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Die Wappen der Landkreise

Alzenau


In dem Wappen sind die Hauptmomente der Alzenauer Ortsgeschichte enthalten. In Rot über zwei schräg gekreuzten goldenen Zweigen ein sechsspeichiges silbernes Rad. - Kurmainz mit dem Rad im Wappen war bis zur Säkularisation Herr von Burg und Markt Alzenau. Alzenau war der Sitz des unter kurzmainzischer Hoheit gestandenen Märkerdings und Marktgerichts. Auf diesen Märkerdingen, die alljährlich am Pfingstdienstag unter der großen Linde am Kirchhof »zu Wilmundsheim vor der Hart« stattfanden, wurden nicht nur die Feldpolizei eingewiesen und Markungsstreitigkeiten zum Austrage gebracht, sondern auch die Beamten (Förster und Markmeister) der Markgemeinschaft durch Überreichung eines grünen Reises bestallt. Dieser letzte Akt des Alzenauer Märkerdings ist neben der einstigen kurmainzischen Hoheit in dem Wappen zum Ausdruck gebracht. 
 
Bessenbach


Für die Entwicklung des Gebietes der heutigen Gemeinde Bessenbach war das gleichnamige Ortsadelsgeschlecht maßgebend. Seine Stammburg lag in dem heutigen Gemeindeteil Keilberg. Das Geschlecht ist im 12. Jahrhundert urkundlich nachweisbar; es hatte Herrschafts- und Gerichtsrecht im ganzen Bessenbachtal, die es im späten 13. Jahrhundert veräußerte. Das Wappen der Familie - der doppelköpfige Storch - wurde deshalb in das Gemeindewappen aufgenommen.In Blau über gesenktem silbernen Wellenbalken ein rot bewehrter silberner Storch mit zwei Köpfen.
Für den Bessenbach als geographisch verbindendes Element der gleichnamigen Gemeinde steht im Gemeindewappen der silberne Wellenbalken.
 
 
Blankenbach


Die Gemeinde Blankenbach entstand 1966 durch den Zusammenschluß der bisherigen Gemeinden Großblankenbach und Kleinblankenbach, die rechts bzw. links der Kahl lagen. In der geschichtlichen Entwicklung der beiden Orte spielte diese Grenze eine wesentliche Rolle: Großblankenbach gehörte den Grafen Schönborn, Klein-blankenbach war Bestandteil des Mainzer Kurstaates. Das Wappen stellt dies symbolisch dar: In Rot eine silberne Wellenleiste, darüber ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten ein doppelschwänziger, blau gekrönter goldener Löwe, der über drei gesenkte silberne Spitzen schreitet. Durch das Flußsymbol (Wellenleiste) werden das Mainzer Rad und das Schönbornsche Sinnbild (blau gekrönter goldener Löwe über drei silbernen Spitzen) getrennt, wodurch ein für die heutige Gemeinde Blankenbach außerordentlich beziehungsvolles kommunales Hoheitszeichen entstanden ist. 
 
Dammbach


Die Gemeinde Dammbach entstand 1976 aus den ehemaligen Gemeinden Krausenbach und Wintersbach. Auf den namengebenden Dammbach verweist der Wellenbalken. Die geographische Lage der Gemeinde im Hochspessart wird durch Eichenblätter und Eichel symbolisiert. Durch einen erhöhten silbernen Wellenbalken geteilt; oben in Rot zwei schräg gekreuzte silberne Eichenblätter und eine silberne Eichel, unten gespalten, vorne siebenmal von Rot und Gold geteilt, hinten in Blau ein silberner Schräglinksbalken, der mit drei blauen Ringen belegt ist. Im vorderen Teil des Wappens ist das geminderte Wappen der Grafen von Rieneck dargestellt. Die Rienecker sind die ersten namentlich bekannten Besitzer von Krausenbach. Das Wappen der Familie Echter im hinteren Teil des Wappens soll auf die frühen Beziehungen dieses Geschlechts zu Wintersbach verweisen. In Wintersbach finden sich erstmals im Spessart Vertreter dieser Familie. Albrecht Echter wird 1335 als Bachförster genannt. Die erste Kirche (um 1415) wurde von den Echtern gebaut, die 1584 auch das dortige Spital stifteten.  
 
