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Unix für Mac OS X-Anwender

 

Bereits das erste Buch zu Unix am Mac von Kai Surendorf war ziemlich umfangreich. Die Ausgabe zum Tiger hat noch einmal zugelegt: 558 Seiten geballtes Wissen. Grund hierfür ist unter anderem der neu hinzugekommene Dienst launchd. Aber dazu später mehr.

Die Themen des Buches sind:

Vorwort
Einleitung

  • Eine Welt unter Wasser
  • Arbeiten mit dem Terminal
  • Vernetztes Arbeiten
  • Das Common Unix Printing System
  • Shell-Skripte
  • Eine Welt der offenen Quellen

Manch einer mag sich fragen, warum man zu Apples neuestem Schlag gleich ein neues Buch über Unix am Mac schreiben muss. Da sollte sich doch nichts geändert haben. Es ist ja kein neues Unix unten drunter.

Weit gefehlt, werter Leser. Sicher, das Unix ist letztlich nicht neu, aber es gibt eine Menge neuer Funktionen, die so bisher nicht implentiert waren. Wer bereits das Vorgängerbuch besitzt kann getrost das erste Kapitel überschlagen (es sei denn, er hat noch nichts von den Neuerungen von OS 10.4 mitbekommen), allen anderen sei es als gelungene Einführung ans Herz gelegt. Ohne viel drumherum kommt der Autor schnell zum Kern der Sache, in diesem Falle dem Terminal.

Dadurch das Apple dem Tiger einiges mit in den Tank gepackt hat, bietet das zweite Kapitel gleich eine Menge mehr an Information. Der Abschnitt 'Dateien und Verzeichnisse' wurde einige Abschnitte erweitert, welche sich mit Kompression, Bündeln oder auch Prüfsummen erstellen befassen.

Neu bzw. erweitert wurden auch die Abschnitte 'Effizient mit der Shell arbeiten' sowie 'Produktiv am Terminal arbeiten'. Selbst für eingefleischte Terminalanwender Pflicht. Ich bezweifle zumindest, dass jeder mitbekommen hat, dass nun 'nano' der Editor der Wahl ist. (pico tut es aber immer noch).

Diese beiden Abschnitte verleiten schnell zum nachahmen, was natürlich auch empfohlen wird. Erstens wird man routinierter im Umgang mit der Shell und dem Terminal, zweitens verliert man so die Scheu vor den scheinbar kryptischen Befehlen. Und wenn man seinen Netzwerkern unten im Keller dann eben auch ein paar Zeilen um die Ohren hauen kann, hat man gleich einen ganz anderen Stand. Dann ist man nicht mehr der DAU von oben :-). Und die Blicke, wenn man auf die Frage "Welches Linux nutzt Du denn?" anwortet "Mac OS X!" sind einfach Gold wert.

Das man Texte auch relativ bequem über das Terminal editieren kann, lernt man recht bald zu schätzen. Anstelle die Applikation zu wechseln, ist man mit ein paar Tastaturanschlägen genau da, wo man hin will.

Komplett neu ist für alle natürlich Spotlight. Kai Surendorf widmet sich diesem Bereich ausgiebig. Und wenn man Spotlight im Terminal nutzen möchte, ist dies nach diesem Abschnitt auch kein Problem mehr. Okay, bei mir siegt dann irgendwie die Faulheit und Bequemlichkeit, aber es geht, wenn man es denn will.

'Mac OS X administrieren' wurde überarbeitet und erweitert. Dieser Abschnitt ist eher was für den Nerd, als für den normalen Anwender. Aber lesen sollte man diesen Abschnitt auf jeden Fall.

Neu ist ebenfalls der Abschnitt 'launchd und der Startvorgang'. Auch hier ist eher der Poweruser angesprochen, der Anwender von nebenan möchte sich lieber nicht damit auseinander setzen. Dennoch ist dieser Abschnitt sehr interessant und vor allem informativ.

'Vernetzes Arbeiten', der dritte Teil des Buches löst mittlerweile nicht mehr solch traumatischen Erinnerungen bei mir aus, wie es noch bei der ersten Ausgabe war. Mittlerweile ist der Lehrgang weit genug weg und vergessen. Für das kleine Heimnetzwerk ein sehr hilfreiches Kapitel.

Und beim vierten Teil habe ich, wie bereits in der ersten Ausgabe"Mit smb://Dose/hp wird der mit hp infizierte Rechner ..." anstatt richtigerweise "Mit smb://Dose/hp wird der mit dem Namen hp identifizierte Drucker ..." gelesen. Freudsche Fehlleistung meinerseits.

Der fünfte Teil des Buches beschäftigt sich ausgiebig mit Skripten in und jenseits der Shell. Viele kleine nützliche Tips, die einem das Leben leichter machen können.

Das letzte Kapitel widmet sich ausschließlich dem Thema Open Source. Hier findet man Hinweise, wie man Pakete selber kompiliert oder installiert. Hier gilt ebenso wie in allen anderen Kapiteln einfach mal selber ausprobieren und ein wenig rumspielen.

Fazit:

War schon die erste Ausgabe ein sehr gelungenes Buch, so hat Kai Surendorf sich hier noch einmal übertroffen. Lange habe ich gebraucht, bis ich das Buch durchgearbeitet habe, noch länger, bis ich die Rezenesion schreiben konnte. Was allerdings mehr am allgemeinem Zeitmangel bzw. am miserablen Zeitmanagement liegt.

Wie bereits dem ersten Buch hat man wieder eine Referenzkarte beigelegt, so dass man die wichtigsten Befehle immer schnell zur Hand hat. Positiv fällt der Schreibtstil auf, der nicht zwanghaft locker, sonder sehr natürlich ist. Für ein Fachbuch, was 'Unix für Mac OS X Anwender' ohne Frage ist, ist dieses Buch erstaunlich staubfrei, will heißen, so gar nicht trocken. Im Gegenteil, es lässt sich sehr gut lesen.

Insgesamt ist das Buch in vielen Bereichen etwas ausführlicher geworden und es sind natürlich neue Bereiche hinzugekommen. Dieses Buch verdient wirklich seine fünf Mäuse.

 

UNIX für Mac OS X-Anwender

Galileo Computing
ISBN: 3-89842-629-7
553 Seiten
Preis: 39,90 €

mac-and-win meint