Ostfriesische Möwe

siehe auch: Ostfriesiche Zwerg-Möwe
Herkunft: Altes Landhuhn der deutschen Nordwestküste, vorwiegend in Ost- und Westfriesland gezüchtet, weit über hundert Jahre als Rasse anzusprechen.

Zuchtziel: Robustes, bewegliches, frühreifes Landhuhn; die Henne ist mit ihrer schönen Flockenzeichnung das federzüchterische Hauptziel; Legeleistung 180 Eier im ersten und 160 Eier im zweiten Legejahr; Bruteier-Mindestmasse 57 g; SchaIenfarbe der Eier: Weiß.

Gesamteindruck:   Schlichte, aber nicht plump wirkende Landhuhnform auf mittelhoher SteIlung mit vollem, fest anliegendem Gefieder; die Ostfriesische Möve ist in erster Linie ein Leistungshuhn, deshalb ist auf einen geräumigen, gut entwickelten Körper zu achten; völlige Zeichnungsverschiedenheit bei Hahn und Henne; von lebhaftem Temperament.

Körpermasse: Hahn 2,5 kg bis 3 kg, Henne 2 kg bis 2,5 kg.
Rassemerkmale Hahn:
Rumpf:  Kräftiges, längliches Viereck mit abgerundeten Kanten, ziemlich breit und voll.
Rücken:  Leicht abfallend mit möglichst breitem Sattel.
Schwanz:  Breit, hoch getragen mit langen schön gebogenen breiten Sicheln.
Brust:  Voll, tief angesetzt.
Bauch:  Ziemlich breit und voll.
Flügel: Kräftig, fest angelegt. 
Kopf:  Mittelgroß, schmal.
Gesicht:   Rot mit Federchen besetzt.
Auge:  Lebhaft, groß, braun bis dunkelbraun.
Schnabel:  Kräftig, leicht gebogen, blau bis hornfarbig.
Kamm: Einfach, mittelgroß, regelmäßig gezackt, Fahne waagerecht auslaufend.
Ohrscheiben: 

Nicht zu groß, glatt, weiß.

Kehllappen:  Mittellang, gut gerundet
Hals:  Nicht zu lang, voll behangen.
Schenkel: Hervortretend.
Läufe: Feinknochig, mittellang, schieferblau mit ebensolchen Zehen.
Gefieder:  Straff anliegend ohne Kissenbildung

Rassemerkmale Henne: Leicht nach hinten neigende, gut abgerundete längliche Viereckform mit voller, tief angesetzter Brust und vollem Legebauch, Schwanz breit im Winkel von 35 bis 40 Grad getragen; der kleine gut gezackte Kamm darf höchstens im Hinterteil zur Seite neigen.

Farbenschläge: silber, gold,

Silber:

Hahn; Obergefieder silberweiß, Untergefieder grauschwarz, ausgenommen Brust und Bauch; der Oberrücken zeigt unter dem Halsbehang tiefschwarze Tropfenzeichnung, auf den Flügeldecken verdeckte, tiefschwarze Flockung; hinter den Schenkeln andeutungsweise teifschwarze leichte Flockenzeichnung; Oberrücken und Bindenzeichnung sind zur Erzielung gut gezeichneter Hennen notwendig; die Schwingen und Innenfahne grauschwarz, etwas meliert, Außenfahne weiß; der Schwanz rein schwarz; Nebensicheln können weiß gerändert sein, Hauptsicheln jedoch ganz schwarz.

Henne; Grundfarbe weiß; das Mantelgefieder weist, ausgenommen Kopf, Hals, Oberbrust und Steiß, eine gleichmäßig verteilte tiefschwarze, möglichst grünglänzende Plockenzeichnung auf; jede Feder hat an beiden Seiten des Schaftstriches mehrere möglichst runde Flocken, die sich in etwas größerer Form bis in die äußere Schwanzspitze hinaufziehen; das Untergefieder wird grauschwarz gewünscht.

0,1


Gold:  

Hahn; Obergefieder goldbraun; der Oberrücken zeigt unter dem Halsbehang tiefschwarze Tropfenzeichnung; auf den Flügeldecken tiefschwarze Flockung, bindenartig geordnet; hinter den Schenkeln andeutungsweise tiefschwarze leichte Flockung, die zur Erzüchtung von guten Hennen benötigt wird; die Schwingen zeigen reinschwarze Innenfahne, goldbraune Außenfahne; der Schwanz ist reinschwarz, in Nebensicheln braune Säumung gestattet.

Henne; Grundfarbe goldbraun; das Mantelgefieder weist, ausgenommen Kopf, Hals, Oberbrust und Steiß, eine gleichmäßig verteilte tiefschwarze, möglichst grünglänzende Flockenzeichnung auf; jede Feder hat an beiden Seiten des Schaftstriches mehrere möglichst runde Flocken, die sich in etwas größerer Form bis in die äußerste Schwanzspitze hinaufzieht; Untergefieder grauschwarz.


Leichte Fehler: Vollständig umgelegter Kamm bei der Henne; etwas hellere Läufe bei alten Tieren.

Grobe Fehler:

Helle Augen; Doppelzacke; rot im Ohr; Gesichtsschimmel; schmale oder spitz Brust; geringer oder plumper Körper; Fischrücken, Eichhornschwanz, Fächerschwanz; falsche Lauftarbe; helle Zehen; Flockung im Mantelgetieder des Hahnes; weiß in den Hauptsicheln; zu dunkle oder verschwommene oder bänderartige Zeichnung bei der Henne und zu hoch hinaufreichende Brustzeichnung; melierte Flockung; gelb im Gefieder bei silber; lehmige Grundfarbe bei gold; Ruß im Halsbehang beim Hahn; jede Halszeichnung, ob bei Hahn oder Henne, auch wenn nur andeutungsweise; Dachschwanz; bei der Henne Hufeisenzeichnung.

 

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Literatur: Geflügelstandard für Groß- und Wassergeflügel, Hühner und Zwerghühner; Auszüge aus Deutscher Geflügel Standard BDRG

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