Kurt Wagner

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geboren: 21. Dezember 1890 Schweidnitz
gestorben: 17. September 1973 Mainz
Konfession: evangelisch
Vater: Oberpostsekretär



Das Abitur legte Wagner 1910 am Gymnasium Schweidnitz ab. Danach studierte er Germanistik und klassischen Philologie in Breslau, im August 1914 legte er das Staatsexamen für die Fächer Deutsch, Latein und Griechisch ab. Von September bis November 1914 stand er im Kriegseinsatz, erkrankte schwer und wurde im Februar 1915 vom Heer entlassen. 1916 promovierte er in Breslau mit einer Arbeit zu Schlesiens mundartlicher Dichtung. Ab 1917 Studienassessor, arbeitete er als Lehrer in Liegnitz. Von 1919 bis 1927 war er Assistent an der Universität Marburg und arbeitete am Deutschen Sprachatlas mit. 1920 habilitierte er sich für Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften, 1926 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. 1927/28 vertrat er einen Lehrstuhl an der Universität Münster. Ab 1928 leitete er die organisatorischen Arbeiten für den Volkskundeatlas in Berlin. 1934 erhielt er einen Lehrauftrag für Mundarten- und Volkskunde an der Universität Halle und leitete hier die phonetische Sammlung. 1935 nahm er einen Ruf an die Pädagogische Hochschule für Lehrerbildung Weilburg, 1936 einen auf ein planmäßiges Extraordinariat der Universität Gießen an. 1946 wurde er planmäßiger außerordentlicher, 1949 ordentlicher Professor für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Universität Mainz.

Organisationen: 1.4.1933 Kampfbund für deutsche Kultur, 1.10.33 NSLB, 1.11.33 SA, Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 375 190).

Quellen: UAH PA 16566 K. Wagner; Rep. 6 Nr. 1407; DBE Bd. 10, S. 284; BDC.