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13.08.2009

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Iran: Karubi wirft Behörden Folter politischer Häftlinge vor

Opposition im Iran

Karubi wirft Behörden Folter politischer Häftlinge vor

Mehdi Karubi (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Karubi erhob die Vorwürfe auf seiner Webseite. ]
Der iranische Oppositionspolitiker Mehdi Karubi hat auf der Webseite seiner Partei die Vergewaltigung von politischen Häftlingen im Gefängnis beklagt. Karubi zitierte entlassene Häftlinge, die erklärten, junge weibliche Gefangene seien schwer vergewaltigt worden.

Auch junge männliche Häftlinge seien "brutal vergewaltigt" worden, hieß es in einem Brief an den früheren Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani. Der sexuelle Missbrauch habe zu Depressionen und schwerwiegenden psychologischen Problemen bei den Opfern geführt.

Polizeichef bestätigt offenbar Entlassung von Beamten

Laut der Nachrichtenagentur dpa habe der iranische Polizeichef Ismail Ahmadi-Mokaddam bestätigt, dass es in einem Gefängnis physischen Missbrauch von Gefangenen gegeben habe. Einige Beamte hätten sich nicht an die Vorschriften gehalten. Der Polizeichef sagte, der Direktor des Gefängnisses im Süden von Teheran sei festgenommen und entlassen worden. Auch zwei Wärter seien gefeuert worden.

Auch der iranische Generalstaatsanwalt Ghorban-Ali Dorri-Nadschafabadi habe körperlichen Missbrauch in der Haftanstalt bestätigt. Er bezeichnete dieses Verhalten als nicht hinnehmbar und verlangte die Bestrafung aller für die Misshandlung von Gefangenen Verantwortlicher, so die Agentur weiter.

Bei Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Machmud Ahmadinedschad am 12. Juni waren mehr als 1000 Demonstranten und Oppositionsanhänger festgenommen worden. Mindestens 20 Menschen wurden getötet. Die Opposition erkennt die Wahl nicht an und spricht von Betrug.

Dossier: Weitere Meldungen Nach der Iran-Wahl Massenproteste setzen das Regime unter Druck [mehr]
Stand: 10.08.2009 05:59 Uhr
 

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