Sie sind hier: Startseite 

Stichwort: Feierliches Gelöbnis

Berlin, 08.04.2004.
Das Feierliche Gelöbnis hat mit den Fahneneiden früherer deutscher Streitkräfte nur wenig zu tun: Der Auftrag der Soldaten ist eindeutig auf die Verteidigung begrenzt, ihr "Dienstherr" ist keine Einzelperson sondern die Bundesrepublik Deutschland.

Soldaten beim Gelöbnis im Berliner BendlerblockGrößere Abbildung anzeigen
Gelöbnis (Quelle: Redaktion Internet BW)
"Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen": Mit diesen im Soldatengesetz festgeschriebenen Worten bekennen sich jedes Jahr zehntausende junge Wehrpflichtige zu ihrer Aufgabe für die Gemeinschaft und zu ihren gesetzlichen Pflichten. Nicht einer Person wird also Treue gelobt, sondern dem eigenen Land - ein Novum in der deutschen Militärgeschichte. Zugleich korrespondiert die Verpflichtung zur Verteidigung von Recht und Freiheit mit dem Verbot des Angriffskrieges in Artikel 26 des Grundgesetzes.In vielen Verbänden ist es inzwischen Tradition, dass neben Vorgesetzten und Vertretern der Öffentlichkeit auch ein Wehrpflichtiger eine Ansprache hält. Das hat es in früheren deutschen Streitkräften nie gegeben. Das Feierliche Gelöbnis legen die Soldaten erst gegen Ende der dreimonatigen Grundausbildung ab, damit sie vorher eingehend über den Sinn und den Umfang ihrer Pflichten belehrt werden können.Zum Gelöbnis sind die Familie, Freunde und Bekannte der Soldaten eingeladen; häufig findet es zudem nicht in der Kaserne sondern in der Öffentlichkeit statt. Begleitet wird die Zeremonie durch ein Musikkorps der Bundeswehr. Berufs- und Zeitsoldaten, die freiwillig Dienst leisten, verlangt der Gesetzgeber eine festere Bindung an die Bundesrepublik Deutschland ab. Sie leisten einen Eid ("Ich schwöre..."). Ansonsten sind Eides- und Gelöbnisformel identisch.

Weitere Informationen

Downloads

Stand vom: 17.04.2007 | Autor: Frank Bötel

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde