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14.08.2009

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Ausland

Lockerbie-Attentäter kommt wohl vorzeitig frei

Lebenslang Verurteilter schwer krebskrank

Haftverschonung für Lockerbie-Attentäter?

Der verurteilte Lockerbie-Attentäter al Megrahi (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Al Megrahi, hier ein Archivbild von 1992, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. ]
Der krebskranke libysche Lockerbie-Attentäter Abdelbasset Ali al Megrahi soll britischen Medien zufolge Haftverschonung erhalten. Der wegen des Anschlags auf ein US-Linienflugzeug über Schottland verurteilte al Megrahi solle in seine Heimat zurückgebracht werden, berichteten die Fernsehsender BBC und Sky News. Die schottische Regionalregierung spielte die Berichte als "Spekulation" herunter. Es sei noch keine Entscheidung gefallen.

Der 57-jährige al Megrahi werde voraussichtlich kommende Woche von Schottland nach Libyen gebracht, hieß es in den Medienberichten. Die schottische Regionalregierung hatte im Juli bekanntgegeben, al Megrahi habe um Haftverschonung gebeten. Libyen hatte die Rückführung al Megrahis unter Verweis auf ein Abkommen mit Großbritannien zum Gefangenen-Transfer beantragt.

270 Menschen starben bei Lockerbie-Anschlag

Der ehemalige Geheimdienstagent al Megrahi war 2001 als Drahtzieher des Attentats auf eine PanAm-Maschine über dem schottischen Lockerbie zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Attentat im Dezember 1988 mit 270 Toten handelt es sich um den bislang schwersten Terroranschlag in Großbritannien. Al Megrahi beteuert seine Unschuld und hat zwei Mal Berufung gegen das Urteil eingelegt, sein erster Antrag war allerdings bereits 2002 gescheitert. Vergangenes Jahr wurde Prostatakrebs bei Megrahi diagnostiziert. Nach Angaben seiner Anwälte ist das Krebsleiden in fortgeschrittenem Stadium.

Der abgestürzte Pan-Am-Jumbo bei Lockerbie in Schottland (Foto: AP) [Bildunterschrift: Inferno: Kurz vor Weihnachten 1988 starben 270 Menschen durch das Attentat. ]
Stand: 13.08.2009 07:53 Uhr
 

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