Geiselbach


Das Wappen der Gemeinde schließt an die erstmalige urkundliche Erwähnung der Gemeinde an. 1296 erwarb das Kloster Seligenstadt die Gemeinde um einen nicht genannten Preis vom Mainzer Erzstift. Geiselbach gehörte danach mit den Nachbarorten Hofstädten und Omersbach zur Vogtei der „Dreidörfer“. Die Abtei Seligenstadt hatte es zwar nie zur völligen Reichsfreiheit gebracht, es jedoch verstanden, sich ein eigenes Territorium aufzubauen. Als einziges geschlossenes Gebiet gehörte dazu auch die „Dreidörfervogtei“ Geiselbach, die heute noch eine Pfarrei bildet. Der große Klosterwald zählt heute zum ausmärkischen Bereich „Geiselbacher Forst“. Die bis zur Säkularisation (1802) reichende enge grundherrschaftliche Beziehung zur Abtei Seligenstadt wird durch das Große A (Abbatio), das Konventswappen der Abtei, symbolisiert. Das Wappen wird mit dem Hinweis auf die „Dreidörferpfarrei“ (3 silberne Sterne) und den Farben Silber-Rot als Zeichen der Zugehörigkeit zu Kurmainz ergänzt. In Rot der goldene Buchstabe A, begleitet oben von zwei, unten von einem sechsstrahligen Stern. 
 
Glattbach




Der Wellenbalken redet für den Ortsnamen, der schwarze Schild mit dem Rumpf eines doppelköpfigen Storches erinnert an die adelige Familie Wasen, die von 1387 bis 1528 (in männlicher Linie) ein Hofgut im Gemeindegebiet besaß, und die drei Garnrollen weisen hin auf die Begründung der Bekleidungsindustrie Unterfrankens in Glattbach durch Johann Desch. In Gold ein blauer Schräglinkswellenbalken, begleitet oben von einem schwarzen Schild, darin der Rumpf eines doppelköpfigen silbernen Storches, unten von drei aufrecht gestellten, schwarzen, rot umwickelten Garnrollen. 
 
Goldbach




Das Wappen ist „redend“ und zeigt einen goldenen Bach. Der Schild zeigt in Rot einen schrägen goldenen Wellenbalken, begleitet oben von einer silbernen Laubkrone, unten von einem sechsspeichigen Rad. Die Farben Gold und Rot erinnern an die Grafen von Rieneck, die lange Zeit bis zu ihrem Aussterben unter anderem Inhaber der Vogtei Goldbach waren. Da dieser Ort ursprünglich zum Gebiet des fränkischen Königs- bzw. Herzogsgutes im Maingau und seit dem 10. Jahrhundert zum Erzstift Mainz gehörte, wurden die alte Königskrone und das „Mainzer Rad“ als Sinnbilder historischer Vergangenheit in den Schild gesetzt. 
 
Grossostheim


Das von Prinzregent Luitpold 1910 verliehene Wappen ist eine Kombination des Bildes in einem früheren Ortssiegel (vermutlich aus dem 17. Jahrhundert) mit dem geminderten Wappen der Adelsfamilie Schad, die sich auch nach (Groß-)Ostheim nannte. Geteilt von Gold und Schwarz; oben ein halber, springender schwarzer Bock; unten drei, zwei zu eins gestellte silberne Kleeblätter. Das Geschlecht war jahrhundertelang im Bachgau ansässig, der Stammesletzte Philipp (gest. 1581) erbaute in Großostheim den Nöthighof. Die Kleeblätter sind in zahlreichen alten Dorfsiegeln und Dorfwappen als beliebtes Symbol für Feldbau und Landwirtschaft anzutreffen. In der Begründung des Antrags auf Wappenverleihung von 1910 werden sie mit der Einführung des Kleebaus in der Gegend an Stelle des Weinbaus erklärt. 
 
