Windows NT 3.1

Genaue Versionsnummern: NT 3.1 Build 511
Preis in Deutschland: Vollversion:
Update:
470 €
409 €
Code- / Entwicklungsname NT 3.1 Beta (?)
32 Bit Betriebssystem Datenträger: 3,5 Zoll Disketten, CD-ROM
Codezeilen: 5,6 Millionen
erschienen in den USA: Juli 1993
Ende des Supports (Endkunden): 31.12.2000

Windows NT 3.1 Versionen:

NT 3.1 Workstation
NT 3.1 Advanced Server

NT 3.1 Workstation

Endlich ist es mir gelungen die erste NT Version aufzutreiben! Der Name irritiert zwar etwas, 3.1 heißt die Version nur um optisch mit der damaligen Windows 3.1 Version gleichauf zu sein. Ein weiterer Grund könnte sein, das OS/2 3 (Nicht WARP von IBM!) der Grundstein der Entwicklung war. Den ursprünglich hatte Microsoft zusammen mit IBM ein 32 Bit Betriebssystem gemeinsam entwickelt, was aber nach ein paar Versionen (bis OS/2 1.3) nur noch von IBM weitergeführt wurde.

Offiziell startete die Entwicklung von Portasys (Portable Systems), wie Windows NT ursprünglich heißen sollte, da es auf mehrere Plattformen portierbar sein sollte, im Juli 1989. Das Testsystem lief auf einem provisorischen i860. Ein Jahr später wird beschlossen, dass NT die Oberfläche von Windows 3.x statt die ursprünglich vorgesehene OS/2 Presentation Manager Oberfläche erhält. Die fünf-jährige Entwicklung verschlang rund 150 Millionen US-$ und in der Beta Phase wurden 30.000 Bugs beseitigt.

Im ersten Jahr sollen nur 300.000 Einheiten verkauft worden sein.

Und so sieht das Programm auch unter der Oberfläche aus, wie Windows 3.1, aber da tut man ihm Unrecht, das Betriebssystem ist komplett DOS-frei, 32-Bitig mit preemptives Multitasking und bringt ein Dateisystem mit welchem 2.000 Gigabyte Festplattenspeicher verwalten könnte (NTFS). Der Arbeitsspeicher kann bis zu 4 GB RAM groß sein. Daher steht das Kürzel NT auch für "New Technology" (Neue Technologie).


Die Oberfläche erinnert stark an Windows 3.1

Manche Gerüchten besagen aber auch das es anders begründet sein kann: Als damals angefangen wurde, Windows NT zu programmieren, war das Ziel, Windows auf dem Intel i860 Prozessor laufen zu lassen (ein Risc Prozessor). Microsoft benutzte dafür den Emulator "N10"... oder auch "N-Ten" geschrieben.


Werbung mit Pin, der die einzelnen Windows Marktsegmente der damaligen Zeit zeigt

Folgende Übersicht zeigt welche NT Version welche Prozessoren unterstützt hat. Insgesamt konnte die Workstation bereits zwei Prozessoren in einem System ansprechen. Der Advanced Server konnte mit doppelt so vielen umgehen.

  i386 MIPS Alpha Power PC
NT 3.1 ja ja ja***  
NT 3.5 ja ja ja ja*
NT 3.51 ja ja ja ja
NT 4.0 ja ja, bis SP1 ja ja, bis SP2
Win 2000 ja   **  

*    = nur PowerPC OEM in Form des IBM RS/6000
**  = nur als Vorversion, endgültige Version unterstützte Alpha nicht mehr
***= CD-ROM für DECpc AXP 150 musste kostenlos bestellt werden

Allerdings tauchen diese Prozessoren selten in PCs auf, da sie sehr teuer sind, man findet sie eher im Workstation und Server Bereich, bzw. bei Spezialanwendungen.

Es werden auch mehrere Prozessoren in einen System unterstützt.

links:
Ein DEC 2000 AXP, einer der kleineren Alpha PCs.

(Handscan aus der Chip 4/93)

unten:
Bestellschein für die NT CD Version für einen Alpha PC

Auf Grund einer fehlerhaften Prozessorerkennung lässt sich NT 3.1 nicht mehr ohne weiteres auf Systemen mit Pentium II und besser installieren, Abhilfe schafft ein Patch auf der Downloadseite.

