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05.05.2009
 

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SACHSEN-ANHALT

Neunter Schweinegrippe-Fall in Deutschland

Ein Mexiko-Reisender aus Sachsen-Anhalt hat sich mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 infiziert. Dem 38-Jährigen geht es allerdings so gut, dass er Zuhause isoliert werden kann. Auch eine in Hamburg behandelte Patientin ist wieder gesund und durfte das Krankenhaus verlassen.

Berlin - Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag den neunten Fall von Schweinegrippe in Deutschland bestätigt. Bei dem 38-jährigen Mann aus dem Harzkreis in Sachsen-Anhalt handele es sich ebenfalls um einen Mexiko-Rückkehrer, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker. Der Verlauf der Krankheit sei jedoch so leicht, dass der Patient gar nicht erst ins Krankenhaus müsse, sondern zu Hause isoliert werde.

Krankenschwester auf Isolierstation in Kölner Klinik: Die Lage scheint sich zu stabilisieren
DPA

Krankenschwester auf Isolierstation in Kölner Klinik: Die Lage scheint sich zu stabilisieren

Im Zusammenhang mit der Verdachtsmeldung hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Kontaktpersonen ermittelt. Sie wiesen derzeit aber keine Grippesymptome auf. Eine Behandlung sei eingeleitet worden, um eine Verbreitung zu verhindern.

Bisher gab es in Deutschland insgesamt acht positiv getestete Fälle, einer von ihnen ist eine Schweinegrippe-Patientin aus Hamburg, die vergangene Woche aus Mexiko über Düsseldorf nach Hamburg gereist war. Sie ist nach sieben Tagen Aufenthalt auf einer Isolierstation im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wieder gesund und hat das Krankenhaus bereits verlassen. Zuvor habe ein Test ergeben, dass sie nicht mehr infektiös sei, teilte das Krankenhaus mit. Auch ihr Begleiter, der vorsorglich auf Schweinegrippe untersucht wurde, konnte die Klinik verlassen. Nach Ablauf der Inkubationszeit seien alle Tests auf eine mögliche Infektion mit dem Grippevirus bei ihm negativ ausgefallen.

RKI-Präsident Hacker sieht für Deutschland "eine gewisse Stabilisierung der Lage" aber noch keinen Grund zur Entwarnung. "Die Zahl der Verdachtsfälle geht nach unten", sagte er. Dennoch sei auch in den kommenden Tagen mit einzelnen Grippe-Erkrankten zu rechnen. "Das Virus ist eben in der Welt", sagte Hacker. Die Grippeerreger seien leicht übertragbar und veränderten ständig ihr Erbgut. Daher habe die Schweinegrippe auch weiterhin das Potential, sich auszubreiten. Weltweit wurden bisher aus 20 Ländern bestätigte Fälle bei Menschen gemeldet. Die Zahl gehe mittlerweile auf 1000 Fälle zu.

DAS SCHWEINEGRIPPE-VIRUS

Der Erreger

Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung A/H1N1, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann. Schweine gelten bei der Grippeausbreitung als besonders gefährlich, weil sich verschiedene Viren in ihnen gleich gut vermehren und auch mischen können. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat.

Die Ausbreitung

Die Symptome

Die Gefahr

Die Maßnahmen

Die Impfstoffe

Antivirale Mittel

Wandlungsfähigkeit von Grippeviren

hei/dpa/ddp





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