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Oct 18, 2007
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Wunderkind geht seinen eigenen Weg
2005-11-23  
 
Der 42-jährige Kim Ung-yong sorgte in den 1960er Jahren als Wunderkind für Schlagzeilen. Er wurde als das erste von fünf Kindern geboren. Sein Vater war damals Physikprofessor an der Geonguk-Universität und seine Mutter Medizinprofessorin an der Ewha-Frauenuniversität.

Bereits im Alter von fünf Jahren beherrschte er vier Sprachen. Mit sechs Jahren bewies er bei seinem Auftritt in einem japanischen Fernsehprogramm seine mathematische Begabung, wobei er schwierige Differential- und Integralrechnungen problemlos löste, und versetzte damit die Welt in Erstaunen. Mit einem Intelligenzquotient von 210 wurde er im Guinness-Buch der Rekorde im Jahr 1980 als Person mit dem höchsten IQ registriert.

Von seinem vierten bis siebten Lebensjahr studierte er an der Hanyang-Universität als Hospitant Physik. Im Jahr 1970 ging er mit acht Jahren auf Einladung der NASA in die USA und absolvierte an der Graduate-School der Colorado-State-University den Diplom- und Doktorkurs in Physik. Während seines Studiums arbeitete er von 1974 an fünf Jahre lang bei der NASA.

Im Jahr 1978, als er 16 Jahre alt war, beendete er seinen achtjährigen USA-Aufenthalt und kam nach Korea zurück. Kim Ung-yong sagt, dass er sich wahrscheinlich das Leben genommen hätte, wenn er weiterhin bei der NASA gearbeitet hätte. Für ihn, der keine gewöhnliche Kindheit und Jugendzeit mit Freunden und entsprechenden zwischenmenschlichen Beziehungen hatte, sei der Aufenthalt in den USA wie ein Leben in der Hölle gewesen. Er musste jeden Tag ohne eigene Ziele die Forschungsaufgaben, die ihm von der NASA übertragen wurden, erledigen. Damals befand sich die Computernutzung im Anfangsstadium, und er musste die Arbeit, die heute ein Computer erledigt, übernehmen. In seiner Verzweifelung blieb ihm nichts anderes übrig, als auf die Privilegien und das ziellose Leben in den USA zu verzichten und nach Korea zurückzukommen. Er war mit seinem Leben als Wunderkind überhaupt nicht glücklich. Nach der Rückkehr nach Korea musste er von vorne anfangen. Sein Abschluss des Doktorkurses in den USA und sein Forschungsdienst bei der NASA waren daheim praktisch wertlos, da er keinen regulären Schulabschluss in Korea vorzuweisen hatte. Er musste die amtlichen Prüfungen für den Grund-, Mittel- und Oberschulabschluss ablegen.

Seine Rückkehr nach Korea im Jahr 1978 als Wendepunkt begann er ein ganz neuen Leben. Er wechselte von Physik zu Bauingenieurwesen, und für das Studium wählte er eine provinzielle Universität, obwohl er in Seoul studieren konnte. Dies war wahrscheinlich Ausdruck seines Protestes gegen die Gesellschaft. Er sagt, dass er an einem ganz fremden Ort neu beginnen wollte. Die Medien berichteten, dass ein Wunderkind an einer provinziellen Universität studiere. Er brauchte aber statt eines Karriere versprechenden Abschlusses an einer elitären Universität Freunde und gewöhnliche zwischenmenschliche Kontakte wie alle anderen Menschen. Ein gewöhnliches Unileben, das er zum ersten Mal erlebte, und zwischenmenschliche Konflikte und Freundschaften, all dies gab ihm ein bereicherndes Gefühl.

Kim Ung-yong hat vor allem tiefes Misstrauen gegen die Medien, die ihn als gescheitertes Genie bezeichnen. Er ist damit nicht einverstanden. Er sagt, dass sein Leben kein Misserfolg sei, und dass er jetzt den Weg gehe, den er gehen möchte. Er ist Doktor der Ingenieurswissenschaft und Forschungsmitglied im Institut für Land und Umwelt und unterrichtet als Lektor an mehreren Universitäten. Er hat bereits im Bereich Wasserbau und Hydraulik rund 90 Arbeiten in in- und ausländischen Fachzeitschriften veröffentlicht und ist wissenschaftlich sehr aktiv. Er könne nicht verstehen, warum man ihn als gescheitertes Genie bezeichnet. Er bringe seine geistige Begabung voll zur Entfaltung und sei damit zufrieden. Auch im Privatleben sei er als Vater von zwei Kindern sehr glücklich. Er lebe jetzt die glücklichste Zeit seines Lebens.
 
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