Da unser Grundstück tatsächlich den Anforderungen
entspricht und vor allem genügend Grundwasser in geringer
Tiefe zu erwarten ist, erhalten wir unproblematisch das
positive Gutachten. Einzig der vorgegebene Standort des sog.
Förderbrunnens ist genau an der Stelle, wo ich im Jahr
zuvor eine Gartenhütte errichtet hatte. Die muss weg - ganz
schön Sch......e !
Die Wahl der richtigen
Wärmepumpe
Ich möchte die Auswahl der für uns richtigen
Wärmepumpe nicht einem Händler oder Handwerker überlassen
und recherchiere stundenlang im Internet. Ich lerne schnell,
das nicht die notwendigen Temperaturen für das
Heizungswasser das Problem ist, sondern die Aufbereitung und
Bereitstellung des Brauchwassers für Badewanne, Dusche und
so weiter....
Schnell stelle ich fest, das
die meisten bekannten Hersteller von Wärmepumpen das
Brauchwasser in einem Kessel bereitstellen, die Wärmepumpe
eine gewisse Grundwärme erzeugt und die notwendigen
höheren Brauchwassertemperaturen durch einen
konventionellen Heizstab erzeugt werden. Das bedeutet
natürlich bei hohem Warmwasserverbrauch auch einen hohen
zusätzlichen Stromverbrauch (ich erinnere mich da nur
ungern an einen elektrischen Durchlauferhitzer in einer
früheren Wohnung).
Per Zufall lande ich auf den Internetseiten der Firma idm-energietechnik
aus Matrei in
Osttirol und bleibe dort hängen. Dieses Unternehmen
verspricht, mit einer sog. HGL- (HeißGasLanze) -technik
eine legionellenfreie Erzeugung von Warmwasser
ausschließlich mit der Wärmepumpe.
Ich weiß nicht, ob es noch andere Unternehmen gibt, die ein
ähnliches System anbieten, doch ich habe keines gefunden
und entschließe mich daher die Anlage der Firma IDM zu
installieren. Vorweg - es funktioniert !
Der
Installateur/Heizungsbauer
Ich spreche mit mehreren Unternehmen in meiner Umgebung.
Bei allen habe ich den Eindruck, das keiner wirklich viel
Erfahrung mit Wärmepumpen hat und zudem versucht, Geräte
anzubieten, die aus dem Programm der von ihm vertretenen
bekannten großen Marken wie z.B. Viessmann stammen. Das ein
Kunde bereits eine Entscheidung getroffen hat, irritiert die
Handwerker sehr. Zum Schluß bleiben zwei Unternehmen aus
der Region übrig und wir entscheiden uns "aus dem
Bauch raus" für die Fa. Rauscher aus Affing-Haunswies.
flauer Magen,
Planungsfehler und Gewährleistung
Bei so einer Anlage gibt es viele Dinge zu beachten und zu
planen. Ich stelle fest, das die Verantwortung, ob die
Anlage nach Fertigstellung wirklich wie vorgesehen
funktioniert, bei uns bleibt. Was ist mit Planungsfehler
z.B. eine zu kleine oder zu große Wärmepumpe ? Da bei der
gesamten Anlage mehrere Gewerke zusammentreffen, übernimmt
der einzelne Handwerker nur die Gewährleistung für seine
jeweils geleistete Arbeit.
Einzig ein professioneller Bauleiter z.B. ein Ingenieurbüro
übernimmt das Risiko der Gesamtplanung, diese sind
entsprechend versichert und verlangen dafür recht
ordentlich Geld.
Wir gehen das Risiko ein und verzichten auf ein
Ingenieurbüro - ein flauer Magen stellt sich bei mir
während der Bauphase dauerhaft ein. Hoffentlich geht das
alles gut !?
:: August 2004
Außenarbeiten, Erstellen
der Brunnen
Wir beginnen mit den Außenarbeiten und verzichten während
des Urlaubs auf eine Reise. Wir haben einen örtlichen
Baggerbetrieb gefunden, der uns die beiden Brunnen und den
Graben für die Leitungen erstellen kann. Damit der Bagger
an oder auch in das Grundstück gelangen kann, muss ein
größerer Teil unserer Thuja-(Friedhofs)hecke
weichen. Auch die vor einem Jahr erst fertiggestellte
Gartenhütte muss demontiert und zwischengelagert werden.
Nach einigen Tagen Arbeit ist es soweit und der Bagger rollt
an. Ich bin erstaunt wie geschickt der Baggerfahrer mit
seinem schweren Gerät umgeht. In rund 5 Meter Tiefe stösst
er auf Grundwasser und ich bin erleichtert. Rund 9 Meter
tief wird der Förderbrunnen, der Schluckbrunnen ist bei 5
Meter ausreichend. Am nächsten Tag wird mit dem Minibagger
der 1,5 Meter tiefe Graben zwischen den beiden Brunnen und
dem Haus erstellt. Unser Garten schaut wirklich verheerend
aus ..........