Haibach


Das Wappen zeigt als „redendes“ Bild einen Schrägwellenbalken, der in der Heraldik den Begriff „Wasser“ symbolisiert und hier für das Grundwort des Ortsnamens „-bach“ steht. Die Lage der Gemeinde im westlichen Teil des Spessarts wird durch das Eichenreis dargestellt, da der waldreiche Spessart durch seinen heute noch sehr umfangreichen Eichenbestand gekennzeichnet ist. Das silberne Rad auf rotem Grund im Zentrum des Schildes ist ein im ganzen Untermaingebiet häufig vertretenes heraldisches Bild, es weist auf das Erzstift und Kurfürstentum Mainz hin, zu dessen Hoheitsgebiet Haibach über Jahrhunderte gehörte. Als ein besonderes lokales Kennzeichen gelten drei alte Steinkreuze, die am Bessenbacher Weg in Haibach stehen; da man sich ihre wahre Bedeutung nicht mehr erklären kann, knüpfen sich örtliche Sagen an diese steinernen Denkmale. Als Wahrzeichen der Gemeinde wurden sie in das Wappen aufgenommen. In Silber ein roter Schrägwellenbalken, überdeckt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad; begleitet oben von einem grünen Eichenreis mit zwei Blättern und einer Eichel, unten von drei dem Schrägwellenbalken folgenden schwebenden schwarzen Kreuzen. 
 
Heigenbrücken


Das Gebiet der heutigen Gemeinde Heigenbrücken gehörte zum Kurstaat Mainz. Für die Zeit des Bauernkrieges ist dort eine Glashütte bezeugt, die mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im 15. Jahrhundert in Betrieb war. Für die Glasmachertradition in der Gemeinde steht im Gemeindewappen der sogenannte Kutterolf, ein besonders geformtes Glasgefäß, das bereits 1406 in der Arbeiterordnung für die Spessarter Glasmacher erwähnt wird. Auf die Lage der Gemeinde inmitten des Spessarts sollen die beiden Eichenblätter hinweisen. Unmittelbar bei Heigenbrücken beginnt das um die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Eisenbahntunnel der Linie Würzburg - Aschaffenburg. Da der Verlauf dieser Bahnlinie mit einer alten Verbindungsstraße identisch ist, und auch der Gemeindenamen auf alte Brücken im Gemeindegebiet schließen läßt, wird in das Gemeindewappen das Tunnelportal als Hinweis auf die verkehrsgeographische Bedeutung der Gemeinde übernommen. Die Hauptfarben des Wappens Weiß und Rot sollen auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zum Kurstaat Mainz hinweisen. Über grünem Berg, darin ein gemauertes silbernes Tunnelportal, in Silber ein roter Kutterolf (gläsernes Trinkgefäß) beseitet von je einem grünen Eichenblatt. 
 
Heimbuchenthal


Das neue Gemeindewappen von Heimbuchenthal geht sowohl auf die historische Entwicklung wie auch auf die landschaftliche Lage der Gemeinde ein. Die Buchenblätter weisen auf die Lage im Hochspessart und sind gleichzeitig „redendes“ Symbol für den Ortsnamen. Der Wellenbalken im neuen Gemeindewappen symbolisiert die Lage der Gemeinde im Elsavatal. Im Zusammenhang mit einem Zahnrad erinnert der Wellenbalken auch an das vom 18. bis ins 19. Jahrhundert im Ortsteil Höllhammer betriebene Hammerwerk. In Rot ein silberner Wellenbalken, darüber drei silberne Buchenblätter an gekreuzten Stielen, darunter ein aus dem unteren Schildrand wachsendes silbernes Zahnrad. Die Farbgebung des neuen Gemeindewappens (Silber und Rot) entspricht der des ehemaligen Mainzer Erzstiftswappens. Damit soll der historische Einfluß des Erzstifts dokumentiert werden, das bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Territorialhoheit über das Gemeindegebiet innehatte. Heimbuchenthal war ein selbständiges kurmainzisches Amt, das im 18. Jahrhundert acht Dorfschaften umfaßte. 
 
