Franz Specht

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geboren: 1. November 1888 Roßlau
gestorben: 13. November 1949 Mainz
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikant



Das Abitur legte Specht 1908 in Dessau ab. Er studierte Germanistik, Geschichte und klassische Philologie in Berlin, Leipzig und wieder Berlin. 1912 legte er die Turnlehrerprüfung ab, 1913 das Staatsexamen für die Fächer Deutsch, Griechisch und Latein. Danach war er Studienassessor. Am 1. August 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zum Heer (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Anhaltischen Friedrichskreuz). Nach der Genesung von einer Verwundung (Bauchschuss) setzte er seine Ausbildung 1915 am pädagogischen Seminar in Dessau fort. 1915/16 war er Hilfslehrer am Gymnasium Köthen, von 1916 bis 1923 dort Oberlehrer bzw. Studienrat. 1918 promovierte er mit einer Arbeit zum Litauischen. 1922 veröffentlichte er das erfolgreiche Buch »Die Sprache und ihr Ursprung«. Daher wurde er ohne Habilitation 1923 zum ordentlichen Professor für vergleichende Sprachwissenschaft in Halle berufen. 1927 hielt sich der Spezialist für baltische Sprachen zu Forschungszwecken in Litauen auf, was zu erheblicher öffentlicher Erregung führte. Specht spürte vor allem indogermanischen Wurzeln der Sprache nach und arbeitete dabei mit dem Vorgeschichtler Walther Schulz zusammen. 1937 erhielt er einen Ruf nach Breslau, 1943 wurde er als Nachfolger Wilhelm Schulzes an die Universität Berlin berufen. 1945 entlassen, erhielt er 1946 einen Ruf an die Universität Mainz.

Organisationen: 1917 Eintritt in die Vaterlandspartei, 1918 Eintritt in den Alldeutschen Verband, später VDA, 1918 bis 1933 DNVP, 1933 Stahlhelm, Aufnahme in die NSDAP am 1. Februar 1940 (Mitglied Nr. 7 454 596)

Quellen: UAH Rep. 6 Nr. 1407; BDC. BA R 4901/13277