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Black Crypt logo

Ein neues Rollenspiel von Electronic Arts - läßt der Barde wieder bitten? Nix da, diesmal bleibt die Laute stumm: In der schwarzen Crypta treiben sich zwar allerhand Gestalten herum, aber ein Minnesänger ist nicht dabei...

Black Crypt Ein Glück, dass die Qualität eines Rollenspiels nicht an der Vorgeschichte gemessen wird, denn die hiesige könnte man kaum als sonderlich originell bezeichnen: Die Einwohner der Fantasy-Welt Astera werden vom dämonischen Lord Extoroth gepiesakt, so die Essenz der Story. Um sich den Kerl vom Hals zu schaffen, müssen mächtig magische Gerätschaften her, und wo findet man sowas? Genau, in der Black Crypt, einem Relikt aus früheren Auseinandersetzungen mit dem Dämonenlord. Unglücklicherweise findet man in dem mit zwölf umfangreichen Dungeons ausgebauten Gemäuer aber nicht nur hilfreiches Gerät, sondern auch massenhaft verzwickte Rätsel à la „Dungeon Master“ (Schalter, Hebel, Schlüssel, mysteriöse Inschriften, Teleporter usw.) sowie ein ganzes Heer von Monstern der übelsten Art!

Aber wo Monster sind, da gibt’s auch Helden - man zieht hier mit vier Gefährten ins Ungewisse, nämlich je einem Krieger, Kleriker, Magier und Druiden. Die Grundwerte (Stärke, Intelligenz etc.) des Recken-Quartetts können via „Pool-Points“ in bestimmten Grenzen manipuliert werden: für jeden Charakter stehen zwölf verschiedene Porträts zur Verfügung. Nach diesem Vorgeplänkel finden sich die vier Aufrechten auch schon in der Krypta wieder, deren Labyrinthe sich in hübschem und rasend schnellem 3D präsentieren. Die Umgebung ist stets aus Sicht der Party zu bewundern, das gilt natürlich erst recht für die toll animierten Schauergestalten: Schon von weitem sichtbar, „wachsen“ die gruseligen Monster mit schrumpfender Distanz und stellen sich schließlich im Stil von „Eye of the Beholder“ zum Echtheit-Kampf per Mausklick.

Das Übergewicht der Hexenmeister lässt dabei auf eine Menge Zauberei schließen, und dem ist auch so. Anfänglich stehen freilich nur ein paar simple Sprüche im büchlein, aber die werden genial einfach gehandhabt. Jeder Spellcaster kann fünf davon gleichzeitig bereithalten, die bei Bedarf einfach angeklickt werden und sodann in bunten Grafikeffekten ihre Wirkung tun. Zusätzlich liegen gelegentlich magische Scrolls herum, mit deren Hilfe sich spezielle Probleme lösen lassen. Letztere wird man zumindest mit deren Hilfe sich spezielle Probleme lösen lassen. Letztere wird man zumindest mit der eingängigen Icon-Steuerung nicht haben. Manipulationen im Grafikfenster sind ebenso rasch möglich wie etwas der Zugriff auf den Inventory-Screen. Wer dennoch lieber mit dem Keyboard läuft, kann das tun, und die Inventories hören auch auf die F-Tasten.

Zusammen mit der feinsten Titelmusik und den sehr realistischen Effekten bleibt unter dem Strich ein typischer Vertreter der neuen Rollenspiel-Generation. Dank gehobener Spieltiefe und teilweise ziemlich knackiger Rätsel ist Black Crypt sowas wie ein Beholder für Fortgeschrittene. (jn)

Amiga Joker, April 1992, p.28

Der Amiga Joker meint:
"Black Crypt - dem Bann dieser atmosphärischen Knobel-Gruft kann man sich nicht so leicht entziehen!"

amiga joker
Black Crypt
Grafik: 83%
Sound: 78%
Handhabung: 86%
Spielidee: 64%
Dauerspass: 84%
Preis/Leistung: 78%

Red. Urteil:
Für Fortgeschrittene
83%
Preis: ca 89,- dm
Hersteller: Electronic Arts
Genre: Abenteuer

Spezialität: Drei Disketten, 1 MB erforderlich, die keyboardbelegung darf auf Wunsch neu konfiguriert werden.