Heinrichsthal


Heinrichtshal ist eine Rodungssiedlung im Hochspessart, die als Niederlassung von Glasmachern zu Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden ist. Der urkundlich vielfach belegte Glasmachermeister Heinrich Fleckenstein hat erhebliche Verdienste um die Entstehung der Ortschaft; möglicherweise ist der Ortsname auch von seinem Vornamen abzuleiten. Das sog. Kröseleisen ist ein spezifisches Glasmacherwerkzeug, das im Wappen mit dem Rodungssymbol „Axt“ verbunden wird. Die hier ausnahmsweise angebrachten Buchstaben erinnern an den mit der Entstehung der Gemeinde vor allem verbundenen Mann, den Meister Heinrich Fleckenstein. Das Georgskreuz im Schildhaupt erinnert daran, daß die Filialkirche in Heinrichtsthal dem hl. Georg geweiht ist. Unter silbernem Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, in Rot schräg gekreuzt ein silbernes Kröseleisen und eine silberne Axt, beseitet von den silbernen Großbuchstaben H und F. 
 
Hösbach


Als Wahrzeichen der Gemeinde Hösbach gilt die dortige St. Michaels-Kirche mit dem charakteristischen Turm, der in heraldisch vereinfachter Stilisierung auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde in das Wappen aufgenommen wurde. Gespalten von Rot und Silber; vorne ein wachsender silberner Kirchturm, hinten über einem senkrecht gestellten grünen Sporn ein grünes Eichenblatt mit einer goldenen Eichel. Die Farben Silber-Rot erinnern dabei an die frühere territoriale Verbindung zum Erzstift Mainz. Hösbach war Sitz erzbischöflicher Forstbeamten, die den berittenen Aufsichtsdienst in einem Spessartbezirk wahrzunehmen hatten. Diese mit Hösbacher Anwesen in Verbindung stehenden Dienststellen sind bereits seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Diese bemerkenswerte Erscheinung in der kurmainzischen Verwaltungsorganisation wird durch die Attribute Eichenblatt und Sporn als Kennzeichen des berittenen Forstdienstes dargestellt. 
 
Johannesberg


Mit dem Schwert wird das seltene Kirchenpatrozinium „Johannes Enthauptung“ der örtlichen Pfarrkirche zum Ausdruck gebracht, dessen Bezeichnung auch im Ortsnamen anklingt. Als eine Stiftung der Grafen von Rieneck gelangte die Kirche 1334 an das Erzstift Mainz, das im Wappen durch das sogenannte Mainzer Rad symbolisiert wird. Die Dreiberge deuten die geographische Lage der Gemeinde im Vorspessart mit den Bergortsteilen Johannesberg, Breunsberg, Sternberg an, während das Bachsymbol auf die Ortsteile Oberafferbach, Steinbach und Rückersbach hinweist. Über rotem Dreiberg, darin ein sechsspeichiges silbernes Rad, in Silber ein blauer Schräglinkswellenbalken, überdeckt von einem schräg gestellten, gestürzten blauen Schwert. 
 