Vorbereitungen im
Heizungskeller
Da die Wärmepumpe unsere alte Ölheizung komplett ersetzen
wird, müssen wir diese und auch die alten
Kunststoff-Öltanks vorab demontieren. Zusätzlich wollen
wir den Boden fliesen und die Wände neu streichen. Eine
echte logistische Herausforderung.
Die Demontage der
Öltanks einschließlich absaugen des Öl`s übergeben wir
einer Spezialfirma. Das Öl können wir innerhalb der
Familie weitergeben. Fast einen ganzen Tag sind die Männer
beschäftigt. Der Keller ist wirklich absolut besenrein und
wir können problemlos mit den weiteren Arbeiten beginnen.
Die alte Ölheizung
benötigen wir noch für die Warmwasser-Versorgung und
versorgen diese aus einem 50-Liter-Ölfass.
Der Tag der Lieferung
Aus Kostenspargründen haben wir zugesagt, die angelieferten
Geräte und sonstiges, notwendiges Material selbst in den
Keller zu schaffen. Die Geräte werden vom Großhändler
angeliefert und wir stehen fast ratlos vor dieser Aufgabe.
Der 950 Liter fassende Pufferspeicher erweist sich als
deckenhoch und im Durchmesser nur rund 1 cm schmäler als
der Durchgang der Kellertüre.
Der Aufkleber "BITTE NICHT WERFEN" auf
diesem schweren und unhandlichen Gerät stimmt uns wirklich
optimistisch.....
:: September 2004
Verlegung der Zu- und
Ableitungen
Ich verlege selbst rund 100 Meter ziemlich bockige
Kunststoffrohre im Graben zwischen den Brunnen und dem Haus.
Zum Förderbrunnen ist ein Rohr für das Wasser und ein
Leerrohr für die Stromversorgung der Tauchpumpe notwendig.
Zusätzlich verlege ich noch ein drittes Rohr für die
Stromversorgung der Gartenhütte. Das Rohr vom Haus zum
Schluckbrunnen ist kurz und erfordert wenig Arbeit.
Die Rohre werden in einem die Rohre schützenden Sandbett
verlegt. Zum Ende schaufele ich den 15 Meter langen und 1,50
Meter tiefen Graben ohne Baggerhilfe wieder zu.
Mit einem Kernbohrgerät wird der Durchgang durch die
Außenmauer zum Heizungskeller erstellt. Ein spezieller
Verschluß führt die Rohre nach Innen und dichtet
gleichzeitig die Durchführung ab
Ich bin ziemlich geschafft
und manchmal erwische ich mich dabei, das ich an unserem
Vorhaben zweifle.
Die Installation
Endlich ist es soweit - die Installationsarbeiten beginnen.
Alles was an die alte Ölheizung erinnert, wird entfernt. Es
bleiben nur die Anschlußrohre für die einzelnen Heizkreise
der Fußbodenheizung. In anderen Fällen kann das eine oder
andere Bauteil der alten Heizung vielleicht noch
weiterverwendet werden. Wir haben uns für eine komplette
Erneuerung entschieden.
7 Arbeitstage sind ein Meister und ein Auszubildender mit
der Installation beschäftigt.
Während der Installation
tauchen Fragen auf...
Ein Zusätzlicher Heizkreis - wir stellen fest,
das es in unserem Treppenhaus auf Kellerebene einen
Heizkreis gibt, der noch nie in Betrieb war. Das bedeutet
einen zusätzlichen Heizkreis mit Druckausgleichsbehälter
und Zu-/Ableitungen und zukünftig eine bessere
Wärmeverteilung.
Elektrischer Anschluß
- die Wärmepumpe und alle mit der Wärmeerzeugung und
-verteilung beteiligten Geräte erhalten einen gesonderten
Stromanschluß mit eigenem Zähler für Hoch- und
Niedertarif sowie einem Tarifschaltgerät. Unser vorhandener
Verteilerkasten ist nicht groß genug. Entweder die Geräte
als Aufputzversion offen an der Wand oder ein neuer
Zähler-/Verteilerschrank ? Wir entscheiden uns für die
teurere, jedoch zukunftssicherere Lösung
(Photovoltaikanlage o.ä.)
Es geht dem Ende zu
Die Handwerker sind sehr fleissig und zuverlässig. Es
tauchen keine weiteren Probleme auf. Am letzten Tag vor der
geplanten Inbetriebnahme wird die alte Ölheizung entgültig
abgetrennt und wir stehen vor der Aufgabe zentnerschweres
Eisen aus dem Keller hochzutragen und anschließend zu
entsorgen.
Die
Inbetriebnahme
Die gesamte Anlage ist montiert und installiert. Für die
Inbetriebnahme haben wir auf Empfehlung des Herstellers
einen Werksspezialisten hinzugezogen. Das mögen die
Heizungsbauer zwar nicht besonders, denn dieser ist ein
Außenstehender und entdeckt natürlich jede Abweichung von
den Installationsanweisungen, deckt ggf. handwerkliche
Mängel auf und nimmt dann die Anlage nicht ab. Ohne Abnahme
keine Herstellergewährleistung und damit auch kein Geld -
sehr zu empfehlen !
