Allgemein  Über die Geschichte des Jemens zur Zeit des Altertums ist nur wenig bekannt. Neben Bodenbefunden geben zahlreiche Inschriften, welche in den damals gängigen Dialekten Minäisch, Sabäisch, Katabanisch und Hadramautisch verfasst wurden, Auskunft über diese Zeitperiode. Klar ist, dass der Jemen (inkl. Hadramaut) schon sehr früh durch künstliche Bewässerung der Felder und einem regen Indienhandel zu kultureller Blüte und Reichtum gelangte. Während des sabäischen Reiches war Südarabien das wichtigste Handelszentrum zwischen Europa und dem gesamten Fernen Orient (Indien, China etc.) und genoss somit eine Monopolstellung bezüglich bestimmter orientalischer Produkte. Auch konnte im Jemen selbst Erzeugnisse wie Weihrauch gewonnen werden, der in Europa vor allem zu kultischen Zwecken stark nachgefragt wurde. Aufgrund dieses Weihrauchmonopols und der daraus resultierenden Vorstellung unermesslichen Reichtums und Fruchtbarkeit wurde der Jemen von den Römern "Glückliches Arabien" genannt.  
1292 v. Chr.  Gründung der Stadt Maan 
1272 v. Chr.  Minäer Reich 
1204 v. Chr.  Gründung von Sirwa 
1191 v. Chr.  Sabäer Reich 
1019 v. Chr.   Ausdehnung Sabas 
985 v. Chr.  Gründung von Aksum 
969 908 v. Chr.  Bilkis 
931 v. Chr.  Gründung von Aden 
884 v. Chr.  Gründung von Marib 
830 v. Chr.  Staudammbau in Marib 
738 v. Chr.   Vorstoß Assyriens 
719 v. Chr.  Tempelbau in Marib 
718 v. Chr.  Sieg Sabas über die Minäer 
716 v. Chr.  Marib wird Hauptstadt Sabas 
715 v. Chr.  Der Staudamm in Marib wird vollendet. 
116 v. Chr.  Sieg der Himjaren über Saba 
345 n. Chr.  Ende des Himjaren Reiches und Jemen unter der Vorherrschaft Aksums. 
525 n. Chr.  Der Jemen wird von den christlichen Abessiniern besetzt. 
Ab 570 n. Chr.  Persische Oberhoheit  
632-634 n. Chr.  Ab der Regentschaft des ersten Kalifen Abu Bakr geriet der Jemen unter dem Einflussbereich des arabisch-muslimischen Kalifats.  
Ab 897  Größere Unabhängigkeit erlangte der Jemen durch die Etablierung einer zaiditischen Dynastie zunächst in Saada und kurz darauf in Sanaa. 
Ab 1000  Im 11. Jahrhundert kam das Land zeitweise unter den Einfluss der Fatimiden, bevor es 1173 durch Thuran Schah (1173 1181), dem Bruder von Saladin, unterworfen und eine Seitenlinie der Ajjubiden im Jemen begründet wurde (1174 1228). 
Ab 1229  1229 errichteten die Rasuliden (1229 1454) ihre Herrschaft, die neben dem jemenitischen Kernland auch Hadramaut und zeitweise sogar den Hedschas bis nach Mekka umfasste. Unter den Rasuliden erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, wobei vor allem Aden eine sehr große Bedeutung im Seehandel des Indischen Ozeans errang. Mit dem Sturz der Rasuliden begann der wirtschaftliche Niedergang Adens, da es von Dschidda als wichtigster Handelshafen abgelöst wurde. 
Ab 1517  Durch die türkische Eroberung Syriens und Ägyptens wurde auch der Jemen in das Osmanische Reich integriert. Die osmanischen Herrscher konnten jedoch nur begrenzte Teile des Jemen kontrollieren (Aden und Lahedj). In Sanaa und weit darüber hinaus herrschte weiterhin der zaiditische Imam, der die osmanischen Herrscher im Süden mit allen Mitteln bekämpfte.  
Ab 1552  Erst 1552 unterwarf sich der Imam und gab seine Hauptstadt Sanaa den Osmanen preis. Die Türken konnten in Sanaa nur schwer Fuß fassen, denn schon 1569 musste ein neuer Feldzug die osmanische Herrschaft über den Jemen festigen. 
1630  Nachdem die Osmanen von Scheich Qassim geschlagen wurden, verließen sie Aden. Ab diesem Zeitpunkt war der Jemen starker Bemühungen europäischer Kolonialmächte ausgesetzt, Einfluss über Südarabien zu erlangen.  
1802  Nachdem die Portugiesen vergeblich versuchten Aden einzunehmen, vermochte es erst Großbritannien in Form eines Schutzvertrages mit dem Sultan von Lahedj ihren Einfluss zu sichern.