Kahl





Der Wellenbalken versinnbildet den Main, das halbe Rad und die Farbengebung in der unteren Schildhälfte die einstige Landeshoheit des Kurstaates Mainz. Mit dem Hasen wird der alten Bezeichnung „Sandhasen“ (Sandbauern) der Gemeindebewohner gedacht. Die Farben drücken die Zugehörigkeit des Ortes zu Bayern seit 1816 aus. Schräg links geteilt durch einen silbernen Wellenbalken; oben in Blau ein laufender silberner Hase, unten in Rot ein halbes silbernes Rad. 
 
Karlstein


Zum 01.07.1975 wurden die ehemaligen Gemeinden Dettingen am Main und Großwelzheim zu der neuen Gemeinde Karlstein am Main zusammengelegt. Beide früheren Gemeinden führten eigene Wappen, deren Hauptbilder zum Wappen der Gemeinde Karlstein am Main zusammengefügt wurden. Das sogenannte Dettinger Kreuz ist wichtigstes Wahrzeichen der Pfarrkirche in Dettingen, während das Atomsymbol auf das Atomkraftwerk im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Großwelzheim hinweist. Die wellenförmige Schildteilung bezieht sich, da sie als Wassersymbol gilt, auf den Zusatz zum Gemeindenamen „am Main“. Wellenförmig geteilt von Blau und Silber; oben durchgehend das silberne Dettinger Kreuz; unten ein blaues Atomsymbol mit rotem Kern. 
 
Kleinkahl


Als Symbol für die seit dem Hochmittelalter nachweisbare Glasherstellung im Gemeindegebiet zeigt das neue Gemeindewappen ein Trinkglas (Spechter). Der Wellenbalken verweist auf die geographische Lage der Gemeinde im Kahlgrund. Die Burg im hinteren Teil des Wappens wurde aus dem Familienwappen der Ulner von Dieburg übernommen, einer Adelsfamilie, die vom 15. bis zum 17. Jahrhundert im Gemeindegebiet nachweisbar ist. Das Wappen der Ulner steht stellvertretend auch für die anderen Ortsherren (Grafen von Rieneck, Grafen von Schönborn). Die rote Tingierung verweist auf die Landeshoheit der Kurfürsten und Erzbischöfe in Mainz in Teilen des Gemeindegebietes. Durch einen von Silber und Blau gespaltenen Wellenpfahl gespalten von Rot und Gold, vorne ein silbernes Glas (Spechter), hinten eine rote Burg mit drei Zinnentürmen. 
 
Kleinostheim


Kleinostheim liegt zwischen Main und Spessart; diese beiden charakteristischen Landschaftsbedingungen der Geschichte und Entwicklung der Gemeinde finden im Wappen durch die heraldisch stilisierte Spessart-Eiche und durch das Flußsymbol des Wellenschildfusses ihre Darstellung. Über silbernem Wellenschildfuß in Rot eine goldene Eiche, beseitet rechts von einem sechsspeichigen silbernen Rad, links von einem silbernen Spatenblatt. Die durch Ausgrabungen bereits seit der Keltenzeit nachgewiesene Besiedlung der Gemeindemarkung und die seit dem Mittelalter wichtige Stellung der Mainzer Erzbischofskirche für die Geschichte von Kleinostheim sind mit dem sog. Mainzer Rad und dem vorgeschichtlichen Spatenblatt heraldisch symbolisiert. 
 
Krombach




Der Löwe aus dem Wappen der Grafen von Schönborn und die hier geminderte Teilung aus dem Schild der Grafen von Rieneck versinnbildlichen die ehemaligen herrschaftlichen Verhältnisse im Ort. Unter dreimal von Rot und Gold geteiltem Schildhaupt in Rot über drei silberne Spitzen schreitend ein blau gekrönter goldener Löwe mit Doppelschweif. 
 
Laufach




Die Geräte weisen auf das Eisenwerk in Laufach hin, das auf den Erzbergbau zurückgeht. Die Lage am Spessart versinnbildlichen die Eichenblätter. In Rot schräg gekreuzt ein silberner Hammer und ein silberner Schlägel, darüber drei aus einem Stiel wachsende goldene Eichenblätter. 
 
