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Ausgabe vom 20. Januar 2006

Zur Ehrung von Manfred von Ardenne

Manfred von Ardenne wird 1907 als Sohn einer großbürgerlichen Offiziers- und Beamtenfamilie in Hamburg geboren. Nachdem der Vater im Zuge des Ersten Weltkrieges ins Kriegsministerium versetzt wird, siedelt die Familie nach Berlin über. Bereits als Jugendlicher interessiert er sich außerordentlich für Naturwissenschaften und führt im elterlichen Haus erste kleine Experimente durch.
Im Alter von 15 Jahren erhält er sein erstes Patent für eine vorgeheizte Mehrfachelektronenröhre, die später vom Radiofabrikanten Siegfried Loewe für den Rundfunkempfänger »Loewe-Opta« verwendet wird.
1925 schreibt sich Ardenne, ohne Abitur, an der Universität in Berlin für die Fächer Physik, Chemie und Mathematik ein, bricht das Studium jedoch nach 4 Semestern vorzeitig ab und bildet sich fortan selbst weiter.
Sein ererbtes Vermögen und der Verkauf einiger Patente erlauben ihm die Einrichtung eines eigenen »Forschungslaboratoriums für Elektronenphysik« in Berlin-Lichtenfelde, auf dessen Arbeit eine Vielzahl bedeutender Erfindungen dieser Zeit zurückgehen. Zur Funkausstellung 1931 präsentiert er beispielsweise das erste vollelektronische Fernsehen.
1945 wird er in den Reichsforschungsrat berufen, arbeitet nach der deutschen Kapitulation jedoch im Kaukasus an der sowjetischen Atombombe mit, da ihm so die Fortsetzung seiner Forschung ermöglicht wird.
1954 geht er auf Anordnung der Sowjetunion in die Deutsche Demokratische Republik. Der Wissenschaftler errichtet auf dem »Weißen Hirsch« in Dresden ein nach ihm benanntes Forschungsinstitut und wird Professor für elektronische Sonderprobleme der Kerntechnik an der TU Dresden.
Ab Mitte der 60er Jahre liegt sein Forschungsschwerpunkt vornehmlich auf dem Gebiet der Medizin. Berühmt wird er hier für seine »Sauerstoff-Mehrschnitt-Therapie« und der systemischen Krebs-Mehrschnitt-Therapie.

Im Mai 1997 stirbt Manfred von Ardenne 90jährig in Dresden.

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