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Aktionsbündnis gegen das Vergessen: Nacht zieht über Dresden
08.10.2008

 

Die Nacht zieht herein über Dresden. Es ist der 13.Februar 1945. Die Stadt ist vollgestopft mit Menschen. Die Flüchtlingsströme aus den Ostgebieten drängen sich an den Bahnhöfen. Rundfunkdurchsagen durchdringen das heillose Chaos, zerschneiden tausendfaches Stimmengewirr. „Achtung! Achtung! Achtung! Spitzen der großen feindlichen Bomberverbände haben Kurs geändert und befinden sich im Anflug auf das Stadtgebiet. Es ist mit Bombenabwürfen zu rechnen“. Es ist 22.06 Uhr. Die Vorhut der ersten Bomberwelle setzt die Leuchtmarkierungen über dem Platz des Dresdner Sport-Clubs. Drohend stehen die Christbäume am Nachthimmel über Dresden. Kündend von todbringender Gefahr. Als die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des 14.Februar die dichten Rauchschwaden durchdringen, ist Dresden nicht mehr. Nur eine Trümmerwüste im Flammenmeer. Doch die Mörder kommen wieder…

Seit dieser Zeit erinnern sich Menschen Jahr für Jahr dieses Schicksalstages. Ganz gleich ob in der ehemaligen DDR oder heute. Dresden war gegangen und mit ihm der Glanz. Was den Menschen blieb waren Kummer, Schmerz und Leid und der Versuch der Machthaber ihrer Zeit, diese tiefen Gefühle zu instrumentalisieren - bis heute. Und so begann das makabere Spiel um die Toten von Dresden, welche bis heute keine Ruhe finden.

Im Jahr 2004 setzte die Stadt Dresden eigens eine Historikerkommission ein, um die Zahl der Toten von Dresden ein für allemal festzuschreiben. Vier Jahre später veröffentlichte diese Kommission im Rahmen des 47. deutschen Historikertages, am 1.Oktober 2008, in Dresden ihre Ergebnisse. 25000 Tote habe es beim Angriff auf Dresden am 13./14. Februar 1945 gegeben. Ein Skandal mit Ansage! Lagen dem Einsatz der Historikerkommission doch durchaus politische Motivationen zu Grunde. Ging es den Auftraggebern in Person der Stadt Dresden weniger um historische Tatsachen als vielmehr darum, sich eine Legitimation für ihre menschenverachtende Propaganda zu schaffen. Eine Vielzahl an Quellen aus dieser Zeit blieb dabei offensichtlich ebenso unbeachtet wie die Augenzeugenberichte von Tieffliegerangriffen. Letztlich versuchte man gar die Erlebnisgeneration bloßzustellen indem man behauptete, vermeintlich Erlebtes sei über die Jahre hinweg in den Köpfen der Menschen real geworden. Kurzum: Man bezichtigt eine ganze Generation der Lüge!

Diese Zustände sind nicht hinnehmbar. Wir wehren uns gegen die Darstellung unserer Väter- und Großvätergeneration als Lügner und Verbrecher. Das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ setzt sich für ein würdiges Gedenken an die Opfer von Dresden und unseres Volkes ein. Wir sind uns klar darüber, dass der Fall Dresdens durchaus ein Politikum darstellt. Ist er doch, wie die Zerstörung zahlloser anderer deutscher Städte, das Produkt eines aus wirtschaftspolitischen Motivationen geführten Krieges gegen unser Volk. Die Opfer aber stehen über diesen Dingen. Deshalb erklärt das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ der Politisierung der Opfer von Dresden eine klare Absage.

Das Aktionsbündnis nimmt seine Arbeit auf und informiert ab sofort wieder über aktuelle Neuigkeiten rund um den 13.Februar 2009.

Aktionsbündnis gegen das Vergessen

Alle Einträge

08.02.09 - Letzte Infos und Auflagen
19.01.09 - Aktuelles zum 13.Februar 2009
05.01.09 - Interview mit dem ABgdV
25.10.08 - Die Toten mahnen uns
08.10.08 - Nacht zieht über Dresden
 
 
Der geplante Massenmord
Bombenterror gegen Deutschl.
Der Tod von Dresden
 
 
Einträge 2008
Einträge 2007


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