Gottfried Ochshorn (geboren am 20. August 1916 in Wien) beteiligte sich schon als Schüler an politischen Aktionen der Roten Studenten. Während seiner Maturareise nach Frankreich schloß er sich als einer der ersten Österreicher den Internationalen Brigaden an, die an der Seite der Spanischen Republik gegen die faschistischen Putschisten unter General Franco kämpften. Als Mitglied der Spanischen Kommunistischen Partei arbeitete Ochshorn als Sprecher beim deutschen Freiheitssender. Nach dem Ende der Spanischen Republik ging er nach Frankreich, wo er mit gefälschten Papieren in Bordeaux als Dolmetscher für die deutschen Truppen tätig war. Er vertrieb die illegalen Widerstandszeitungen "Soldat am Atlantik" und "Soldat im Westen", bis er im Jänner 1943 von einem Spitzel verraten und von der Gestapo verhaftet wurde.
Gottfried Ochshorn wurde nach Mauthausen überstellt, wo ihn der KZ-Wächter Martin Bartesch am 20. Oktober 1943 "auf der Flucht" erschoß.