Freitag, 13.6.2008

Politik

Suche
 

 
18. Mai 2003
 

Schrift:

WIRTSCHAFTSKRISE

Merkel fordert längere Arbeitszeit

Als Ausweg aus der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise hat CDU-Chefin Angela Merkel längere Arbeitszeiten in Deutschland vorgeschlagen. Sie sei sich sicher, dass die meisten Bürger bereit seien, ein bis zwei Stunden mehr pro Woche zu arbeiten.

Hofft auf Verständnis der Bundesbürger: Angela Merkel
Zur Großansicht
DPA

Hofft auf Verständnis der Bundesbürger: Angela Merkel

Frankfurt am Main - Die meisten Mensch würde die Notwendigkeit einsehen, "weil damit ihr Arbeitsplatz sicherer würde und sogar neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten", sagte Merkel der "Bild am Sonntag".

Merkel erklärte, zur Sicherung des Wohlstands brauche es eine Aufbruchstimmung in Deutschland. Die Bundesrepublik müsse endlich weg vom Tabellenende in Europa bei Wachstum und Investitionen. "Jeder wird dazu seinen Teil beitragen müssen", sagte sie. Schließlich würden auch den Beamten gerade längere Arbeitszeiten verordnet.

Umbau bei der Bundesanstalt

Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, will seine Behörde stärker umbauen als bislang bekannt. Zwischen dem Kerngeschäft für die Beitragszahler und öffentlichen Aufgaben, wie die Betreuung von Langzeitarbeitslosen, müsse künftig stärker unterschieden werden, sagte Gerster der Tageszeitung `Die Welt". Er forderte zugleich einen steuerfinanzierten zweiten Arbeitsmarkt für Ostdeutschland. Der Beitragszahler sei damit überfordert.

Den Streik der IG Metall im Osten Deutschlands für die 35-Stunden- Woche nannte die CDU-Chefin "fern jeglicher Realität". Die Geschichte werde "über die Gewerkschaften hinweggehen, wenn sie sich den Realitäten nicht stellen". Mit einem Streik würde "in einer Phase größter wirtschaftlicher Probleme der letzte Standortvorteil Ostdeutschlands zerstört und die Metall verarbeitende Industrie mit samt ihren Jobs ins Ausland getrieben."

Statistikänderung könnte Hunderttausende zu Erwerbstätigen machen

Die SPD-Bundestagsfraktion plant indes, die monatliche Zählung der Arbeitslosen in Zukunft dem Statistischen Bundesamt zu übertragen. Aus einem internen Papier des arbeitsmarktpolitischen Sprechers Klaus Brandner, das dem SPIEGEL vorliegt, geht hervor, dass durch eine an die Praxis anderer EU-Staaten angepasste Zählweise die Zahl der Arbeitslosen auf einen Schlag um rund 800.000 sinken könnte.

In den meisten anderen Staaten Europas in regelmäßigen Umfragen und nach anderen Kriterien als in Deutschland erhoben. So gilt in den meisten Ländern jeder als erwerbstätig, der mehr als eine Stunde pro Woche arbeitet; in Deutschland dagegen liegt die Schwelle bei 15 Wochenstunden.




MELDUNGEN AUS ANDEREN RESSORTS

WIRTSCHAFT

Reform- Stopp: Iren schicken Euro auf Talfahrt

Die Iren stimmen ab, und die Börse reagiert sofort: Nach dem Nein zum EU- Reformvertrag ist der Euro- Kurs um anderthalb Cent abgestürzt, manche Händler wetten schon auf eine lange Schwächephase. Doch die meisten Ökonomen sind gelassen - die Wirtschaft wird das Votum wohl rasch wegstecken. Von Anselm Waldermann mehr... Forum ]

PANORAMA

Spielerfrauen im Wandel: Die Schönen von der Hühnerstange

Attraktiv, blond, shoppingverrückt - die Partnerinnen der Fußballstars genießen bei Fans nicht das höchste Ansehen. Zu Unrecht. Gaby Schuster hielt ihrem Gatten das Geschäftliche vom Hals. Victoria Beckham macht verdammt viel aus Nichts. Und dann ist da noch Sylvie van der Vaart. Von Insa Moog mehr...



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH






VIDEOS POLITIK
Video abspielen...
Video abspielen...Großen Videoplayer öffnen...(Flash Player 8 erforderlich)
 
Foto: AFP




ABGEORDNETENWATCH

Wie heißt Ihr Abgeordneter? Welche Positionen vertritt er? Welche Nebeneinkünfte hat er? abgeordnetenwatch.de beantwortet Ihre Fragen.

Einfach Stichwort oder Postleitzahl eingeben.








PLACEMENT24

Bei Placement24 haben ausschließlich Headhunter Zugriff auf Ihre Karrieredaten. Erhöhen Sie jetzt Ihre Jobchancen mit Hilfe führender Headhunter.
• Diskreter Kontakt zu 1900 Headhuntern
• Jobs ab 100.000 Euro
• Persönliches CV-Management