Mainaschaff

Die geographische Lage der Gemeinde am Main und an der Aschaff wird im Gemeindewappen durch den sog. Wellengöpel dargestellt, wodurch gleichzeitig auf den Gemeindenamen hingewiesen wird. Ein silberner Wellengöpel; vorne fünfmal geteilt von Gold und Rot, hinten in Rot ein halbes silbernes Rad, unten Blau. Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde, die in enger Verbindung mit dem Herrschaftsbereich der Grafen von Rieneck und dann des geistlichen Stiftes Mainz (Aschaffenburg) stand, wird durch das Rieneck-Wappen (mehrfache Gold-Rot-Teilung) und das geminderte Mainzer Sinnbild (sog. Mainzer Rad) dargestellt. Die Farben Weiß-Blau in der unteren Schildhälfte weisen schließlich auf die Zugehörigkeit zum bayerischen Staat hin. 
 
Mespelbrunn

Die Gemeinde Mespelbrunn ist durch den Zusammenschluß der ehemaligen Gemeinden Hessenthal und Mespelbrunn gebildet worden. Die Geschichte des Gemeindegebiets wurde vor allem durch die Familie der Echter von Mespelbrunn bestimmt. Das Schloß Mespelbrunn ist Geburtsort des berühmten Würzburger Fürstbischofs Julius Echter, dem die Gründung der Universität und des Juliusspitals zu verdanken ist. Die Wallfahrtskirche in Hessenthal war die Grablege dieser im 17. Jahrhundert in männlicher Linie ausgestorbenen Familie. Eine stilisierte Darstellung des Schloßportals sowie das Echterwappen verweisen auf diese historischen Beziehungen. Der Haselnußzweig „redet“ für den Ortsnamen Hessenthal, der sich aus Haseltal ableitet. Die Tingierung Silber und Rot verweist auf die Territorialherrschaft der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe sowie auf die Farben Frankens. In Rot das silberne Schloßportal von Mespelbrunn, oben belegt mit einem blauen Schild, darin ein silberner Schrägbalken, belegt mit drei blauen Ringen; in der Portalöffnung ein aus dem unteren Schildrand wachsender silberner Haselnußzweig mit einer Nuß und zwei Blättern. 
 
Moembris

Die heutige Gemarkung Mömbris deckt sich mit dem Bezirk des alten Freigerichts Mömbris, das im Hochmittelalter durch die Ansiedlung freier oder zu diesem Zweck gefreiter Bauern auf Königsland entstanden ist. Das im Anschluß an die Reichsgrafschaft Bernbach und die alte Kaiserpfalz Gelnhausen entstandene Frei- bzw. Zehnt- und Hochgericht stand in enger Verbindung zum deutschen Königtum, bis es um die Wende des 15. zum 16. Jahrhundert dem Landesfürstentum des Erzbischofs von Mainz und den Fürsten von Hanau-Münzenberg gelang, sich die Oberhoheit anzueignen, die schließlich seit 1738 bis zur Schwelle des 19. Jahrhunderts allein dem Kurfürsten von Mainz zu kam. Im Gemeindewappen von Mömbris sind diese wesentlichen Tatsachen der Ortsgeschichte symbolisch dargestellt: In Rot ein senkrecht gestelltes silbernes Schwert mit goldenem Griff, beseitet rechts von einem sechsspeichigen silbernen Rad, links von einer goldenen Laubkrone. Das silberne Schwert mit goldenem Griff weist auf die alte Freigerichtsbarkeit hin; die Laubkrone versinnbildlicht die hohe Bedeutung des Königtums für die Entstehung und Ausbildung der Gerichtsgemeinde; das sechsspeichige silberne Rad als das uralte Wappenzeichen von Kurmainz erinnert an die enge Verbindung der Gerichtsgemeinde mit dem Erzbistum Mainz. 
 