Man kann auch für verschiedene Betriebssysteme kompilierte Anwendungen ausführen:
MS-DOS, 16 & 32-bit Windows, 16-bit OS/2 Kommandozeilen und Posix Programme.


DOS ist nur noch als Emulation vorhanden

Die besondere Stärke von NT 3.1 ist die Netzwerkunterstützung, neben den allgemeinen Modellen der Arbeitsgruppe (Workgroup) und der Domäne (Domain) kann NT 3.1 auf folgende Netzwerke zugreifen: LAN Manager, Novell Netware, DEC Pathworks, Banyan Vines, Unix und SNA Networks. Erstmals wird das TCP/IP Protokoll mitgeliefert, auf das heute alle gängigen Netzwerke (inklusive dem Internet) aufbauen.


Auch der Dateimanager ähnelt seinen Windows 3.11 für Workgroups Vorgänger, nur der von NT ist Jahr 2000 fest

Da eine Schlüsselrolle die Sicherheit spielte, muss man sich vor der Arbeit erst einloggen, dies geschieht durch die Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[ENF] einen vorher festgelegten Account und Passwort. Die Tastenkombination hat einen ganz bestimmten Zweck. Auf MS-DOS Rechnern führt das Drücken zu einen Neustart, somit kann verhindert werden, das andere Programme als die echte Passwortabfrage aufgerufen werden kann.

Die Benutzerverwaltung ist dabei nicht nur auf die Vergabe von Passwörtern beschränkt, einzelnen Benutzern können Schreib-/Lese-/Löschrechte eingeräumt werden, und das auf verschiedenste Ressourcen.

Insbesondere gibt es verschieden mächtige Benutzerebenen, die zumeist in Benutzergruppen zusammengefasst werden, wie Gäste, Benutzer und Administratoren.

Durch den NT 3.1 Bootmanager kann man auch mehrere Betriebssysteme auf den Rechner laufen lassen.

Am Zubehör ist einiges geboten, wenn auch nichts Weltbewegendes: Paint, CD Player, Lautstärkeregelung, und der Mediaplayer sind vielleicht als die wichtigsten zu nennen. Dabei gibt es sogar Detailverbesserungen; fügt man in Paintbrush ein Bild aus der Zwischenablage ein, das größer als die Oberfläche, die einen ohne zu scrollen zur Verfügung steht, so wird dieses ganz normal auch in der nicht sichtbaren Bereich eingefügt. Windows 3.1 schneidet gnadenlos das Überstehende ab.


Ein wenig Zubehör

Das Setup ist NT typisch etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem aber sind wenige Treiber für NT 3.1 dabei, und man bekommt kaum noch welche. Ich musste erst eine alte Netzwerkkarte im Schrank suchen, um NT zufrieden zustellen.


Der erste Teil des Setups ist ein Text Teil, ähnlich dem von DOS


Irgendwann nach einen Neustart werden die Dateien kopiert


Und letztendlich die Hardware konfiguriert.

Lieferumfang

Links:

Die Packung von NT 3.1
deutsch/englisch
Zum Vergrößern anklicken

Unten:

Eine Windows NT 3.1 CD
& Diskettenpack

Fazit:

NT 3.1 war das erste Microsoft 32-Bit Windows (OS/2 war vorher auch schon 32 Bit), es brauchte für damalige Verhältnisse extrem teure, neue Hardware. Es ist leider noch nicht ganz ausgereift, und es gibt wenige echte NT Programme. Wenn man ein "Programm-Manager-NT" haben möchte sollte man zu NT 3.51 greifen.

Systemvorrausetzungen Minimal Minimal RISC Sinnvoll
CPU 386 DX 25 MHz NT komp. 486 DX 50 MHz
Arbeitsspeicher 12 MB 16 MB 20 MB
Festplattenplatz 75 MB 92 MB 200 MB NTFS
Laufwerke CD-ROM o. Diskettenlaufwerk CD-ROM CD-ROM u. Diskettenlaufwerk