Ein Kältetechniker für
eine Wärmepumpe
Aus dem Gespräch mit
dem Techniker entnehme ich, das er eigentlich aus der
Kältetechnik kommt und das bei einer Wärmepumpe für eine
optimale Installation genau diese Qualifikation notwendig
ist.
Er überprüft penibel die Anlage, misst diverse Werte,
stellt verschiedene Werte ein und fährt nach rund 4 Stunden
die Anlage mit Erfolg hoch.
Ein
Jahr in Betrieb
Heute ist die Anlage genau 365 Tage in Betrieb und wir
stellen fest, das sich die Mühe gelohnt hat.
Die Anlage ist ein einziges Mal drei Tage nach
Inbetriebnahme aufgrund eines "flinken"
Sicherungsautomaten anstatt eines "trägen"
auf Störung gegangen. Der Automat wurde durch den
Elektriker umgehend ausgetauscht und seitdem läuft die
Anlage und läuft, und läuft, und läuft .........!
An Wartung gibt es lediglich den Austausch eines
Wasserfilters zwischen Brunnen und Wärmepumpe, den man
problemlos selbst machen kann. Zusätzlich haben wir einen
Wartungsvertrag abgeschlossen. Der Vorteil ist, das nach
einem Jahr und dann nach zwei weiteren Jahren der
Kältetechniker kommt und die Anlage prüft, ggf. die
Einstellungen optimiert und sich dadurch die
Herstellergarantie auf mehrere Jahre verlängert.
Wer mehr über die Anlage
wissen will oder sich diese vor Ort anschauen möchte kann
das gerne tun. Schickt einfach eine Mail an heinz-peter (ät)
wittgen-meitingen.de
Aufgrund
einiger Mail-Nachfragen hier
noch die Antworten.....
Wir haben uns für die WP 13 = 12,5
kw Heizleistung entschieden. Wir haben das Haus von den
verschiedenen, anbietenden Heizungsbauer anschauen lassen
(Dämmung, Bauzustand, Materialien usw). Drei
Besichtigungen, drei Meinungen ???
IDM hat in München einen Verkäufer
sitzen, den ich jedoch nur am Telefon kennen gelernt habe.
Ich hatte den Eindruck, das er die meiste Erfahrung hatte
und mir nach meiner telefonischen Beschreibung zu dieser
Leistung geraten hatte.
Er hat mir aufgezeigt, das eine zu
kleine WP ständig läuft und damit evtl. die geforderte
Wärme nicht erbringt und zudem zuviel Energie benötigt.
Eine zu große hat zwar die Leistung im Überschuss, hat
jedoch technisch gesehen zu viele Schaltzeiten (einschalten,
ausschalten, einschalten, ausschalten usw.) und das geht
dann auf die Lebensdauer des Kompressors.
Das hat mir auch der Wartungs-(Kältetechniker) als allgemein gültig für
Kompressoren bestätigt.
Wasserbedarf:
Laut Herstellerangabe benötigt
unsere Wärmepumpe eine Wasserdurchflussmenge von 2150 Liter
pro Stunde. Diese Wassermenge muss der Brunnen dauerhaft und
auch Absenkung des Grundwasserstandes liefern können.
Temperaturen:
Die FB-Heizung läuft mit einer
Vorlauftemperatur von 35 bis max. 38 Grad (wenn`s wirklich
über längere Zeit saukalt wird)
Das Brauchwasser sprich die
Speichertemperatur haben wir auf 55 Grad eingestellt. Das
ist wirklich sehr heiß und wird auch in ausreichender Menge
für volle Badewanne und gleichzeitiges Dauerduschen
bereitgestellt.
Da die Hygienik-Technik über einen Wärmetauscher
funktioniert, könnte man auch mit der Temperatur
heruntergehen ohne ein Legionellen-Problem zu bekommen. Aus
diesem einzigen Grund wird bei einer konventionellen Technik
das Wasser so hoch aufgeheizt und verbraucht entsprechend
Energie.
Installateur:
Die installierende Firma war Fa. Rauscher aus
Affing-Haunswies (Link auf meiner HP); wobei es sicher auch
andere Handwerksbetriebe gibt die eine gleich gute Arbeit
leisten. Wichtig ist, das sich der ausführende Installateur
eindeutig an die Installationsanweisungen der Fa. IDM hält.
Lärm:
Der Schallpegel ist wesentlich
niedriger als unsere alte Ölheizung. Die
WP selbst macht nicht mehr Geräusch als ein großer
Kühlschrank. Sie steht im alten Heizungskeller und dort
direkt auf einfachen Fliesenboden.
Einzig ein leichtes Wasserrauschen ist bei absoluter Stille
zu vernehmen. Das entsteht bei uns vermutlich durch die
Durchführung der Wasserrohre von außen in den Keller
(Kernbohrung mit Edelstahlverschluß) und die Befestigung
der Rohre.Das Rauschen überträgt sich vermutlich auf den
Beton und verstärkt sich leicht. Die Rohre sind jedoch noch
nicht isoliert. Wie
gesagt, bisher nicht störend sonst hätte ich die schön
anzuschauenden Rohre schon längst isoliert.
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