Rothenbuch

Das Mainzer Rad kennzeichnet die Beziehungen Rothenbuchs, das seine Entstehung den Erzbischöfen von Mainz verdankt, zum Mainzer Kurstaat, dem der Ort bis 1803 angehörte. Rothenbuch spielte auch als Amtssitz der Kurmainzer Ämterorganisation des Spessarts eine bedeutende Rolle. Auch war er ein Jagdstützpunkt der Mainzer Erzbischöfe. Seine Bedeutung für das Waidwerk wird durch das Hirschgeweih versinnbildlicht. Die Rotbuche ist das „redende Symbol“ für die (heute noch) in der Gegend von Rothenbuch vorkommenden Rotbuchen, von denen der Ort seinen Namen herleiten dürfte. Geteilt von Gold und Rot; oben nebeneinander eine rote Buche und ein rotes Hirschgeweih, unten ein silbernes sechsspeichiges Rad. 
 
Sailauf



Das Wappen dokumentiert vor allem die Lage der Gemeinde an der Sailauf und dem Steinbach durch das Wellenbalkensinnbild und am waldreichen Spessart durch das Eichenblatt. Auf die Ortsgeschichte wird durch das sog. Mainzer Rad (silbernes Rad in Rot) hingewiesen, weil das Gemeindegebiet zum früheren Herrschaftsbereich der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz gehörte. In Silber ein roter Schräglinksbalken, darauf ein sechsspeichiges silbernes Rad; oben ein blauer Schräglinkswellenbalken, unten ein schräg liegender grüner Eichenzweig. 
 
Schoellkrippen



Das mit Zustimmung des Innenministeriums 1954 angenommene Wappen zeigt in der oberen Hälfte das Rad aus dem Wappen des Erzstifts Mainz, weil Kurmainz bis 1670 die ausschließliche Herrschaft über den Ort ausübte und ihn von da ab dem gräflichen Haus Schönborn zu Lehen gab. Die Morgensterne auf dem Dreiberg sind dem Schild in einem mit 1667 datierten Bildsiegel des Amts Schöllkrippen entnommen. Die Farben wurden für das neue Ortswappen frei gewählt. Geteilt von Rot und Gold; oben ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten aus einem grünen Dreiberg aufwachsend drei schwarze Streitkolben, sog. Morgensterne. 
 
Sommerkahl

Schon 1542 ist im Gebiet der heutigen Gemeinde Sommerkahl der Abbau von Kupfer nachgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde von Erzbischof Albrecht von Mainz eine Konzession für den Abbau erteilt. Mit Unterbrechungen wurde die Gewinnung von Kupfer und Eisenerz bis 1922 fortgeführt. Das Gemeindewappen enthält als Hinweis darauf den gekreuzten Hammer und Schlägel (Bergmannswerkzeuge). Das Eichenblatt und der Wellenbalken sollen die geographische Lage von Sommerkahl symbolisieren, das an dem Fluß Kahl in den Wäldern des Spessart liegt. In Rot schräg gekreuzt ein gestürzter silberner Schlägel und ein gestürzter silberner Hammer über einem gesenkten schmalen silbernen Wellenbalken, darunter ein waagrecht liegendes goldenes Eichenblatt. 
 
Stockstadt

Der 1024 zuerst urkundlich erwähnte Ort ist gleichsam die Fortsetzung einer römischen Ansiedlung bei einem Kastell des obergermanischen Limes nahe der Mündung der Gersprenz in den Main. Seine Ausgrabung seit 1855 lieferte wichtige Funde. Auf die Bedeutung des Kohortenkastells weist der römische Helm hin. Für die Lage des Ortes am Main und den Zusatz im Gemeindenamen steht der Wellenbalken im neuen Wappen, das 1952 die ministerielle Zustimmung erhielt. Die Farben Silber und Blau sollen die Zugehörigkeit des Ortes zu Bayern seit 1815 ausdrücken. In Blau über einem gesenkten silbernen Wellenbalken ein silberner Legionärshelm mit rotem Kamm in Seitenansicht. - In dem ovalen Ortssiegel des 17. Jahrhunderts zeigte der Schild nur die Anfangsbuchstaben des Namens, darüber schwebend das Kurmainzer Rad.  
 
