Lars Lagerbäck
Lars Lagerbäck (©Getty Images)

Lars Lagerbäck war mit der erfolgreichen Qualifikation für die UEFA EURO 2008™ als Gruppenzweiter hinter Spanien dafür verantwortlich, dass Schweden zum fünften Mal in Folge ein großes Turnier erreichen konnte. Für den Trainer selbst war es die zweite erfolgreiche Qualifikation in Folge, seit er die alleinige Verantwortung übernommen hat. Bei der UEFA EURO 2004™ hatte er die Verantwortung noch mit Tommy Söderberg geteilt.

Auf einer Stufe
Lagerbäck wurde 1998 die rechte Hand von Söderberg, ehe die beiden 1999 auf eine Stufe gestellt wurden. Heute ist Roland Andersson sein Assistent. Söderberg war dabei immer der Praktiker, während Lagerbäck in Schweden als Meister der Taktik galt. Das Duo erlebte eine miserable UEFA EURO 2000™, schaffte aber danach die Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft 2002. Dort überstanden die Schweden die Gruppenphase, wo sie Argentinien ausschalteten, scheiterten aber dann im Achtelfinale an Senegal. Die UEFA EURO 2004™ endete ebenfalls mit einer Enttäuschung, denn dort schieden die Schweden im Viertelfinale nach Elfmeterschießen gegen die Niederlande aus.

Alleiniger Chef
Nach dem Abschied von Söderberg führte Lagerbäck seine Mannschaft als Zweiter der Qualifikationsgruppe 8 (hinter Kroatien) zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006 - obwohl beide Teams am Ende 24 Punkte auf ihrem Konto hatten. In Deutschland trafen die Schweden in ihrer Gruppe auf England, Trinidad & Tobago und Paraguay. Die Skandinavier beendeten die Gruppenphase als Zweiter, schieden jedoch nach einer 0:2-Niederlage gegen Gastgeber Deutschland aus dem Turnier aus. Trotz einer Welle der Kritik bekräftigte Lagerbäck, sein Team zur UEFA EURO 2008™ führen zu wollen. 

Die frühen Tage
Nach seiner aktiven Karriere bei den unterklassigen Klubs Gimonäs CK und Alby FF betreute der 1948 Geborene zuerst mit Kilafors IF (erste Trainerstation 1977) , Arbrå BK und Hudiksvalls ABK drei ähnlich unterklassige Vereine, ehe ihn der Schwedische Fußballverband als Jugendtrainer anheuerte. Diesen Job übte er dann von 1990 bis 1995 aus, ehe er zunächst Trainer der schwedischen B-Nationalmannschaft und danach Partner von Söderberg wurde.