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Computer-Games

Mit Spionage zum Sieg

Martin sitzt vor dem PC und steht nur noch auf, um aufs Klo zu gehen. Er isst vor dem Rechner und vielleicht legt er sich mal ein halbes Stündchen aufs Ohr. Doch im Zentrum seines Lebens steht das Königreich, das er sich in virtuellen Welten aufgebaut hat. Er ist ein Online-Spiele-Freak. Wenn er den PC ausschaltet, ist das die Chance der Gegner. Um zu gewinnen, bespitzeln sie ihn.

Computerspiel © dpa / Vivendi Universal Games / Montage:BR
Für manche wie eine Sucht: Online-Games
"Du bist ein intergalaktischer Imperator, der durch unterschiedliche Strategien seinen Einfluss über mehrere Galaxien ausdehnt", heißt es in der Spieleanleitung von "OGame", einem Computer-Spiel, bei dem mehrere Spieler aus der ganzen Welt via Computer gegeneinander antreten. Auch Martin baut sich seit Monaten mit Weltraumflotten sein mächtiges virtuelles Reich auf. Doch das Problem ist: Martin muss so oft und lange wie möglich vor dem Computer sitzen. Denn die Galaxien existieren auch, wenn er seinen Rechner ausschaltet - das Spiel geht für die anderen zig Tausend Spieler weiter, sie setzen ihre Angriffe fort.

Gegenseitige Bespitzelung

Wer also weiß, dass ein anderer Spieler gerade nicht online ist, hat einen strategischen Vorteil. Deshalb spionieren manche Spieler das Leben ihres Gegners aus. Erst über Suchmaschinen, aber es kann auch vorkommen, dass sie ihn vor seinem Haus belauern. Wann verlässt er die Wohnung? Wann macht er das Licht aus? In einem günstigen Moment greifen sie an.

Screenshot von OGame © OGame
Virtuelle Galaxien bei OGame
Ersatzspieler aus China

Wer sein virtuelles Reich nicht aufs Spiel setzen will, kann sich übers Internet einen Dummy-Spieler anheuern. Der kümmert sich dann um Planeten und Flotten, während der richtige Spieler gerade im Urlaub ist. Account-Sitting nennt sich das. Angeblich spezialisieren sich insbesondere Chinesen auf diesen ungewöhnlichen Job und passen für wenig Geld auf den Spielestand von europäischen oder amerikanischen Spielern auf.  

Achtung: Suchtpotential

Martin weiß aus eigener Erfahrung, dass Spiele wie "OGame" oder "World of Warcraft" süchtig machen können. Die Gefahr besteht, dass man das Haus kaum noch verlässt, aus Angst, online etwas zu verpassen.


Screenshot von "World of Warcraft" © Vivendi Universal Games
Die virtuelle Welt von "World of Warcraft" ... Klicken sie hier für eine vergrößerte Version des Bildes
Screenshot von "World of Warcraft" © Vivendi Universal Games
... ist so groß, dass man sie ... Klicken sie hier für eine vergrößerte Version des Bildes
Screenshot von "World of Warcraft" © Vivendi Universal Games
...nach Jahren nicht ganz erforschen kann. Klicken sie hier für eine vergrößerte Version des Bildes

"World of Warcraft" ist ein Rollenspiel, bei dem sich die Spieler in mythenhafte Fabelwelten hineinversetzen. Hier geht es meistens friedlich zu, während bei OGame schon mal böse eMails verschickt werden. "Lass mich in Ruhe, sonst zerschieße ich deine Planeten", ist noch nicht mal ungewöhnlich. Doch manche Spieler sind aggressiver. Sprüche we "Ich zünd dir die Hütte an" oder "Ich zerstech dir die Autoreifen" sind so genannte Real-life-Drohungen und ein Grund, den Spieler zu sperren. Computerwelt und reale Welt sind eben doch zwei ganz verschiedene Dinge, auch wenn manche das nicht einsehen wollen.

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Stand: 24.03.2006