Waldaschaff



Das Wappen dokumentiert den Ortsnamen durch den Schrägwellenbalken (= Hinweis auf die Aschaff) und das Eichenblatt (= gleichzeitig Hinweis auf die Lage); die frühere Territorialzugehörigkeit zum Erzstift Mainz wird durch das sog. Mainzer Rad dargestellt. In Rot ein silberner Schrägwellenbalken, belegt mit einem schräg liegenden grünen Eichenblatt; oben ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten ein silbernes Zahnrad. Die neuzeitliche Entwicklung der Gemeinde zum Industriestandort wird durch das Zahnrad als Industriesymbol versinnbildlicht. 
 
Weibersbrunn

Die Gemeinde Weibersbrunn gehörte zum Erzstift Mainz. Seit 1698 besteht dort als wichtiger Gewerbebetrieb eine Spiegelfabrik. Der Ortsname leitet sich von dem lateinischen Wort „vivarium (Wiwer, Weiher)“ ab. Das neue Gemeindewappen vereinigt das Wahrzeichen des Hochstifts Mainz (Mainzer Rad) mit dem Spiegel als Zeichen für die dort bestehende Spiegelfabrikation. Die untere Hälfte des Wappens bezieht sich auf das Grundwort des Gemeindenamens „brunn“. Geteilt; oben gespalten von Rot und Schwarz; vorne ein sechsspeichiges silbernes Rad, hinten ein silberner Spiegel in goldenem Rahmen; unten ein gemauerter silberner Brunnen mit offenem Brunnentor über gewelltem blauem Wasser. 
 
Westerngrund

Das Gebiet der Gemeinde Westerngrund (im Zuge der Gebietsreform aus den ehemaligen Gemeinden Huckelheim, Oberwestern und Unterwestern gebildet) gehörte am Ende des Alten Reichs zu den Besitzungen der Grafen von Schönborn (Landeshoheit, Hoch- und Niedergerichtsbarkeit und Grundherrschaft). Es war deshalb angezeigt als Hauptfigur den blau gekrönten und bewehrten Schönborn-Löwen (allerdings gemindert) in das Gemeindewappen aufzunehmen. Die Hirtenschippe erinnert an den hl. Wendelin, den Patron der Pfarrkirche, die gekreuzten Bergmannshämmer stehen für den einstigen Bergbau im Gemeindeteil Huckelheim (Kupfer- und Silberminen). Die Farben Gold-Rot spielen auf die Wappenfarben der Grafen von Schönborn an. In Rot ein wachsender, blau gekrönter und blau bewehrter goldener Löwe, der in den Vorderpranken eine goldene Hirtenschippe hält; im rechten Obereck zwei schräg gekreuzte silberne Bergmannshämmer. 
 
Wiesen


Die von Wäldern umgebene Spessartgemeinde Wiesen gehörte bis ins 16. Jahrhundert den Grafen von Rieneck (als Lehensträger der Kurfürsten von Mainz) und seit dem Aussterben dieses Geschlechts den Kurfürsten von Mainz. Diese bauten in Wiesen ein Jagdschloß. Das Hirschgeweih sowie das halbe Rad (als vermindertes Wappensymbol der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz) verweisen neben den Wappenfarben der Rienecker (Rot und Gold) auf diese historischen Gegebenheiten. Die Muschel als Attribut des hl. Jakobus symbolisiert die Pfarrkirche von Wiesen. In Rot übereinander ein unterhalbes silbernes Rad, ein goldenes Hirschgeweih und eine silberne Muschel.